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Die historische Entwicklung der Bevölkerungsstatistik und der Lebensversicherung

Titel: Die historische Entwicklung der Bevölkerungsstatistik und der Lebensversicherung

Seminararbeit , 2006 , 43 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Matthias Wessel (Autor:in)

BWL - Unternehmensforschung, Operations Research
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Der Begriff der Versicherung lässt sich nach FARNY durch „Deckung eines im einzelnen ungewissen, insgesamt geschätzten Mittelbedarfs auf der Grundlage des Risikoausgleichs im Kollektiv und in der Zeit“ verdeutlichen. In diesem Kontext tritt die Lebensversicherung als ein Teilgebiet der Individualversicherung gemäß dem Grundsatz von Leistung und Gegenleistung in Erscheinung. Diesem Wirtschaftszweig unter Anwendung des Äquivalenzprinzips steht das Teilgebiet der Sozialversicherung gegenüber, welches „über Beiträge einen sozialen Ausgleich bezweckt“ und damit dem Solidaritätsprinzip gerecht wird.

Mit der vorliegenden Arbeit soll eine geeignete Darstellung der historischen Entwicklung vorgestellt werden, die zur Ausprägung der Lebensversicherungstechnik im modernen Sinn führte. Es wird herausgearbeitet, welche Ergebnisse die Erkenntnisse seit dem Altertum für den Gesamtkontext liefern und inwiefern diese in der Lebensversicherung des 20. und 21. Jahrhunderts Anwendung finden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung und Begriffsabgrenzungen

2 Die historische Entwicklung der Bevölkerungsstatistik

2.1 Einführung und Begriffsabgrenzung

2.2 Historische Entwicklung vom Altertum bis zur Neuzeit

2.2.1 Altertum

2.2.2 Mittelalter

2.2.3 Neuzeitliche Entwicklungen vom 16. bis zum 18. Jh.

2.2.4 Moderne Bevölkerungsstatistik bis zum 20. Jh.

2.3 Bevölkerungsstatistik der BRD

2.3.1 Erhebungssystem

2.3.2 Auswertungsmethoden

3 Vorläufer der Lebensversicherung

3.1 Versicherungsähnliche Ansätze im Altertum und Mittelalter

3.2 Frühformen der Lebensversicherung und die Belebung der Mathematik im Zeitalter der Reformation, Gegenreformation und des Absolutismus (16. bis 18. Jh.)

3.2.1 Staatliche Initiative zur Schadensbegrenzung und Finanzierung im 17. / 18. Jh.

3.2.2 Erste Grundlage moderner Versicherungswirtschaft

3.3 Das 19. Jahrhundert

3.3.1 Mathematische Weiterentwicklung im 19. Jh.

3.3.2 Erste Versicherungsunternehmen in Deutschland im 19. Jh.

3.3.3 Der Weg vom Institute of Actuaries in England zur IAA

4 Lebensversicherungsmathematik im 20. und bisherigem 21. Jahrhunderts

4.1 Rahmenbedingungen und nationale Ausprägung der LV

4.2 Grundlagen der Lebensversicherungsmathematik

4.2.1 Vorbemerkungen

4.2.2 Rechnungsgrundlagen der LVM

4.2.3 Kommutationswerte

4.2.4 Versicherungsmathematisches Äquivalenzprinzip

4.2.5 Prämien und Deckungskapital

5 Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Seminararbeit verfolgt das Ziel, die historische Entwicklung der Lebensversicherungstechnik aufzuzeigen und zu analysieren, wie Erkenntnisse seit dem Altertum das Verständnis und die Ausprägung der modernen Lebensversicherung im 20. und 21. Jahrhundert maßgeblich geprägt haben.

  • Historische Entwicklung der Bevölkerungsstatistik
  • Vorgeschichte und Vorläufer der Lebensversicherung
  • Einfluss der Industrialisierung und mathematischer Fortschritte
  • Etablierung der Lebensversicherungsmathematik
  • Strukturen und Rahmenbedingungen der deutschen Lebensversicherung

Auszug aus dem Buch

3.2.2 Grundlage moderner Versicherungswirtschaft

Grundlage der Fortentwicklung der Versicherung ist der Wandel der „humanistischen Studien zu den mathematischen und naturwissenschaftlichen Untersuchungen der Neuzeit.“75

Die „Befreiung der Geister aus der Gewalt der Kirche“76 durch die Reformation bringt bedeutende geistige, wissenschaftliche und wirtschaftliche Veränderungen mit sich. Dem Reformator Martin Luther77 gelingt es das Blickfeld auf Erscheinungen des Lebens und Sterbens der Menschen zu lenken.78 „Nach und nach wurden Wunder und Zufall eliminiert und nach Gesetzmäßigkeit und Vernünftigkeit gesucht.“79

Eine der ersten Gesellschaften, die sich mit den neuen naturwissenschaftlichen Erkenntnissen beschäftigt und versucht sie anzuwenden, ist die Royal Society in England. Die im Jahr 1660 gegründete Londoner Gesellschaft veranlasst Edmond Halley80 im Jahr 1693 zur Veröffentlichung der ersten brauchbaren Sterblichkeitstafel auf wissenschaftlicher Grundlage.81 Der entscheidende Fortschritt der mathematischen Grundlagen für die moderne LV wird durch das sehr sorgfältig herausgearbeitete statistische Material der Breslauer Kirchenbücher ermöglicht.82 In der Folge entstehen in England bis Mitte des 18. Jhs. mehrere LV als Gemeinschaftsunternehmen83, von denen die „Amicable Society for a perpetual assurance“ (freundschaftliche Gesellschaft für ewige, d. h. unkündbare, lebenslängliche Versicherung) von Bedeutung ist. Nach der Gründung der Amicable im Jahr 1706 ragt diese besonders durch geringe Geschäftskosten und die Bildung von Rücklagen hervor, die die Zahlungsfähigkeit der Unternehmung sichern. Sie bleibt jedoch einem kleinen Kreis von VN vorbehalten.84 Am Ende des 18. und wiederum am Anfang des 19. Jhs. ändert sich diese Tatsache durch die jeweils doppelte Aufstockung der Mitgliederzahl auf 8000 geringfügig. Die Gründungen und die Entwicklungen der LV im 18. Jh. verdeutlichen, dass England eine Vorreiterstellung bei der Herausbildung der modernen LVT zukommt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung und Begriffsabgrenzungen: Die Einleitung definiert den Versicherungsbegriff und steckt den Rahmen für die historische Analyse der Entwicklung der Lebensversicherungstechnik bis in die heutige Zeit ab.

2 Die historische Entwicklung der Bevölkerungsstatistik: Dieses Kapitel zeichnet die Entwicklung der statistischen Erfassung der Bevölkerung vom Altertum über das Mittelalter bis zur Moderne nach und beleuchtet das deutsche Erhebungssystem.

3 Vorläufer der Lebensversicherung: Hier werden die Ursprünge der Lebensversicherung analysiert, angefangen bei ersten Sterbekassen im Altertum bis hin zur wissenschaftlichen Fundierung der Versicherungswirtschaft im 19. Jahrhundert.

4 Lebensversicherungsmathematik im 20. und bisherigem 21. Jahrhunderts: Dieses Kapitel erläutert die mathematischen Grundlagen, wie Rechnungsgrundlagen, Kommutationswerte und das Äquivalenzprinzip, unter den Rahmenbedingungen des modernen deutschen Versicherungsaufsichtsrechts.

5 Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer Rekapitulation der historischen Meilensteine und einer kritischen Reflexion über die Zukunftsaussichten der Lebensversicherung.

Schlüsselwörter

Lebensversicherungsmathematik, Bevölkerungsstatistik, Sterbetafel, Äquivalenzprinzip, Deckungskapital, Versicherungsgeschichte, Risikokollektiv, Aktuar, Versicherungsaufsicht, Sozialversicherung, Individualversicherung, Versicherungsprämien, Tontinen, Sterbewahrscheinlichkeit, Mathematische Modellierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der historischen Genese der Lebensversicherungsmathematik und untersucht den Weg von frühen statistischen Erhebungen bis hin zur modernen versicherungstechnischen Kalkulation.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Bevölkerungsstatistik als Basis, die Frühformen der Lebensversicherung, die Entwicklung mathematischer Methoden im 18. und 19. Jahrhundert sowie die rechtlichen und mathematischen Rahmenbedingungen in Deutschland.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Darstellung der historischen Entwicklung, die zur heutigen Lebensversicherungstechnik führte, um zu verstehen, wie antike Erkenntnisse und spätere Umbrüche die moderne Praxis beeinflussen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine umfassende Literatur- und Internetrecherche durchgeführt, wobei insbesondere das Werk von Heinrich Braun eine zentrale Rolle für die historische Aufarbeitung spielt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die statistische Entwicklung der Bevölkerung, die historische Evolution der Versicherungseinrichtungen (wie Gilden und Sterbekassen) und die mathematische Fundierung der Lebensversicherung durch Sterbetafeln und Aktuare.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Lebensversicherungsmathematik, Bevölkerungsstatistik, Äquivalenzprinzip, Deckungskapital und historische Entwicklung.

Warum spielt die Bevölkerungsstatistik eine so große Rolle für die Lebensversicherung?

Da die Lebensversicherung auf dem Risikoausgleich beruht, sind verlässliche demographische Daten und Sterblichkeitsprognosen, die aus der Bevölkerungsstatistik gewonnen werden, die unverzichtbare Basis für jede mathematisch fundierte Prämienkalkulation.

Was ist die Bedeutung des Äquivalenzprinzips in dieser Arbeit?

Das Äquivalenzprinzip ist das fundamentale Bindeglied zwischen den erwarteten Leistungen der Versicherung und den Gegenleistungen der Versicherten, dessen Verständnis für die moderne Lebensversicherungsmathematik unerlässlich ist.

Ende der Leseprobe aus 43 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die historische Entwicklung der Bevölkerungsstatistik und der Lebensversicherung
Hochschule
Universität Rostock  (Lehrstuhl Operations Research )
Veranstaltung
Wahlpflichtfach
Note
1,3
Autor
Matthias Wessel (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2006
Seiten
43
Katalognummer
V60938
ISBN (eBook)
9783638545013
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Entwicklung Bevölkerungsstatistik Lebensversicherung Wahlpflichtfach
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Matthias Wessel (Autor:in), 2006, Die historische Entwicklung der Bevölkerungsstatistik und der Lebensversicherung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/60938
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Leseprobe aus  43  Seiten
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