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Studien zum literarischen Werk Ingo Schulzes

Titel: Studien zum literarischen Werk Ingo Schulzes

Magisterarbeit , 1999 , 103 Seiten , Note: 2,6

Autor:in: Christiane ten Eicken M.A. (Autor:in)

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit bietet einen umfassenden Einblick in die veröffentlichten Bücher des Autors Ingo Schulze geben, das heißt, sowohl der Erzählband „33 Augenblicke des Glücks“ als auch der Roman „Simple Storys“ sind Gegenstand dieser Untersuchung. In den Blickwinkel gerückt werden dabei die verschiedenen Verfahrensweisen des Autors hinsichtlich des Redesubjekts, der verschiedenen Erzähltechniken, des Stils und das Spezielle an seiner Art der Geschehensvermittlung. Dabei wird - was für eine wissenschaftliche Arbeit dieser Art unüblich ist – der Inhalt beider Werke wiedergegeben, da es sich zum einen um einen jungen, der Literaturwissenschaft noch eher unbekannten Autor handelt, zum anderen dadurch auch ein direkter Vergleich der beiden Bücher möglich wird.
Zum besseren Verständnis und zur Einordnung in bezug auf das Redesubjekt und andere strukturtypologische Fragen wurden Fachtermini aus dem Werk „Erzählliteratur“ von Professor Dietrich Weber verwendet.
Auch eigene Anmerkungen des Autors, die er gegenüber der Verfasserin dieser Arbeit in mehreren persönlichen Gesprächen gemacht hat, wurden an den entsprechenden Stellen verarbeitet.
Die Person Ingo Schulze wird bei diesen Einblicken in sein Werk natürlich mitberücksichtigt, da die Biographie und persönliche Anekdoten unerläßlich sind für die weitere Zielsetzung dieser Arbeit, die aufzeigen soll, inwieweit der Autor Reales literarisch verarbeitet und in fiktives Geschehen umgewandelt hat.
Diese zweite Blickrichtung schließt sich an ein 1997 gehaltenes Seminar von Professor Dietrich Weber mit dem Titel „Fiktion und Dokumentation in der Erzählliteratur“ an, in welchem man sich, ausgehend von den Thesen Bernd W. Seilers in seinem Buch „Die leidigen Tatsachen“, mit der wahrscheinlichen Darstellung von Wirklichkeit beschäftigte. Die Arbeit untersucht demnach zugleich, inwieweit der Autor sich in bezug auf Zeit, Raum, Personen, Markenartikel und Gegenstände an die Realität gehalten hat. Zusätzliche Elemente aus dem Bereich des Nichtfiktionalen werden gesondert dargestellt.
Außerdem wird aufgezeigt, inwieweit sich die beiden Bücher ähneln, ob sich eine Entwicklung vom ersten zum zweiten Werk abzeichnet, und inwiefern in diesen ersten beiden Publikationen bereits das Signifikante der literarischen Arbeit Ingo Schulzes auszumachen ist.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Der Autor Ingo Schulze

3 „33 Augenblicke des Glücks“

3.1 Rahmenhandlung

3.2 Standard-Erzählungen

3.3 Rollenerzählungen/Ich-Erzähler

3.4 Sonstige Texte

3.5 Rezensionen und der Autor zu diesem Buch

4 Verwendung von Tatsächlichem in „33 Augenblicke des Glücks“

4.1 Exkurs zu Bernd W. Seilers „Die leidigen Tatsachen“

4.2 Ort, Zeit, Personen, Gegenstände

4.3 Verwendung von literarischem Material

4.4 Weitere nichtfiktionale Elemente

5 „Simple Storys“

5.1 Personen ausschließlich durch Dritte beschrieben

5.2 Ich-Erzähler

5.3 Bezugnahme zu „Simple Storys“

5.4 Die Gattungsfrage

6 Verwendung von Tatsächlichem in „Simple Storys“

6.1 Ort, Zeit, Personen

6.2 Markenartikel

6.3 Verwendung von literarischem Material

6.4 Weitere nichtfiktionale Elemente

7 Schlußbemerkungen

8 Werke Ingo Schulzes

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Magisterarbeit analysiert das bisherige literarische Werk von Ingo Schulze, insbesondere den Erzählband „33 Augenblicke des Glücks“ und den Roman „Simple Storys“. Ziel der Untersuchung ist es, die Erzählverfahren, Erzähltechniken und den Stil des Autors im Hinblick auf die literarische Verarbeitung von Realität („Tatsächlichem“) zu beleuchten und dabei die Entwicklung zwischen den beiden Werken aufzuzeigen.

  • Strukturtypologische Analyse der Erzählweisen und des Redesubjekts.
  • Untersuchung der fiktionalen Verarbeitung von Ort, Zeit, Personen und Gegenständen.
  • Analyse der intertextuellen Bezüge und der Verwendung literarischer Vorlagen.
  • Vergleichende Betrachtung der Gattungsfragen und der Wirkung auf den Leser.

Auszug aus dem Buch

3.1 Rahmenhandlung

Bei diesen Episoden soll es sich – im Untertitel „Aus den abenteuerlichen Aufzeichnungen der Deutschen in Piter“ deutet sich das schon an – um Notizen handeln, die hier von Ingo Schulze angeblich nur herausgegeben werden. Den 33 Stücken ist nun ein Brief an einen Herausgeber vorangestellt, der in die Rahmenhandlung einführt. In diesem berichtet eine Frau von einer zufälligen Begegnung in einem Zug nach Petersburg mit „einem Deutschen namens Hofmann“ (S.7). Jener, Mitarbeiter einer Zeitung und Literaturliebhaber, habe täglich Aufzeichnungen von Petersburg nach Deutschland geschickt, dabei die Recherche zugunsten der Erfindung aufgegeben, da für ihn „etwas Ausgedachtes nicht weniger wirklich als ein Unfall auf der Straße“ (S.8) sei. Nach einer gemeinsamen Nacht sei dieser Deutsche spurlos verschwunden, einzig die Mappe mit den erwähnten Aufzeichnungen sei zurückgeblieben, die sie ihm, dem Herausgeber, nun zur Publikation überlassen wolle.

Dieser äußert sich dazu in einer sich daran anschließenden Anmerkung, um sich aller Erklärungen zu entheben. Im Vordergrund habe für ihn die Erkenntnis gestanden, daß diese Notizen „über einen bloßen Unterhaltungswert hinausgingen“ und vielmehr noch „die anhaltende Diskussion um den Stellenwert des Glücks“ (S.9) neu beleben könnten. Unterzeichnet ist diese Anmerkung mit „I.S.“ und damit wird erkennbar, daß sich hinter dem angeblichen Herausgeber niemand anderes verbirgt, als der Autor Ingo Schulze selbst. Am Ende des Buches finden sich dann auch „Ausgewählte Anmerkungen des Herausgebers“ zu einzelnen Episoden. Eine perfekte Inszenierung, die den Leser glauben machen soll, Ingo Schulze sei tatsächlich nicht mehr als Herausgeber dieser Aufzeichnungen - ein Spiel im Spiel.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Darstellung der Zielsetzung der Arbeit, die darin besteht, einen Einblick in das Werk von Ingo Schulze zu geben, insbesondere hinsichtlich Erzähltechniken und Realitätsverarbeitung.

2 Der Autor Ingo Schulze: Biographische Einordnung des Autors und Einflüsse seiner Lebensstationen auf sein literarisches Schaffen.

3 „33 Augenblicke des Glücks“: Überblick über die 33 Erzählungen, deren Rahmenhandlung sowie die Aufteilung in Standard-Erzählungen und Rollenerzählungen.

4 Verwendung von Tatsächlichem in „33 Augenblicke des Glücks“: Untersuchung, wie der Autor reale Elemente und literarische Vorlagen in die Fiktion integriert, basierend auf den Thesen von Bernd W. Seiler.

5 „Simple Storys“: Analyse des Romans aus der ostdeutschen Provinz, dessen Personenvielfalt und der besonderen Struktur der Einzelerzählungen.

6 Verwendung von Tatsächlichem in „Simple Storys“: Analyse der Integration von Ort, Zeit und insbesondere der auffälligen Nennung von Markenartikeln zur Darstellung der Realität nach der Wende.

7 Schlußbemerkungen: Zusammenfassender Vergleich der beiden Werke und Resümee zur literarischen Entwicklung des Autors.

8 Werke Ingo Schulzes: Bibliographische Auflistung von ausgewählten Werken und Schriften des Autors.

Schlüsselwörter

Ingo Schulze, 33 Augenblicke des Glücks, Simple Storys, Erzähltheorie, Intertextualität, Realitätsverarbeitung, Fiktion, Dokumentation, Wahrscheinlichkeitsliteratur, ostdeutsche Provinz, Erzähltechnik, Rahmenhandlung, Rollenprosa, DDR-Literatur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das literarische Schaffen von Ingo Schulze unter Berücksichtigung von Erzähltechniken und der Verarbeitung von Wirklichkeit.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind das Verhältnis von Fiktion und Dokumentation, die Bedeutung von Realitätselementen (Ort, Zeit, Marken) und die narrativen Strukturen in Schulzes Erzählungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie Ingo Schulze durch verschiedene Erzählstile und das Spiel mit der Fiktionalität reale Erfahrungen literarisch verarbeitet.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es werden strukturtypologische Fachtermini (u.a. nach Dietrich Weber) sowie literaturtheoretische Ansätze zur Intertextualität (Renate Lachmann) und zur Wahrscheinlichkeitsliteratur (Bernd W. Seiler) angewandt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert die beiden Werke „33 Augenblicke des Glücks“ und „Simple Storys“ hinsichtlich ihrer Struktur und der Verwendung von Tatsächlichem.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Ingo Schulze, Erzähltheorie, Intertextualität, Realitätsverarbeitung, Wahrscheinlichkeitsliteratur und die Analyse der beiden primär untersuchten Bücher.

Warum ist die Rahmenhandlung in „33 Augenblicke des Glücks“ so wichtig?

Die Rahmenhandlung dient als „Spiel im Spiel“, das die Fiktion der Erzählungen als „Aufzeichnungen“ legitimiert und dem Autor erlaubt, mit der Wahrnehmung von Realität und Fiktion beim Leser zu experimentieren.

Inwieweit unterscheiden sich die beiden Werke in ihrer Realitätsdarstellung?

Während „33 Augenblicke des Glücks“ die Realität stärker zur Relativierung von Stil nutzt, dient die Realitätsdarstellung in „Simple Storys“ dazu, die spezifischen Lebensumstände in der ostdeutschen Provinz nach der Wende authentisch abzubilden.

Ende der Leseprobe aus 103 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Studien zum literarischen Werk Ingo Schulzes
Hochschule
Bergische Universität Wuppertal  (Fachbereich Sprach- und Literaturwissenschaften)
Note
2,6
Autor
Christiane ten Eicken M.A. (Autor:in)
Erscheinungsjahr
1999
Seiten
103
Katalognummer
V6079
ISBN (eBook)
9783638137508
ISBN (Buch)
9783638639217
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Studien Werk Ingo Schulzes
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Christiane ten Eicken M.A. (Autor:in), 1999, Studien zum literarischen Werk Ingo Schulzes, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/6079
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  103  Seiten
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