Es steht außer Frage, dass Menschen in Sozial- und Dienstleistungsberufen besonders von Burnout-Erkrankungen betroffen sind. Gerade diejenigen, die sich zu diesen Berufen am stärksten und ausschließlichsten hingezogen fühlen, neigen dazu auszubrennen. Sie sind am schwächsten mit den Selbstschutzkompetenzen ausgestattet, die in diesen Berufen jedoch für ein befriedigendes Berufsleben vonnöten sind. Das Helfersyndrom ist bei diesen Personen besonders stark ausgeprägt. „Es kann nur derjenige ausbrennen, der einmal für etwas gebrannt hat.“ Die Vermutung, dass die Burnout-Fälle in anderen Berufsgruppen weniger stark ausgeprägt sind, weist Burisch in seinem Buch „Das Burnout-Syndrom. Theorie der inneren Erschöpfung“ zurück: Der Burnout verläuft zwar unter Umständen anders ab, erweist sich jedoch als genauso tragisch.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung oder die Frage: Burnout nur bei Helfern?
- Die Handlungsepisode des Ausbrenners.
- Anfänge des Burnout-Prozesses.
- Arbeitshypothesen Burisch`s: Ausbrenner
- Die Handlungsepisode bei fortgeschrittenem Burnout...
- Motiv-Profil.....
- Handlungsplanung .....
- Handlungsausführung...
- Bewertung des Handlungsergebnisses.
- Erneute Handlungsplanung
- Ausbleibende Belohnung.
- Nebenwirkungen ......
- Rückblendende Bewertung von Anforderung und Nettoertrag
- Ausbleibende Motivsättigung ..
- Mittelbare Konsequenzen
- Inflexibilität .
- Eingeschränktes Strategierepertoire.
- Folgewirkungen missglückten Copings......
- Fallbeispiel: Burnout einer Krankenschwester
- Schlussbemerkung..
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit befasst sich mit der Handlungsepisode des Ausbrenners im Kontext des Burnout-Syndroms, insbesondere in Bezug auf die Theorien von Matthias Burisch. Ziel ist es, das Muster des Ausbrennens zu analysieren und die verschiedenen Stadien und Faktoren, die zu diesem Prozess führen, zu beleuchten.
- Die Anfänge des Burnout-Prozesses und die Schwierigkeit der frühen Erkennung.
- Die Arbeitshypothesen von Matthias Burisch zum Ausbrenner.
- Die Handlungsepisode des Ausbrenners bei fortgeschrittenem Burnout, einschließlich Motiv-Profil, Handlungsplanung, Handlungsausführung und Folgen.
- Das Motiv-Profil des Ausbrenners, die Entwicklung von Appetenz- und Meidungsmotiven und ihre Auswirkungen auf das Handeln.
- Die Auswirkungen von Misserfolgen und Enttäuschungen auf die Handlungsplanung und -ausführung des Ausbrenners.
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel der Arbeit befasst sich mit der Frage, ob das Burnout-Syndrom ausschließlich bei Personen in helfenden Berufen auftritt. Es wird deutlich, dass Burnout in allen Berufsgruppen vorkommen kann, allerdings in bestimmten Berufsfeldern, wie dem Sozial- und Dienstleistungsbereich, besonders häufig ist.
Kapitel 2 analysiert die Handlungsepisode des Ausbrenners, die typischen Phasen und die Motiv-Struktur. Es wird darauf hingewiesen, dass die Anfänge des Burnout-Prozesses oft unbemerkt verlaufen und die Betroffenen sich zunächst nicht als Betroffene wahrnehmen. Burisch`s Arbeitshypothesen zur Handlungsepisode des Ausbrenners werden vorgestellt und erläutert, wie die Betroffenen mit gestörten Handlungssituationen umgehen.
Kapitel 2.3 beschreibt die Handlungsepisode bei fortgeschrittenem Burnout, die verschiedenen Stadien, die Motiv-Entwicklung, die Planung und Ausführung des Handelns, sowie die Folgen für die betroffene Person.
Schlüsselwörter
Burnout-Syndrom, Ausbrenner, Handlungsepisode, Motiv-Profil, Appetenzmotiv, Meidungsmotiv, Handlungsplanung, Handlungsausführung, Stress, Misserfolg, Enttäuschung, Coping-Strategien, Matthias Burisch, Theorien des Burnout.
Häufig gestellte Fragen
Was versteht man unter der „Handlungsepisode des Ausbrenners“?
Nach Matthias Burisch beschreibt dies den Prozess, in dem Betroffene trotz ausbleibender Belohnung ihre Handlungsintensität steigern, was letztlich zur totalen Erschöpfung führt.
Warum sind helfende Berufe besonders von Burnout betroffen?
Menschen in Sozialberufen haben oft ein stark ausgeprägtes Helfersyndrom und brennen für ihre Aufgabe, verfügen aber gleichzeitig über geringere Selbstschutzkompetenzen.
Was sind Appetenz- und Meidungsmotive beim Burnout?
Appetenzmotive treiben den Ausbrenner an, Ziele zu erreichen. Meidungsmotive entstehen bei fortgeschrittenem Burnout, um Misserfolge oder negative Bewertungen zu umgehen.
Was bedeutet Inflexibilität im Burnout-Prozess?
Betroffene halten starr an ihren Strategien fest, auch wenn diese nicht mehr zum Erfolg führen. Das Strategierepertoire schrumpft, was effektives Coping verhindert.
Wie verläuft die Handlungsplanung bei fortgeschrittenem Burnout?
Die Planung wird zunehmend hektisch und unreflektiert. Trotz Misserfolgen wird kein Gang zurückgeschaltet, sondern versucht, durch noch mehr Arbeit die mangelnde Motivsättigung zu kompensieren.
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- Andrea Fuchs (Autor), 2005, Die Handlungsepisode des Ausbrenners, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/60881