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Aggression und Krieg - eine Grammatik des Sozialen?

Title: Aggression und Krieg - eine Grammatik des Sozialen?

Term Paper (Advanced seminar) , 2006 , 26 Pages , Grade: 1.7

Autor:in: Sebastian Hilbert (Author)

Sociology - War and Peace, Military
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Diese Arbeit entstand im Rahmen des Seminars „Kant – Hegel – Marx: Zu einer kritischen Kritik der geisteswissenschaftlichen Methodologie der Gegenwart“ aus der Fragestellung meines Referats: „Aggression und Krieg – gibt es eine Universalgrammatik menschlichen Verhaltens?“
Ziel ist es, aus dem komplizierten Geflecht von Genom und Umwelt einige wichtige Kausalitätsstränge am Beispiel von Aggression und Krieg zu verfolgen.
Wie hängt also Kultur als besondere Kategorie von Umwelt mit den menschlichen Genen zusammen? Ist Konfliktbereitschaft in uns angeboren, Krieg also etwas unvermeidliches? Ist es wissenschaftlich nicht korrekt zu meinen, wir haben eine Neigung zum Kriegführen von unseren tierischen Vorfahren geerbt? Der soziologische Blick auf diese Fragen kann den der Psychologie und Biologie nicht ignorieren. Im Vordergrund soll das Konzept der Humanethologie mit seinem Vertreter Irenäus Eibl-Eibesfeldt stehen. Seine Verhaltensforschung gibt zahlreiche Anregungen für Interdisziplinäre Überlegungen. Ich werde auf die Person, seine Methodik und auch erkenntnistheoretischen Grundlagen zu Beginn kurz eingehen. Danach werden Aggressionstheorien aus verschiedenen wissenschaftlichen Sichtweisen dargestellt. Auf dieser Basis kann ich dann die Unterschiede der individualistischen Aggression zum Krieg als Gruppenaggression herstellen. Die Frage nach der Funktion des Krieges wird dann evolutionstheoretisch analysiert. Zum Abschluss soll es um die Verhinderung der gefürchteten Kaskade „von Humanität durch Nationalität zur Bestialität“ von Grillparzer gehen. Entmutigen uns die historischen und gegenwärtigen Beweise über Terror, Rassismus und Völkermord zu bewussten Gegenstrategien? Oder ist etwas gegen das von Freud konstatierte Zitat aus seinem Werk „Das Unbehagen in der Kultur“ anzuführen? „Es ist immer möglich, eine größere Menge Menschen in Liebe aneinander zu binden, wenn nur andere für die Äußerung der Aggression übrig bleiben.“

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Eibl-Eibesfeldt, die Humanethologie und ihre Grundlagen

1. Zur Person Eibl-Eibesfeldt

2.1 Ziel und Denken einer Humanethologie

2.2 Methodik und erkenntnistheoretische Grundlage

III. Aggression – Begriff – Formen - und Theorien

1. Aggressionsbegriff- und Formen

2. Aggressionstheorien

2.1 Aggression als Folge von Trieben

2.2 Lerntheoretische Ansätze

2.3 Biologische Faktoren

2.4 Die Sicht der Humanethologie

2.4.1 Aggressionen zwischen Individuen

2.4.2 Funktionelle Aspekte von Aggression am Beispiel von territorialem Verhalten

IV. Krieg – Begriff – und Erklärungen

1. Kriegsbegriff

2. Ursachen, Formen und Funktionen des Krieges

2.1 Geschichte und Erscheinungsformen des Krieges

2.2 Funktionen des Krieges

3. Frieden und Friedensschluss

V. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht das komplexe Zusammenspiel von biologischen Grundlagen und kulturellen Einflüssen bei der Entstehung von Aggression und Krieg, mit dem Ziel zu klären, ob es eine „Universalgrammatik“ menschlichen Verhaltens gibt.

  • Die Rolle der Humanethologie nach Irenäus Eibl-Eibesfeldt
  • Theoretische Perspektiven auf Aggression (Triebtheorie, Lerntheorien, Biologie)
  • Die Unterscheidung zwischen individueller Aggression und Gruppenaggression (Krieg)
  • Die Funktion von Krieg und dessen Verankerung in der kulturellen Evolution
  • Möglichkeiten der Friedenssicherung und interdisziplinäre Konfliktbearbeitung

Auszug aus dem Buch

III. Aggression – Begriff – Formen - und Theorien

„Ausgehend von der biblischen Geschichte über Kain und Abel bis zum letzten Krimi im Fernsehen am gestrigen Abend ist die Geschichte der Menschheit eine Chronologie von Mord und Totschlag, Folter, Unterdrückung, Raub und Verfolgung, Stammes- und Familienfehden, Heiligen und Kalten Kriegen.“ Seit Menschen ihr Leben in Worten und Bildern festhalten, gehören Aggressionen zu den Inhalten der Darstellungen. In der Psychologie gelang es Dollard et al. 1939 erstmals, die Aggressionsforschung auf ein hohes Niveau zu heben.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Die Einleitung stellt die Fragestellung nach einer „Universalgrammatik“ menschlichen Verhaltens im Kontext von Aggression und Krieg vor und führt in das Konzept der Humanethologie ein.

II. Eibl-Eibesfeldt, die Humanethologie und ihre Grundlagen: Dieses Kapitel widmet sich der Person Eibl-Eibesfeldt sowie den methodischen und erkenntnistheoretischen Voraussetzungen der Humanethologie.

III. Aggression – Begriff – Formen - und Theorien: Hier werden verschiedene Begriffsdefinitionen, Aggressionstheorien aus psychologischer und biologischer Sicht sowie die humanethologische Perspektive analysiert.

IV. Krieg – Begriff – und Erklärungen: Dieses Kapitel untersucht den Krieg als eine Form der organisierten Gruppenaggression, analysiert dessen Ursachen und Funktionen und diskutiert Bedingungen für den Friedensschluss.

V. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, betont die fehlende Determiniertheit aggressiven Verhaltens und hebt die Bedeutung kultureller Dispositive hervor.

Schlüsselwörter

Humanethologie, Eibl-Eibesfeldt, Aggression, Krieg, Triebtheorie, Lerntheorie, Biologie, Kultur, Gruppenaggression, Friedensschluss, Verhaltensforschung, Evolutionsbiologie, Soziologie, Gewalt, Interdisziplinarität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert am Beispiel von Aggression und Krieg die Wechselwirkungen zwischen biologischen Dispositionen und kulturellen Einflüssen auf das menschliche Verhalten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die Humanethologie, verschiedene psychologische Aggressionstheorien sowie die soziologische und evolutionstheoretische Einordnung von Krieg und Frieden.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es, Kausalitätsstränge im Geflecht von Genom und Umwelt zu verfolgen und zu prüfen, inwieweit das Konzept einer „Universalgrammatik“ menschlichen Verhaltens zur Erklärung von Konflikten beitragen kann.

Welche wissenschaftliche Methodik wird verwendet?

Es werden humanethologische Ansätze angewandt, die auf vergleichender Verhaltensforschung, empirischer Beobachtung und der Auswertung interdisziplinärer Theoriediskurse basieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Grundlagen der Humanethologie, eine Analyse verschiedener Aggressionstheorien und eine Untersuchung von Begriff, Ursachen und Funktionen des Krieges.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Humanethologie, Aggressionsentstehung, Gruppenaggression, Triebtheorie und kulturelle Evolution.

Wie unterscheidet die Arbeit zwischen individueller und gruppenbasierter Aggression?

Während individuelle Aggression oft auf Rangkonflikten basiert, wird der Krieg als eine destruktive, strategisch geplante Gruppenaggression definiert, bei der soziale Hemmungen gegenüber „Fremden“ abgebaut werden.

Warum betont der Autor die Bedeutung von Erziehung?

Da Aggression zwar biologische Wurzeln hat, aber nicht durch starre Determinismen festgeschrieben ist, sieht der Autor in der Erziehung und der Förderung prosozialer Mechanismen einen entscheidenden Hebel zur Aggressionskontrolle.

Welche Rolle spielt das Konzept der „Kultur“?

Kultur wird als ein „Überbau“ verstanden, der unsere biologischen Dispositionen ergänzt oder überschreibt und somit sowohl zu konstruktivem Friedensschluss als auch zu ideologisch legitimierter Gewalt führen kann.

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Details

Title
Aggression und Krieg - eine Grammatik des Sozialen?
College
Dresden Technical University  (Soziologie)
Course
Kant - Hegel - Marx: Zu einer kritischen Kritik der geisteswissenschaftlichen Methodologie der Gegenwart
Grade
1.7
Author
Sebastian Hilbert (Author)
Publication Year
2006
Pages
26
Catalog Number
V60667
ISBN (eBook)
9783638542852
ISBN (Book)
9783656795896
Language
German
Tags
Aggression Krieg Grammatik Sozialen Kant Hegel Marx Kritik Methodologie Gegenwart
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sebastian Hilbert (Author), 2006, Aggression und Krieg - eine Grammatik des Sozialen?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/60667
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