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Die russisch-orthodoxe Kirche in Deutschland in Zeiten des Nationalsozialismus und der Nachkriegszeit

Title: Die russisch-orthodoxe Kirche in Deutschland in Zeiten des Nationalsozialismus und der Nachkriegszeit

Term Paper , 2006 , 17 Pages , Grade: 2,2

Autor:in: Sebastian Schmidt (Author)

Theology - Historic Theology, Ecclesiastical History
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Seit über 100 Jahren leben orthodoxe Christen in Deutschland. Die ersten orthodoxen Gemeinden wurden hier bereits im 18. Jahrhundert gegründet. Einen erheblichen Zuwachs fand die orthodoxe Kirche in Deutschland nach dem zweiten Weltkrieg durch die Ansiedlung vieler Emigranten anderer Länder. Heute leben ca. 1,3 Mio. orthodoxe Christen unterschiedlicher Herkunft und Nationalität in Deutschland. „Zumeist sind es Griechen, Serben, Rumänen, Russen und Bulgaren, aber auch Armenier, Äthiopier, Kopten und Syrer.“1 Mittlerweile ist die Orthodoxe Kirche die drittstärkste christliche Kirche in Deutschland. Die Entwicklung der Orthodoxen Kirchen in Deutschland befindet sich auch heute noch immer in einem stetig wachsenden Fortschritt – „einmal im Hinblick auf die bedeutende Zunahme der Anzahl orthodoxer Christen in diesem Lande, vor allem aber wegen der immer tieferen Verwurzelung in Deutschland.“2 In Westeuropa ist Deutschland das Land, mit den meisten orthodoxen Christen. Daher ist auch die Eingliederung der Orthodoxie in Deutschland ein wichtiger und zukunftsorientierter Einfluss für die Gesamtorthodoxie.

Zwar ist die „Russisch Orthodoxe Kirche“ zahlenmäßig nicht am stärksten in Deutschland vertreten, trotzdem werde ich mich in dieser Hauarbeit mit ihr beschäftigen. Als Ausgangspunkt, werde ich einen allgemeinen geschichtlichen Überblick über die „Russisch Orthodoxe Kirche“ (ROK) in Deutschland voranstellen, bevor ich mich ausführlicher mit der ROK zu Zeiten des Nationalsozialismus, des 2. Weltkrieg und der Nachkriegszeit befasse. Die entstandenen Konsequenzen für die ROK und der Wiederaufbau werden im Anschluss dargestellt. Zum Schluss gebe ich einen Überblick über das aktuelle kirchliche Leben der ROK in Deutschland.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Ein geschichtlicher Abriss der Russisch Orthodoxen Kirche in Deutschland.

2.1 Die Anfänge

2.2 Problematisierung und Entwicklung der Gemeindebildung

2.3 Aufruhe in Russland

3. Die Russisch Orthodoxe Kirche in Deutschland im Nationalsozialismus und im 2. Weltkrieg

3.1 Fallbeispiel: Alexander Schmorell

3.2 Die Kirchenpolitik des dritten Reiches gegenüber der Russisch Orthodoxen Kirche

3.3 Die seelsorgerische Versorgung der Kriegsgefangenen

3.4 Die Russisch Orthodoxe Kirche in der Nachkriegszeit

4. Die Russisch Orthodoxe Kirche in Deutschland heute

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht die historische Entwicklung und die spezifische Situation der Russisch-Orthodoxen Kirche (ROK) in Deutschland, mit einem besonderen Fokus auf die Herausforderungen während der Zeit des Nationalsozialismus, des Zweiten Weltkriegs und der anschließenden Nachkriegszeit.

  • Historischer Abriss der Anfänge und Gemeindebildung der ROK in Deutschland.
  • Analyse der Kirchenpolitik des Nationalsozialismus gegenüber der orthodoxen Kirche.
  • Untersuchung der seelsorgerischen Versorgung von Kriegsgefangenen und Zwangsarbeitern.
  • Darstellung des Widerstandes am Beispiel von Alexander Schmorell.
  • Entwicklung und Transformation des kirchlichen Lebens in der Nachkriegszeit und heute.

Auszug aus dem Buch

3.2 Die Kirchenpolitik des Dritten Reichs gegenüber der Russisch Orthodoxen Kirche

Zunehmend nahm das der russisch orthodoxen Kirche feindlich gegenüber stehenden Reichssicherheitshauptamt immer mehr Einfluss in die Kirchenpolitik. Viele Einschränkungen und Eingrenzungen seitens der NSDAP hinsichtlich des kirchlichen Lebens traten in Kraft mit dem Ziel zukünftig eine eigenständige Deutsche Orthodoxe Kirche zu gründen.

Trotz Einreiseverbot versuchten russische Geistliche ihre Landsleute - Landarbeiter oder Kriegsgefangene – seelsorgerisch zu betreuen. Die Nachricht vom Kriegsbeginn mit der UdSSR löste bei vielen Emigranten optimistische Gefühle aus, denn sie dachten, dass die Kirche aufgrund ihrer langen Verfolgung endlich wieder frei würde und die Flüchtlinge zurück in ihre Heimat können. Doch ihre Hoffnungen wurden enttäuscht, denn „noch vor Kriegsbeginn schickte der Leiter der Gestapo, Müller, an alle Staatspolizeistellen den Erlaß, dass eine eigenständige Rückkehr der großrussischen Emigranten aus dem Reichsgebiet in den Osten verhindert werden müsse.“

Direkt nach Ausbruch des Krieges gegen die UdSSR wurde verstärkt gegen die russischen Gemeinden gehetzt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung skizziert die historische Präsenz orthodoxer Christen in Deutschland und legt den Fokus der Arbeit auf die Russisch-Orthodoxe Kirche im Kontext des Nationalsozialismus und der Nachkriegszeit.

2. Ein geschichtlicher Abriss der Russisch Orthodoxen Kirche in Deutschland.: Dieses Kapitel beschreibt die Anfänge des orthodoxen Lebens durch Kapellenbau und Emigrationswellen sowie die schwierigen Bedingungen der Gemeindebildung in den 1920er Jahren.

3. Die Russisch Orthodoxe Kirche in Deutschland im Nationalsozialismus und im 2. Weltkrieg: Der Hauptteil analysiert die Repressionen durch das NS-Regime, das Engagement für Kriegsgefangene und das Schicksal der Widerstandskämpfer wie Alexander Schmorell.

4. Die Russisch Orthodoxe Kirche in Deutschland heute: Das abschließende Kapitel beleuchtet den aktuellen Status der ROK als bedeutende christliche Konfession und die Bestrebungen zur Überwindung der innerkirchlichen Spaltungen.

Schlüsselwörter

Russisch-Orthodoxe Kirche, Nationalsozialismus, Zweiter Weltkrieg, Emigration, Gemeindebildung, Kirchenpolitik, Seelsorge, Kriegsgefangene, Alexander Schmorell, Weiße Rose, Nachkriegszeit, Integration, Ökumene, Russland, Deutschland.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit beleuchtet die Geschichte und die strukturelle Entwicklung der Russisch-Orthodoxen Kirche in Deutschland, insbesondere unter den schwierigen Bedingungen von Diktatur und Krieg.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf der Gemeindegründung, der Kirchenpolitik des NS-Regimes, der kirchlichen Unterstützung für Zwangsarbeiter und der Situation nach 1945.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Auswirkungen der politischen Umstände auf das religiöse Leben der russisch-orthodoxen Christen in Deutschland historisch aufzuarbeiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf der Auswertung von Fachliteratur und historischen Quellen basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der rechtlichen und sozialen Lage der ROK während der NS-Zeit, inklusive Fallbeispielen und der seelsorgerischen Arbeit an Kriegsgefangenen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich maßgeblich durch Begriffe wie Kirchengeschichte, Nationalsozialismus, Emigration und interkonfessionelle sowie politische Beziehungen charakterisieren.

Inwieweit spielte der Widerstand gegen das NS-Regime eine Rolle?

Am Beispiel von Alexander Schmorell, einem Mitglied der Weißen Rose, wird aufgezeigt, wie der christliche Glaube als Motivation für den Widerstand gegen den Nationalsozialismus dienen konnte.

Wie hat sich die Rolle der ROK nach 1945 verändert?

Nach dem Krieg entwickelte sich die Kirche trotz Fluchtbewegungen und dem Verlust von Kirchengebäuden durch ein starkes Gemeindebewusstsein neu, sah sich jedoch mit Auswanderungswellen konfrontiert.

Wie ist die aktuelle Situation der ROK in Deutschland?

Heute ist die ROK ein fester Bestandteil des religiösen Lebens in Deutschland, wobei weiterhin Bestrebungen zur Annäherung zwischen den verschiedenen kirchlichen Richtungen bestehen.

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Details

Title
Die russisch-orthodoxe Kirche in Deutschland in Zeiten des Nationalsozialismus und der Nachkriegszeit
College
University of Münster
Course
Zugänge zur Orthodoxie
Grade
2,2
Author
Sebastian Schmidt (Author)
Publication Year
2006
Pages
17
Catalog Number
V60815
ISBN (eBook)
9783638543958
ISBN (Book)
9783638779562
Language
German
Tags
Kirche Deutschland Zeiten Nationalsozialismus Nachkriegszeit Zugänge Orthodoxie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sebastian Schmidt (Author), 2006, Die russisch-orthodoxe Kirche in Deutschland in Zeiten des Nationalsozialismus und der Nachkriegszeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/60815
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