A reader of nineteenth century literature by women is bound to encounter a striking coherence of theme and imagery throughout all genres. One of the recurring themes is that of madness and confinement. The often cited “Mad Woman in the Attic,” who is locked away by male authority, appears as a central figure both in Charlotte Perkins Gilman’s short story “The Yellow Wall-Paper,” written in 1890, and Charlotte Brontë’s famous novel Jane Eyre,which was published in 1847. This essay will seek to explore similarities between the two works in respect to their description of madness as an escape from repressive social structures. The mad woman will be discussed as representing a rebellious double to the submissive heroine, who appears to be fragmented and confined by Victorian conventions of propriety. Emphasis will be laid as well on the medical treatment of mental illnesses that both texts deal with. It will be shown that gender-biased medical judgments made by men in both works actually have their origin in subconscious male anxieties.
Inhaltsverzeichnis
1 Introduction
2 Madness and Confinement in Charlotte Perkins Gilman’s “The Yellow Wall-Paper” and Charlotte Brontë’s Jane Eyre
2.1 The Role of the Mad Woman
2.1.1 The Angel in the House: Confined Victorian Women
2.1.2 The Monster in the House
2.2 Gender-Biased Treatment of Mental Illness and Male Anxieties
2.3 Triumph versus Defeat
3 Conclusion
Zielsetzung und Themen
Diese Arbeit untersucht die thematischen Parallelen zwischen Charlotte Perkins Gilmans „The Yellow Wall-Paper“ und Charlotte Brontës „Jane Eyre“. Im Fokus steht dabei die Darstellung von Wahnsinn als eine Form der Flucht vor repressiven gesellschaftlichen Strukturen sowie die Analyse geschlechtsspezifischer medizinischer Urteile, die ihre Wurzeln in männlichen Ängsten haben.
- Darstellung von Wahnsinn als Ausbruchsversuch aus restriktiven sozialen Strukturen
- Die Figur der „verrückten Frau“ als rebellisches Double zur unterwürfigen Heldin
- Einfluss viktorianischer Konventionen auf die weibliche Identität und den privaten Raum
- Kritik an patriarchalen medizinischen Autoritäten und männlichen Ängsten vor weiblicher Autonomie
Auszug aus dem Buch
2.1.2 The Monster in the House
Compelled to stay in her sickroom without any company, Gilman’s narrator begins to personify the wallpaper around her. Since she obviously does not dare to really blame her husband for her ill condition she seems to blame the wallpaper instead and imagines that “This paper looks to me as if it knew what a vicious influence it had” (YP 7). She gets “angry with the impertinence” of the pattern and laments that “it slaps you in the face, knocks you down, and tramples upon you” (YP 7, 12). On the other hand, observing the wallpaper gives her the occupation she lacks, since it is, as she assures the reader, “as good as gymnastics,” and it is “perhaps because of the wallpaper” that she is “getting really fond of the room” (YP 9). Gradually the narrator observes a woman behind the pattern, who “shake[s] the pattern, just as if she wanted to get out,” and now while she pays attention to the woman’s movements the narrator’s “live is very much more exciting now than it used to be” (YP 11, 14).
Obviously, the woman trapped behind the pattern represents a repressed part of the narrator’s self that is trapped both literally inside her sickroom and metaphorically inside the repressive structures of her marriage. Thus, the woman behind the pattern is the ‘monster,’ that part of the narrator’s personality that needed to be repressed in order for the Victorian housewife to be able to play her role as the ‘angel in the house.’ The double behind the pattern represents her anger, her rebellious emotions and her desires.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Introduction: Die Einleitung führt in das zentrale Thema des Wahnsinns und der Isolation in der Frauenliteratur des 19. Jahrhunderts ein und umreißt die Forschungsfrage bezüglich der Ähnlichkeiten zwischen den beiden gewählten Werken.
2 Madness and Confinement in Charlotte Perkins Gilman’s “The Yellow Wall-Paper” and Charlotte Brontë’s Jane Eyre: Dieses Hauptkapitel analysiert die Rolle der Frau als „verrückte Frau“ im viktorianischen Kontext sowie die damit verbundenen gesellschaftlichen und patriarchalen Zwänge.
2.1 The Role of the Mad Woman: Dieser Abschnitt untersucht, wie weibliche Figuren durch viktorianische Konventionen und das Bild der Frau im Haus eingeschränkt werden.
2.1.1 The Angel in the House: Confined Victorian Women: Hier wird die prekäre soziale Stellung der Frau beleuchtet, die zwischen dem Idealbild des „Engels im Haus“ und ihrer realen rechtlosen Situation steht.
2.1.2 The Monster in the House: Dieser Teil betrachtet das „Monster“ als die unterdrückte, rebellische Seite der weiblichen Persönlichkeit, die aus den patriarchalen Mustern ausbrechen will.
2.2 Gender-Biased Treatment of Mental Illness and Male Anxieties: Dieses Kapitel kritisiert die medizinische Behandlung von Frauen durch männliche Ärzte und deckt deren zugrunde liegende Ängste vor weiblicher Imagination und Autonomie auf.
2.3 Triumph versus Defeat: Der Abschnitt diskutiert die Ambivalenz des Endes von „The Yellow Wall-Paper“ und interpretiert den Wahnsinn der Protagonistin als einen Sieg über die patriarchale Unterdrückung.
3 Conclusion: Das Fazit fasst zusammen, dass Wahnsinn in den untersuchten Texten als einzige verbleibende Fluchtmöglichkeit vor einem repressiven patriarchalen Umfeld dient.
Schlüsselwörter
Wahnsinn, Isolation, viktorianische Ära, patriarchale Strukturen, Gender-Politik, The Yellow Wall-Paper, Jane Eyre, Geschlechterrollen, medizinische Autorität, weibliche Identität, literarische Analyse, viktorianische Konventionen, psychische Erkrankung, Rebellion, Feminismus
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die Themen Wahnsinn und Isolation in den Werken „The Yellow Wall-Paper“ von Charlotte Perkins Gilman und „Jane Eyre“ von Charlotte Brontë.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Im Zentrum stehen der Konflikt zwischen weiblicher Selbstverwirklichung und patriarchalen gesellschaftlichen Strukturen, die Rolle der medizinischen Behandlung sowie die metaphorische Bedeutung des „eingesperrt seins“.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, Gemeinsamkeiten in der Darstellung von Wahnsinn als Fluchtmechanismus vor repressiven viktorianischen Rollenbildern aufzuzeigen und die zugrunde liegenden männlichen Ängste zu dekonstruieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin nutzt eine literaturwissenschaftliche Analyse, die den Text durch das Prisma gesellschaftlicher, historischer und feministischer Diskurse betrachtet.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Rollenanalyse der „verrückten Frau“, die Kritik an geschlechtsspezifischen medizinischen Urteilen und eine Diskussion darüber, ob der Wahnsinn der Protagonisten als Triumph oder Niederlage zu werten ist.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen gehören „Wahnsinn“, „patriarchale Strukturen“, „viktorianische Ära“, „Gender-Politik“ und „weibliche Identität“.
Warum wird John als Beispiel für patriarchale Autorität angeführt?
John verkörpert als Ehemann und Arzt die medizinische und soziale Macht, die Frauen in der viktorianischen Zeit systematisch zum Schweigen brachte und bevormundete.
Wie deutet die Autorin den Wahnsinn am Ende von Gilmans Geschichte?
Die Arbeit argumentiert, dass das Ende des Textes nicht als bloßer psychischer Zusammenbruch, sondern als ein gewonnener, wenn auch temporärer Sieg der Protagonistin über ihr patriarchales Umfeld interpretiert werden kann.
- Quote paper
- Eva Maria Krehl (Author), 2005, Madness and Confinement in Charlotte Perkins Gilman's "The Yellow Wall-Paper" and Charlotte Brontë's Jane Eyre , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/60984