Semiotik und Kommunikation


Seminararbeit, 2006

10 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhalt

1 EINLEITUNG

2 SEMIOSE NACH PEIRCE
2.1 DIE TRIADISCHE RELATION DER ZEICHEN
2.2 ZEICHENTYPEN NACH PEIRCE

3 DAS KOMMUNIKATIONSMODELL VON JAKOBSON
3.1 JAKOBSONS MODELL
3.2 FUNKTION UND GELTUNGSANSPRUCH
3.3 DAS PRINZIP DER RELATIVEN DOMINANZ

4 ANALYSE VON WERBUNG ANHAND DES
KOMMUNIKATIONSMODELLS VON JAKOBSON

4.1 ERGEBNISSE DER ERSTEN WERBUNGSANALYSE
4.2 ERGEBNISSE DER ZWEITEN WERBUNGSANALYSE
4.3 ERGEBNISSE DER DRITTEN WERBUNGSANALYSE

5 FAZIT

6 BIBLIOGRAPHIE

7 ANHANG

1 Einleitung

Kommunikation spielt heutzutage in vielen verschiedenen Bereichen eine bedeutsame Rolle. Auch werden Kommunikationsmedien in diversen Gebieten, wie z.B. in der Werbung, es geht darum das Denken, Fühlen und Handeln von Mitmenschen zu beeinflussen (vgl. R. Keller, 1995: 253). In den jeweiligen Kulturräumen wenden Menschen die symbolisch festgelegte Sprache und die erlernten Gestiken und Mimiken unbewusst an. Dieses unbewusste Wissen soll im Folgenden externalisiert und dem Bewusstsein zugänglich gemacht werden.

Anhand der Zeichentheorie von Charles S. Peirce und dem Kommunikationsmodell von Roman Jakobson soll dies theoretisch erklärt werden. Eine praktische Anwendung erfolgt anschließend durch die Analyse von Werbung.

Zeichen- und Kommunikationsmodelle versuchen, die komplexe Wirklichkeit des Kommunikationsprozesses in ihren wesentlichen Faktoren zu erfassen und darzu­stellen. Sie sind damit nur vereinfachende Modelle der Wirklichkeit, nicht die Wirklichkeit selbst.

2 Semiose nach Peirce

2.1 Die triadische Relation der Zeichen

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Charles S. Peirce ist einer der Begründer der Semiotik, wobei sein Zeichenbegriff ganzheitlich ist. Er enthält neben der Repräsentationsfunktion ebenfalls eine Erkenntnisfunktion der Zeichen. Ein Repräsentamen (Zeichen) nach Peirce ist etwas, das für etwas anderes, beziehungs­weise für einen Gegenstand oder Sachverhalt steht. Dabei sind Zeichen nicht zwangsläufig Gegenstände, sondern können etwas Willkürliches beschreiben. Wichtig ist nur die Deutung durch einen kompetenten Interpretanten, was Peirce der Fähigkeit des menschlichen Geistes zuschreibt. Das Objekt beschreibt das in dem Interpretanten hervorgerufene Bild über das Repräsentamen (vgl. W. Nöth, 2000: 62f).

2.2 Zeichentypen nach Peirce

Peirce unterscheidet drei Arten von Zeichentypen, wobei Zeichentypen einer Klassifizierung der Zeichen aufgrund deren Funktionsweise entsprechen. Die drei Zeichentypen nennen sich Ikon, Index und Symbol. Ikonische Zeichen liegen dann vor, wenn eine Ähnlichkeitsbeziehung zwischen Zeichenkörper (Signifikant) und Zeicheninhalt (Signifikat) vorliegt. Bilder, Landkarten oder ägyptische Hieroglyphen können ikonisch sein, wenn sie die Wirklichkeit ähnlich abbilden, genauso sind Onomatopöien wie ‚muhen’ oder ‚miauen’ ikonisch (vgl. T. Klinkert, 2002: 49). Der Index beschreibt die ursächliche Beziehung bzw. den räumlichen Zusammenhang zwischen Signifikant und Signifikat, d. h. es existiert eine Realbeziehung zwischen den Zei­chen. Das Indexzeichen steht also als Folge des Bezeichneten: wenn ein Zeichen etwas indiziert, kann man aus dem Auftreten dieses Zeichens eine Ursache erschließen. Spuren und Abdrücke sind Indizes, da ein Kausalzusammenhang besteht (vgl. U. Volli, 2002: 36). Symbole stehen zwar ebenfalls in einer Beziehung zum Gegenstand, im Unterschied zum Index oder Ikon ist diese Beziehung jedoch durch Konventionen geprägt, weshalb das Symbol, im Gegensatz zu Index und Ikon, auch als arbit­rärer Zeichentyp anzusehen ist. Die im Straßenverkehr gebrauchten Zeichen haben über­wiegend symbolischen Charakter, da es beispielsweise nur auf einer Konvention beruht, bei der Farbe rot anzuhalten (vgl. U. Volli, 2002: 39f).

3 Das Kommunikationsmodell von Jakobson

3.1 Jakobsons Modell

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Kommunikationsmodell nach Roman Jakobson

(vgl. T. Klinkert (2004): 56)

Roman Osipovich Jakobson gehört zweifelsohne zu den einflussreichsten Linguisten seines Jahrhunderts und seine Arbeiten werden als ‚Klassiker der Semiotik’ bezeichnet, obwohl nur ein kleiner Teil seiner Arbeiten sich explizit mit der Semiotik befasst (vgl. W. Nöth, 2000: 103). Er hat sich vorwiegend in psychologischen Kategorien mit den Funk­tionen beschäftigt, die Sprache für den Menschen haben kann (vgl. Pelz (2000): 27). Aufbauend auf dem drei­gliedrigen Organonmodell von Karl Bühler formulierte Jakobson ein Kommuni­kati­onsmodell, demzufolge an jeder sprachlichen Mitteilung sechs Faktoren beteiligt sind (vgl. Jakobson (1979): 88ff; Pelz (2000): 28ff).

Der Sender schickt eine Botschaft an einen Empfänger. Um wirksam sein zu können, benötigt die Botschaft einen Kontext, auf den sie sich bezieht. Dieser Kontext muss dem Empfänger zugänglich sein. Ferner gibt es einen Code, der vollständig oder zu­mindest teilweise dem Sender oder Empfänger gemeinsam sein muss. Schließlich ermöglicht ein Kontakt, ein physikalischer Kanal oder eine psychologische Verbin­dung zwischen Sender und Empfänger, dass beide in Verbindung treten und die Kommunikation aufrechterhalten können (vgl. Jakobson (1979): 88).

3.2 Funktion und Geltungsanspruch

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

[...]

Ende der Leseprobe aus 10 Seiten

Details

Titel
Semiotik und Kommunikation
Hochschule
Universität Mannheim  (Romanistik 2)
Veranstaltung
Einführung in die französische Literaturwissenschaft
Note
1,3
Autor
Jahr
2006
Seiten
10
Katalognummer
V60732
ISBN (eBook)
9783638543255
ISBN (Buch)
9783638752886
Dateigröße
511 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Semiotik, Kommunikation, Einführung, Literaturwissenschaft
Arbeit zitieren
Margret Jonas (Autor:in), 2006, Semiotik und Kommunikation, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/60732

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