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Die Außenpolitik der DDR

Title: Die Außenpolitik der DDR

Term Paper , 2001 , 45 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Christoph Meyer (Author)

Politics - Topic: German Foreign Policy
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Die vorliegende Arbeit hat zur Aufgabe, die Außenpolitik der DDR zu analysieren. Es soll die Frage beantwortet werden, welche Entwicklung die DDR-Außenpolitik ab ihrer Gründung 1949 bis zu ihrem Fall 1989 nahm. Dabei bilden die strategischen Konzeptionen, die zur Verfügung stehenden Möglichkeiten und die dahinterstehenden Ziele und Interessen der Außenpolitik der DDR die Schwerpunkte der Arbeit. Diese konzentriert sich aufgrund der Komplexität des Themas überwiegend auf die beiden Staaten, die in besonderer Weise prägend auf die Politik der DDR eingewirkt habendie Sowjetunion und die Bundesrepublik Deutschland. Bei der Untersuchung wird wie folgt vorgegangen: Im 1. Kapitel werden die Legitimationsansprüche der beiden deutschen Staaten, d.h. die jeweiligen Positionen bezüglich ihrer Gründung, dargestellt. In Kapitel 2 wird die allgemeine Maxime der DDR-Außenpolitik behandelt. Im Anschluss daran erfolgt eine Analyse der Außenpolitik der DDR, die in zwei Phasen eingeteilt wird; Kapitel 3 behandelt die erste Phase bis 1969, die im Kern Deutschlandpolitik war und in der es um die Überwindung der auf der „Hallstein-Doktrin“ beruhenden Nichtanerkennungspolitik der Bundesregierung hervorgerufenen internationalen Isolierung ging. Das abschließende 4. Kapitel erläutert die zweite Phase ab 1969, die sich mit der „Neuen Ostpolitik“ der SPD/FDP-Koalition unter der Kanzlerschaft Willy Brandts ankündigte und mit dem Abschluss des Grundlagenvertrages 1972 die Rahmenbedingungen zu Gunsten der DDR verändert hat. In der Schlussbetrachtung dieser Arbeit erfolgt eine Zusammenfassung über die behandelte Thematik.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

I Legitimationsansprüche beider deutscher Staaten

1 Die Position der Bundesrepublik Deutschland – Nichtanerkennungspolitik

2 Die Position der DDR

II Maxime der DDR-Außenpolitik

III DDR-Außenpolitik von 1949 – 1969

1 Herausbildung einer alternativen deutschen Außenpolitik

2 Der Kampf um internationale Anerkennung

2.1 Die Beziehungen zu Polen und der Tschechoslowakei

2.2 Die Beziehungen zum Westen und zu den Staaten der Dritten Welt

2.3 Mitgliedschaft im „Rat für gegenseitige Wirtschaftshilfe“ (RGW)

2.4 Bemühungen der DDR um Mitgliedschaft in internationalen Organisationen

3 Die wachsende internationale Rolle der DDR

4 Friedliche Koexistenz

5 Das Sonderverhältnis zur Sowjetunion

6 Die deutsch-deutschen Beziehungen in den Fünfzigern und Sechzigern

6.1 Klima der Spaltung und Konfrontation

IV DDR-Außenpolitik von 1969 – 1989

1 Die deutsch-deutschen Beziehungen in den Siebzigern und Achtzigern

1.1 Die Auswirkungen der sozialliberalen „Neuen Ostpolitik“ auf die DDR

1.2 Der Grundlagenvertrag – Ein Kompromiss

1.3 Nebeneinander ohne Miteinander

2 Die Beziehungen zur Sowjetunion

3 Ziele und Etappen der DDR-Westpolitik

3.1 Die siebziger Jahre – Entspannungspolitik

3.2 Die achtziger Jahre – Die DDR als „Entspannungsförderer“

Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Diese Hausarbeit analysiert die Entwicklung der Außenpolitik der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) von ihrer Gründung im Jahr 1949 bis zu ihrem Zusammenbruch 1989. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, welche strategischen Konzepte, Möglichkeiten sowie Interessen die DDR-Außenpolitik leiteten, wobei ein besonderer Fokus auf dem spannungsreichen Verhältnis zur Sowjetunion und der Bundesrepublik Deutschland liegt.

  • Historische Legitimationsansprüche der deutschen Staaten
  • Die DDR als Akteur im Ost-West-Konflikt
  • Das Sonderverhältnis zur Sowjetunion als existenzielle Basis
  • Der Wandel der Deutschlandpolitik und der Weg zum Grundlagenvertrag
  • Die Westpolitik der DDR zwischen Abgrenzung und Entspannungssuche

Auszug aus dem Buch

6 Die deutsch-deutschen Beziehungen in den Fünfzigern und Sechzigern

Neben den deutsch-sowjetischen nahmen die deutsch-deutschen Beziehungen in der Außenpolitik der DDR einen bedeutenden Platz ein. Das Verhältnis der beiden deutschen Staaten gegen- und miteinander fungierte lange Jahre als ein Hauptfeld der Ost-West-Konfrontation in Europa, auf dem den beiden Staaten jeweils eine Brückenkopf-Funktion zugeordnet wurde, die sie auch bereitwillig übernahmen.

Das Verhältnis der DDR zur Bundesrepublik wurde zum Zeitpunkt der Gründung der beiden deutschen Staaten von dem exogenen Faktor des Kalten Krieges zwischen den Siegermächten und dem endogenen Faktor der innerdeutschen Spaltung geprägt. Beide deutschen Staaten definierten sich vor allem antithetisch durch den anderen Teil, der in allen Bereichen des politischen, sozialen und wirtschaftlichen Lebens als das Negativbeispiel galt. Die Bundesrepublik verstand sich als liberale und marktwirtschaftlich ausgerichtete westliche Demokratie, die DDR als antiimperialistische und antifaschistische Alternative zur „revanchistischen BRD“, die die Ergebnisse des Zweiten Weltkrieges nicht anerkennen wollte. Aus diesen grundsätzlichen Positionen heraus taten beide Staaten alles, um dem anderen Teil zu schaden. Die DDR befand sich dabei jedoch immer in der Defensive, weil ihr der Westen lange Zeit erfolgreich die staatliche Legitimität absprach. So gelang es der Bundesregierung mit Hilfe der „Hallstein-Doktrin“ die DDR zwei Jahrzehnte international politisch vollständig zu isolieren und bis Anfang der siebziger Jahre die Aufnahme normaler diplomatischer Beziehungen der DDR zu den Ländern der westlichen Welt und zur Mehrzahl der Entwicklungsländer, eine Mitarbeit der DDR in internationalen Gremien wie den Vereinten Nationen und deren Unterorganisationen sowie auf multilateraler Ebene zu verhindern. Das bewirkte, dass sich die DDR-Führung in außenpolitischen Fragen von Anfang an vorrangig mit der deutschlandpolitischen Position der Bundesregierung auseinandersetzen musste. Damit war die DDR-Außenpolitik über zwanzig Jahre dazu verurteilt in erster Linie „Deutschlandpolitik“ zu sein.

Zusammenfassung der Kapitel

I Legitimationsansprüche beider deutscher Staaten: Dieses Kapitel thematisiert die gegensätzlichen Gründungsbegründungen von DDR und Bundesrepublik sowie die daraus resultierende Nichtanerkennungspolitik.

II Maxime der DDR-Außenpolitik: Hier wird dargelegt, dass die DDR-Außenpolitik ideologisch auf den Schutz des Sozialismus und die Bindung an die Interessen der Arbeiterklasse ausgerichtet war.

III DDR-Außenpolitik von 1949 – 1969: Dieses Kapitel analysiert die frühe Phase der DDR, die durch das Bestreben um internationale Anerkennung und die Abhängigkeit von der Sowjetunion geprägt war.

IV DDR-Außenpolitik von 1969 – 1989: Dieses Kapitel beschreibt die Phase der Entspannungspolitik, den Grundlagenvertrag mit der Bundesrepublik und die veränderten Rahmenbedingungen im internationalen Kontext.

Schlüsselwörter

DDR-Außenpolitik, Deutschlandpolitik, Hallstein-Doktrin, Sowjetunion, Grundlagenvertrag, Kalter Krieg, SED, Entspannungspolitik, internationale Anerkennung, Zweistaatlichkeit, Ost-West-Konflikt, Friedliche Koexistenz, Sozialistisches Lager.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die historische Entwicklung der Außenpolitik der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) zwischen 1949 und 1989.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Kernbereichen gehören das Verhältnis zur Sowjetunion, die Auseinandersetzung mit der Bundesrepublik (Deutschlandpolitik) und das Streben nach internationaler Anerkennung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die strategischen Konzeptionen und Interessen der DDR-Führung zu analysieren, die hinter der außenpolitischen Kursgestaltung in den verschiedenen Jahrzehnten standen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine politikwissenschaftliche Analyse historischer Dokumente und fachwissenschaftlicher Literatur, um die Entwicklung der DDR-Außenpolitik nachzuzeichnen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in zwei Phasen: Die Zeit von 1949 bis 1969, die stark durch die Nichtanerkennungspolitik bestimmt war, und die Zeit ab 1969, die den Wandel zur Entspannungspolitik und den Grundlagenvertrag umfasst.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

DDR-Außenpolitik, Deutschlandpolitik, Hallstein-Doktrin, Sowjetunion und Grundlagenvertrag sind die zentralen Begriffe der Untersuchung.

Wie reagierte die DDR auf die „Neue Ostpolitik“ unter Willy Brandt?

Die DDR-Führung begegnete der sozialliberalen Politik der Bundesregierung mit einer Mischung aus Skepsis und Sorge vor der Isolierung, suchte jedoch gleichzeitig nach Wegen, den eigenen Staat international durch den Grundlagenvertrag aufzuwerten.

Welche Bedeutung hatte das „Sonderverhältnis“ zur Sowjetunion?

Die enge Anbindung an Moskau war die existenzielle Basis der DDR, schränkte jedoch deren außenpolitische Handlungsspielräume ein und verpflichtete die DDR zur Unterstützung der sowjetischen Interessen.

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Details

Title
Die Außenpolitik der DDR
College
University of Augsburg  (Lehrstuhl für Politikwissenschaft)
Course
Grundkurs Politikwissenschaft: Internationale Politik
Grade
1,3
Author
Christoph Meyer (Author)
Publication Year
2001
Pages
45
Catalog Number
V61004
ISBN (eBook)
9783638545525
ISBN (Book)
9783656805830
Language
German
Tags
Außenpolitik Grundkurs Politikwissenschaft Internationale Politik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christoph Meyer (Author), 2001, Die Außenpolitik der DDR, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/61004
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