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Schulische Sozialisation mit geschlechtsspezifischen Unterschieden: Notwendigkeit oder Irrtum?

Title: Schulische Sozialisation mit geschlechtsspezifischen Unterschieden: Notwendigkeit oder Irrtum?

Intermediate Diploma Thesis , 2004 , 29 Pages , Grade: 2,5

Autor:in: Christin Remmers (Author)

Pedagogy - Pedagogic Sociology
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Diese Arbeit befasst sich mit dem Thema „Schulische Sozialisation mit geschlechtsspezifischen Unterschieden: Notwendigkeit oder Irrtum?“. Es sollen vor allem Unterschiede zwischen dem Verhalten von und gegenüber Jungen und Mädchen herausgestellt werden, die Aufschluss darüber geben könnten, ob die Sozialisation in der Schule geschlechtsspezifisch erfolgt oder nicht. Um in die Thematik einzuführen, werden zunächst die Begriffe der „Sozialisation“ und der „Schule“ näher erläutert und theoretische Grundlagen dargestellt, die die Bedeutung von Sozialisation und Schule für Jungen und Mädchen klären. Im Anschluss daran wird die Sozialisation in der Schule mit ihren Zielen und verschiedenen Aspekten behandelt. Dann wird Sozialisation, jedoch in Bezug auf die verschiedenen Geschlechter, behandelt. Es werden unterschiedliche Geschlechtsstereotypen vorgestellt und der Begriff der Koedukation (gemeinsames Unterrichten von Jungen und Mädchen) behandelt. Hier geht es vor allem um die Entstehung der Koedukation und um Befunde der feministischen Schulforschung. Zum Schluss werden Statistiken des Statistischen Bundesamtes ausgewertet, jedoch nur in begrenztem Maße erörtert, da der Umfang dieser Hausarbeit eine detaillierte Herausarbeitung der Ursachen und Gründe für das Zustandekommen der angegebenen Zahlen nicht zulässt. Die Statistiken dienen vielmehr dem Zweck, aufzuzeigen, wie sich aktuell das Verhältnis von Jungen und Mädchen im Bildungssystem darstellt. Besonders eingegangen wird dabei auf die verschiedenen Schularten, auf Schulabgänger und Schulabsolventen, auf Schulabschlüsse und auf verschiedene Ausbildungsberufszweige. Im Fazit werden die in dieser Arbeit herausgestellten geschlechtsspezifischen Unterschiede bewertet, um dann die Problemstellung zu beantworten, ob geschlechtsspezifische Sozialisation in der Schule nun „Notwendigkeit oder Irrtum“ ist.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definitionen und theoretische Grundlagen

2.1 Sozialisation

2.1.1 Strukturmodell von Sozialisationsbedingungen nach Tillmann

2.1.2 Soziologische Bezugstheorien

2.2 Schule

2.2.1 Funktionen von Schule

3. Schulische Sozialisation

3.1 Aspekte schulischer Sozialisation

3.2 Ziele schulischer Sozialisation

4. Sozialisation und Geschlecht

4.1 Weibliche und männliche Geschlechtsstereotypen

4.2 Koedukation und ihre Entstehung

4.3 Begriffsbestimmung und Befunde der feministischen Schulforschung

5. Statistische Auswertungen zum Bildungssystem

5.1 Schüler/innen in Deutschland im Jahre 2002 / 03 – Gesamtübersicht nach Schularten

5.2 Absolventen des Schuljahres 2001 / 02 in Deutschland – Gesamtübersicht nach Abschlussarten

5.3 Berufsschulen im dualen System: Schüler/innen mit Ausbildungsvertrag im Jahre 2002 / 03 – Gesamtübersicht nach Berufsgruppen

6. Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Diese Hausarbeit untersucht, ob die Sozialisation in der Schule geschlechtsspezifisch erfolgt und welche Auswirkungen dies auf Jungen und Mädchen hat. Ziel ist es, anhand theoretischer Grundlagen, erziehungswissenschaftlicher Forschung und statistischer Daten des Statistischen Bundesamtes zu erörtern, ob eine geschlechtsspezifische Differenzierung im schulischen Kontext notwendig ist oder als pädagogischer Irrtum betrachtet werden muss.

  • Theoretische Fundierung von Sozialisation und der Rolle der Schule.
  • Analyse schulischer Sozialisationsaspekte wie dem heimlichen Lehrplan und Interaktionsstrukturen.
  • Untersuchung von Geschlechtsstereotypen und der Entstehung sowie Kritik an der Koedukation.
  • Auswertung statistischer Daten zur Verteilung von Jungen und Mädchen im Bildungssystem.
  • Bewertung geschlechtsspezifischer Differenzen in der Berufswahl und Schullaufbahn.

Auszug aus dem Buch

4.1 Weibliche und männliche Geschlechtsstereotypen

In Amerika wurden in den Jahren 1993 und 1995 Untersuchungen von Barrie Thorne und Donna Eder durchgeführt, die zeigen, dass es weibliche und männliche Stereotypen gibt. Hierbei werden dem männlichen wie dem weiblichen Geschlecht bestimmte Eigenschaften zugeordnet. Den männlichen Geschlechtsstereotypen zeichnet ein aggressives und raues Verhalten aus. Härte als Symbol für Männlichkeit spielt eine große Rolle. Um dieses Bild immer wieder herzustellen oder aufrecht zu erhalten, verwenden Jungen häufig Ausdrücke, die das andere Geschlecht „niedermachen“. Dadurch ziehen sie Grenzen und sind mitverantwortlich für die geschlechtsspezifischen Unterschiede. Besonders im Sportunterricht oder bei Wettkämpfen kommt die männliche Rolle stark zum Vorschein. Als besonders bezeichnend für den weiblichen Geschlechtsstereotypen gelten nach der amerikanischen Untersuchung besonders die Chearleader. Eine wichtige weibliche Eigenschaft ist demnach die Attraktivität. Das kommt auch in der Interaktion mit Jungen zum Ausdruck. Sehr attraktive Mädchen versuchen in der Regel, sich von unattraktiven Jungen abzugrenzen. Auch dadurch kommt wieder die bereits angesprochene Grenzziehung zustande. Manchmal kommt es allerdings zu Grenzüberschreitungen. Es gibt Mädchen mit eher männlichen Merkmalen, die häufig als „Mannsweib“, bzw. in Amerika als „Tomboy“ bezeichnet werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung der Problemstellung, ob schulische Sozialisation geschlechtsspezifisch erfolgt und die Relevanz der Untersuchung für die pädagogische Praxis.

2. Definitionen und theoretische Grundlagen: Erläuterung zentraler Begriffe wie Sozialisation und Schule sowie Darstellung des Tillmann-Modells und der strukturfunktionalen Theorie nach Parsons.

3. Schulische Sozialisation: Analyse der Schule als Sozialisationsinstanz, wobei die Bedeutung von Interaktionsstrukturen, dem heimlichen Lehrplan und schulischen Ritualen hervorgehoben wird.

4. Sozialisation und Geschlecht: Auseinandersetzung mit Geschlechtsstereotypen, der historischen Entwicklung der Koedukation und Befunden der feministischen Schulforschung bezüglich Benachteiligungen.

5. Statistische Auswertungen zum Bildungssystem: Präsentation und Interpretation von Daten des Statistischen Bundesamtes zu Schularten, Abschlussarten und Berufsgruppen unter dem Aspekt der Geschlechterdifferenz.

6. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Beantwortung der Frage, ob eine geschlechtsspezifische Sozialisation in der Schule als notwendig oder irrtümlich einzustufen ist.

Schlüsselwörter

Schulische Sozialisation, Geschlechtsunterschiede, Koedukation, Geschlechtsstereotypen, feministische Schulforschung, heimlicher Lehrplan, Schulleistung, Bildungsstatistik, Rollenverhalten, Talcott Parsons, Berufswahl, Bildungsbenachteiligung, Sozialisationsinstanz, Geschlechtertrennung, schulische Rituale.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, inwiefern die schulische Sozialisation Jungen und Mädchen unterschiedlich beeinflusst und ob geschlechtsspezifische Unterschiede im schulischen Alltag bestehen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen von Sozialisation, die Funktion der Schule, die Bedeutung von Geschlechtsstereotypen sowie die Auswirkungen der Koedukation auf die Schülerschaft.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Forschungsfrage zu beantworten, ob eine geschlechtsspezifische Sozialisation in der Schule eine Notwendigkeit darstellt oder als ein pädagogischer Irrtum zu bewerten ist.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Literaturanalyse sowie die Auswertung statistischer Daten des Statistischen Bundesamtes zur Verteilung von Geschlechtern im deutschen Bildungssystem.

Was steht im Hauptteil im Fokus?

Im Hauptteil werden sowohl die allgemeinen Aspekte schulischer Sozialisation (wie der heimliche Lehrplan) als auch spezifische geschlechtsspezifische Dynamiken und statistische Befunde zur Bildungsbeteiligung behandelt.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Sozialisation, Koedukation, Geschlechtsstereotypen und Bildungsstatistik geprägt.

Warum wird das Modell von Klaus-Jürgen Tillmann erwähnt?

Das Modell von Tillmann dient dazu, die Gesamtgesellschaft und die verschiedenen Ebenen, auf denen Sozialisation stattfindet (Subjekt, Interaktion, Institution), strukturell verständlich zu machen.

Welche Rolle spielt die feministische Schulforschung in der Arbeit?

Die feministische Schulforschung liefert kritische Erkenntnisse darüber, wie koedukative Schulen Jungen bevorzugen und Mädchen durch bestehende Strukturen benachteiligen können.

Welche Schlussfolgerung zieht die Autorin bezüglich der Koedukation?

Die Autorin schließt, dass eine Weiterentwicklung sinnvoll ist und für bestimmte Fächer, wie Mathematik oder Chemie, zeitweise getrennter Unterricht vorteilhaft sein könnte, um gleiche Sozialchancen zu fördern.

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Details

Title
Schulische Sozialisation mit geschlechtsspezifischen Unterschieden: Notwendigkeit oder Irrtum?
College
University of Vechta  (Institut für Erziehungswissenschaft)
Course
Allgemeine Pädagogik
Grade
2,5
Author
Christin Remmers (Author)
Publication Year
2004
Pages
29
Catalog Number
V60870
ISBN (eBook)
9783638544429
ISBN (Book)
9783638681964
Language
German
Tags
Schulische Sozialisation Unterschieden Notwendigkeit Irrtum Allgemeine Pädagogik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christin Remmers (Author), 2004, Schulische Sozialisation mit geschlechtsspezifischen Unterschieden: Notwendigkeit oder Irrtum?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/60870
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