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Der Klosterneuburger Altar

Title: Der Klosterneuburger Altar

Seminar Paper , 2003 , 15 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Julia Geiser (Author)

Art - Arts and Crafts
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Summary Excerpt Details

Der Klosterneuburger Altar wurde im Auftrag von Propst Wernher von dem lothringischem Emailkünstler und Goldschmied Nikolaus von Verdun im Stift Klosterneuburg bei Wien in Österreich angefertigt und schliesslich im Jahre 1181 n.Chr. fertiggestellt.
Die heutige Gestalt des Klosterneuburger Altars entspricht einem dreiteiligen Flügelaltar. Das Mittelstück und die zwei Seitenflügel werden von den insgesamt 51 Emailtafeln gestaltet. Ihre besondere Beschaffenheit erhalten die Tafeln von Nikolaus von Verdun durch die uralte Kunst der Emailtechnik, in der sie geschaffen wurden.
Über die Jahre hinweg wurden die Tafeln von Nikolaus von Verdun wiederholt restauriert. Die letzte grössere Restaurierung in den Jahren zwischen 1949 und 1951 n.Chr. wurde mustergültig durchgeführt. Die Emailtafeln wurden komplett restauriert und auf einem neuen hölzernen Untergrund übertragen. Zum ersten Mal befestigte man die Tafeln anstatt mit Nägeln ( die meisten Schäden an Emails sind durch Hammerschläge entstanden) mit Schrauben. Heute ist der Verduner Altar in der Leopoldskapelle des Stifts Klosterneuburg zu bewundern und dient als Grabaltar Leopolds III.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

2. Geschichte des Klosterneuburger Altars

3. Der Aufbau des Klosterneuburger Altars

4. Der Typologie- Gedanke des Klosterneuburger Altars

5. Ausgewählte Kolumnen des Klosterneuburger Altars

5.1. Kolumne 1:

I/1: „Annunciatio Ysaac“( Die Verkündigung Isaaks)

II/1: „Annunciatio Domini“( Die Verkündigung des Herrn)

III/1: „Annunciatio Samson“( Die Verkündigung Samsons)

5.2. Kolumne 5:

I/5: „Transitus maris rubri“( Der Durchzug durchs Rote Meer)

II/5: „Pbaptismus Christi“( Die Taufe Christi)

III/5: „Mare supra boves XII“( Das Meer auf den 12 Rindern)

5.3. Kolumne 9:

I/9: „Oblatio Ysaac“( Die Opferung Isaaks)

II/9: „Passio Domini“( Das Leiden des Herrn)

III/9: „Botrus in Vecte“( Die Traube auf der Stange)

5.4. Kolumne 10:

I/10: „Eva tulit de Fructu“( Eva nimmt von der Frucht)

II/10: „Desposicio Christi“( Die Kreuzabnahme Christi)

III/10: „Desposicio regis Iericho“( Abnahme des Königs von Jericho)

6. Schlusswort

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Klosterneuburger Altar des Nikolaus von Verdun unter besonderer Berücksichtigung seiner ikonographischen Struktur und der darin angewandten typologischen Deutungsweise, um das komplexe heilsgeschichtliche Programm des Werkes zu erschließen.

  • Historische Entstehung und bauliche Entwicklung des Altars
  • Struktureller Aufbau und technische Ausführung der Emailtafeln
  • Die Typologie als zentrales theologisches Deutungsmodell
  • Analyse ausgewählter Kolumnen zur Veranschaulichung der Vorbild-Erfüllungs-Relation
  • Vergleich mit anderen typologischen Werken wie der "Biblia pauperum"

Auszug aus dem Buch

Kolumne 1:

Am Anfang des Bildtafelprogramms steht nicht die Erschaffung der Welt oder des Menschen, sondern die erste Offenbarung Gottes. Der lateinische Titel des oberen Bildes der ersten Kolumne lautet „Annunciato ysaac“, was soviel wie „Die Verkündigung Isaaks“ heisst. Nach Genesis 18,1-16 ist die Szene dargestellt, wie Abraham im Hain Mamre vor seinem Haus von drei Engeln besucht wird, in denen er Gott erkennt. Dabei verheisst Gott Abraham den ersehnten Nachkommen. Die Darstellung Gottes in Gestalt von drei Männern wurde von den Kirchenvätern als alttestamentliche Andeutung der Dreifaltigkeit, aufgefasst. Diese Auffassung unterstreicht auch der Schriftband, den einer der Engel in den Händen hält, auf welchem das Augustinuswort „Tres Vidit et unum adoravit“ (übersetzt: drei sah er und einen betete er an) steht.

Das kleine Gewächs zwischen Abraham und den Engeln stellt den Baum dar, unter dem er seine Gäste nachher bewirten soll.

In dem mittleren Bild der ersten Kolumne wird „Die Verkündigung des Herren“ dargestellt. Diese Szene nach dem Lukasevangelium (Lukas 1,26-38) ist in der christlichen Kunst sehr häufig und sehr früh in dieser typischen Weise dargestellt worden. Maria, die betend vor einem Lesepult in ein Buch versinkt war, erhebt sich erschrocken von ihrem Stuhl. Grund ihres Erschrecken ist ein Engel der von aussen (Grasboden!) zu ihr hereintritt und sie mit den Worten „Ave Maria“ (sei gegrüsst, Maria) begrüsst, welches ein Schriftband dem Betrachter zeigt. Die von der Hand des Engels ausgehenden Strahlen versinnbildlichen die göttliche Botschaft.

Zusammenfassung der Kapitel

2. Geschichte des Klosterneuburger Altars: Das Kapitel erläutert die Entstehung des Altars durch Nikolaus von Verdun im 12. Jahrhundert, seine ursprüngliche Funktion als Kanzelverkleidung und den späteren Umbau zum Flügelaltar.

3. Der Aufbau des Klosterneuburger Altars: Hier werden die technische Ausführung der Emailtafeln, die Anordnung in drei Registern gemäß der Heilsgeschichte und die räumliche Struktur des Werkes detailliert beschrieben.

4. Der Typologie- Gedanke des Klosterneuburger Altars: Dieses Kapitel definiert die Typologie als zentrale Deutungsweise des Altars, bei der Ereignisse des Alten Testaments als Vorbilder für die neutestamentliche Heilsgeschichte fungieren.

5. Ausgewählte Kolumnen des Klosterneuburger Altars: Anhand ausgewählter Bildgruppen wird die konkrete Anwendung des typologischen Programms und die theologische Tiefe der einzelnen Szenen illustriert.

6. Schlusswort: Das Kapitel fasst die Bedeutung des Altars als zeitloses Zeugnis christlichen Glaubens zusammen und vergleicht das typologische System mit einem harmonischen Musikstück.

Schlüsselwörter

Klosterneuburger Altar, Nikolaus von Verdun, Typologie, Heilsgeschichte, Emailkunst, Vorbild, Antitypus, Mittelalter, Triptychon, Bibel, Ikonographie, Heilsplan, Biblische Exegese, Christliche Kunst.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit widmet sich dem Klosterneuburger Altar als einem der bedeutendsten kunsthistorischen Zeugnisse des Mittelalters und analysiert dessen Aufbau und inhaltliches Programm.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf der Entstehungsgeschichte, der technischen Beschaffenheit der Emailtafeln und der typologischen Deutung der dargestellten biblischen Szenen.

Was ist das primäre Ziel dieser Arbeit?

Ziel ist es, den Lesern den komplexen heilsgeschichtlichen Aufbau und die systematische Verknüpfung von Altem und Neuem Testament auf dem Altar verständlich zu machen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine kunsthistorische und ikonographische Analyse, die das Werk in den Kontext mittelalterlicher Theologie und Typologie einordnet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Beschreibung der historischen Entwicklung, den Aufbau des Werkes, die theoretischen Grundlagen der Typologie sowie eine detaillierte Einzelanalyse ausgewählter Bildkolumnen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind der Name des Meisters (Nikolaus von Verdun), die Fachbegriffe Typologie und Heilsgeschichte sowie die spezielle Kunsttechnik der Emailmalerei.

Warum wird der Altar oft als "Verduner Altar" bezeichnet?

Der Name leitet sich von seinem Schöpfer, dem Goldschmied Nikolaus von Verdun, ab, der das Werk im 12. Jahrhundert anfertigte.

Welche Besonderheit weist die zehnte Kolumne auf?

Die zehnte Kolumne, die erst 1331 hinzugefügt wurde, bricht mit dem strengen typologischen System und stellt eher ein andächtiges, erzählerisches Bildprogramm dar.

Excerpt out of 15 pages  - scroll top

Details

Title
Der Klosterneuburger Altar
College
LMU Munich
Grade
2,3
Author
Julia Geiser (Author)
Publication Year
2003
Pages
15
Catalog Number
V60916
ISBN (eBook)
9783638544818
ISBN (Book)
9783638824439
Language
German
Tags
Klosterneuburger Altar
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Julia Geiser (Author), 2003, Der Klosterneuburger Altar, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/60916
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