Das Thema meiner Hausarbeit ist die Zusammenstellung von Gemeinsamkeiten und Unterschieden anderer Naturfasern mit Wolle. Ich habe die Arbeit zunächst in tierische und pflanzliche Naturfasern geteilt und mir als weitere Fasern Seide, Baumwolle und Leinen ausgesucht. Jede dieser Naturfasern hat ihr eigenes Kapitel, in dem ich auf Gewinnung, Verarbeitung, Eigenschaften und Verwendung eingehe. Die Gegenüberstellung der Fasern untereinander geschieht schon in den einzelnen Kapitel, jedoch habe ich die eigentliche Gegenüberstellung zur besseren Übersicht tabellarisch am Ende der Arbeit durchgeführt.
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Inhaltsverzeichnis
Einleitung
Beispiele für Tierische Fasern
Die Schafwolle
Schafrassen und Wollarten
Die Gewinnung der Wolle
Die Wollfaserstruktur
Eigenschaften der Schafwolle
Verformbarkeit unter Wärme, Feuchtigkeit und Druck
Wolle vermag Feuchtigkeit aufzunehmen, ohne sich nass anzufühlen
Wolle ist nicht schmutzanfällig und lädt sich nicht elektrostatisch auf
Hohes Wärmerückhaltevermögen auch im nassen Zustand
Die Filzkraft der Wolle
Dauerhafte Kräuselung
Geringe Reißfestigkeit in feuchtem Zustand
Unempfindlichkeit gegen Säuren, Empfindlichkeit gegen Laugen
Wolle ist besonders anfällig gegen Mottenfraß
Wolle ist schwer entflammbar
Der Farbechtheit sind bei Wolle Grenzen gesetzt
Einsatzgebiete der Wolle
Versponnene Wolle
Unversponnene Wolle
Naturseide
Herkunftsländer und Seidenhandel
Aufbau der Seidenspinnerraupe
Die Gewinnung des Seidenfadens
Grège, Organsin und Trame
Entbasten und Erschweren
Maulbeerseide und Wildseide
Versponnene Seiden
Die Florett- oder Schappespinnerei
Die Bourettespinnerei
Eigenschaften der Naturseide
Edler Glanz
Feinheit und leichtes Gewicht
Geschmeidigkeit und Knitterarmut
Hohe Elastizität und Festigkeit
Isolationsfähigkeit
Empfindlichkeit gegen Schweiß, Licht und hohe Temperaturen
Empfindlichkeit gegen Säuren und Laugen
Gute hygienische Eigenschaften
Bezeichnungsgrundsätze
Beispiele Pflanzliche Fasern
Die Baumwollpflanze
Anbau und Gewinnung
Der Aufbau der Faser
Die Qualität der Faser
Eigenschaften der Baumwolle
Ausgezeichnete spinntechnische Eigenschaften
Hohe Widerstandsfähigkeit gegen mechanische und chemische Einflüsse
Hervorragende färberische Eigenschaften
Hohe Preiswürdigkeit
Geringe Elastizität, Anfälligkeit gegen Knittern
Hervorragende hygienische Eigenschaften
Wird leicht flusig, lässt sich gut rauen
Einsatzgebiete der Baumwolle
Feingarne und Grobgarne
Feingarne
Gekämmte Baumwollgarne
Grobgarne
Baumwollfeinspinnerei
Bezeichnungsgrundsätze
Die Pflanze
Gewinnung der Faser
Bündelfaser und Elementarfaser
Leinenspinnerei
Eigenschaften des Leinens
Hohe Festigkeit in nassem und trockenem Zustand
Gut teilbar und gut verspinnbar
Unempfindlich gegen Laugen
Geringe Anschmutzanfälligkeit
Kühler Griff und seidenartiger Glanz
Geringe Elastizität
Hoher Gewichtsverlust bei der Vollbleiche
Unbefriedigende färberische Eigenschaften
Noppenbildung beim Spinnprozess
Geringe Feuchtigkeitsaufnahme und schnelle Feuchtigkeitsabgabe
Leinen ist ein hervorragender Wärmeleiter
Verwendung des Leinens
Bezeichnungsgrundsätze
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, einen fundierten Vergleich zwischen Wolle und anderen wichtigen Naturfasern wie Seide, Baumwolle und Leinen zu ziehen. Dabei steht die Untersuchung von Gemeinsamkeiten und Unterschieden hinsichtlich ihrer Gewinnung, Verarbeitung, spezifischen Eigenschaften und Anwendungsmöglichkeiten im Fokus der Forschungsbetrachtung.
- Systematische Gegenüberstellung tierischer und pflanzlicher Naturfasern.
- Analyse der strukturellen und physikalischen Fasereigenschaften.
- Darstellung der unterschiedlichen Gewinnungs- und Verarbeitungsverfahren (z.B. Spinnprozesse).
- Vergleich der Anwendungsbereiche von Kleidung bis hin zu technischen Textilien.
- Zusammenfassende tabellarische Übersicht aller untersuchten Fasertypen.
Auszug aus dem Buch
Die Schafwolle
Der Hauptlieferant der tierischen Wollen ist das Schaf. Der Mensch hat schon in vorgeschichtlicher Zeit versucht, durch Tierfelle seinen Körper vor Kälte zu schützen. Später wurden durch Zusammennähen und Zuschneiden die Felle dem Körper besser angepasst. Bevor durch Verspinnen der Tierhaare eine noch besser angepasste Kleidung entstand, wurde die Wolle durch Verfilzen zusammengefügt. Da die Wolle von Natur aus dem Tierkörper als Wärmeschutz diente, war ihre Verwendung naheliegend. Durch die Kräuselung der Schafwolle wird das Spinnen zum Garn sehr erleichtert. Da das Schaf durch sein dichtes Vlies klimatisch unabhängig war, wurde seine Wolle überall verfügbar. Mit unserer Sesshaftwerdung machten wir das Schaf zu unserem Haustier, es gab schon 9000 Jahre vor unserer Zeitrechnung Schafherden.
Kurz nach der Bronzezeit wurde Wolle versponnen und verwebt. Die Kardendistel die bereits 1000 Jahre v. Chr. zum Rauen der Wolle gebraucht wurde konnte erst im 20. Jahrhundert durch neue Technik ersetzt werden. Der Gedanke, dass bei den Germanen nur Felle von Tieren als Bekleidung genutzt wurden stimmt nicht. Den "Barbaren" war die Technik der Wollweberei bereits vor der Eroberung durch die Römer bekannt und hochentwickelt, man kannte sogar Gewebe mit teils rechts, teils links gedrehten Garnen und ihre besondere Elastizität.
Zusammenfassung der Kapitel
Die Schafwolle: Dieses Kapitel erläutert die geschichtliche Bedeutung des Schafes als Wollieferant und geht detailliert auf Züchtung, Wollarten, die Gewinnung des Vlieses sowie die physikalischen Eigenschaften der Wollfaser ein.
Naturseide: Hier wird der gesamte Lebenszyklus der Seidenraupe und der daraus resultierende Gewinnungsprozess des kostbaren Seidenfadens sowie dessen spezielle Veredelung und Eigenschaften beschrieben.
Die Baumwollpflanze: Dieses Kapitel widmet sich den klimatischen Bedingungen für den Anbau, der Gewinnung der Fasern aus der Fruchtkapsel und erläutert die spinntechnischen Eigenschaften sowie die vielfältigen Verarbeitungsmöglichkeiten der Baumwolle.
Das Leinen (Flachs): Hier wird die historische und technische Entwicklung der Leinfasergewinnung – von der biologischen Röste bis zur Spinnerei – sowie die spezifischen Eigenschaften dieser Bastfaser behandelt.
Schlüsselwörter
Wolle, Naturseide, Baumwolle, Leinen, Faserstruktur, Gewinnung, Verarbeitung, Textilwarenlehre, Spinnerei, Materialeigenschaften, Naturfasern, Qualitätsmerkmale, Textilien, Schafzucht, Bastfaser.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit bietet eine umfassende Analyse und einen Vergleich verschiedener Naturfasern (Wolle, Seide, Baumwolle, Leinen) im Hinblick auf deren Herkunft, Eigenschaften und industrielle Nutzung.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die zentralen Themen umfassen die Faserstruktur, die Methoden der Gewinnung und Verarbeitung sowie die spezifischen physikalischen und chemischen Eigenschaften der verschiedenen Materialien.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das primäre Ziel ist es, Gemeinsamkeiten und Unterschiede der genannten Naturfasern präzise herauszuarbeiten und eine übersichtliche Gegenüberstellung für die Textilwarenlehre zu erstellen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine strukturierte deskriptive und vergleichende Methode, bei der jede Faser einzeln analysiert und am Ende in einer tabellarischen Übersicht zusammengefasst wird.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden für jede Faser eigene Kapitel erstellt, die systematisch die Gewinnung, den Aufbau, die Eigenschaften und die Verwendungsmöglichkeiten behandeln.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Schlüsselbegriffe sind Naturfasern, Faserstruktur, Textiltechnik, Spinnverfahren, Materialeigenschaften und die spezifischen Bezeichnungen wie Schafwolle, Seide, Baumwolle und Flachs.
Warum ist die Unterscheidung zwischen "Lambswool" und "Jährlingswolle" für die Spinnerei relevant?
Diese Unterscheidung ist relevant, da sie auf unterschiedliche Schnittzeiten und Faserqualitäten hinweist; Lambswool ist weicher und feiner, während Jährlingswolle in der Verarbeitung schwieriger und weniger gleichmäßig ist.
Wie unterscheidet sich die Gewinnung von Leinenfasern von der Baumwollgewinnung?
Im Gegensatz zu Baumwolle, die als Samenhaar an der Pflanze wächst, muss Leinen durch einen biologischen Prozess, die sogenannte Röste, aus dem Stängel der Flachspflanze herausgelöst werden.
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- Kathrin Dubas (Author), 2001, Wolle als Rohstoff- Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu anderen Naturfasern in Bezug auf Gewinnung, Verarbeitung, Eigenschaften und Verwendung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/6111