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Rollenspiel - Theoretische Begründung und ein praktisches Beispiel

Title: Rollenspiel - Theoretische Begründung und ein praktisches Beispiel

Term Paper , 2003 , 18 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Andrea Fuchs (Author)

Didactics - Politics, Political Education
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Die vorliegende Arbeit befasst sich mit dem Rollenspiel als Verfahren im Politik- bzw. Sozialkundeunterricht. Die Anwendung von Rollenspielen im Unterricht wird im ersten Teil der Arbeit theoretisch begründet. Anhand eines praktischen Beispiels gebe ich im zweiten Teil einen Bericht darüber ab, wo die Probleme in der Umsetzung liegen und was bei der Durchführung besonders aufgefallen ist. Zu Beginn erläutere ich die Grundlagen der Rollentheorie mithilfe des Aufsatzes vonKrappmann:„Lernen durch Rollenspiel“. Ausgehend von seinen Grundannahmen werde ich die Bedeutung des Rollenspiels für den Unterricht herauskristallisieren. Dies beinhaltet eine Definition und eine genaue Beschreibung des Rollenspiels. Was kann es leisten, d. h. welche Zielstellung wird mit der Methode verfolgt, und welche Probleme treten dabei auf? Dabei werden sowohl die Spieler des Rollenspiels berücksichtigt, als auch seine Beobachter: Welche Aufgabe kommt ihnen zu? Das praktische Beispiel ist ein eigens ausgedachtes Rollenspiel, das ich mit ein paar Freunden ausprobiert habe. Es handelt sich ausschließlich um Studenten der Martin-Luther-Universität Halle. Die studierten Fächer reichen von Jura, Medizin, Betriebswirtschaftslehre bis zu Sportwissenschaft. Keiner von ihnen hat sich schon einmal näher mit Didaktik und ihren Methoden beschäftigt. Die Erfahrungen, die sie bisher mit Rollenspielen gemacht haben, wurden in der Schulzeit gesammelt.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Grundlagen der Rollentheorie

3. Was ist ein Rollenspiel? – Was kann es?

4. Das Rollenspiel im Unterricht: Umsetzung

4.1 Ablauf des Rollenspiels

4.2 Schwierigkeiten der Methode

5. Praktisches Beispiel

5.1 Das Rollenspiel

5.2 Die Durchführung

5.3 Die Auswertung

5.4 Einschätzung

6. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Hausarbeit untersucht das Rollenspiel als didaktisches Verfahren im Politik- und Sozialkundeunterricht, mit dem Ziel, dessen theoretische Grundlagen aufzuarbeiten und den praktischen Einsatz sowie die damit verbundenen Herausforderungen kritisch zu reflektieren.

  • Theoretische Fundierung des Rollenspiels durch die Rollentheorie
  • Didaktische Einordnung und Funktionen von Rollenspielen im Unterricht
  • Prozessanalyse der praktischen Umsetzung und Rollenfindung
  • Reflexion der Auswertungsphase als zentrales Element des Lernerfolgs

Auszug aus dem Buch

4.2 Schwierigkeiten der Methode

Die Methode des Rollenspiels birgt auch einige Gefahren bei der Umsetzung. Hermann Giesecke spricht in seinem Aufsatz von „immanenten Schwierigkeiten“ 21, die das Rollenspiel mit sich bringt: Durch den Spaß am Spiel ist die Versuchung groß die Erkenntnisabsicht aus den Augen zu verlieren. Die politisch-aufklärerischen Möglichkeiten werden eingebüßt, wenn der intellektuelle Charakter nicht ernst genommen wird und das Rollenspiel zum Ulk wird. Der Lehrende soll aus diesem Grund darauf achten, dass die Schüler mit der nötigen Disziplin an die Aufgabe heran gehen. Intellektuelle Genauigkeit schließt den Spaß am Spiel schließlich nicht aus.

Außerdem hat die Konzentrationsfähigkeit der Schüler seine Grenzen. Ein langanhaltender Wechsel zwischen Spiel und Diskussion ist nur eine bestimmte Zeit durchführbar. Lässt die Konzentration der Schüler nach, muss der Lehrer in der Lage sein, die Diskussion für eine geraume Zeit zu unterbrechen oder aber das Thema auf eine andere Art und Weise weiter zu bearbeiten.

Manche Schüler haben Hemmungen sich vor der Klasse zu produzieren. Die Angst vor einer möglichen Blamage muss ihnen genommen werden, indem sich jeder an dem Rollenspiel aktiv beteiligt. Verbesserungsvorschläge können z.B. auch selbst durchgeführt werden. Die Situation, die im Rollenspiel modellhaft simuliert werden soll, muss genügend Vorgaben haben, um sich auf das „typische“ Rollenverhalten konzentrieren zu können. Fehlen wichtige Angaben sind die Schüler gezwungen diese Lücken selbst zu füllen und verlieren so ihre Schwerpunkte im Spiel aus den Augen.22

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in das Thema Rollenspiel im Politik- und Sozialkundeunterricht ein und skizziert den theoretischen sowie den empirischen Teil der Untersuchung.

2. Grundlagen der Rollentheorie: Dieses Kapitel erläutert die soziologische Basis der Rollentheorie und die Bedeutung von Rollennormen für den gesellschaftlichen Zusammenhalt.

3. Was ist ein Rollenspiel? – Was kann es?: Hier werden die Ursprünge und Funktionen des Rollenspiels als soziale Interaktionsform und didaktisches Simulationsmodell definiert.

4. Das Rollenspiel im Unterricht: Umsetzung: Das Kapitel behandelt den formalen Ablauf, notwendige Rahmenbedingungen und auftretende Schwierigkeiten bei der praktischen Anwendung.

5. Praktisches Beispiel: Es wird ein eigenentwickeltes Rollenspiel zum Thema Strafrecht beschrieben, dessen Durchführung mit Studierenden und die anschließende Auswertung analysiert werden.

6. Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer Bilanz über den didaktischen Wert des Rollenspiels und betont die Wichtigkeit der Reflexionsphase für den Lernerfolg.

Schlüsselwörter

Rollenspiel, Sozialkundeunterricht, Rollentheorie, Rollennormen, Politikunterricht, didaktische Methode, soziale Interaktion, Konfliktsituation, Handlungsfähigkeit, Reflexion, Simulation, Modellcharakter, Auswertung, Unterrichtspraxis, soziales Lernen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen Begründung und praktischen Anwendung von Rollenspielen im Politik- und Sozialkundeunterricht.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Rollentheorie, die didaktische Umsetzung, die Analyse von Rollenkonflikten und die Bedeutung der Reflexion nach dem Spiel.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, das didaktische Potenzial des Rollenspiels aufzuzeigen und zu klären, wie dieses Verfahren zur Reflexion gesellschaftlicher Zusammenhänge beitragen kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Literaturanalyse sowie einen empirischen Bericht über ein selbst durchgeführtes Rollenspiel-Experiment.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung der Rollentheorie, die didaktische Konzeption des Rollenspiels und den Bericht über ein konkretes praktisches Beispiel.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Rollenspiel, Sozialkundeunterricht, Rollennormen, Reflexion, Simulation und didaktisches Potenzial.

Warum spielt die Auswertungsphase eine so große Rolle?

Laut der Autorin liegt der eigentliche didaktische Sinn des Rollenspiels nicht im Spiel selbst, sondern in der anschließenden Reflexion und Diskussion, da hier erst die Erkenntnisgewinnung stattfindet.

Wie wurden die Teilnehmer für das praktische Beispiel ausgewählt?

Es handelte sich um einen Freundeskreis der Autorin mit unterschiedlichen Studienhintergründen, die keine Vorerfahrungen mit didaktischen Rollenspielen hatten.

Welche Herausforderungen nennt die Autorin bei der Umsetzung?

Zu den Schwierigkeiten zählen die Gefahr, dass das Spiel zum bloßen "Ulk" wird, die begrenzte Konzentrationsfähigkeit der Schüler und Hemmungen, sich vor anderen zu produzieren.

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Details

Title
Rollenspiel - Theoretische Begründung und ein praktisches Beispiel
College
Martin Luther University
Course
Didaktik der Sozialkunde
Grade
2,0
Author
Andrea Fuchs (Author)
Publication Year
2003
Pages
18
Catalog Number
V60876
ISBN (eBook)
9783638544474
Language
German
Tags
Rollenspiel Theoretische Begründung Beispiel Didaktik Sozialkunde
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Andrea Fuchs (Author), 2003, Rollenspiel - Theoretische Begründung und ein praktisches Beispiel, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/60876
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