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Die EWG als Etappe in der europäischen Integration und ihre Perzeption in der deutschen Öffentlichkeit 1957/58

Eine Analyse von Printmedien und Meinungsumfragen

Title: Die EWG als Etappe in der europäischen Integration und ihre Perzeption in der deutschen Öffentlichkeit 1957/58

Term Paper , 2002 , 67 Pages , Grade: 1

Autor:in: Björn Böhling (Author)

History of Europe - Newer History, European Unification
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Die Europäische Union steht derzeit vor ihren größten Herausforderungen. In den nächsten Jahren wird sich die Gemeinschaft der 15 europäischen Staaten auf 27 erweitern. Nicht nur die Integration der neuen Mitglieder, sondern auch die Umstrukturierung der europäischen Institutionen, um auch in Zukunft handlungs- und entscheidungsfähig zu sein, die politische Tagesordnung bei den Treffen der EU-Regierungschefs, der Minister und den Sitzungen von Kommission und Parlament. Es sind also aufregende Zeiten, allerdings zeigt sich die öffentliche und veröffentlichte Meinung in den Mitgliedsstaaten der EU oft negativ. Unverständnis über bürokratische Entscheidungen, Kritik an mangelnder Einigkeit und an der sog. Verschwendung von Steuergeldern usw. prägen das heutige Bild einer vorangeschrittenen europäischen Integration. Doch ist diese Sicht auf Europa nur ein aktuelles Dilemma? Oder ist die negative Wahrnehmung derartiger Veränderungen ein Normalzustand? Erkenntnisse darüber verspricht eine Rückschau auf die Entwicklung der EWG.
In dieser zeitgeschichtlichen Hausarbeit soll zunächst der Beginn der europäischen Integration ab 1945 nachvollzogen werden und die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) im Mittelpunkt stehen. Das Hauptaugenmerk liegt nach einem darstellenden Teil auf der Wahrnehmung der EWG in der deutschen Öffentlichkeit. Zwei Leitfragen führen durch diese Arbeit: 1. Welche Informationen wurden der deutschen Bevölkerung durch die Presse und mit welcher Intention angeboten und 2. wie viel wussten die Deutschen von der EWG und wie bewerteten sie diese? Zur Beantwortung dieser Fragen wird auf überregionale Zeitungen und Zeitschriften zurückgegriffen, sowie auf empirische Erhebungen. Die Untersuchung der Printmedien fokussiert sich auf die entscheidenden Termine zur EWG. Das sind hier die Unterzeichnung der Verträge vom 25. März 1957, die Ratifizierung im Deutschen Bundestag vom 5. Juli 1957 und der 1. Januar 1958, als Tag des Inkrafttretens. Zu diesen Terminen wird eine gebündelte Berichterstattung quer durch alle Medien erwartet, was Vergleiche ermöglichen und vereinfachen wird. Andere Artikel zum Thema EWG außerhalb dieses Zeitrahmens bleiben deshalb unbehandelt. Die empirischen Erhebungen beziehen sich ebenfalls auf die Jahre 1957/58, mit denen auch die Darstellung endet.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Vorgeschichte: Der Beginn der europäischen Integration nach 1945

2.1. Die ersten Schritte zur europäischen Integration durch die Europäer – Die Europäische Bewegung und der Europarat

2.2. Die großen Projekte (EGKS / EVG / EPG) 1951-1954

2.2.1 Der Erfolg – Die Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS / Montanunion)

2.2.2. Das Scheitern – Die Europäische Verteidigungsgemeinschaft (EVG) und die Europäische Politische Gemeinschaft (EPG)

3. Darstellung: Die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG)

4. Analyse: Die EWG in der veröffentlichten Meinung der deutschen Presse von 1957/58

4.1. Die „Bild“

4.2. Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (FAZ)

4.3. Das „Handelsblatt“

4.4. „DIE WELT“

4.5. „DIE ZEIT“

4.6. „DER SPIEGEL“

4.7. Zusammenfassung und Ergebnisse

5. Analyse: „Haben Sie schon einmal die Bezeichnung ‚Gemeinsamer Markt’ gehört oder gelesen?“ – Eine empirische Erhebung zur EWG in Deutschland 1957/58

6. Ergebnisse

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Hausarbeit untersucht den Beginn der europäischen Integration nach 1945, mit besonderem Fokus auf die Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) und deren Wahrnehmung in der deutschen Öffentlichkeit der Jahre 1957/58 durch Printmedien und Meinungsumfragen.

  • Historische Einordnung der europäischen Integrationsschritte nach 1945.
  • Detaillierte Darstellung der Gründung und Zielsetzung der EWG.
  • Analyse der Berichterstattung ausgewählter deutscher Printmedien zu zentralen EWG-Terminen.
  • Auswertung empirischer Daten zur Bekanntheit und Akzeptanz des Gemeinsamen Marktes.
  • Kritische Reflexion über das Informationsniveau der deutschen Bevölkerung in den späten 50er Jahren.

Auszug aus dem Buch

2. Vorgeschichte: Der Beginn der europäischen Integration nach 1945

„Wir müssen etwas wie die Vereinigten Staaten von Europa schaffen. Nur so können Hunderte von Millionen schwer arbeitender Menschen wieder die einfachen Freuden und Hoffnungen zurückgewinnen, die das Leben lebenswert machen. ... Der erste Schritt bei der Neugründung der europäischen Familie muss eine Partnerschaft zwischen Frankreich und Deutschland sein. ... Die Struktur der Vereinigten Staaten von Europa, wenn sie gut und echt errichtet wird, muss so sein, dass die materielle Stärke eines einzelnen Staates von weniger großer Bedeutung ist. Kleine Nationen zählen ebensoviel wie große und erwerben ihre Ehre durch ihren Beitrag zur gemeinsamen Sache. ... Gegenwärtig haben wir eine Atempause. Die Geschütze schweigen. Der Kampf hat aufgehört, aber nicht die Gefahren. Wenn es uns gelingen soll, die Vereinigten Staaten von Europa, oder welchen Namen sie auch immer tragen werden, zu errichten, müssen wir jetzt damit beginnen.“

Schon am 19. September 1946 wurde die Idee eines gemeinsamen Europas von Winston Churchill, bis 1945 britischer Premierminister und einem der einflussreichsten Politiker der Zeit, wieder aufgegriffen. Welche Gestalt das neue Europa haben sollte, war zunächst zweitrangig. Wichtiger war nur, dass überhaupt ein Weg eingeschlagen wurde, denn die Gefahren und Probleme Europas waren durch den Sieg der Alliierten über das nationalsozialistische Deutschland keineswegs verschwunden. Überall auf dem Kontinent litten Menschen unter den Nachwirkungen des Zweiten Weltkriegs. Nahrung, Wohnung und Arbeit waren standen meist nicht in ausreichender Anzahl zur Verfügung. Zwischen den Siegern des Krieges, den USA und der Sowjetunion, kam es öfter zu Meinungsverschiedenheiten und über allem stand die politische Forderung „Künftige Geschlechter vor der Geißel des Krieges zu bewahren, die zweimal ... unsagbares Leid über die Menschheit gebracht hat“. Churchill hatte also Anlässe genug, auch für Europa eine Art Vereinte Nationen (gegründet 1945) zur Friedens­sicherung und Wohlstandsentwicklung zu fordern.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung umreißt die Motivation der Arbeit, die Bedeutung der europäischen Integration nach 1945 und stellt die Leitfragen zur Wahrnehmung der EWG in der deutschen Presse und Bevölkerung vor.

2. Vorgeschichte: Der Beginn der europäischen Integration nach 1945: Dieses Kapitel zeichnet die historischen Anfänge der europäischen Einigungsbestrebungen nach dem Zweiten Weltkrieg unter dem Einfluss des Ost-West-Konflikts nach.

3. Darstellung: Die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG): Hier werden die Entstehung, die Konferenz von Messina sowie der Vertragsabschluss in Rom und die institutionelle Struktur der EWG beschrieben.

4. Analyse: Die EWG in der veröffentlichten Meinung der deutschen Presse von 1957/58: Eine detaillierte Untersuchung der Berichterstattung in Bild, FAZ, Handelsblatt, DIE WELT, DIE ZEIT und dem SPIEGEL zu den zentralen Terminen der EWG.

5. Analyse: „Haben Sie schon einmal die Bezeichnung ‚Gemeinsamer Markt’ gehört oder gelesen?“ – Eine empirische Erhebung zur EWG in Deutschland 1957/58: Kapitel fünf wertet Umfragedaten des Instituts für Demoskopie Allensbach aus, um den Kenntnisstand der deutschen Bevölkerung über den Gemeinsamen Markt zu beleuchten.

6. Ergebnisse: Das Abschlusskapitel fasst die zentralen Erkenntnisse der Medien- und Umfragenanalyse zusammen und bewertet das Informationsdefizit der deutschen Öffentlichkeit in diesem Zeitraum.

Schlüsselwörter

Europäische Integration, Europäische Wirtschaftsgemeinschaft, EWG, Römische Verträge, Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl, EGKS, Europäische Verteidigungsgemeinschaft, EVG, Deutsche Öffentlichkeit, Zeitungsanalyse, Demoskopie Allensbach, Gemeinsamer Markt, Nachkriegszeit, Integration, Westeuropäische Einigung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den historischen Prozess der europäischen Integration nach 1945 und konzentriert sich dabei auf die Wahrnehmung der Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft in der deutschen Presse und Bevölkerung der Jahre 1957/58.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Themenfelder umfassen die Geschichte der europäischen Integration, den Aufbau von Institutionen wie EGKS und EWG sowie die Analyse der medialen Berichterstattung und demoskopischer Umfragen zu diesen Ereignissen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage untersucht, welche Informationen der deutschen Bevölkerung durch die Presse vermittelt wurden und wie viel Wissen über die EWG sowie deren Bewertung in der Bevölkerung vorhanden war.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit verwendet eine Kombination aus einer inhaltsanalytischen Untersuchung überregionaler Zeitungen und Zeitschriften sowie die Auswertung historischer empirischer Erhebungen des Instituts für Demoskopie Allensbach.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die europäische Integrationsgeschichte und die EWG dargestellt, gefolgt von der Analyse der Berichterstattung in ausgewählten Printmedien und der Auswertung der Allensbach-Umfragen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Europäische Integration, EWG, Römische Verträge, Zeitungsanalyse, öffentliche Meinung und Demoskopie.

Warum wurde der "Spiegel" als einziges Nachrichtenmagazin ausgewählt?

Aufgrund seiner hohen Auflagenzahl und der intensiven kritischen Auseinandersetzung mit den europapolitischen Themen nahm das Magazin eine Sonderstellung im Untersuchungszeitraum ein.

Welches zentrale Ergebnis lieferte die Umfragenanalyse?

Die Analysen zeigen ein erstaunlich niedriges Informationsniveau der deutschen Bevölkerung bezüglich der EWG, was auf eine eher oberflächliche Berichterstattung in den Medien zurückzuführen ist.

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Details

Title
Die EWG als Etappe in der europäischen Integration und ihre Perzeption in der deutschen Öffentlichkeit 1957/58
Subtitle
Eine Analyse von Printmedien und Meinungsumfragen
College
University of Hamburg  (Historisches Seminar)
Course
Übung Neuzeit: Europa zwischen Zweckverband und Superstaat - Entwicklung der europäischen Integration nach 1945
Grade
1
Author
Björn Böhling (Author)
Publication Year
2002
Pages
67
Catalog Number
V61344
ISBN (eBook)
9783638548182
ISBN (Book)
9783656765813
Language
German
Tags
Europäische Wirtschaftsgemeinschaft Etappe Integration Perzeption Eine Analyse Printmedien Meinungsumfragen Neuzeit Europa Zweckverband Superstaat Entwicklung Integration
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Björn Böhling (Author), 2002, Die EWG als Etappe in der europäischen Integration und ihre Perzeption in der deutschen Öffentlichkeit 1957/58, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/61344
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