„Es war das Leben einer Randfigur mit Blick ins Innere der feinen Gesellschaft“, beschreibt Valerie Grosvenor Myer in ihrem Buch Jane Austen-ein Leben die Lebenssituation von Jane Austen. Sie lebte in finanziell unsicheren Verhältnissen als mittellose Frau, die aber mit ihren wohlhabenden Verwandten und Nachbarn verkehrte und dadurch Einblicke in das Leben der wohlhabenden gentry hatte.
Inhaltsverzeichnis
1. Jane Austen- wie sie war
2. Jane Austens Leben
3. Jane Austens Liebesleben
4. Jane Austens Romane
4.1. Publikationen
4.2. Eigenschaften und Besonderheiten von Jane Austens Romanen
4.2.1. Das Personal ihrer Romane
4.2.2. Die Handlungsstruktur ihrer Romane
5. Erziehung und Charakterbildung
6. Jane Austens Erzählstil
7. Der Roman Emma (1715) von Jane Austen
7.1. Die Handlung
7.2. Die Persönlichkeit der Romanfigur Emma, ihre Charaktereigenschaften und ihre Beziehung zu den anderen Figuren
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht das Leben und Schaffen von Jane Austen, um ihre persönliche Entwicklung, ihre gesellschaftliche Einordnung und die erzählerische Gestaltung ihrer Romane, insbesondere am Beispiel von "Emma", zu beleuchten.
- Biografische Hintergründe und Lebensumstände Jane Austens.
- Die Rolle des Liebeslebens und persönlicher Erfahrungen für ihr Werk.
- Analyse der narrativen Struktur und Charakterentwicklung in ihren Romanen.
- Die Bedeutung von Erziehung und moralischer Bildung.
- Interpretation der Titelfigur Emma als psychologische Studie.
Auszug aus dem Buch
7.1. Die Handlung
„Ich werde eine Heldin schaffen, die außer mir kaum jemand mögen wird“. Diesen Satz schreibt Jane Austen im Jahre 1713 in einem Brief an ihre Schwester als sie ihr von ihrem neu begonnenen Roman erzählt. (Grosvenor Myer.1998)
„Schön, aufgeweckt und reich, bei einem sorgenfreien Zuhause und einem glücklichen Naturell war Emma Woodhouse offenbar mit einen der erfreulichsten Vorzüge des Daseins gesegnet und hatte beinahe einundzwanzig Jahre fast ohne jeden Anlass zu Kummer und Verdruss auf dieser Welt verbracht“. Mit diesem Satz beginnt Jane Austen ihren Roman Emma und durch das Wörtchen „offenbar“ wird auch sogleich das Thema, beziehungsweise den Fehler der Protagonistin, nämlich dass diese sich für vollkommen hält, offensichtlich. Weder ihr hypochondrischer Vater noch ihre Erzieherin Mrs. Taylor, welche zu Beginn der Handlung Mr. Weston heiratet, was Tochter und Vater nur schwer verkraften können, konnten an Emmas Fehler etwas ändern.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Jane Austen- wie sie war: Dieser Abschnitt beleuchtet Jane Austens Lebensbedingungen als mittellose Frau im Umfeld der wohlhabenden Gentry und ihren bissigen, humorvollen Blick auf die Gesellschaft.
2. Jane Austens Leben: Hier wird der biografische Werdegang von der Geburt in Steventon bis zu den verschiedenen Wohnorten und den familiären sowie finanziellen Herausforderungen nachgezeichnet.
3. Jane Austens Liebesleben: Dieses Kapitel thematisiert die persönlichen Erfahrungen der Autorin mit Verehrern und die Auswirkungen dieser Erlebnisse auf ihre Ansichten über die Liebe und Ehe.
4. Jane Austens Romane: Ein Überblick über die Publikationsgeschichte der Romane sowie eine Analyse der strukturellen und inhaltlichen Besonderheiten, wie Charakterentwicklung und das Personal.
5. Erziehung und Charakterbildung: Untersuchung der Auffassung Austens, dass moralische Integrität und Charakterbildung zentral für das menschliche Handeln sind und kritische Reflexion zeitgenössischer Erziehungsideale.
6. Jane Austens Erzählstil: Erläuterung der revolutionären Nutzung der erlebten Rede, die es ermöglichte, psychologische Tiefe und Ironie in die Erzählweise zu integrieren.
7. Der Roman Emma (1715) von Jane Austen: Eine detaillierte Inhaltsangabe und eine tiefgehende psychologische Charakteranalyse der Protagonistin Emma Woodhouse.
Schlüsselwörter
Jane Austen, Literatur, Romane, Biografie, Emma, Charakterentwicklung, Erziehung, Gesellschaft, Ehe, Liebesleben, Erzählstil, psychologischer Roman, 19. Jahrhundert, Gentry, Sozialstruktur
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit behandelt das Leben und die literarische Arbeit der Schriftstellerin Jane Austen, wobei der Fokus auf dem Zusammenhang zwischen ihrer Biografie und ihren literarischen Werken liegt.
Welche zentralen Themenfelder werden in der Analyse behandelt?
Zentrale Themen sind die soziale Stellung der Frau zur Zeit Jane Austens, die Bedeutung von Erziehung und Charakterbildung sowie die Analyse der Erzählstruktur in ihren Romanen.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Ziel ist es aufzuzeigen, wie Jane Austen gesellschaftliche Konventionen in ihren Romanen verarbeitete und insbesondere am Beispiel von "Emma" psychologische Tiefe durch Charakterentwicklung erreichte.
Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?
Die Autorin nutzt eine literaturwissenschaftliche Analyse, basierend auf Biografien und zeitgenössischer Literaturkritik, um die Werke und die Intentionen Austens zu interpretieren.
Was wird im Hauptteil der Arbeit primär behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in biografische Stationen, die Analyse der Struktur ihrer Romane, die Untersuchung der Rolle von Erziehung sowie eine spezifische Fallstudie zum Roman "Emma".
Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit am besten?
Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie Jane Austen, Romane, Charakterentwicklung, Erziehung, soziale Konventionen und den Roman "Emma" beschreiben.
Inwiefern spielt der Roman "Emma" eine besondere Rolle im Text?
Der Roman wird als Fallbeispiel herangezogen, um Austens Fähigkeit zu illustrieren, Charaktere mit psychologischer Genauigkeit zu zeichnen und die Diskrepanz zwischen Selbstbild und Realität darzustellen.
Wie wird das Motiv der Heirat in den Werken von Jane Austen bewertet?
Heirat wird als zentrales Handlungsmoment analysiert, wobei zwischen Vernunftehen und der von Austen favorisierten Liebesheirat unterschieden wird, oft unter kritischer Betrachtung gesellschaftlicher Abhängigkeiten.
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- Nicole Hahn (Author), 2005, Jane Austen - ihr Leben, ihre Romane, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/61323