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Die wandernde Grenze Nordamerikas: Vom Exceptionalism zum Selbstverständnis - Die amerikanische Ausnahme der demokratischen Regel

Title: Die wandernde Grenze Nordamerikas: Vom Exceptionalism zum Selbstverständnis  - Die amerikanische Ausnahme der demokratischen Regel

Seminar Paper , 2004 , 17 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Paul Vierkant (Author)

English Language and Literature Studies - Culture and Applied Geography
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Die Vereinigten Staaten von Amerika wachsen stetig. Dieses Wachstum bringt eine wandernde Grenze mit sich. Um die heutigen USA in ihrem Handeln und Sein besser zu verstehen, müssen wir einen Blick auf die wandernde Grenze Nordamerikas mit seinen Auswirkungen – die bis heute präsent sind – werfen. Ich werde im folgenden Text versuchen die wandernde Grenze Nordamerikas aus verschiedenen Positionen zu betrachten, um die nationale und welthistorische Bedeutung zu verdeutlichen. Dabei gehe ich im Speziellen auf die Innen– und Außenpolitik, die Wirtschaft sowie den technologischen Fortschritt der USA seit dem Beginn des 19. Jahrhunderts ein. Das Verhältnis von Siedlern und Indianern ist als ethnologischer Teilaspekt nicht außer Acht zu lassen. Die Konklusion bietet schließlich Raum für die Synthese der genannten Untersuchungsfelder, deren Beitrag zum amerikanischen Selbstverständnis und exceptionalism ich somit belegen möchte.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

0) Einleitung

1) Politische Expansion

1.1. Außenpolitik

1.2. Monroe–Doktrin

1.3. Innenpolitik am Beispiel Andrew Jackson

1.4. Indianerpolitik

2) Die andere Seite der Expansion am Beispiel der Indianer

2.1. Wirtschaftliche Grenze

2.2. Neue Transportmöglichkeiten

2.3. Handel zwischen Indianern und Europäern

2.4. Christus vs. Wasserschildkröte

2.5. Der Widerstand der Indianer endet

3) Von der frontier zum Selbstverständnis

3.1. Manifest Destiny und die Wurzeln des exceptionalism

3.2. Die Turner These und ihre Erben

3.3. Neue Immigration in die Neue Welt

4) Amerikas exceptionalism setzt neue Grenzen – Konklusion

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die historische Bedeutung der wandernden Grenze (frontier) für die Entwicklung des amerikanischen Selbstverständnisses und des Begriffs des "American Exceptionalism". Dabei wird analysiert, wie politische, ökonomische und kulturelle Expansionsprozesse sowie das oft gewaltsame Verhältnis zu den indigenen Völkern die Identität der USA geprägt haben.

  • US-Außen- und Innenpolitik im 19. Jahrhundert
  • Die Auswirkungen der Expansion auf indigene Völker
  • Wirtschaftliche und technologische Triebkräfte der Grenzentwicklung
  • Der Einfluss der "Turner-These" auf das nationale Geschichtsbild
  • Zusammenhang zwischen frontier und American Exceptionalism

Auszug aus dem Buch

1.3. Innenpolitik am Beispiel Andrew Jackson

Für die Innenpolitik – wozu unter anderem auch die Politik gegenüber den Indianern gehört – war die wandernde Grenze gleichermaßen bedeutsam. Das 19. Jahrhundert war geprägt von einem Zyklus in dem Kulturen aufeinander prallten. Der weiße, angelsächsische Protestant, in seiner Rolle als Siedler sah sich an der frontier (Grenze der Zivilisation) der rauen Natur und dem wilden, unzähmbaren Indianer gegenüber. Zwischen dem Mythos vom stolzen Wilden und den alltäglichen, realen und oft auch konfliktvollen Aufeinandertreffen von Siedlern und Indianern herrscht eine Diskrepanz, die Vorurteilen auf beiden Seiten Raum gab. Indianerstämme wie die Cherokee, oder Creek sind aufgrund ihrer Vertreibung ein gutes Beispiel für Indianerpolitik in den USA. Obwohl sich die Cherokee am meisten von allen Indianerstämmen auf die Siedler eingelassen haben – durch Mischehen, Missionierung und ökonomische Integration – litten sie nicht weniger als alle anderen Stämme unter der staatlichen Gewalt.

Andrew Jackson – siebter Präsident der Vereinigten Staaten, aber auch selbst Siedler an der Grenze zur Wildnis – vereinigt in sich den Konflikt zwischen „Rothäuten“ und weißen Siedlern, aber auch die kriegerische Auseinandersetzung zwischen dem Staat und den Indianerstämmen. Auch als ein Mann des Volkes gesehen, hatte Jackson für seine zwei Amtszeiten das Volk hinter sich. Jackson nahm sich im Namen der USA 100 Millionen Morgen Indianerland und gab im Gegenzug 32 Millionen an die Indianer. Das manche Indianerstämme nicht freiwillig gingen, war für Jacksons Politik der „harten Hand“ kein Problem. Er, der er selbst schon als General die Invasion in 1818 Florida leitete, führte Kriege gegen die Creek und Seminole. Auf politischer Ebene führte er diesen Krieg mit dem Indian Removal Act von 1830 fort, der die Indianer aus ihrer östlichen Heimatregion Richtung Westen gen Mississippi vertrieb, um dem Land– und Goldhunger der Siedler zu stillen.

Zusammenfassung der Kapitel

0) Einleitung: Einführung in die Problematik der wandernden Grenze und deren Bedeutung für das US-amerikanische Selbstverständnis.

1) Politische Expansion: Analyse der außen- und innenpolitischen Weichenstellungen, inklusive der Monroe-Doktrin und der Ära Jackson.

2) Die andere Seite der Expansion am Beispiel der Indianer: Untersuchung der ökonomischen Motive, technologischen Fortschritte und der verheerenden Folgen für die indigenen Kulturen.

3) Von der frontier zum Selbstverständnis: Darstellung der historischen Entwicklung des Begriffs des "Exceptionalism" und der Einfluss der Turner-These.

4) Amerikas exceptionalism setzt neue Grenzen – Konklusion: Synthese der Ergebnisse zur Bedeutung der Grenze für die globale Vormachtstellung der USA.

Schlüsselwörter

Wandernde Grenze, Frontier, American Exceptionalism, USA, Expansion, Indianerpolitik, Manifest Destiny, Frederick Jackson Turner, Siedler, Industrialisierung, Außenpolitik, Identität, Demokratie, Assimilation, Geschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit analysiert die historische Rolle der "wandernden Grenze" in Nordamerika und deren Einfluss auf die Identitätsbildung und den politischen Selbstanspruch der Vereinigten Staaten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen die politische Expansion, das Verhältnis zu den indigenen Völkern, wirtschaftliche Faktoren wie Landhunger und Industrialisierung sowie die Entwicklung ideologischer Konzepte wie des Exceptionalism.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu belegen, dass die ständige Ausweitung der Grenze als eine wesentliche Grundlage für den amerikanischen Exceptionalism fungierte und bis heute das Selbstverständnis der USA prägt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historische und ethnologische Betrachtung, die primär auf der Auswertung von Fachliteratur und historischen Dokumenten zur US-Geschichte basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die politische Expansion, eine kritische Beleuchtung der Indianerpolitik sowie eine Untersuchung der kulturellen und theoretischen Wurzeln des amerikanischen Sendungsbewusstseins.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind "Frontier", "Exceptionalism", "Expansion", "Indianerpolitik" und "Manifest Destiny".

Warum spielt die Indianerpolitik eine so zentrale Rolle?

Die Indianerpolitik dient als Beispiel für den Widerspruch zwischen dem demokratischen Selbstanspruch der USA und dem faktischen Vorgehen der Expansion, das mit Vertreibung und Zerstörung einherging.

Was besagt die Turner-These?

Frederick Jackson Turner vertrat die Ansicht, dass die Erfahrung der Frontier entscheidend zur Formung der amerikanischen Demokratie und des nationalen Charakters beigetragen habe.

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Details

Title
Die wandernde Grenze Nordamerikas: Vom Exceptionalism zum Selbstverständnis - Die amerikanische Ausnahme der demokratischen Regel
College
Free University of Berlin  (Latein-Amerika-Institut - Institut für Ethnologie)
Course
Die Wandernde Grenze Nordamerikas
Grade
1,0
Author
Paul Vierkant (Author)
Publication Year
2004
Pages
17
Catalog Number
V60923
ISBN (eBook)
9783638544870
ISBN (Book)
9783638766708
Language
German
Tags
Grenze Nordamerikas Exceptionalism Selbstverständnis Ausnahme Regel Wandernde Grenze Nordamerikas
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Paul Vierkant (Author), 2004, Die wandernde Grenze Nordamerikas: Vom Exceptionalism zum Selbstverständnis - Die amerikanische Ausnahme der demokratischen Regel, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/60923
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