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Das "Life Model" in der Sozialen Arbeit

Title: Das "Life Model" in der Sozialen Arbeit

Term Paper , 2006 , 25 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Christian Dreker (Author)

Social Work
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Summary Excerpt Details

Zentrales Thema dieser Arbeit ist die Darstellung der sozialökologische Perspektive in der Sozialen Arbeit.

Carel B. Germain und Alex Gitterman haben 1983 ihr Werk „ The Life Model of Social Work Practice“ veröffentlicht; auf Basis der von Ihnen dort fixierten Grundgedanken werde ich die Darstellung der sozialökologischen Sichtweise vornehmen.
Literaturgrundlage hierfür ist die nunmehr dritte und völlig neu bearbeitete Auflage dieses Klassikers des Theoriegebäudes Sozialer Arbeit.
Bei der sozialökologischen Perspektive handelt es sich um eine Betrachtung, welche ihren Fokus auf die einzelne Person/ Familie/ Gruppe in seinen/ ihren gegebenen Lebensverhältnissen richtet.
Diese spezifische Betrachtung sucht den Anknüpfungspunkt für die sozialarbeiterische Intervention sowohl in den gesellschaftlich bestimmten Lebensverhältnissen als auch im Verhalten des / der Klienten.
Ziel ist es, ein Hilfeverständnis aus der subjektiven Situation des Klienten und dessen gegebenen Lebenszusammenhängen in Kooperation mit dem Klienten zu entwickeln; also die Aus-richtung des Hilfeprozesses auf das Leben und dessen Wachstums- und Entwicklungsprozesse.
Diese spezielle Betrachtungsweise fußt konzeptuell auf 7 Grundannahmen – diese werde ich in Kapitel 2 dieser Arbeit in verkürzender Weise darstellen und so einen Verständnisrahmen für die von Germain und Gitterman vorgeschlagene sozialökologische Betrachtung skizzieren.

Leitende Fragestellungen sind in diesem Zusammenhang, aus welchen theoretischen Elementen sich die sozialökologische Perspektive in der Sozialen Arbeit zusammensetzt;
ob und inwiefern sich die komplexe und widersprüchliche Lebensrealität von Personen / Familien / Gruppen durch theoretische Grundannahmen nachzeichnen und verstehen lässt ? Wo liegen konzeptuelle Stärken und Schwachpunkte der sozialökologischen Perspektive ?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1.1 Einleitung

2.1 Die sozialökologische Perspektive

2.2 7 Grundannahmen der sozialökologischen Perspektive

2.2.1 Die Wechselwirkung

2.2.2 Abstimmung Person:Umwelt

2.2.3 Lebensbelastungsfaktoren, Stress, Stressbewältigung

2.2.4 Beziehungsfähigkeit, Kompetenz, Selbstwertgefühl, Selbststeuerung

2.2.5 Vulnerabilität, Unterdrückung, Machtmissbrauch

2.2.6 Habitat/ Nische

2.2.7 Der Lebenslauf

3.1 Das „ Life Model“

3.2.1 Integrierte Modalitäten

3.2.2 Die professionelle Funktion

3.2.3 Die Ethik der Praxis

3.2.4 Bedeutung sozialer und materieller Umwelt

3.3.1 Die Klient – Sozialarbeiter Beziehung

3.3.2 Einvernehmliche Übereinkünfte

3.3.3 Stärken der Person / des Kollektivs

3.3.4 Hervorhebung des Klienten und dessen Entscheidungsbildung

3.3.5 Beachtung der Einmaligkeit der Biografie

3.4 Evaluation der Praxis

4.1 Schluß

5.1 Literaturangabe

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, die sozialökologische Perspektive nach Carel B. Germain und Alex Gitterman sowie deren Umsetzung im „Life Model“ fundiert darzustellen. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, welche theoretischen Elemente dieser Perspektive zugrunde liegen, inwieweit sie komplexe Lebensrealitäten abbilden kann und wo konzeptuelle Stärken und Schwächen dieses handlungstheoretischen Modells innerhalb der Sozialen Arbeit verortet sind.

  • Darstellung der sieben Grundannahmen der sozialökologischen Perspektive.
  • Analyse der Merkmale und der praktischen Anwendung des „Life Model“.
  • Untersuchung des Zusammenwirkens von individuellen Fähigkeiten und gesellschaftlichen Lebensbedingungen.
  • Kritische Reflexion der Rolle von Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern bei Interventionen auf persönlicher und politischer Ebene.

Auszug aus dem Buch

2.2.4 Beziehungsfähigkeit, Kompetenz, Selbstwertgefühl, Selbststeuerung

Germain / Gitterman benennen hier vier Attribute, welche auf eine adäquate Person:Umwelt Abgestimmtheit hindeuten: Diese sind Beziehungsfähigkeit, Kompetenz, Selbstwertgefühl und Selbststeuerung. In der Herstellung resp. Unterstützung dieser vier Qualitäten durch sozialarbeiterische Einflussnahme ist gleichfalls die Zielsetzung praktischer Sozialarbeit zu sehen. Von zentraler Bedeutung ist die Beziehungsfähigkeit. Als wissenschaftliche Grundlage wird hier die Bindungstheorie nach Bowlby herangezogen. Germain / Gitterman nutzen die Bowlby`sche Bindungstheorie in ausgedehnter Weise: Bindung wird um den Begriff der Beziehungsfähigkeit erweitert. Im gesamten Sozialisationsprozess knüpft der Mensch Freundschaften, in denen anwachsende Beziehungsfähigkeit zum Ausdruck kommt. Es entstehen informelle Netzwerke, die sowohl unterstützende als auch schädliche Wirkung haben können. In der Bindungsqualität muß unterschieden werden: Handelt es sich um eine emotionale Beziehung ( > Bindung ) oder um eine soziale Beziehung ( > Freundschaften und andere Beziehungen ) ?

Hilfepotential als Stressbewältigungsressource besitzen informelle Netzwerke aufgrund der in ihnen vermittelten Wertschätzung und annehmenden Liebe.

Weiterhin ziehen Germain / Gitterman die Arbeiten von Searles hinzu: Dieser hat die heilenden, regenerierenden und spirituellen Kräfte der Natur als Hilfequelle untersucht.

Zusammenfassung der Kapitel

1.1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in das Thema der sozialökologischen Perspektive ein und umreißt die Zielsetzung der Arbeit sowie die leitenden Fragestellungen.

2.1 Die sozialökologische Perspektive: Hier wird der systemtheoretische und metaphorische Rahmen der Ökologie in Bezug auf die materielle Umwelt und soziale Settings definiert.

2.2 7 Grundannahmen der sozialökologischen Perspektive: Die sieben theoretischen Säulen, die das Fundament für das Verständnis von Mensch-Umwelt-Beziehungen bilden, werden hier vorgestellt.

3.1 Das „ Life Model“: Dieses Kapitel beschreibt das „Life Model“ als praxisorientiertes Modell, das die sozialökologische Theorie in konkrete Hilfeleistung übersetzt.

3.4 Evaluation der Praxis: Die Bedeutung der Reflexion und Auswertung des Hilfeprozesses zur Weiterentwicklung der Arbeit wird hier hervorgehoben.

4.1 Schluß: Hier erfolgt die Beantwortung der einleitenden Fragestellungen sowie eine kritische Reflexion der Stärken und Schwächen des Modells.

5.1 Literaturangabe: Auflistung der im Text verwendeten Primärliteratur.

Schlüsselwörter

Soziale Arbeit, Life Model, sozialökologische Perspektive, Person-Umwelt-Beziehung, Empowerment, Stressbewältigung, Beziehungsfähigkeit, Kompetenz, Selbstwertgefühl, Selbststeuerung, Vulnerabilität, Habitus, Nische, Lebenslauf, Intervention.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Darstellung der sozialökologischen Perspektive und deren Anwendung im sogenannten „Life Model“ von Carel B. Germain und Alex Gitterman.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen der sozialökologischen Sichtweise, die Strukturierung von Hilfeprozessen und die Bedeutung des Zusammenspiels zwischen Individuum und Umwelt.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, den theoretischen Gehalt der sozialökologischen Perspektive zu ergründen und kritisch zu prüfen, ob und inwiefern dieser Ansatz zur Bewältigung komplexer Lebensrealitäten in der Sozialen Arbeit geeignet ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Literaturanalyse, die auf dem Standardwerk „Praktische Sozialarbeit“ von Germain und Gitterman basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die sieben Grundannahmen des Modells erläutert, gefolgt von einer detaillierten Beschreibung der Merkmale des „Life Model“ in der praktischen Anwendung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Empowerment, Person-Umwelt-Beziehung, Lebensbelastungs-Paradigma und die Förderung von Kompetenzen.

Wie unterscheidet sich die Rolle des Sozialarbeiters im „Life Model“?

Der Sozialarbeiter agiert nicht als einseitiger Experte, sondern als Partner, der gemeinsam mit dem Klienten dessen Lebenswelt analysiert und Hilfe zur Selbsthilfe bei der Stressbewältigung leistet.

Welche kritischen Aspekte weist der Autor auf?

Der Autor kritisiert eine potenzielle „Allzuständigkeit“ und Überanspruchsvollheit des Modells, die in manchen Fällen, wie etwa bei psychisch kranken Menschen, an ihre Grenzen stoßen könnte.

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Details

Title
Das "Life Model" in der Sozialen Arbeit
College
Hamburg University of Applied Sciences  (Fachhochschule Hamburg / HAW)
Course
Grundlagen der Fachwissenschaft Soziale Arbeit
Grade
2,0
Author
Christian Dreker (Author)
Publication Year
2006
Pages
25
Catalog Number
V61036
ISBN (eBook)
9783638545754
ISBN (Book)
9783638667784
Language
German
Tags
Life Model Sozialen Arbeit Grundlagen Fachwissenschaft Soziale Arbeit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christian Dreker (Author), 2006, Das "Life Model" in der Sozialen Arbeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/61036
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