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Supply Chain Management: Der Ansatz des "Advanced Planning"

Title: Supply Chain Management: Der Ansatz des "Advanced Planning"

Seminar Paper , 2006 , 25 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Bastian Schultz (Author)

Business economics - Supply, Production, Logistics
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Angesichts der immer weiter fortschreitenden Globalisierung sehen sich die Unternehmen einem fortdauernd größer werdenden Kostendruck gegenüber gestellt. Um heute in der produzierenden Industrie noch wettbewerbsfähig zu sein, ist es erforderlich, seine Produkte einerseits stets günstig, andererseits mit anhaltend hoher Qualität und Zuverlässigkeit liefern zu können, wozu eine optimale Ausgestaltung aller Prozesse entlang der Supply Chain eine entscheidende Rolle spielt. Traditionell erfolgt die Planung nach einem Sukzessivplanungsansatz, in dem jedes Unternehmen basierend auf den Entscheidungen der nachgelagerten Unternehmen separat plant. Durch diese Vorgehensweise ergeben sich jedoch bei einer Gesamtbetrachtung sehr schlechte Ergebnisse, welche unter Umständen nicht einmal durchführbar sind.
Der Ansatz des Advanced Planning versucht durch eine unternehmensübergreifende Planung der relevanten Supply-Chain-Bestandteile die optimale Lösung des gesamten Systems zu finden, wodurch Kostenersparnisse sowie Umsatzsteigerungen erzielt werden können.
Obwohl bereits seit Ende der 90er Jahre Software auf dem Markt ist, die es ermöglicht, Supply Chains unternehmensübergreifend zu betrachten und eine entsprechende zentrale Planung für die gesamte Supply Chain durchzuführen, wird diese bis heute meist nur in unternehmensinternen Bereichen (Planung für mehrere Produktionsstandorte o.ä.) eingesetzt, die möglichen Einsparungspotentiale werden also nicht erschöpfend wahrgenommen.
Diese Arbeit untersucht die Ursachen der verhaltenen Adaption der neuen Advanced-Planning-and-Scheduling-Systeme (APS-Systeme) und zeigt auf, wieso der zunächst viel versprechende Ansatz der zentralen Planung über die gesamte Supply Chain sich in der Praxis nicht durchsetzen kann.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Advanced Planning

2.1 Grundlagen

2.1.1 Begriffliche Abgrenzung

2.1.2 Haupteigenschaften des Advanced Planning

2.2 Potentieller Nutzen

2.3 Nachteile der angebotenen APS-Software

3 Unternehmensübergreifende Nutzung des Advanced Planning

3.1 Aufgabe der autonomen Planung

3.2 Zielkonflikte – Betrachtung anhand eines Beispiels

3.2.1 Einführung des Beispiels

3.2.2 Durchführung einer Sukzessivplanung

3.2.3 Zentrale Planung nach unternehmensübergreifendem APS-Ansatz

3.2.4 Vergleich beider Ansätze

3.2.5 Beurteilung der Lösung

3.2.6 Ursachen für das Ergebnis

3.3 Weitere Probleme

3.3.1 Preisgabe sensibler Daten

3.3.2 Fehlende Existenz abgrenzbarer Supply Chains

3.3.3 Unzuverlässigkeit

4 Collaborative Planning

4.1 Ansatz des Collaborative Planning

4.2 Bereiche und Ablauf des Collaborative Planning

5 Fazit und Ausblick

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Ursachen für die verhaltene Adaption von Advanced Planning-and-Scheduling-Systemen (APS-Systemen) in der Unternehmenspraxis und analysiert, warum der Ansatz der zentralen Planung über die gesamte Supply Chain häufig scheitert, während gleichzeitig Collaborative Planning als komplementärer Ansatz zur Synchronisation autonomer Planungen vorgestellt wird.

  • Grundlagen und Definition von Advanced Planning und APS-Systemen
  • Herausforderungen bei der unternehmensübergreifenden Implementierung von Planungssystemen
  • Analyse von Zielkonflikten in Supply Chains anhand eines ökonomischen Optimierungsmodells
  • Problematiken der Datenpreisgabe und organisatorische Abhängigkeiten
  • Konzept des Collaborative Planning als ergänzende Strategie zur Planungsoptimierung

Auszug aus dem Buch

3.2 Zielkonflikte – Betrachtung anhand eines Beispiels

Für die nachfolgenden Ausführungen wird ein Optimierungsmodell zugrunde gelegt, welches alle relevanten Kostenfaktoren (Lagerkosten, Produktionskosten, Transportkosten, Rüstkosten) berücksichtigt, außerdem werden Restriktionen für Lager- und Produktionskapazitäten berücksichtigt. Einziges Ziel der Optimierung ist die Minimierung der Gesamtkosten bei Befriedigung der Nachfrage.

Betrachtet man die gesamte Supply Chain aggregiert, so lassen sich mit Hilfe von APS-Systemen meist erheblich bessere Planungsergebnisse erzielen, als bei unabhängiger Planung jedes einzelnen Mitglieds. Trotzdem kann es aber für einzelne Unternehmen zu einer Ergebnisverschlechterung kommen. Dies kann an einem vereinfachten Beispiel erläutert werden:

3.2.1 Einführung des Beispiels

Betrachtet wird ein Ausschnitt aus der Supply Chain eines Deckenlampenherstellers, der wie in Abbildung 2 dargestellt 2 Zulieferer (Glasabdeckung und Metallgehäuse) und 2 zentrale Abnehmer (2 große Möbelhäuser) hat. Beide Zulieferer verfügen über je einen Produktionsstandort, der Lampenhersteller selbst hat zwei Werke. In den Tabellen 1 und 2 sind die relevanten Kostenkoeffizienten zusammengestellt, aus Vereinfachungsgründen sei davon ausgegangen, dass alle Kapazitäten unbeschränkt und alle Produktions- und Lagerkoeffizienten eins seien. Die Preise sind fix und gegeben. Die Lieferungen erfolgen frei Haus, d.h. der jeweilige Lieferant trägt die Kosten der Anlieferung.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den steigenden globalen Kostendruck und führt in die Problematik ein, dass traditionelle Sukzessivplanungen oft suboptimale Ergebnisse liefern, während zentrale APS-Ansätze in der Praxis bisher nur begrenzt adaptiert werden.

2 Advanced Planning: Dieses Kapitel definiert die Grundlagen des Advanced Planning sowie die Kernmerkmale von APS-Systemen und stellt diese der klassischen Sukzessivplanung gegenüber.

3 Unternehmensübergreifende Nutzung des Advanced Planning: Das Kapitel analysiert anhand eines Optimierungsmodells, welche Zielkonflikte bei der zentralen Planung zwischen rechtlich unabhängigen Partnern auftreten und identifiziert weitere Implementierungshürden.

4 Collaborative Planning: Hier wird das Collaborative Planning als alternativer, auf Verhandlung basierender Ansatz vorgestellt, bei dem die autonome Planungsmacht der beteiligten Partner erhalten bleibt.

5 Fazit und Ausblick: Das Fazit schließt, dass APS-Systeme zwar technologische Potenziale bieten, ihre volle Stärke jedoch erst in der Ergänzung durch Collaborative Planning entfalten können.

Schlüsselwörter

Advanced Planning, Supply Chain Management, APS-Systeme, Sukzessivplanung, Unternehmensübergreifende Planung, Collaborative Planning, Optimierungsmodell, Planungsautonomie, Produktionsplanung, Lieferant-Kunde-Beziehung, Logistik, Prozessoptimierung, Kostenminimierung, Datensicherheit, Supply Chain

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Einsatzmöglichkeiten und Grenzen von Advanced Planning-and-Scheduling-Systemen (APS) bei der Planung über Unternehmensgrenzen hinweg.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen die theoretischen Grundlagen des Advanced Planning, die Herausforderungen bei der Implementierung zentraler Planungssysteme und den komplementären Ansatz des Collaborative Planning.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die Gründe für die verhaltene Adaption von zentralen Supply-Chain-weiten Planungssystemen zu identifizieren und Auswege aufzuzeigen, die sowohl Effizienz als auch Planungsautonomie wahren.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?

Die Arbeit nutzt ein entscheidungstheoretisches Optimierungsmodell, um an einem konkreten Beispiel (Deckenlampenherstellung) die Auswirkungen unterschiedlicher Planungsansätze auf die Kosten der beteiligten Unternehmen zu verdeutlichen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die Vorteile und Mängel aktueller APS-Software diskutiert, gefolgt von einer detaillierten Analyse, warum eine zentralistische Planung ohne Berücksichtigung lokaler Interessen zu Zielkonflikten führt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den zentralen Begriffen gehören Advanced Planning, Supply Chain, Collaborative Planning, APS-Systeme, Kostenoptimierung und Planungsautonomie.

Warum lehnen manche Unternehmen eine zentrale Planung über ihre Supply Chain ab?

Wie im Beispiel aufgezeigt, kann eine zentrale Optimierung der Gesamtkosten dazu führen, dass einzelne Partner (wie der Lampenproduzent im Modell) höhere Kosten tragen müssen, was ohne Ausgleichsmechanismen ökonomisch nicht akzeptabel ist.

Was versteht man unter dem Collaborative Planning Ansatz?

Im Gegensatz zur zentralen Planung basiert dieser Ansatz auf einer "intelligenten Synchronisation" durch Kommunikation und Koordination, bei der Unternehmen ihre Autonomie behalten, aber durch Verhandlungen zu einer für alle vorteilhaften Lösung gelangen.

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Details

Title
Supply Chain Management: Der Ansatz des "Advanced Planning"
College
University of Lüneburg  (Produktion und Wirtschaftsinformatik)
Course
Supply Chain Management
Grade
1,3
Author
Bastian Schultz (Author)
Publication Year
2006
Pages
25
Catalog Number
V60960
ISBN (eBook)
9783638545198
ISBN (Book)
9783638663571
Language
German
Tags
Supply Chain Management Ansatz Advanced Planning Supply Chain Management
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Bastian Schultz (Author), 2006, Supply Chain Management: Der Ansatz des "Advanced Planning", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/60960
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