Thema: Projektarbeit in der Schule - Kariesprophylaxe


Hausarbeit (Hauptseminar), 2006

16 Seiten


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Projekt – Begriffsklärung

3. Der Projektablauf
1. nach Karl Frey
2. nach Herbert Gudjons

4. Ein Beispiel zur Projektarbeit
1. Klärung der Thematik „Kariesprophylaxe“
2. Projektablauf in Anlehnung an Frey

5. Die Lehrerrolle

6. Fazit
1. Ziele
2. Grenzen und Kritik
3. Resümee

7. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Mittlerweile wird an nahezu jeder Schule Projektarbeit praktiziert. Dabei gibt es verschiedene Formen: von Projektwochen über AG's bis hin zu Praktika ist so gut wie alles vertreten. Es stellt sich die Frage, was genau Projektarbeit bedeutet, welche Unterschiede es hierbei etwa zum gängigen Frontalunterricht gibt und wo dabei die Grenzen anzutreffen sind. Anhand eines konkreten Beispiels aus der praktischen Anwendung (Thema „Kariesprophylaxe“ im Unterricht) soll in dieser Hausarbeit daher die Projektarbeit als Unterrichtsmethode vorgestellt und gleichzeitig neue Möglichkeiten in Hinblick auf Kompetenzerwerb dargestellt werden.

Da es unterschiedliche Vorstellungen von Projektarbeit gibt, ist zu erfragen, welche konkreten Ziele vorhanden sind und vor allem: wie erfolgsversprechend ist die Projektmethode überhaupt im Unterricht anwendbar?

Um dieser Fragestellung nachzugehen, wird zunächst eine begriffliche Auseinandersetzung vorangestellt und anschließend der Projektablauf anhand von Freys und Gudjons Ideen aufgezeigt.

Dann erfolgt die Darstellung einer möglichen Unterrichtseinheit, in der ein Projekt abläuft. Dabei ist darauf hinzuweisen, dass diese nur grob theoretisch umrissen wird, da ein kompletter Unterrichtsentwurf den Rahmen dieser Hausarbeit sprengen würde.

Im Anschluss daran erfolgt eine Auseinandersetzung mit der Lehrerrolle innerhalb der Projektarbeit.

Diese Hausarbeit endet schließlich mit einem Fazit, in dem die Ziele und Grenzen der Projektarbeit aufgeführt werden, um im Resümee abschließend auch mit eigenen Erfahrungen innerhalb einer kritischen Auseinandersetzung/Reflexion verglichen zu werden.

2. Das Projekt - Begriffsklärung

Der Begriff „Projektunterricht“ stammt aus Frankreich. Einen eindeutigen Erfinder gibt es nicht. Das Wort „Projekt“ kommt ursprünglich vom lateinischen 'projicere', was soviel bedeutet wie entwerfen, planen. Anfang des 18. Jahrhunderts entwickelten Studenten der Akademie Royale d'Architecture ein Chateau, was Teil ihrer Ausbildung darstellte (vgl. Aebli 1989, S. 218). Über Bauakademien und technische Hochschulen gelangte die Methode nach Deutschland. Dank der amerikanischen Reformpädagogik am Anfang des 20. Jahrhunderts entstand das Verständnis von Projektunterricht nach Dewey und Kilpatrick. In Deutschland entwickelte sich die Projektidee besonders in den 20er und 30er Jahren (damals aufgrund großer Kritik am Schulsystem; Forderung nach neuen Lehr-Lernformen gab es schon zu dieser Zeit). In den 60ern und 70ern wurde der Projektgedanke durch den Ruf nach Reformen bekannter. Es galt als innovatives Bildungsangebot (vgl. Boutemard 1978, S. 63 f.). Seit den 80er Jahren steht die Projektmethode als Alternative zum Frontalunterricht. Durch ein neues Verständnis von Zielen (weg vom reinen Fachwissen einschließlich Grob- und Feinlernzielen, hin zu Kompetenzen), d.h. durch die Entwicklung von Lernfeldern, gewinnen neue Methoden wie etwa die Projektarbeit an Bedeutung, um beispielsweise Handlungskompetenz zu fördern.

Zur Vermittlung von Schlüsselqualifikationen eignet sich die Projektmethode deshalb, weil komplexe Abläufe wie Planen, Durchführen und Kontrolle selbständig von Schülern erarbeitet und durchgeführt werden (vgl. Magnor 1976, S. 5).

Nach Meyer etwa ist das Projekt eine methodische Großform, d.h. eine Grundform des Unterrichts (vgl. Jank/Meyer 2002, S. 44). Diese beinhaltet handlungsorientierten, problemorientierten und offenen Unterricht, der ganzheitliche Erfahrungen ermöglicht (vgl. Jank/Meyer 2002, S. 308).

Heute ist die Projektidee fester Bestandteil im Schulbereich, bei der Jugendarbeit, in der Erwachsenen- oder der beruflichen Bildung (vgl. Frey 2002, S. 29 ff.).

In der Pädagogik existieren mittlerweile verschiedene Begriffe wie etwa „Projektunterricht“, „projektartiger Unterricht“, „Projekt“, „Projektmethode“ etc. (vgl. Frey 2005, S. 14 f.). Um das Ganze eingrenzen zu können, beschränkt sich

diese Hausarbeit überwiegend auf die Vorschläge zweier großer Vertreter in Deutschland: Frey und Gudjons.

3. Der Projektablauf

3.1 nach Karl Frey

Frey verwendet den Begriff „Projektmethode“ ähnlich wie Kilpatrick (vgl. Magnor 1976, S. 5). Er hat ein weites Verständnis, d.h. dieser Begriff geht weit über den institutionell organisierten Unterricht hinaus.

„Er beschreibt den Weg, den Lehrer und Schüler durchlaufen, wenn sie sich bilden“ (Magnor 1976, S. 5). Es handelt sich damit um eine „lernende Betätigung, die bildend wirkt“ (Frey 2005, S. 14).

Für Frey sind insgesamt fünf Projektkriterien entscheidend:

- die Produkt- und Handlungsorientierung, d. h. das Tun steht im Vordergrund
- die Interdisziplinarität, d. h. der fächerübergreifende Gedanke,
- die Schülerorientierung, d. h. der Schüler steht im Mittelpunkt des Unterrichts
- der Situations- und Gesellschaftsbezug der Thematik und schließlich
- die gemeinsame Organisation von Lernprozessen.

Das Bildungsziel der Projektmethode richtet sich auf die ganzheitliche Entfaltung aller menschlichen Fähigkeiten und Interessen.

Frey unterscheidet insgesamt sieben Komponenten:

1 . Die Projektinitiative dient der Projektanregung etwa durch ein Erlebnis o. ä. Sie kann vom Schüler, Lehrer oder Lehrplan ausgehen (vgl. Frey 2005, S. 13)
2. Das Auseinandersetzen mit der Initiative im festgelegten Rahmen. Dabei ist die Initiative eine Idee, welches Thema bearbeitet werden soll, d. h. eine von den Schülern selbst formulierte Aufgabe an die Gruppe. Sie hat zwei Merkmale: Offenheit der Ausgangssituation und zunächst keinen Bildungswert, denn sie basiert überwiegend auf dem Interessenstand der Schüler und hat nicht unbedingt einen Bezug zum übrigen Unterrichtsgeschehen.

[...]

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten

Details

Titel
Thema: Projektarbeit in der Schule - Kariesprophylaxe
Hochschule
Universität Osnabrück  (Gesundheitswissenschaften)
Veranstaltung
Spezielle Schulpraktische Studien
Autor
Jahr
2006
Seiten
16
Katalognummer
V61445
ISBN (eBook)
9783638549028
ISBN (Buch)
9783640238026
Dateigröße
494 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Prinzipiell auch geeignet für den Biologieunterricht
Schlagworte
Thema, Projektarbeit, Schule, Kariesprophylaxe, Spezielle, Schulpraktische, Studien
Arbeit zitieren
Maja Tintor (Autor), 2006, Thema: Projektarbeit in der Schule - Kariesprophylaxe, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/61445

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