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Freiwillige Umstellung auf die Rechnungslegung nach IFRS: eine ökonomische Analyse aus Sicht des Mittelstands

Title: Freiwillige Umstellung auf die Rechnungslegung nach IFRS: eine ökonomische Analyse aus Sicht des Mittelstands

Diploma Thesis , 2006 , 89 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Christiane Temminghoff (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
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Summary Excerpt Details

Die vorliegende Arbeit ist in 5 Kapitel gegliedert. In Kapitel 1 werden neben der Erläuterung der Motivation und der Vorgehensweise die Begrifflichkeiten 'mittelständische Unternehmen' und 'IFRS-Umstellung' geklärt. In Kapitel 2 wird der aktuelle Stand der Rechnungslegung im deutschen Mittelstand skizziert. Im Zuge dessen werden zunächst Charakteristika des Mittelstands aufgezeigt. Nachfolgend werden die Rahmenbedingungen der Rechnungslegung mittelständischer Unternehmen wie die gesetzlichen Grundlagen, die Funktionen der handelsrechtlichen Rechnungslegung und die Möglichkeiten der Anwendung der IFRS erläutert. Anhand empirischer Untersuchungsergebnisse wird anschließend die Bedeutung der IFRS im Mittelstand aufgezeigt. Eine Analyse der Vorteilhaftigkeit einer freiwilligen Umstellung der Rechnungslegung auf IFRS aus Sicht eines mittelständischen Unternehmens erfolgt in Kapitel 3. Hierbei werden die Auswirkungen einer IFRS-Umstellung auf die Informationsfunktion der handelsrechtlichen Rech-nungslegungsbestandteile, die Finanzierungsmöglichkeiten und die Unternehmenssteuerung mittelständischer Unternehmen dargestellt. Darüber hinaus werden weitere Entscheidungskriterien wie die Kosten einer IFRS-Umstellung, das Volumen und die Komplexität des IFRS-Regelwerks, die erleichterte Internationalisierung der Geschäftstätigkeit und die Verbesserung des Unternehmensimages betrachtet. Anhand empirischer Studien erfolgt anschließend eine Überprüfung der praktischen Relevanz der einzelnen Kriterien. Im Anschluss daran werden die Erkenntnisse der vorangegangenen Analyse zusammenfassend beurteilt und einige Handlungsempfehlungen für mittelständische Unternehmen gegeben.
In Kapitel 4 wird die mögliche Zukunft der Rechnungslegung in mittelständischen Unternehmen dargestellt. Es werden potentielle Entwicklungen im Bilanzrecht aufgezeigt. Ein Schwerpunkt liegt auf dem IASB-Projekt 'Accounting Standards for Non-Publicly Accountable Entities (NPAE)'. Die Ergebnisse dieser Arbeit werden in Kapitel 5 zusammengefasst. Des Weiteren erfolgt ein kurzer Ausblick auf die zukünftige Entwicklung der Rechnungslegung mittelständischer Unternehmen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

1.1 Motivation und Problemstellung

1.2 Vorgehensweise

1.3 Klärung der Begrifflichkeiten

1.3.1 Mittelständische Unternehmen

1.3.2 IFRS-Umstellung

2. AKTUELLER STAND DER RECHNUNGSLEGUNG DES DEUTSCHEN MITTELSTANDS

2.1 Charakteristika des Mittelstands

2.2 Rahmenbedingungen der Rechnungslegung

2.2.1 Gesetzliche Grundlagen

2.2.2 Funktionen der handelsrechtlichen Rechnungslegung

2.2.2.1 Informations- und Rechenschaftsfunktion

2.2.2.2 Ausschüttungsbemessungsfunktion

2.2.2.3 Steuerbemessungsfunktion

2.2.3 Möglichkeiten der Anwendung internationaler Standards

2.3 Empirische Untersuchungen zur Bedeutung der IFRS im Mittelstand

3. ANALYSE DER VORTEILHAFTIGKEIT EINER FREIWILLIGEN IFRS-UMSTELLUNG AUS SICHT EINES MITTELSTÄNDISCHEN UNTERNEHMENS

3.1 Auswirkungen auf die Informationsfunktion der handelsrechtlichen Rechnungslegungsbestandteile

3.1.1 Auswirkungen auf die unterjährige Buchführung

3.1.2 Auswirkungen auf den Einzelabschluss

3.1.3 Auswirkungen auf den Konzernabschluss

3.1.4 Zusammenfassende Beurteilung der Auswirkungen auf die Informationsfunktionen der handelsrechtlichen Rechnungslegungsbestandteile

3.2 Auswirkungen auf die Finanzierungsmöglichkeiten

3.2.1 Auswirkungen auf die Kreditfinanzierung

3.2.2 Auswirkungen auf die Beteiligungsfinanzierung

3.2.3 Zusammenfassende Beurteilung der Auswirkungen auf die Finanzierungsmöglichkeiten

3.3 Auswirkungen auf die Unternehmenssteuerung

3.3.1 Auswirkungen auf die Steuerung eines mittelständischen Unternehmens

3.3.2 Auswirkungen auf die Steuerung eines mittelständischen Konzerns

3.3.3 Zusammenfassende Beurteilung der Auswirkungen auf die Unternehmenssteuerung

3.4 Weitere Entscheidungskriterien aus Sicht des Mittelstands

3.4.1 Kosten einer IFRS-Umstellung

3.4.2 Volumen und Komplexität des IFRS-Regelwerks

3.4.3 Erleichterte Internationalisierung der Geschäftstätigkeit

3.4.4 Verbesserung des Unternehmensimages

3.5 Ergebnisse empirischer Studien

3.5.1 Vorteile einer Umstellung auf die IFRS

3.5.2 Nachteile einer Umstellung auf die IFRS

3.6 Zusammenfassende Beurteilung der Vorteilhaftigkeit einer IFRS-Umstellung und mögliche Handlungsempfehlungen

4. ZUR ZUKUNFT DER RECHNUNGSLEGUNG IN MITTELSTÄNDISCHEN UNTERNEHMEN

4.1 Entwicklungen im Bilanzrecht

4.2 IASB-Projekt: Accounting Standards for Non-Publicly Accountable Entities

5. FAZIT UND AUSBLICK

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit analysiert kritisch die Auswirkungen einer freiwilligen Umstellung der Rechnungslegung auf IFRS für mittelständische Unternehmen. Dabei wird untersucht, inwieweit Umstellungsmotive, die primär für börsennotierte Konzerne gelten, auf den Mittelstand übertragbar sind und ob eine solche Umstellung ökonomisch vorteilhaft für diese Unternehmen ist.

  • Analyse der handelsrechtlichen Rahmenbedingungen im deutschen Mittelstand
  • Auswirkungen der IFRS-Anwendung auf Informationsfunktion, Finanzierung und Unternehmenssteuerung
  • Kosten-Nutzen-Analyse einer freiwilligen Bilanzierungsumstellung
  • Einordnung von Basel II und Rating-Implikationen
  • Zukunftsperspektiven durch das IASB-Projekt für Non-Publicly Accountable Entities

Auszug aus dem Buch

3.1.2 Auswirkungen auf den Einzelabschluss

Primäres Ziel eines IFRS-Abschlusses ist die Bereitstellung entscheidungsrelevanter Informationen. Zentraler Zweck sind somit nicht der Gläubigerschutzgedanke und das Vorsichtsprinzip, sondern die Informationsfunktion. Die IFRS fokussieren die Investoren als primäre Adressaten der Rechnungslegung. Bezogen auf die Eigenkapitalgeber wird häufig das Argument angeführt, dass mit der Einführung der IFRS eine Transparenzsteigerung einhergeht und dass diese aus Sicht der Anteilseigner über eine Verringerung der Informationsasymmetrie zwischen Geschäftsführung und Anteilseignern zu einem geringeren Risikozuschlag und damit zu geringeren Eigenkapitalkosten für das bilanzierende Unternehmen führe. Diese Informationsasymmetrie liegt jedoch im Mittelstand nicht oder nur in geringem Umfang vor. Demzufolge ist eine IFRS-Bilanzierung nicht zwangsläufig mit den Informationsbedürfnissen der Anteileigner begründbar, stattdessen ist dies unter Berücksichtigung der Interessen der Anteilseigner im Einzelfall zu prüfen. Allerdings könnte sich die gestiegene Transparenz aufgrund der Bilanzierung nach IFRS möglicherweise positiv auf neue Investoren im Rahmen alternativer Formen der Eigenkapitalfinanzierung, wie z. B. der Private-Equity-Finanzierung, auswirken.

Neben den Eigenkapitalgebern sind die Gläubiger mittelständischer Unternehmen wichtige Jahresabschlussadressaten. Allerdings stellt der Jahresabschluss im Gegensatz zu kapitalmarktorientierten Unternehmen für die Hausbanken der mittelständischen Unternehmen i. d. R. nicht die einzige Informationsquelle dar, da diese Zugang zu anderen überlegenen Informationsquellen haben, die auf ihre individuellen Informationsbedürfnisse zugeschnitten sind. Größere Finanzgläubiger können unter Umständen auf Bilanzinformationen völlig verzichten, da ihnen das Kreditverhältnis ausreichend Einblicke in das Unternehmen ermöglicht. Der Informations- und Rechenschaftsfunktion des Jahresabschlusses gegenüber Kapitalgebern kommt in mittelständischen Unternehmen somit eine geringere Bedeutung zu. Häufig wird sogar angeführt, dass in mittelständischen Unternehmen, sofern es sich nicht um Großunternehmen handelt, keine entsprechende Nachfrage nach dem umfangreichen Informationsangebot der IFRS existiert.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Dieses Kapitel motiviert die Thematik des Rechnungslegungs-Umbruchs für den Mittelstand und erläutert die Vorgehensweise sowie die zentralen Begrifflichkeiten.

2. AKTUELLER STAND DER RECHNUNGSLEGUNG DES DEUTSCHEN MITTELSTANDS: Hier werden die Charakteristika mittelständischer Unternehmen und die bestehenden Rahmenbedingungen der Rechnungslegung (HGB) sowie die Bedeutung der IFRS anhand empirischer Daten dargelegt.

3. ANALYSE DER VORTEILHAFTIGKEIT EINER FREIWILLIGEN IFRS-UMSTELLUNG AUS SICHT EINES MITTELSTÄNDISCHEN UNTERNEHMENS: Das Kernkapitel untersucht detailliert die Auswirkungen einer Umstellung auf das externe Informationswesen, Finanzierungsoptionen, die Unternehmenssteuerung und weitere Kriterien wie Kosten und Komplexität.

4. ZUR ZUKUNFT DER RECHNUNGSLEGUNG IN MITTELSTÄNDISCHEN UNTERNEHMEN: Dieses Kapitel betrachtet zukünftige gesetzliche Entwicklungen und das spezielle IASB-Projekt für nicht kapitalmarktorientierte Unternehmen.

5. FAZIT UND AUSBLICK: Hier werden die Ergebnisse der Arbeit zusammengefasst und die Empfehlungen zur IFRS-Umstellung unter Berücksichtigung individueller Unternehmensumstände reflektiert.

Schlüsselwörter

IFRS, Mittelstand, HGB, Rechnungslegung, Umstellung, Bilanzierung, Finanzierung, Unternehmenssteuerung, Basel II, Rating, Transparenz, Informationsfunktion, Kapitalmarktorientierung, KMU, IASB

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der ökonomischen Analyse einer freiwilligen Umstellung der Rechnungslegung auf die International Financial Reporting Standards (IFRS) aus der spezifischen Perspektive des deutschen Mittelstands.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentral sind die Auswirkungen der IFRS-Anwendung auf das Berichtswesen, die Finanzierungsmöglichkeiten über Kredite und Beteiligungen, die interne Unternehmenssteuerung sowie eine umfassende Kosten-Nutzen-Betrachtung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, kritisch zu bewerten, ob die oft für börsennotierte Konzerne genannten Motive für eine IFRS-Umstellung auf den Mittelstand übertragbar sind und unter welchen Bedingungen eine Umstellung für ein mittelständisches Unternehmen sinnvoll ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse sowie die Auswertung zahlreicher empirischer Studien zum Kenntnisstand und der Relevanz der IFRS für deutsche mittelständische Unternehmen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert die Auswirkungen auf den Jahresabschluss, die Kreditwürdigkeit (unter Berücksichtigung von Basel II), die interne Steuerung durch Harmonisierung des Rechnungswesens sowie die Kosten einer Umstellung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Schlagworte sind IFRS, Mittelstand, Rechnungslegung, Bilanzierung, Finanzierung, Unternehmenssteuerung, Rating und Basel II.

Wie beeinflusst Basel II die Umstellungsentscheidung?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass eine Umstellung rein zur Rating-Verbesserung im Rahmen von Basel II zweifelhaft ist, da für KMU Erleichterungen bestehen und Kreditinstitute IFRS-Abschlüsse bisher kaum bei der Kreditvergabe belohnen.

Welche Rolle spielt die Unternehmensgröße bei der Umstellung?

Die Arbeit zeigt, dass große Mittelständler eher von einer Umstellung profitieren können, während bei kleinen Unternehmen die Kosten und der Komplexitätsgrad oft in keinem Verhältnis zum Nutzen stehen.

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Details

Title
Freiwillige Umstellung auf die Rechnungslegung nach IFRS: eine ökonomische Analyse aus Sicht des Mittelstands
College
University of Hagen
Grade
2,3
Author
Christiane Temminghoff (Author)
Publication Year
2006
Pages
89
Catalog Number
V61130
ISBN (eBook)
9783638546553
ISBN (Book)
9783656781608
Language
German
Tags
Freiwillige Umstellung Rechnungslegung IFRS Analyse Sicht Mittelstands
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christiane Temminghoff (Author), 2006, Freiwillige Umstellung auf die Rechnungslegung nach IFRS: eine ökonomische Analyse aus Sicht des Mittelstands, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/61130
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