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Sozialisation und Massenmedien

Título: Sozialisation und Massenmedien

Trabajo Escrito , 2002 , 22 Páginas , Calificación: 2,3

Autor:in: Thorsten Lemmer (Autor)

Pedagogía - Sociología pedagógica
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Mit dieser Arbeit soll die Wirkung, welche Massenmedien auf den Sozialisationsprozeß von Kindern und Jugendlichen haben, veranschaulicht werden.
Die Tatsache, daß Massenmedien sozialisationswirksame Leistungen erbringen können, ist nicht neu. Die Massenmedien gerieten schon früh in den Blickpunkt des Interesses von Pädagogen. Diese wurden dann entweder als geheime Verführer oder unheimliche Miterzieher verurteilt oder aber als wertvolle Hilfe begrüßt.
Die am häufigsten anzutreffende Annahme einer Einwirkung von Massenmedien ist die eines Manipulationsprozesses, dem der Rezipient beinahe hilflos ausgesetzt wird. So wurde gerade unter diesem Aspekt das elektronische Massenmedium Fernsehen auf seine Wirkung hin untersucht. "Belege" für diese Annahme sind zahlreich. Man denke dabei nur an solch plakative Beispiele wie die Massenhysterie, die Orson Welles mit seiner Rundfunksendung "Invasion vom Mars" auslöste oder an die jüngste Panik, die der Computervirus "Michelangelo" unter den Computerbesitzern auslöste.
Die Bedeutung der Massenmedien als Sozialisationsfaktor ist überwiegend akzeptiert und wird hoch eingeschätzt. über das Maß und die tatsächliche Bedeutung, welches diesem hinsichtlich der Sozialisation von Kindern und Jugendlichen beigemessen werden soll, wird jedoch eine heftige Sozialisations-Debatte geführt. Die verschiedenen Ansätze, die sich innerhalb dieser Debatte herausgebildet haben, werden im weiteren Verlauf dieser Darstellung noch kurz dargestellt.
Aufgrund der vielfältigen und kontrovers dargestellten Einwirkungsmöglichkeit kann an dieser Stelle nur ein Überblick über die am bedeutendsten erscheinenden Untersuchungsaspekte zu relevanten Fragen der Sozialisationswirkung gegeben werden. Die Auswahl hierzu geschah nicht willkürlich, sondern auf der Grundlage der zu diesem Thema vorliegenden schwerpunktmäßigen Literatur. Dies sind im wesentlichen empirische Studien mit den sich daraus ergebenden Interpretationen.

Es ist an dieser Stelle anzumerken, daß es nicht die Absicht dieser Darstellung ist, bestimmte Richtungen und Ergebnisse gegeneinander abzugrenzen oder auszugrenzen. Es soll vielmehr versucht werden, aus der Fülle der Untersuchungen zu dieser Themenstellung einen gewissen Minimalkonsens zu referieren.
Innerhalb der Massenmedien hat das Fernsehen eine große Anziehungskraft. Die überwiegenden Forschungen zur Sozialisationswirkung wurden mit diesem elektronischen Massenmedium durchgeführt. [...]

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Sozialisation und Massenmedien

3. Verschiedene Erklärungsansätze

3.1. Die ethisch-moralische Richtung

3.2. Deskriptiv-empirische Ansätze

3.3. Die reflexiv-kritische Richtung

4. Die Bedeutung des Fernsehens als Sozialisationsinstrument

5. Das Verhältnis zur Hauptsozialisationsinstanz Familie

6. Wesentliche Gesichtspunkte zur Sozialisation durch das Fernsehen

6.1. Die Einwirkung auf Gewalteinstellungen

6.2. Kognitive Beeinflussung

6.3. Mediale Sozialisation als NachhilfeLehrer: Prosoziales Verhalten und Bildungsfaktor

6.4. Die Einwirkung auf soziales Verhalten und Einstellungen

7. Abschließende Zusammenfassung

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle und die Auswirkungen von Massenmedien, insbesondere des Fernsehens, auf den Sozialisationsprozess von Kindern und Jugendlichen. Dabei wird der Frage nachgegangen, inwieweit Medien als Sozialisationsfaktor fungieren und welche Einflüsse sie auf das Verhalten, die Einstellungen und die kognitive Entwicklung der Heranwachsenden ausüben.

  • Analyse der theoretischen Erklärungsansätze zur Medienwirkung.
  • Untersuchung des Fernsehens als spezifisches Instrument der Sozialisation.
  • Diskussion des Wechselverhältnisses zwischen Mediennutzung und der Sozialisationsinstanz Familie.
  • Betrachtung von Wirkungsmechanismen hinsichtlich Gewalt, kognitiver Fähigkeiten und sozialer Einstellungen.
  • Reflexion des aktuellen Forschungsstandes zur Medienwirkung bei Jugendlichen.

Auszug aus dem Buch

Die Bedeutung des Fernsehens als Sozialisationsinstrument

Die Anziehungskraft des Fernsehens liegt begründet in der Tatsache, daß Jugendliche in den von ihnen bevorzugten Medieninhalten den Eindruck verschaffen, daß sie etwas können und ihre Alltagswelt beherrschen. Besonders in der gemeinsamen Mediennutzung der Gruppe solidarisieren sie sich untereinander, grenzen sich von den Erwachsenen ab, sichern sich ihre Geschlechtsrollenidentität und kämpfen um soziale Positionen. Dies wird noch verstärkt durch die neuesten elektronischen Medien wie Computerspiele oder Videofilme.

Schorb, Mohn & Theunert sehen das Fernsehen unter zwei Aspekten als sinnvolle Sozialisationsinstanz: Zum einen deshalb, weil es in der Freizeit des Kindes oder des Jugendlichen einen breiten Raum einnimmt und zum anderen, weil es ähnlich anderer Sozialisatoren (Familie, Schule) Normen, Werte und Rollenmuster vermittelt.

Ein wichtiger Aspekt zur Feststellung der Sozialisationsbedeutung ist die Frage nach der konzentrierten Aufmerksamkeit des Heranwachsenden. Untersuchungen über die Dauer tatsächlicher Nutzung von Fernsehprogrammen ergaben, daß die Dauer tatsächlicher Aufmerksamkeit selten über eineinhalb Stunden liegt. Die Mehrheit geht während der Sendungen anderen Nebenbeschäftigungen nach.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Darstellung des Ziels der Arbeit, die Wirkung von Massenmedien auf den Sozialisationsprozess von Kindern und Jugendlichen zu veranschaulichen.

2. Sozialisation und Massenmedien: Erläuterung des zugrunde liegenden Sozialisationsverständnisses als Prozess mit Finalcharakter und die Einordnung medialer Sozialisation als Wechselverhältnis.

3. Verschiedene Erklärungsansätze: Überblick über klassische ethisch-moralische, deskriptiv-empirische sowie reflexiv-kritische Ansätze zur Medienwirkung.

4. Die Bedeutung des Fernsehens als Sozialisationsinstrument: Analyse der Anziehungskraft des Fernsehens und seiner Rolle als Vermittler von Normen und Rollenmustern.

5. Das Verhältnis zur Hauptsozialisationsinstanz Familie: Untersuchung des Einflusses des Fernsehens auf die familiäre Erziehung und die Rolle der Eltern bei der Mediennutzung.

6. Wesentliche Gesichtspunkte zur Sozialisation durch das Fernsehen: Detaillierte Betrachtung von Themen wie Gewaltdarstellungen, kognitive Einflüsse, Bildungsfaktoren und soziale Einstellungen.

7. Abschließende Zusammenfassung: Resümee über das Grundproblem der Medienwirkungsforschung, das durch eine Vielzahl an Faktoren geprägt ist und keine monokausalen Schlüsse zulässt.

Schlüsselwörter

Sozialisation, Massenmedien, Fernsehen, Medienwirkung, Kinder, Jugendliche, Sozialisationsinstanz, Familie, Medienerziehung, Gewaltdarstellung, kognitive Beeinflussung, Rollenmuster, Medienkonsum, Wirkungsforschung, Sozialisationsprozess

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse der mediensoziologischen und pädagogischen Wirkung von Massenmedien, insbesondere des Fernsehens, auf den Sozialisationsprozess von Kindern und Jugendlichen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zu den Schwerpunkten zählen theoretische Erklärungsansätze, die Rolle des Fernsehens als Sozialisationsinstrument, das Zusammenspiel zwischen Familie und Medien sowie spezifische Wirkungen auf Verhalten und Kognition.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, den Einfluss von Massenmedien auf junge Menschen zu veranschaulichen und aufzuzeigen, warum ein monokausaler Zusammenhang zwischen Medienkonsum und Entwicklungsergebnissen wissenschaftlich schwer nachweisbar ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine Literaturanalyse, die auf einer Zusammenführung und Interpretation verschiedener empirischer Studien und sozialwissenschaftlicher Theorien basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert das Verhältnis zur Familie, die Bedeutung von Gewaltdarstellungen im Fernsehen, kognitive Auswirkungen, den Nutzen als Bildungsinstrument sowie Einflüsse auf soziale Rollenbilder.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Sozialisation, Massenmedien, Fernsehen, Medienwirkung, Familieninstanz und Wirkungsforschung.

Welche Rolle spielt die Familie laut dieser Untersuchung?

Die Familie bleibt die Hauptsozialisationsinstanz. Die Art und Weise, wie Medien den Sozialisationsprozess beeinflussen, hängt entscheidend von der elterlichen Begleitung und Kontrolle ab.

Welche vier Thesen werden zur Erklärung der Wirkung von Mediengewalt genannt?

Die Arbeit diskutiert die Katharsisthese, die Inhibitionsthese, die Habitualisierungsthese und die Stimulationsthese als unterschiedliche Ansätze zur Erklärung von Gewalteffekten.

Final del extracto de 22 páginas  - subir

Detalles

Título
Sozialisation und Massenmedien
Universidad
Helmut Schmidt University - University of the Federal Armed Forces Hamburg  (Soziologie)
Curso
Soziologische Theorie der Erziehung
Calificación
2,3
Autor
Thorsten Lemmer (Autor)
Año de publicación
2002
Páginas
22
No. de catálogo
V6140
ISBN (Ebook)
9783638137867
Idioma
Alemán
Etiqueta
Sozialisation Massenmedien Soziologische Theorie Erziehung
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Thorsten Lemmer (Autor), 2002, Sozialisation und Massenmedien, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/6140
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