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Mobbing - Psychoterror am Arbeitsplatz

Title: Mobbing - Psychoterror am Arbeitsplatz

Term Paper , 2006 , 30 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Rico Kullik (Author), Kristin Eberling (Author)

Business economics - Business Management, Corporate Governance
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Feindseliges, drangsalierendes und schikanierendes Verhalten in der Arbeitswelt - das assoziiert die breite Öffentlichkeit mit Mobbing. Mobbing ist ein Modewort für ein Phänomen, das so alt ist wie das gemeinsame Arbeiten der Menschen und das, verbunden mit dem zunehmenden Leistungs- und verschärften Konkurrenzdruck am Arbeitsplatz, eine neue Dimension annimmt. Es geht auf das englische Wort „mob“ zurück. Als Verb „to mob“ hat das Wort die Bedeutung von „anpöbeln, angreifen, attackieren, lärmend über jemanden herfallen “. Das Substantiv „mob“ beschreibt einen „zusammengerotteten Pöbelhaufen; ein Gesindel, Bande, Sippschaft“. Heutzutage wird demnach der Terminus Mobbing benutzt, um die Handlung von Menschen zu bezeichnen, die - überwiegend am Arbeitsplatz -Mitarbeiter/innen, Kolleginnen/Kollegen oder Vorgesetzte schikanieren. Differenzierend kann von Bossing gesprochen werden, wenn die Schikane von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern durch deren Vorgesetzte stattfindet. Wird in der Schule unter Schülern gemobbt, hat sich der Begriff Bullying durchgesetzt. Es ist vorauszuschicken, dass es in der Literatur unzählige verschiedene Definitionen zu dem Begriff Mobbing gibt, die alle auf ihre Weise richtig und wahr sind. Die am weitesten verbreitete Definition ist die von dem wohl bekanntesten Mobbingforscher Leymann: „Der Begriff Mobbing beschreibt negative kommunikative Handlungen, die gegen eine Person gerichtet sind (von einer oder mehreren anderen) und die sehr oft und über einen längeren Zeitraum hinaus vorkommen und damit die Beziehung zwischen Täter und Opfer kennzeichnen.“ Leymann hat nach empirischen Untersuchungen 45 Handlungen aufgelistet, die charakteristisch für das Mobben sind. Er behauptet, dass, wenn eine oder mehrere dieser 45 genau beschriebenen Aktionen über ein halbes Jahr oder länger mindestens einmal pro Woche vorkommen, von Mobbing gesprochen werden kann.
Diese Handlungen, auf die an späterer Stelle noch genauer eingegangen werden soll, beinhalten Angriffe auf die Möglichkeiten, sich mitzuteilen, Angriffe auf die sozialen Beziehungen, auf die Qualität der Berufs- und Lebenssituation sowie auf die Gesundheit und Auswirkungen auf das soziale Ansehen. Da Leymanns Definition jedoch nicht alle relevanten Aspekte und Problematiken hinsichtlich eines Mobbingfalles aufweist, soll im Folgenden seine Definition ergänzt bzw. korrigiert werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Was ist Mobbing?

2. Warum wird gemobbt?

2.1. Weshalb mobbt der Täter?

2.2. Gibt es „typische“ Mobbing-Opfer?

2.3. Gibt es mögliche Defizite in der Arbeitsorganisation?

3. Wie wird gemobbt?

4. Welche Folgen entstehen für Opfer und Täter?

5. Gibt es Schutzmöglichkeiten?

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Analyse von Mobbing als Phänomen der Arbeitswelt. Ziel ist es, die Ursachen, den Prozessverlauf sowie die schwerwiegenden psychischen und sozialen Folgen für die Betroffenen und das betriebliche Umfeld aufzuzeigen, um daraus effektive Präventions- und Interventionsstrategien abzuleiten.

  • Definition und Etymologie des Begriffs Mobbing
  • Analyse der Täter-Motive und der Rolle der Arbeitsorganisation
  • Detaillierte Phasenmodelle des Mobbing-Prozesses
  • Untersuchung der Konsequenzen für das Humankapital und die psychische Gesundheit
  • Erarbeitung von Schutzmaßnahmen und betrieblichen Interventionsstrategien

Auszug aus dem Buch

1. Was ist Mobbing?

Feindseliges, drangsalierendes und schikanierendes Verhalten in der Arbeitswelt – das assoziiert die breite Öffentlichkeit mit Mobbing. Mobbing ist ein Modewort für ein Phänomen, das so alt ist wie das gemeinsame Arbeiten der Menschen und das, verbunden mit dem zunehmenden Leistungs- und verschärften Konkurrenzdruck am Arbeitsplatz, eine neue Dimension annimmt. Es geht auf das englische Wort „mob“ zurück. Als Verb „to mob“ hat das Wort die Bedeutung von „anpöbeln, angreifen, attackieren, lärmend über jemanden herfallen “.

Das Substantiv „mob“ beschreibt einen „zusammengerotteten Pöbelhaufen; ein Gesindel, Bande, Sippschaft“. Heutzutage wird demnach der Terminus Mobbing benutzt, um die Handlung von Menschen zu bezeichnen, die - überwiegend am Arbeitsplatz - Mitarbeiter/innen, Kolleginnen/Kollegen oder Vorgesetzte schikanieren. Differenzierend kann von Bossing gesprochen werden, wenn die Schikane von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern durch deren Vorgesetzte stattfindet. Wird in der Schule unter Schülern gemobbt, hat sich der Begriff Bullying durchgesetzt.

Es ist vorauszuschicken, dass es in der Literatur unzählige verschiedene Definitionen zu dem Begriff Mobbing gibt, die alle auf ihre Weise richtig und wahr sind. Die am weitesten verbreitete Definition ist die von dem wohl bekanntesten Mobbingforscher Leymann: „Der Begriff Mobbing beschreibt negative kommunikative Handlungen, die gegen eine Person gerichtet sind (von einer oder mehreren anderen) und die sehr oft und über einen längeren Zeitraum hinaus vorkommen und damit die Beziehung zwischen Täter und Opfer kennzeichnen.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Was ist Mobbing?: Dieses Kapitel definiert Mobbing als schikanöses Verhalten am Arbeitsplatz und grenzt Begriffe wie Bossing oder Bullying voneinander ab.

2. Warum wird gemobbt?: Das Kapitel untersucht die Motive von Tätern, die Rolle potenzieller Opfermerkmale sowie organisationale Defizite als Ursachen für Mobbing.

3. Wie wird gemobbt?: Hier wird der Prozess von Mobbing anhand eines 5-Phasen-Modells erläutert, das die Eskalation vom Konflikt bis zum Ausschluss aus der Arbeitswelt beschreibt.

4. Welche Folgen entstehen für Opfer und Täter?: Dieses Kapitel beleuchtet die ökonomischen und menschlichen Schäden, wie gesundheitliche Folgen für das Opfer und Produktivitätseinbußen für den Betrieb.

5. Gibt es Schutzmöglichkeiten?: Es werden Strategien zur Prävention sowie Möglichkeiten der Intervention und Mediation zur Bewältigung von Mobbing-Situationen vorgestellt.

Schlüsselwörter

Mobbing, Psychoterror, Arbeitsplatz, Betriebsklima, Humankapital, Prävention, Intervention, Konfliktmanagement, Täter, Opfer, Bossing, Psychosomatische Störungen, Arbeitsorganisation, Mediation, Fehlzeiten.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Phänomen Mobbing als Psychoterror am Arbeitsplatz, untersucht dessen Ursachen sowie die psychischen und ökonomischen Auswirkungen auf alle Beteiligten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Felder sind die Definition von Mobbing, die Analyse von Täter- und Opferrollen, das Phasenmodell des Mobbing-Verlaufs sowie Möglichkeiten des betrieblichen Schutzes.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist ein besseres Verständnis des Mobbing-Prozesses zu schaffen, um sowohl auf individueller als auch auf organisationaler Ebene effektive Gegenmaßnahmen zu etablieren.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, in der anerkannte Mobbing-Forschung, insbesondere das Modell von Leymann sowie Ansätze von Zuschlag, zusammengeführt werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Ursachenforschung, die Eskalationsphasen von Mobbing sowie die Analyse der negativen Folgen für Opfer, Täter und den Betrieb.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Mobbing-Prozess, Prävention, Interventionsstrategien, betriebliche Gesundheit und Arbeitsklima charakterisiert.

Was unterscheidet Mobbing von „normalen“ Konflikten am Arbeitsplatz?

Mobbing ist durch die Systematik, die Absicht zu schaden, eine längere Zeitdauer (mindestens ein halbes Jahr) und die Wiederholungsfrequenz (mindestens einmal pro Woche) klar von gewöhnlichen Reibereien abgegrenzt.

Warum spielt die Personalverwaltung in Phase 3 eine negative Rolle?

In dieser Phase identifiziert die Verwaltung das Opfer oft fälschlicherweise als Störfaktor, was zu unrechtmäßigen disziplinarischen Maßnahmen führen kann, statt die eigentliche Mobbing-Ursache anzugehen.

Welche Rolle spielt das Humankapital bei den Mobbing-Folgen?

Da Humankapital als entscheidende Säule der betrieblichen Wertschöpfung gilt, führen Mobbing-Prozesse durch Demotivation und Produktivitätsverlust zu einer messbaren Verschlechterung des Betriebsergebnisses.

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Details

Title
Mobbing - Psychoterror am Arbeitsplatz
College
Berlin School of Economics
Course
Strategisches Management
Grade
1,3
Authors
Rico Kullik (Author), Kristin Eberling (Author)
Publication Year
2006
Pages
30
Catalog Number
V61415
ISBN (eBook)
9783638548816
ISBN (Book)
9783656786818
Language
German
Tags
Mobbing Psychoterror Arbeitsplatz Strategisches Management
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Rico Kullik (Author), Kristin Eberling (Author), 2006, Mobbing - Psychoterror am Arbeitsplatz, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/61415
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