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Allein am Nil - War das Debakel am Nil der BRD ein Erfolg der DDR-Außenpolitik?

Title: Allein am Nil - War das Debakel am Nil der BRD ein Erfolg der DDR-Außenpolitik?

Seminar Paper , 1998 , 13 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: M.A. Markus Skuballa (Author)

History of Europe - Newer History, European Unification
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Nachdem die Bundesrepublik Deutschland fast zwei Jahrzehnte der einzige deutsche Staat war, welcher auf der diplomatischen Ebene in der Dritten Welt vertreten war, wurde es angesichts der Stabilisierung der europäischen Teilung immer schwieriger, diesen Status aufrecht zu halten. In der folgenden Untersuchung soll nun die Frage geklärt werden, ob die zunehmenden diplomatischen Beziehungen der DDR und die Verschlechterung der Beziehungen der Bundesrepublik zu den Staaten der Dritten Welt Mitte der sechziger Jahre ein Erfolg der DDR-Außenpolitik gewesen ist, oder ob sich die Bundesregierung durch Fehlverhalten und falsche Situationseinschätzungen selbst in diese Position brachte. Dazu wird die außenpolitische Situation beider deutschen Staaten in den Jahren 1964-65 sowie die Außenpolitik der DDR im besonderen untersucht. Des weiteren wird der Kairobesuch Ulbrichts und seine Folgen für beide deutsche Staaten erörtert und alle Erkenntnisse dieser Untersuchung zur Beantwortung der Arbeitsfrage einbezogen.

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Inhaltsverzeichnis

Einleitung

I. Allgemeine außenpolitische Situation beider deutscher Staaten in den Jahren 1964-65

II. Die Außenpolitik der Deutschen Demokratischen Republik

III. Der Staatsbesuch Walter Ulbrichts in Kairo

IV. „Ausflug“ nach Kairo?

V. Schlußbetrachtung

VI. Literaturverzeichnis

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Untersuchung analysiert das sogenannte „Debakel am Nil“ und geht der Forschungsfrage nach, ob die zunehmenden diplomatischen Beziehungen der DDR zu Staaten der Dritten Welt Mitte der 1960er Jahre ein strategischer Erfolg der DDR-Außenpolitik darstellten oder ob die Bundesrepublik durch eigene Fehlentscheidungen und die starre Anwendung der Hallsteindoktrin in diese außenpolitische Krise geriet.

  • Die Auswirkungen der Hallsteindoktrin auf das Verhältnis zwischen der BRD und arabischen Staaten.
  • Die außenpolitische Strategie der DDR zur Erlangung internationaler Anerkennung.
  • Die Rolle der geheimen Waffenlieferungen der Bundesrepublik an Israel im Konflikt mit Ägypten.
  • Der Staatsbesuch Walter Ulbrichts in Kairo im Jahr 1965 und seine diplomatischen Folgen.
  • Die Einbettung der deutschen Interessen in das Spannungsfeld des Kalten Krieges und die Positionierung der Sowjetunion.

Auszug aus dem Buch

III. Der Staatsbesuch Walter Ulbrichts in Kairo

In den Jahren nach dem 2. Weltkrieg wurde der Nahe Osten aufgrund seiner strategischen Lage und seiner erheblichen Erdölvorkommen, welche von besonderer Wichtigkeit vor allem für die westlichen Industrienationen waren, zur umworbenen Region der beiden Blocksysteme. So versuchten sowohl die USA als auch die Sowjetunion, in diesem Gebiet ihren politischen Einfluß zu erweitern und durch verschiedene Stützpunktrechte ihre militärische Position zu stärken.

Eine herausragende Position in der arabischen Welt nahm der ägyptische Staatspräsident Nasser ein. Nach anfänglicher Abneigung den Kommunisten gegenüber erfuhren die Beziehungen zwischen der Sowjetunion und Ägypten seit 1955- in diesem Jahr wurden die ersten Waffenlieferungen der Sowjetunion an Ägypten vereinbart- neue Qualitäten. Nachdem die USA ihre bereits in Aussicht gestellte Unterstützung für den Bau des Assuan-Staudammes zurückzogen, stieß Moskau durch dieses nun frei gewordene „Tor zur arabischen Welt“.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung stellt die Forschungsfrage nach den Ursachen des diplomatischen „Debakels am Nil“ und skizziert das Vorgehen der Untersuchung im Kontext der innerdeutschen Konkurrenz in der Dritten Welt.

I. Allgemeine außenpolitische Situation beider deutscher Staaten in den Jahren 1964-65: Dieses Kapitel erläutert die Funktionsweise und die starre Auslegung der Hallsteindoktrin sowie die Problematik des „Entwicklungshilferennens“ als außenpolitisches Instrument.

II. Die Außenpolitik der Deutschen Demokratischen Republik: Hier wird die Entstehung der DDR-Außenpolitik aus dem Rechtfertigungsdruck heraus, die Ideologie der Abgrenzung sowie die enge Bindung an die Sowjetunion als Schutzmacht analysiert.

III. Der Staatsbesuch Walter Ulbrichts in Kairo: Der Abschnitt untersucht die Interessenlagen von Ägypten, der Sowjetunion und der beiden deutschen Staaten, die zum Kairo-Besuch Ulbrichts im Frühjahr 1965 führten.

IV. „Ausflug“ nach Kairo?: Dieses Kapitel beschreibt die Reaktion der Bundesregierung in Form des Abbruchs der Kapitalhilfe und der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zu Israel, was zum Abbruch der Beziehungen zahlreicher arabischer Staaten zur BRD führte.

V. Schlußbetrachtung: Die Zusammenfassung bewertet das Ereignis als Scheitern der Hallsteindoktrin und ordnet den Erfolg der DDR als primär propagandistisch sowie wirtschaftlich kostspielig ein.

VI. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Primär- und Sekundärquellen zur Untermauerung der historischen Analyse.

Schlüsselwörter

Hallsteindoktrin, DDR-Außenpolitik, Bundesrepublik Deutschland, Naher Osten, Kairo, Walter Ulbricht, Gamal Abd-el Nasser, diplomatischer Abbruch, Waffenlieferungen, Israel, Entwicklungshilfe, Deutschlandpolitik, Sowjetunion, Anerkennung, internationale Isolation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die diplomatische Krise der Bundesrepublik Deutschland gegenüber den arabischen Staaten im Jahr 1965, die durch den Staatsbesuch von Walter Ulbricht in Ägypten ausgelöst wurde.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Mittelpunkt stehen die Außenpolitik der beiden deutschen Staaten während des Kalten Krieges, die Instrumentalisierung von Entwicklungshilfe und die Konsequenzen der deutschen Teilung auf die internationalen Beziehungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu klären, ob das diplomatische Debakel der BRD ein gezielter Erfolg der DDR-Außenstrategie war oder ob die Bundesregierung durch eine unflexible Außenpolitik, insbesondere die Hallsteindoktrin, selbst für diese Situation verantwortlich war.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine historisch-analytische Methode, bei der zeitgenössische politische Dokumente, Literatur und Berichte zur Außenpolitik beider deutscher Staaten ausgewertet werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der außenpolitischen Situation der Jahre 1964-65, der Rolle der DDR als „gesellschaftliches Gegenmodell“, dem Hintergrund der ägyptischen Einladung an Ulbricht und den diplomatischen Konsequenzen nach 1965.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Hallsteindoktrin, Deutschlandpolitik, Anerkennungsbemühungen und die diplomatischen Verwicklungen im Nahostkonflikt geprägt.

Warum war der Staatsbesuch Ulbrichts für die DDR so bedeutend?

Für die DDR stellte der Besuch eine wichtige Gelegenheit dar, ihre Existenz durch einen einflussreichen nicht-paktgebundenen Staat bestätigen zu lassen und das Ziel der internationalen Anerkennung voranzutreiben.

Welche Rolle spielte die Sowjetunion bei diesen Ereignissen?

Die Sowjetunion agierte als treibende Kraft und Schutzmacht der DDR, die durch eigene finanzielle Zusagen und politischen Druck auf Kairo den Besuch Ulbrichts ermöglichte und so ihre eigenen strategischen Interessen verfolgte.

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Details

Title
Allein am Nil - War das Debakel am Nil der BRD ein Erfolg der DDR-Außenpolitik?
College
University of Duisburg-Essen
Course
Debakel am Nil: Zur deutschen Außenpolitik im Nahen Osten
Grade
2,0
Author
M.A. Markus Skuballa (Author)
Publication Year
1998
Pages
13
Catalog Number
V61355
ISBN (eBook)
9783638548298
ISBN (Book)
9783638752978
Language
German
Tags
Allein Debakel Erfolg DDR-Außenpolitik Debakel Außenpolitik Nahen Osten
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
M.A. Markus Skuballa (Author), 1998, Allein am Nil - War das Debakel am Nil der BRD ein Erfolg der DDR-Außenpolitik?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/61355
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