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Interaktionen online in starken Beziehungen: Ein Medienvergleich

Title: Interaktionen online in starken Beziehungen: Ein Medienvergleich

Seminar Paper , 2002 , 36 Pages , Grade: Gut

Autor:in: Mark Gasser (Author)

Communications - Multimedia, Internet, New Technologies
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Dass zwischenmenschliche Interaktion mittels computervermittelter Kommunikation neue kommunikative Fertigkeiten verlangt, darüber ist man sich einig. Hingegen wie diese neuen Interaktionsstile mit Beziehungen im echten Leben (Real Life RL) zusammenhängen, und was für längerfristige Konsequenzen diese neuen Arten des Kommunizierens für die Ausgestaltung von Beziehungen und das soziale Beziehungsnetz haben können, über diese Fragen wird sehr kontrovers argumentiert (vgl. Döring 1999, S. 30f.). Es zeigt sich eine Polarisierung der wissenschaftlichen Diskussion in die beiden Seiten der ,,Optimisten" oder ,,Enthusiasten" und der eher ,,Konservativen" oder ,,Technologiekritischen". Wie dies bei anderen technischen Neuerungen wie dem Fernsehen auch der Fall war, bürgt die Diskussion mit dem gesellschaftlich noch wenig erschlossenen Thema auch die Gefahr der Überhöhung von Problemen und Potenzialen. Nicola Döring vermerkt, dass deshalb die wissenschaftlich-empirische Auseinandersetzung mit dem Thema von grosser Bedeutung ist:

,,Ob und inwieweit wir es beim Internet-Gebrauch (auch) mit reziproken zwischenmenschlichen Verständigungsprozessen, mit Kontaktanbahnung und Beziehungsvertiefung, mit Gruppenbildung und Gemeinschaftsgefühl zu tun haben, ist eine empirische Frage. Die interpersonale Bedeutung und Verbindlichkeit der Netzkommunikation sollte also von vornherein nicht überhöht, aber auch nicht marginalisiert werden" (Döring 1999, S. 89).
[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

1.1. FRAGESTELLUNG: ERSETZT ODER ERGÄNZT SOZIALE KOMMUNIKATION ONLINE ALTE KOMMUNIKATIONS- UND BEZIEHUNGSMUSTER?

2. THEORIEN COMPUTERVERMITTELTER KOMMUNIKATION

2.1 DIE TRADITIONELLE SICHT: TECHNIKDETERMINISMUS

2.2. DIE INTERPERSONALE VERMITTLUNG DES „SOZIALEN“: SOZIALE KOMMUNIKATION ALS MEDIENVERMITTELTE BEZUGNAHME AUF ANDERE

2.3. DAS MODELL INTERPERSONALER MEDIENWAHL NACH HÖFLICH

2.3.1. Kommunikation im Kontext der sozialen Beziehung: Bedeutungsinterpretationen formen die Verständigung

2.3.2. Beziehungsentwicklung : geprägt durch interpersonale Kommunikation

2.3.3. Technisch vermittelte interpersonale Kommunikation

3. DER SOZIALE KOMMUNIKATIONSALLTAG: INTENSIV GEFÜHRTE, STARKE BEZIEHUNGEN ALS FOKUS UND MESSBEREICH FÜR „SOZIALE KOMMUNIKATION“

3.1. ONLINE-MEDIEN ALS TRÄGER NEUER SOZIALER NETZE: LOCKERE, FRAGILE BINDUNGEN ANSTELLE INTENSIVER UND DAUERHAFTER BEZIEHUNGEN?

3.2. EMPIRIE: ERGÄNZUNG STATT ERSATZ DES SOZIALEN NETZWERKES DURCH ONLINE-MEDIEN

4. ERGEBNISSE: STELLENWERT SOZIALER KOMMUNIKATION MITTELS ONLINE-MEDIEN

4.1. BEDEUTUNG COMPUTERVERMITTELTER KOMMUNIKATION IN HÄUFIG KONTAKTIERTEN, STARKEN BEZIEHUNGEN

4.2. WERDEN ONLINE-KOMMUNIKATIONSMEDIEN OFT ALS MEDIEN FÜR DIE ALLTAGSKOMMUNIKATION GEWÄHLT?

5. REKAPITULATION DER THEORETISCHEN AUSFÜHRUNGEN UND DISKUSSION

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht den Stellenwert von Online-Kommunikation im Alltag, insbesondere in starken, bereits bestehenden zwischenmenschlichen Beziehungen. Die zentrale Forschungsfrage ist, ob digitale Medien soziale Beziehungsmuster eher durch eine Ergänzung erweitern oder durch eine Substitution verändern und ob hierbei spezifische Online-Nutzungsmuster erkennbar sind.

  • Vergleich zwischen traditionellen Kommunikationsformen und computervermittelter Kommunikation.
  • Analyse der Bedeutung starker Beziehungen als Fokuspunkt für soziale Interaktionen.
  • Untersuchung der Medienwahl und der "Alltagstauglichkeit" digitaler Kommunikationsplattformen.
  • Empirische Erhebung zur Kontakthäufigkeit und Deprivation bei der Nutzung verschiedener Medien.

Auszug aus dem Buch

1.1. Fragestellung: ersetzt oder ergänzt soziale Kommunikation online alte Kommunikations- und Beziehungsmuster?

Bei der Online-Kommunikation wird also die Gestaltung der Kommunikation stärker als bei herkömmlichen Medien – bspw. dem Telefon, wo nur one-to-one und mittels einem Kanal kommuniziert wird –, aber auch durch die breitgefächerte Angebotsauswahl, in die Hände der Kommunizierenden gelegt. Das Erleben der Kommunikation bei interaktiven Online-Medien ist also in verstärktem Masse individuell gestaltbar. Der Gebrauch dieser neuen technikvermittelten Online-Kommunikationsformen ist darüber hinaus nicht statisch, sondern ständig im Wandel. Viele Verwendungsmöglichkeiten liegen vor, und das Netz ist ständig am Expandieren, so dass dadurch viele neue interpersonal bedeutsame Prozesse und Kommunikationsnetzwerke entstehen. Der Umgang mit einem Medium dürfte vor dem Hintergrund individueller Ziele und Bedürfnisse somit erst im Kontext der Kontaktmuster und Kommunikationssituationen zu erforschen sein. Um feststellen zu können, welche sozialen Nutzungsmuster sich herausbilden, müssen Medien, um sie als stark vertretene Alltagsmedien auszuweisen, immer auch universellen Kriterien der sozialen Nutzung genügen, und sich so einem Vergleich unterziehen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Einleitung in das Thema, Vorstellung der Forschungsfrage zur Online-Kommunikation und deren Einfluss auf soziale Beziehungen.

2. THEORIEN COMPUTERVERMITTELTER KOMMUNIKATION: Überblick über existierende Modelle, von der technikdeterministischen Sichtweise bis zum Modell der interpersonalen Medienwahl von Joachim Höflich.

3. DER SOZIALE KOMMUNIKATIONSALLTAG: INTENSIV GEFÜHRTE, STARKE BEZIEHUNGEN ALS FOKUS UND MESSBEREICH FÜR „SOZIALE KOMMUNIKATION“: Theoretische Begründung, warum die Untersuchung starker, intimer Beziehungen für das Verständnis digitaler Kommunikation essenziell ist.

4. ERGEBNISSE: STELLENWERT SOZIALER KOMMUNIKATION MITTELS ONLINE-MEDIEN: Präsentation der empirischen Daten bezüglich der Nutzung von E-Mail, Chat und anderen Diensten in bestehenden starken Beziehungen.

5. REKAPITULATION DER THEORETISCHEN AUSFÜHRUNGEN UND DISKUSSION: Zusammenfassung der Erkenntnisse und Diskussion der Ergebnisse hinsichtlich der Ergänzung statt Substitution sozialer Netzwerke.

Schlüsselwörter

Online-Kommunikation, Computer-Mediated Communication, CMC, soziale Beziehungen, Medienwahl, Alltagskommunikation, interpersonale Kommunikation, Medienkompetenz, Technikdeterminismus, soziale Netzwerke, E-Mail, Internet, Nutzungsverhalten, digitale Kommunikation, soziale Integration.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den Stellenwert von Online-Medien für die soziale Alltagskommunikation in bestehenden, starken zwischenmenschlichen Beziehungen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen die theoretischen Modelle computervermittelter Kommunikation (CMC), die Bedeutung technischer Medien für soziale Bindungen sowie empirische Untersuchungen zum Mediennutzungsverhalten.

Was ist das primäre Ziel der Studie?

Es soll geklärt werden, ob Online-Kommunikationsformen traditionelle Kommunikationsmuster eher ergänzen oder ersetzen und welche Rolle dabei die individuelle Medienwahl spielt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wurde eine Online-Studie durchgeführt, bei der Nutzer von Yahoo-Diensten mittels Fragebögen zu ihrem Kommunikationsverhalten mit nahestehenden Personen befragt wurden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst eine theoretische Aufarbeitung gängiger CMC-Modelle sowie die Präsentation und Interpretation empirischer Daten zur Mediennutzung in verschiedenen sozialen Konstellationen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Online-Kommunikation, soziale Beziehungen, Medienwahl, Alltagskommunikation, CMC und die Ergänzung sozialer Netzwerke durch das Internet.

Wie bewertet der Autor den technikdeterministischen Ansatz?

Der Autor kritisiert den technikdeterministischen Ansatz, der Medien nur über ihre technischen Restriktionen definiert, und plädiert stattdessen für einen nutzerzentrierten Ansatz, der die soziale Bedeutungskonstruktion in den Mittelpunkt stellt.

Welche Rolle spielt die "Distanz" für die Medienwahl?

Die Untersuchung zeigt, dass bei geografisch distanzierten Beziehungen Online-Medien eine deutlich wichtigere Rolle einnehmen als bei physisch erreichbaren Personen, da sie hier eine unverzichtbare Ergänzung zur Distanzüberwindung darstellen.

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Details

Title
Interaktionen online in starken Beziehungen: Ein Medienvergleich
College
University of Zurich  (Soziologisches Institut)
Grade
Gut
Author
Mark Gasser (Author)
Publication Year
2002
Pages
36
Catalog Number
V6060
ISBN (eBook)
9783638137393
Language
German
Tags
Online Medienvergleich Neue Medien Online Onlinekommunikation
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Mark Gasser (Author), 2002, Interaktionen online in starken Beziehungen: Ein Medienvergleich, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/6060
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