Körperbilder von Frauen und Männern


Seminararbeit, 2006
15 Seiten, Note: 14 Punkte

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Der ständige Kampf um das Schönheitsideal

3 Was ist Schönheit?
3.1 Messbare Schönheit im Mittelalter
3.1.1 Maßästhetische Schönheit nach Dürer, da Vinci und Buonarrotis
3.1.2 Jungbrunnen als Lösung ewiger Schönheit
3.2 Messbare Schönheit in der Neuzeit
3.2.1 Maßästhetische Schönheit unter neuzeitlichen Aspekten
3.2.1 Schönheitsideale heute
3.2.2 Lösungsansätze ewiger Schönheit

4 Geschlechtsspezifische Differenzen und der Versuch ihrer Aufhebung

5 Zusammenfassung

Literaturverzeichnis

1 Einleitung

Die vorliegende Ausarbeitung zum Thema „Körperbilder von Frauen und Männern“ soll dem Leser einen Einblick in die Welt der Schönheitsideale geben. Es wird der Wandel der Ideale von Mittelalter bis Neuzeit erörtert und der damit zusammenhängende, ewige Traum der Menschen Schönheit zu erlangen. Einleitende Worte dazu sind in Kapitel zwei „Der ständige Kampf um das Schönheitsideal“ gegeben. Dieses Kapitel leitet zum dritten Kapitel, dem Hauptthema der Ausarbeitung, hin. Hier wird Schönheit zunächst einmal definiert, sofern dies überhaupt möglich ist, um dann in einer weiteren Ausführung auf mittelalterliche und neuzeitliche Aspekte der Schönheit einzugehen. Themen der Schönheit im Mittelalter sind zum einen die maßästhetische Schönheit nach Dürer, da Vinci und Buonarrotis beziehungsweise der Versuch Schönheit messbar und fassbar zu machen. Und zum anderen bezieht sich ein Thema des Kapitels 3.1 auf den mittelalterlichen Mythos des „Jungbrunnens“ als Lösungsansatz um ewige Schönheit zu erreichen. Die Ausführung der Schönheit unter neuzeitlichen Aspekten ist ähnlich aufgebaut damit eine Gegenüberstellung von Schönheit im Mittelalter und Schönheit in der Neuzeit deutlich wird. In einem ersten Punkt (3.2.1) wird sich wieder gefragt, ob Schönheit messbar ist nur diesmal in Hinblick auf die heutige Zeit. Im zweiten Punkt wird erläutert, was heute als schön gilt, welche Schönheitsideale wir haben und woher diese überhaupt kommen. Im letzten Punkt dieses Unterkapitels wird als Kontrast zum „Jungbrunnen“ ebenfalls ein Lösungsansatz zum Erlangen von Schönheit gesucht. Dieser sieht in unserer modernen Gesellschaft jedoch etwas anders aus als im Mittelalter. Neben den vielen Möglichkeiten, die man im 21. Jahrhundert hat, den Körper zu modellieren, werde ich in diesem Abschnitt besonders auf die Fitness eingehen und die Veränderung des Körpers von Leib zu Maschine. Aus diesem Punkt lässt sich das darauffolgende Thema herleiten. Es geht auf die „geschlechtsspezifischen Differenzen und der Versuch ihrer Aufhebung“ ein. Hier wird der Unterschied zwischen Mann und Frau in Bezug auf die Schönheitsideale erörtert und wie sich ihre Körperbilder verändert haben.

2 Der ständige Kampf um das Schönheitsideal

Der Wunsch nach Jugend und Schönheit und damit auch das Ausbleiben von Missbildung und Verfall in Bezug auf den eigenen Körper, ist ein gängiges Thema, welches in der gesamten Menschheitsgeschichte immer wieder in den Vordergrund tritt. Jede Gesellschaft, Kultur und Zeit hat eine andere Vorstellung von Körperidealen. Sie sind demnach sehr variabel und veränderbar.

„Jeder fühlt sich hingezogen zur Überhöhung, zu Idealisierung. Idealbilder sammeln sich an. Der Himmel füllt sich mit neuen, menschlichen Sonnen. Idealbilder schweben über dem banalen Alltag wie nie erreichbare Zielpunkte“[1]

Die Menschen erschaffen sich immer wieder neue und verschiedene menschliche Ideale (nicht nur auf den Leib sondern auch auf die Seele bezogen) vielleicht in der Hoffnung mehr menschliches, subjektives Glück zu erfahren. Bei der Erschaffung dieser Ideale sind den Phantasien keine Grenzen gesetzt. Auch wenn das ideale Körperbild immer noch nur eine Konstruktion des Menschen ist, welches im Alltagsleben nur selten wirklich erfüllt wird, so sind diese Ideale dennoch in jedem einzelnen Individuum verankert und beherrschen als Mythen, Sehnsüchte und Phantasien unsere Vorstellungen eines Idealkörpers. Der Traum vom schönen Körper ist so alt wie die Menschheit selbst. Er variiert immer wieder aufs Neue und bleibt dabei doch immer eingebunden in die Utopie der Vollkommenheit. Ein Körper gilt als schön und vollkommen wenn er eine Konstruktion idealer Proportionen und Harmonien ist.[2] Dieser Traum der menschlichen Vollkommenheit steht jedoch der Wirklichkeit gegenüber. Nur die wenigsten Menschen haben das Glück von Natur aus perfekte Proportionen zu besitzen, die dem aktuellen Schönheitsideal entsprechen. Diäten und Sport sollen den Körper formen um sich diesem Ideal zu nähern. Und selbst wenn ein Mensch dann von Natur aus oder durch Formung dem gesellschaftlichen Schönheitsideal entspricht, so ist dies keine Garantie für lebenslängliche, körperliche Vollkommenheit. Mit dem Alterungsprozess setzt der Rückgang der Schönheit ein und das Streben nach Vollkommenheit beginnt von Neuem. Der Mensch steht also im ewigen Konflikt mit seinem Körper. Die Ansprüche, die er an sich selbst stellt und die die Gesellschaft von ihm fordert, sind sein ständiger Begleiter.

3 Was ist Schönheit?

„Die Schönheit ist eine Art Übereinstimmung und ein Zusammenklang der Teile, der auf einer bestimmten Zahl, der Gestalt und der Anordnung beruht, wie es das Eben-maß, d.h. das vollkommenste und oberste Naturgesetz fordert.“[3]

Das ideale Körperbild von Frau sowie von Mann wird stets durch die Schönheit eines Körpers definiert. Im umgekehrten Fall kann ein hässlicher Körper niemals einem idealen Körperbild entsprechen. Doch wie definiert man Schönheit? Was genau ist schön und was ist hässlich? Ist Schönheit messbar? In wie weit sind Größe, Gewicht und Proportionen relevant für einen schönen Körper? Ist das oben genannten Zitat hinreichend für eine Definition von Schönheit? Kann man Schönheit überhaupt definieren? Und ist Schönheit nicht eigentlich subjektiv?

3.1 Messbare Schönheit im Mittelalter

3.1.1 Maßästhetische Schönheit nach Dürer, da Vinci und Buonarrotis

Albrecht Dürer, Leonardo da Vinci und Michelangelo Buonarrotis waren drei berühmte Künstler, die versuchten menschliche Schönheit auf Papier beziehungsweise Leinwand zu bringen.

Dürer hatte durchaus eine Vorstellung von menschlicher Schönheit. Seine Schönheitsideale waren Apollo und Venus. Trotz der Benennung dieser Schönheitsvorbilder, blieb die konkrete Darstellung der Schönheit offen, da er sie immer noch nicht definieren konnte:

„Item es geziemt einem Moler, so ein Bild in seiner Gewalt gesetzt würd zu machen, dass er dasselb auf das schönest mach, so er kann. Was aber die Schönheit sei, das weiß ich nit. Idoch will ich hie die Schönheit also für mich nehmen: was zu den menschlichen Zeiten van dem meinsten Teil schön geacht würd, des soll wir uns fließen zu machen.“[4]

[...]


[1] Beier, R., 1999, S. 18, zit. nach Schaal, S. 126

[2] Vgl. Dülmen, R. 1998, S. 15ff.

[3] Dülmen, 1998, S. 138, Zitat nach Alberti (1450/2)

[4] Verspohl, 1998, S.140 zit. nach Dürer, 1973, S.155.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten

Details

Titel
Körperbilder von Frauen und Männern
Hochschule
Philipps-Universität Marburg  (Institut für Sportwissenschaft und Motologie)
Veranstaltung
SE: Die pädagogische Dimension von Leiblichkeit und Bewegung
Note
14 Punkte
Autor
Jahr
2006
Seiten
15
Katalognummer
V60946
ISBN (eBook)
9783638545075
ISBN (Buch)
9783638867023
Dateigröße
499 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Körperbilder, Frauen, Männern, Dimension, Leiblichkeit, Bewegung
Arbeit zitieren
Sandra Thillmann (Autor), 2006, Körperbilder von Frauen und Männern, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/60946

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