Das handschriftliche Führen des Posteingangsbuches (Unterweisung Automobilkaufmann / -kauffrau)


Unterweisung / Unterweisungsentwurf, 2006

10 Seiten, Note: 89 Punkte


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Adressatenanalyse

Didaktische Überlegungen

Gedanken zur Unfallverhütung

Methodische Überlegungen zur Durchführung

Ablauf der Unterweisung
1. Vorbereitung
2. Besprechende Lehrmethode über die verschiedenen Sendungsformen und die Bedeutung der Postvermerke auf den Sendungen
3. Ausführungsversuche durchführen lassen
4. Üben und Festigen des Gelernten

Anlage1

Adressatenanalyse

Susann Müller ist 16 Jahre alt und kommt aus Erfurt. Sie hat mit großem Erfolg ihren Realschulabschluss absolviert und befindet sich zur Zeit im ersten Lehrjahr.

Susann ist eine schüchterne und zurückhaltende Auszubildende. Sie lebt allein mit ihrer Mutter, welche im Einzelhandel tätig ist. In ihrer Freizeit engagiert sie sich sozial beim Deutschen Roten Kreuz und ist Leiterin des Kinderchors in einer nahe gelegenen Grundschule.

Sie arbeitet mit Freude und lernt sehr schnell, sie ist pünktlich und zuverlässig und hinterlässt ihren Arbeitsplatz stets ordentlich. Allerdings fällt es ihr schwer, Eigeninitiative zu zeigen und ist oft unsicher, wenn die Anwendung neu Gelerntem gefordert ist. Ihr wäre es dienlich, wenn sie etwas mutiger und selbstsicherer werden würde, um ihre Kompetenzen öfter unter Beweis zu stellen.

Didaktische Überlegungen

Die ordnungsgemäße Handhabung der Sendungen (Briefe, Pakete, etc.) ist einer der Dreh- und Angelpunkte eines Unternehmens und mit großer Verantwortung verbunden. Sie stellt eines der wichtigsten Kommunikationsmittel eines Betriebes dar und ist auch in der Automobilindustrie von großer Bedeutung, betrachtet man zum Beispiel die Lieferung von Einzel- und Ersatzteilen.

Die Kenntnisse über die bürowirtschaftlichen Abläufe werden dem Auszubildenden in der ersten Hälfte des ersten Lehrjahres vermittelt und zählen zu den Grundkennt-nissen eines Automobilkaufmanns/ einer Automobilkauffrau.

In dem Lernfeld Arbeitsorganisation, Information und Kommunikation (§ 3 Abs.1 Nr.2 der Ausbildungsverordnung für Automobilkaufleute) ist das Führen eines Posteingangsbuches in seiner Eigenschaft als Groblernziel (§ 3 Abs. 1 Nr. 2.2 a) innerhalb des Richtlernziels bürowirtschaftlichen Abläufe (§ 3 Abs. 1 Nr. 2.2) eingeordnet. Die Kenntnisse und Fertigkeiten dieser Berufsbildposition werden in einem Zeitraum von drei bis vier Monaten im ersten Ausbildungsjahr vermittelt.

Nach dieser Lehrunterweisung soll die Auszubildende in der Lage sein, ein Posteingangsbuch korrekt zu führen. Weiterhin soll ihr die Bedeutung dieser Tätigkeit bewusst gemacht werden. Susann soll lernen, wie sie mit eingehenden Sendungen umzugehen hat, um den reibungslosen Arbeitsablauf innerhalb des Unternehmens zu gewährleisten. Deshalb ist es wichtig, einen routinierten Arbeitsablauf zu vermitteln, um mögliche Fehlerquellen so gering wie möglich zu halten. Das Groblernziel erschließt sich somit aus der Verordnung für die Berufsausbildung und ist darin manifestiert als „Posteingang und Postverteilung durchführen“.

Feinziele sollen im Gegensatz zu den Grobzielen höchstmöglich präzisiert werden. Sie beschreiben das genaue Verhalten bzw. die Verhaltensänderung und sollten dabei so beschrieben werden, dass klar ist, welches Verhalten bzw. welche Leistung in welcher Zeit und mit welcher Fehlertoleranz erreicht werden sollen und nach welchem Maßstab (Messvorschriften) dieses bemessen werden soll (Operationalisierung). Nach dieser Veranstaltung soll Susann also in der Lage sein, eine eingehende Sendung richtig weiterzuleiten, auch um eventuellen juristischen Forderungen, die aufgrund von falschem Umgang mit eingehenden Sendungen folgen kann, vorzubeugen.

Das Feinziel lautet somit daraus ableitend:

Susann soll nach einer ca. 20-minütigen Unterweisung selbstständig das korrekte Führen des Postbuches beherrschen.

Dies beschreibt ebenfalls das gewünschte Endverhalten. Sie soll sicher im Umgang mit eingehenden Sendungen werden und diese fehlerfrei weiterleiten können.

Kognitive Bereiche werden hier im Bereich der Wissensvermittlung angesprochen. Das Erlernen und Umsetzen der Führung des Posteingangsbuches ist rein kognitiver Natur, es geht ausschließlich um Wissensvermittlung. Der psychomotorische Aspekt befindet sich im Bereich des richtigen Öffnens der Sendungen als auch dem korrekten Ausfüllen des Posteingansbuches. In späteren Lehrveranstaltungen werden diese erweitert durch zum Beispiel das Einrichten eines Ablagesystems. Wird Susann sich bewusst, welche Verantwortung in dieser Arbeit liegt und somit auf sie übertragen wird, ist ebenfalls ein affektiver Lernaspekt erreicht, der es ermöglicht, Susann eine Form der Motivation zu geben und somit die Freude an ihrer Arbeit und daraus resultierend die Lernerfolge allgemein zu steigern.

Gedanken zur Unfallverhütung

Auch wenn die Arbeit in der Poststelle eines Unternehmens relativ unfallrisikofrei scheint, sollte doch die Aufmerksamkeit auf bestimmte Risikobereiche an diesem Arbeitsplatz gerichtet werden, die über diejenigen anderer Bürotätigkeiten hinausgehen. Wichtig beim Öffnen der Sendungen ist, dass dies immer vom Körper weg geschieht, auf das Verletzungen durch einen Brieföffner oder andere Gegenstände, die zum Öffnen größerer Pakete gebraucht werden, vermieden werden können. Auch treten schnell Schnittverletzungen an scharfkantigem Papier auf, die durch sorgsame Handhabung verhindert werden können. Allgemein ist, wie bei jedem anderen Büroarbeitsplatz auch, darauf zu achten, dass Sitzhöhe, Bildschirmhöhe und Arbeitshöhe ergonomisch eingerichtet sind und keine zusätzlichen Belastungen durch Lärm, Klima oder Vibrationen auftreten. Damit die Gesundheit nicht nur nicht beeinträchtigt, sonder auch gefördert wird, bietet es sich an, die Postablagestelle in einiger Entfernung aufzustellen, um Bewegungen zu fördern und einen reinen Sitzarbeitspatz in einen Sitz- und Steharbeitsplatz umzufunktionieren.

Methodische Überlegungen zur Durchführung

Die Auswahl von Methoden wie Medien orientiert sich an folgenden Kriterien:

Inwieweit ist sie zweckdienlich im Hinblick auf die Lernziele; sind die Lernziele und somit die Methoden individualisierbar (Könnensorientiert); ist es mir möglich, die Zielgruppe zu aktivieren, indem ich praktische Übungen einsetze, Selbstlerneinheiten oder eigenständige Problemlösungen fordere; kann ich die Kooperation oder (Gruppen-) Konkurrenz motivieren und wie groß ist mein Zeitaufwand.

Die Sendungen in Empfang zu nehmen, weiterzuleiten und die Eintragungen in das Posteingangsbuch zu machen erfolgen immer nach den gleichen Handlungsschemata und erfordern deshalb keine kreativitätsfördernden Methoden.

Den effizientesten Lernerfolg verspricht ein Methoden-Mix aus besprechender Lehr-und Vier-Stufen-Methode.

[...]

Ende der Leseprobe aus 10 Seiten

Details

Titel
Das handschriftliche Führen des Posteingangsbuches (Unterweisung Automobilkaufmann / -kauffrau)
Veranstaltung
AEVO/AdA-Prüfung HWK Erfurt
Note
89 Punkte
Autor
Jahr
2006
Seiten
10
Katalognummer
V61208
ISBN (eBook)
9783638547123
Dateigröße
406 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Mit dieser Unterweisung und deren Darbietung wurden 89 Punkte erreicht.
Schlagworte
Führen, Posteingangsbuches, Automobilkaufmann, AEVO/AdA-Prüfung, Erfurt
Arbeit zitieren
Ramona Strickrodt (Autor), 2006, Das handschriftliche Führen des Posteingangsbuches (Unterweisung Automobilkaufmann / -kauffrau), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/61208

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