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Verbot versicherungsfremder Geschäfte – Wie „fremd“ sind Schadenmanagement und Assistanceleistungen?

Title: Verbot versicherungsfremder Geschäfte – Wie „fremd“ sind Schadenmanagement und Assistanceleistungen?

Term Paper (Advanced seminar) , 2002 , 33 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Dipl. Kfm. Michael Ahrens (Author)

Business economics - Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting
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Der nach der Deregulierung der nationalen Versicherungsmärkte durch die Dritte Richtlinie Schadenversicherung vom 18. Juni 1992 einsetzende scharfe Prämienwettbewerb,1 steigende Schadenaufwendungen, veränderte Kundennachfrage und ungünstige Konjunkturdaten kennzeichneten die Rahmenbedingungen der Versicherungswirtschaft in der Vergangenheit.2 In diesem Umfeld konzentrieren sich die Versicherungsunternehmen (VU) verstärkt auf das Schadenmanagement und die Kundenbindung.3 Angetrieben durch den steigenden Wettbewerbsdruck, unterstützt durch eine sich rasch entwickelnde Informationstechnologie, integrieren Versicherer neue Formen der Assistanceleistungen und des aktiven Schadenmanagements.
Ziel dieser Arbeit ist es, die Auswirkungen des Verbots versicherungsfremder Geschäfte für das Schadenmanagement und die Assistanceleistungen in der Praxis zu beschreiben. Dafür sollen folgende Fragestellungen im Mittelpunkt der Arbeit stehen.
· Was sind versicherungsfremde Geschäfte und wie lassen sie sich von Versicherungsgeschäften eindeutig abgrenzen?
· Welche gesetzliche Rahmenbedingungen gibt es und welche Rolle spielt die Versicherungsaufsicht?
· Was versteht man unter Schadenmanagement und Assistanceleistungen, in welchem Grade sind sie Versicherungsgeschäfte oder versicherungsfremde Geschäfte?
· Durch welche Fälle aus der Wirtschaft lassen sich die theoretischen Darlegungen veranschaulichen und die Problematik verdeutlichen?
Im Rahmen dieser Arbeit muss auf weitere Fragen zu versicherungsfremden Geschäften verzichtet werden, so z.B. Vereinbarkeit des Verbots mit höherrangigem Recht, weitere praktische Auswirkungen des Verbotes, wie Bankgeschäfte und Patronatserklärungen und inwieweit Assistanceleistungen zu Maßnahmen im Rahmen des Schadenmanagements gerechnet werden können.

1 Vgl. Jara, Martin: Zielorientierte Neugestaltung des Schadenmanagements in Versicherungsunternehmen: Ansätze für die Sach- und Haftpflichtsparten des Privatkundengeschäfts, St. Gallen

2 Vgl. GDV: Jahrbuch der deutschen Versicherungswirtschaft 2001, Berlin, 2001, S. 7-10, 49

3 Fopp, Leonard: Schadenmanagement aktiv gestalten, in: VW, Jg. 57, Nr. 2, 2002, S. 80-81

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung, Zielsetzung der Arbeit

2. Versicherungsfremde Geschäfte

2.1 Definition versicherungsfremder Geschäfte

2.2 Entstehung der Gesetzesnorm

2.3 Versicherungsaufsicht in der Praxis

2.4 „Versicherungsfremdheit“ von Beistands- und Dienstleistungen

2.5 Internationale Regelungen

3. Schadenmanagement

3.1 Definition von Schadenmanagement und Einordnung in versicherungsfremde Geschäfte

3.2 Schadenmanagement in der Versicherungswirtschaft

3.3 Ansätze für aktives Schadenmanagement

3.3.1 Traditionelle Ansätze für aktives Schadenmanagement

3.3.2 Innovative Ansätze für aktives Schadenmanagement

4. Assistanceleistungen

4.1 Definition von Assistance und Einordnung in versicherungsfremde Geschäfte

4.2 Assistance in der deutschen Versicherungswirtschaft

4.2.1 Entwicklung und Bedeutung

4.2.2 Beispiele aus der Praxis

4.2.3 Die Zukunft der Assistance in Deutschland

4.3 Internationale Assistancemärkte

5. Schlussbetrachtung und Zusammenfassung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkungen des Verbots versicherungsfremder Geschäfte auf das Schadenmanagement und die Assistanceleistungen innerhalb der deutschen Versicherungswirtschaft. Ziel ist es, den rechtlichen Rahmen zu klären, die Abgrenzung zu versicherungsfremden Geschäftsfeldern zu definieren und aufzuzeigen, wie Versicherer durch moderne Dienstleistungsformen Wettbewerbsvorteile erzielen.

  • Rechtliche Einordnung und Definition versicherungsfremder Geschäfte gemäß VAG.
  • Analyse traditioneller und innovativer Methoden des Schadenmanagements.
  • Bedeutung und Entwicklung von Assistanceleistungen in der deutschen Assekuranz.
  • Internationale Vergleiche der Regulierung und Marktpraxis.
  • Strategische Bedeutung von Serviceleistungen zur Kundenbindung und Kostensenkung.

Auszug aus dem Buch

4.2.2 Beispiele aus der Praxis

Eine klassische Form der technischen Assistanceleistungen eines konventionellen Versicherers ist der Schadenservice der HUK-Coburg für Kraftfahrzeugschäden. Die Kontaktaufnahme erfolgt durch einen für Assistanceleistungen typischen 24-Stunden-Schadenservice. Von diesem wird dem Versicherungsnehmer eine Partnerwerkstatt benannt. Die Schadenkalkulation wird elektronisch von dieser Werkstatt den Schadenexperten der Versicherung übermittelt, die innerhalb von 2 Stunden die Reparaturfreigabe erteilen. Die Abrechnung erfolgt direkt mit der Vertragswerkstatt. Zusätzlich kann im Bedarfsfall ein Abschleppdienst organisiert werden. Weiterhin wird ein Hol- und Bringservice angeboten und eine Innen- und Außenreinigung bei Kaskoschäden durchgeführt. Der Abschluss von Verträgen mit Werkstätten ist ein wirksames Mittel, um Informationsasymmetrien über die tatsächliche Schadenhöhe zu vermeiden und stellt somit ein anreizkompatibles Mittel zur Kostensenkung und Verhinderung von Versicherungsbetrug dar.

Zu der modernen Form der Assistance zählt das von der Roland Assistance, als Tochter der AXA Versicherung, angebotene Alarm Center. Es wird ein Sicherheits- und Serviceprogramm für Privat- und Geschäftskunden zur Verfügung gestellt. Dabei kommt neben der 24-Stunden Notrufnummer auch Sattelitentechnik zum Einsatz. Über Aktionspläne werden Polizei, Arzt, Sicherheits- oder Notfalldienstdienst informiert. Die Leistungen können z.B. bei Einbruch, Feuer-, Wasser-, Gasalarm, Aufzugsstörung, Störung technischer Anlagen oder Transportüberwachung in Anspruch genommen werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung, Zielsetzung der Arbeit: Einführung in das Thema der versicherungsfremden Geschäfte und Definition der zentralen Fragestellungen im Kontext des verschärften Wettbewerbsdrucks.

2. Versicherungsfremde Geschäfte: Erörterung der rechtlichen Grundlagen nach § 7 Abs. 2 VAG sowie der Abgrenzungsproblematik von Versicherungsgeschäften.

3. Schadenmanagement: Untersuchung der Neugestaltung von Schadenprozessen durch Outsourcing und technologische Innovationen wie Schadenportale.

4. Assistanceleistungen: Analyse der Rolle von Dienstleistungen zur Notfallhilfe und deren Bedeutung als strategisches Instrument zur Kundenbindung.

5. Schlussbetrachtung und Zusammenfassung: Synthese der Ergebnisse, die eine pauschale Kategorisierung erschweren, aber die Umgehungsmöglichkeiten durch Tochtergesellschaften aufzeigen.

Schlüsselwörter

Versicherungsfremde Geschäfte, Schadenmanagement, Assistanceleistungen, VAG, Versicherungsaufsicht, Kundenbindung, Schadenregulierung, Outsourcing, Serviceleistungen, Wettbewerbsvorteile, Naturalrestitution, Disease-Management, Prozessoptimierung, Haftungsrecht.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die aufsichtsrechtliche Zulässigkeit von Aktivitäten, die über das klassische Versicherungsgeschäft hinausgehen, insbesondere im Bereich Schadenmanagement und Assistance.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Fokus stehen die Geschäftskreisbeschränkung nach dem Versicherungsaufsichtsgesetz, die Entwicklung effizienter Schadenabwicklungsprozesse und der Aufbau moderner Serviceleistungen für Versicherte.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Versicherungsunternehmen trotz gesetzlicher Restriktionen durch innovative Ansätze und Kooperationen einen Mehrwert für Kunden schaffen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse, die Auswertung aktueller gesetzlicher Regelungen sowie die deskriptive Betrachtung von Fallbeispielen aus der Versicherungspraxis.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Definition versicherungsfremder Geschäfte, die praktische Umsetzung von Schadenmanagement-Strategien und eine detaillierte Analyse von Assistanceleistungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Versicherungsfremde Geschäfte, Schadenmanagement, Assistanceleistungen, Versicherungsaufsicht sowie strategische Kundenbindung.

Wie unterscheidet sich die "klassische" von der "modernen" Assistance?

Klassische Assistance ist meist fest mit einer Versicherungspolice verbunden (z.B. Schutzbrief), während moderne Formen als eigenständige, oft losgelöste Serviceleistungen angeboten werden können.

Welche Rolle spielen Tochtergesellschaften bei der Umgehung des Verbots?

Tochtergesellschaften oder Holding-Strukturen ermöglichen es Versicherern, Dienstleistungen anzubieten, die unter der engen Auslegung des VAG für den Mutterkonzern rechtlich problematisch wären.

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Details

Title
Verbot versicherungsfremder Geschäfte – Wie „fremd“ sind Schadenmanagement und Assistanceleistungen?
College
LMU Munich  (Betriebswirtschaftliche Risikoforschung und Versicherungswirtschaft)
Course
Seminar: Banken und Versicherungen in regulierten Märkten
Grade
1,3
Author
Dipl. Kfm. Michael Ahrens (Author)
Publication Year
2002
Pages
33
Catalog Number
V6104
ISBN (eBook)
9783638137621
ISBN (Book)
9783638639224
Language
German
Tags
Schadenmanagement Assistanceleistungen Versicherung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl. Kfm. Michael Ahrens (Author), 2002, Verbot versicherungsfremder Geschäfte – Wie „fremd“ sind Schadenmanagement und Assistanceleistungen?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/6104
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