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Analyse und Deutung des Achsenmonologes in Friedrich Schillers Wallenstein

Title: Analyse und Deutung des Achsenmonologes in Friedrich Schillers Wallenstein

Term Paper (Advanced seminar) , 2005 , 21 Pages , Grade: 2,5

Autor:in: Julia Geiser (Author)

German Studies - Modern German Literature
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„Ernst ist das Leben, heiter ist die Kunst.“1 - mit diesem Satz endet der Prolog Schillers zu seiner großen Wallenstein-Trilogie. Und genau diese Gegensätze, die heitere Kunst und das ernste Leben, versucht Schiller in seinem außergewöhnlichen Werk zu vereinen. Er verknüpft in seinem Werk die Historie eines Feldherren mit den philosophischen Ideen der damaligen Zeit und verleiht dem Ganzen durch seine Sprache und der Versform Eleganz und Dramatik. Was den besonderen Anreiz dieses Dramas von Friedrich Schiller ausmacht, kann auf die Schnelle aber nicht genau gesagt werden. Und doch zählt die Wallenstein-Trilogie zu den Eckpfeilern der deutschen Literaturgeschichte. Bis in die heutige Zeit hinein gehört Wallenstein von Friedrich Schiller, neben Faust von Goethe, zu den Pflichtthemen im Deutschunterricht am Gymnasium. Und besonders der Monolog Wallensteins, der im dritten Buch der Trilogie im vierten Abschnitt des ersten Aktes zu finden ist, wird gerne als Beispiel herausgegriffen.
In diesem Monolog wird die Grundproblematik des Werkes zusammengefasst, weshalb er auch gerne als Achsenmonolog bezeichnet wird, da sich die gesamte Trilogie um diesen Monolog dreht.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Friedrich Schillers Wallenstein – ein außergewöhnliches Werk:

2. Einordnung des Monologs in das Gesamtwerk:

3. Deutung und Analyse des Monologs:

3.1. Gedanke und Tat:

3.2. Doppelsinn des Lebens:

3.3. Freiheit und Notwendigkeit:

3.4. Überlegenheit der traditionellen Herrschaft:

4. Handlungsfreiheit Wallensteins:

5. Schuldfrage Wallensteins:

6. Aktualität der Wallenstein-Trilogie:

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit analysiert den sogenannten „Achsenmonolog“ aus Schillers Wallenstein-Trilogie, um die zentrale Problematik des Werkes zu durchdringen. Dabei wird insbesondere untersucht, inwiefern Wallenstein nach Veräußerlichung seiner Gedanken noch über Handlungsfreiheit verfügt oder ob er in einen fatalen Zwang der Notwendigkeit geraten ist, der zwangsläufig zu seinem Untergang führt.

  • Die dialektische Spannung zwischen Gedanke und Tat
  • Die Problematik des „Doppelsinns des Lebens“
  • Das Spannungsfeld zwischen persönlicher Freiheit und objektiver Notwendigkeit
  • Die Macht der Tradition gegenüber individuellen Reformbestrebungen
  • Die Schuldfrage und die moralische Zerrissenheit des Protagonisten

Auszug aus dem Buch

3.4. Überlegenheit der traditionellen Herrschaft:

Auch der letzte Abschnitt des Wallenstein-Monologs beginnt mit einer Regieanweisung: „Er macht heftige Schritte durchs Zimmer, dann bleibt er wieder sinnend stehen.“ Gerade bei dieser letzten Regieanweisung wird die Zerrissenheit Wallensteins besonders deutlich.

Wallenstein beginnt den letzten Abschnitt, ähnlich dem ersten Abschnitt des Monologs, mit Fragen: „Und was ist dein Beginnen? Hast du dirs auch redlich selbst bekannt?“ Wallenstein erkennt, dass seine Pläne und Gedanken kaum durchsetzbar sind. Den Kampf zwischen zwei starken Kräften würde er nicht fürchten. Doch er weiß, dass er gegen keinen natürlichen Gegner ankämpft. Er kämpft gegen die Tradition, die in den Köpfen der Menschen verwurzelt ist. Ein Sieg gegen solch eine Übermacht ist somit unmöglich.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Friedrich Schillers Wallenstein – ein außergewöhnliches Werk: Einführung in die Bedeutung der Trilogie und Vorstellung der zentralen Fragestellungen hinsichtlich Handlungsfreiheit und Schuld.

2. Einordnung des Monologs in das Gesamtwerk: Einbettung der Textpassage in die Trilogie und Erläuterung der Relevanz für das Verständnis des Gesamtwerks.

3. Deutung und Analyse des Monologs: Eingehende Untersuchung der vier Abschnitte des Monologs unter Berücksichtigung rhetorischer und inhaltlicher Aspekte.

3.1. Gedanke und Tat: Analyse der Dialektik zwischen der Welt der Vorstellung und der Realisierung in die Tat.

3.2. Doppelsinn des Lebens: Untersuchung des Verhältnisses zwischen komplexem Sein und simplifizierendem Schein.

3.3. Freiheit und Notwendigkeit: Erörterung der Problematik, wann individuelle Freiheit in objektive Notwendigkeit umschlägt.

3.4. Überlegenheit der traditionellen Herrschaft: Darstellung von Wallensteins Kampf gegen die in der Gesellschaft verwurzelte Tradition.

4. Handlungsfreiheit Wallensteins: Diskussion über das Schwinden der Wahlfreiheit und das Unvermögen, aus der geschaffenen Lage zu entkommen.

5. Schuldfrage Wallensteins: Reflexion über die persönliche Schuld und das fatale Zögern des Protagonisten.

6. Aktualität der Wallenstein-Trilogie: Betrachtung der zeitlosen Relevanz des Dramas in Bezug auf Machtmissbrauch und politische Verführbarkeit.

Schlüsselwörter

Friedrich Schiller, Wallenstein, Achsenmonolog, Handlungsfreiheit, Notwendigkeit, Schuld, Macht, Tradition, Gedanke und Tat, Doppelsinn des Lebens, Tragödie, Politischer Opportunismus, Zerrissenheit, Determinismus, Realpolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse und Deutung des zentralen Monologs von Wallenstein aus der gleichnamigen Trilogie von Friedrich Schiller.

Welche Themenfelder stehen dabei im Mittelpunkt?

Zentrale Themen sind das Verhältnis von Denken und Handeln, die Kollision von persönlicher Freiheit mit historischer Notwendigkeit sowie der Einfluss gesellschaftlicher Traditionen auf politische Ambitionen.

Was ist das primäre Ziel oder die zentrale Forschungsfrage?

Die Untersuchung zielt darauf ab zu klären, ob Wallenstein in der betrachteten Textpassage noch über echte Entscheidungsfreiheit verfügt oder ob sein Schicksal durch die bereits veräußerlichten Gedanken und die dadurch ausgelöste Notwendigkeit besiegelt ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit angewendet?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Analyse, die den Text des Monologs in das Gesamtwerk einordnet und durch Sekundärliteratur zu philosophischen und historischen Aspekten fundiert.

Was wird im Hauptteil des Dokuments detailliert behandelt?

Der Hauptteil gliedert den Monolog in vier Abschnitte, die jeweils spezifische Spannungsfelder wie „Gedanke und Tat“, „Sein und Schein“ oder „Freiheit und Notwendigkeit“ untersuchen.

Welche Begriffe charakterisieren diese Arbeit am besten?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie „Achsenmonolog“, „Determinismus“, „Machtmissbrauch“ und „Tragödie des Menschen“ geprägt.

Inwiefern spielt der „Doppelsinn des Lebens“ eine Rolle für Wallenstein?

Der Doppelsinn des Lebens bezeichnet für Wallenstein das gefährliche Auseinanderklaffen von seinem komplexen, inneren Sein und dem simplifizierenden Schein, der von der Außenwelt interpretiert wird.

Warum sieht der Autor das Zögern als Wallensteins größte Schuld an?

Das Zögern führt dazu, dass Wallenstein den richtigen Zeitpunkt für eine aktive Entscheidung verpasst, wodurch er die Kontrolle über die Ereignisse an seine Gegner verliert.

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Details

Title
Analyse und Deutung des Achsenmonologes in Friedrich Schillers Wallenstein
College
LMU Munich
Grade
2,5
Author
Julia Geiser (Author)
Publication Year
2005
Pages
21
Catalog Number
V60913
ISBN (eBook)
9783638544788
ISBN (Book)
9783638824408
Language
German
Tags
Analyse Deutung Achsenmonologes Friedrich Schillers Wallenstein
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Julia Geiser (Author), 2005, Analyse und Deutung des Achsenmonologes in Friedrich Schillers Wallenstein, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/60913
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