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Konfliktprävention und Konfliktlösung durch unternehmensinterne Mediation

Title: Konfliktprävention und Konfliktlösung durch unternehmensinterne Mediation

Seminar Paper , 2006 , 25 Pages , Grade: 1,5

Autor:in: Wolfgang Bühler (Author)

Business economics - Business Management, Corporate Governance
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Gestützt auf vielfältige und langjährige persönliche Erfahrungen beschreibt der Autor die Bandbreite unternehmensinterner Konfliktszenarien und deren Eskalationsstufen. Er zeigt dabei deren Komplexität anhand zahlreicher Einflußfaktoren auf, wie z.B. die Vielzahl möglicher Konfliktparteien oder -beteiligter, unterschiedliche Rollen, Abhängigkeiten, Interessen, Strategien oder Werte. Er beschreibt das Konzept und die Techniken zum Aufbau eines unternehmensinternen Konfliktmanagements und stellt dieses in den Kontext einer umfassenden Unternehmenskultur.
Er analysiert die unterschiedlichen, z.T. gesetzlich geregelten Lösungswege für unternehmensinterne Konflikte und arbeitet die besonderen Potentiale und Einsatzmöglichkeiten der Mediation heraus. Dabei stellt er die Voraussetzungen und Methoden der Mediation praxisbezogen dar.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Ausgangssituation

1.2 Konfliktkosten

2. Innerbetriebliche Konflikte

2.1 Begriff des Konflikts

2.2 Konfliktbereiche in Unternehmen

2.3 Konfliktarten, Konfliktursache

2.4 Besonderheiten bei Konflikten in der Arbeitswelt

3. Konfliktprävention

3.1 Maßnahmen der Prävention

3.1.1 Unternehmenskultur - Streitkultur

3.1.2 Feedback-Kultur

3.1.3 Analyse der Konfliktfelder im Unternehmen

3.1.4 Analyse des Kommunikationsverhaltens der Mitarbeiter, Personalentwicklung

3.2 Konfliktmanagementsystem als Instrument der Konfliktprävention

3.2.1 Untersuchung des bestehenden Konfliktmanagementsystems

3.2.2 Maßnahmen auf Managementebene

3.2.3 Entwurf eines Konfliktmanagementsystems

3.2.4 Evaluation und Fortentwicklung des Konfliktmanagementsystems

3.2.5 Tragweite und Dimension des Konfliktmanagementsystems

4. Konfliktlösung durch unternehmensinterne Mediation

4.1. Mediation – Begriff, Grundsätze, Charakteristika

4.2. Lösungswege innerbetrieblicher Konflikte

4.3. Einsatz der Mediation nach Eskalationsstufen

4.4. Besondere Aspekte der innerbetrieblichen Mediation

4.4.1 Freiwilligkeit der Konfliktparteien

4.4.2 Akzeptanz bei Führungskräften

4.4.3 Wer ist Mediator ?

4.4.3.1 Vorgesetzter / Konfliktlotse

4.4.3.2 Repräsentant HR

4.4.3.3 Externer Mediator

4.4.4 Hierarchie und innerbetriebliche Mediation

4.5. Ablauf des Mediationsverfahrens

4.5.1 Eröffnungsphase

4.5.2 Bestandsaufnahme

4.5.3 Von Positionen zu Interessen

4.5.4 Optionen sammeln und danach bewerten

4.5.5 Abschlussvereinbarung

4.6. Methoden und Instrumente der Mediation

5. Zusammenfassung / Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, wie Unternehmen durch ein systematisches Konfliktmanagement und den Einsatz von Mediation sowohl präventiv gegen innerbetriebliche Konflikte vorgehen als auch bestehende Spannungen nachhaltig lösen können, um wirtschaftliche Schäden durch ungelöste Reibungspunkte zu vermeiden.

  • Analyse von Ursachen und Kosten innerbetrieblicher Konflikte.
  • Implementierung von Konfliktmanagementsystemen als präventives Instrument.
  • Integration einer konstruktiven Streitkultur in die Unternehmenskultur.
  • Einsatzmöglichkeiten der Mediation nach unterschiedlichen Eskalationsstufen.
  • Rollenklärung und Herausforderungen für Mediatoren im Unternehmenskontext.

Auszug aus dem Buch

2.4 Besonderheiten bei Konflikten in der Arbeitswelt

Das Arbeitsverhältnis sichert die materielle Existenzgrundlage und beeinflusst den sozialen Status eines Menschen innerhalb und außerhalb des Betriebes erheblich. Ein Konflikt kann mit der Auflösung des Arbeitsverhältnisses erhebliche, die Lebenssicherung oder den sozialen Status beeinflussende Folgen nach sich ziehen, sodass unter den Beteiligten Ängste und Konfliktbereitschaft in engem Zusammenhang mit diesen erhöhten Risiken und Nachteilen stehen. Dies gilt umso mehr, wenn das Arbeitsverhältnis auf Dauer angelegt ist.

Darüber hinaus sind in aller Regel betriebsspezifische Hierarchie und Machtstrukturen an der Konfliktsituation beteiligt, sodass zusätzliche Einflussfaktoren den Konflikt bestimmen können (s.u. Zif. 4.4.4).

Konflikte im Unternehmen sind in der Regel komplex und mit einem starken personellen und emotionalen Bezug. Die Vielzahl möglicher Konfliktparteien und unterschiedlich intensiv betroffener Beteiligter macht die Streitbeilegung komplizierter. Ebenso sind sehr oft emotionale Befindlichkeiten und Verhaltensweisen und das Beziehungsgeflecht zwischen einzelnen Akteuren kausal oder prägend für die Konfliktentwicklung.

Das Unternehmen, vertreten durch die Unternehmensleitung, hat in der Regel ein erhebliches Eigeninteresse an einer Konfliktprävention und insbesondere -beilegung. Die Effizienz der Betriebsabläufe und Produktivität der Beschäftigten hat eine unmittelbare Auswirkung auf die Kosten und den wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens. Häufig tritt daher das Unternehmen bei Konflikten als Initiator und Auftraggeber für unterschiedliche Schlichtungsverfahren auf.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Bedeutung von Konflikten im modernen Arbeitsumfeld, das von hohem Veränderungsdruck geprägt ist, und skizziert die direkten sowie indirekten Kosten, die durch diese entstehen.

2. Innerbetriebliche Konflikte: Dieses Kapitel definiert soziale Konflikte, klassifiziert verschiedene Konfliktarten und beleuchtet die spezifischen Rahmenbedingungen, die Konflikte in einer betrieblichen Hierarchie so komplex machen.

3. Konfliktprävention: Der Fokus liegt hier auf Maßnahmen zur Vorbeugung durch eine aktive Streitkultur, Feedback-Systeme und die Einführung umfassender Konfliktmanagementsysteme, die über das reine Reagieren hinausgehen.

4. Konfliktlösung durch unternehmensinterne Mediation: Das zentrale Kapitel stellt die Mediation als strukturiertes Verfahren vor, grenzt sie von kompetitiven Methoden wie arbeitsgerichtlichen Prozessen ab und erläutert den konkreten Ablauf sowie die Rollenverteilung.

5. Zusammenfassung / Ausblick: Der abschließende Teil resümiert, dass ein differenzierter Umgang mit Konflikten durch Mediation einen wesentlichen Beitrag zur Unternehmenskultur leistet und sowohl wirtschaftliche Wettbewerbsvorteile als auch eine höhere Attraktivität der Arbeitsplätze schafft.

Schlüsselwörter

Konfliktmanagement, Mediation, Konfliktprävention, innerbetriebliche Konflikte, Streitkultur, Wirtschaftsmediation, Eskalationsstufen, Unternehmensführung, Konfliktkosten, Konfliktlotse, Personalentwicklung, Kommunikation, Arbeitswelt, Konfliktursachen, Konfliktlösungskompetenz

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Möglichkeiten und Notwendigkeiten, innerbetriebliche Konflikte durch präventive Systeme und das Verfahren der Mediation effizient und nachhaltig zu lösen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Unternehmenskultur, die Dynamik von Konflikten im Arbeitsverhältnis, Konfliktmanagement-Systeme sowie die praktische Anwendung und Rahmenbedingungen der Mediation.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie Konfliktprävention und Mediation als wertschöpfende Instrumente zur Senkung von Folgekosten und zur Verbesserung der Unternehmenskultur eingesetzt werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse sowie die Einordnung theoretischer Modelle (z.B. nach Glasl oder Ponschab/Dendorfer) in den praktischen betrieblichen Kontext.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Definition und Ursachenforschung von Konflikten, die Strategien zur Prävention sowie die detaillierte Ausarbeitung der Mediation als Lösungsverfahren.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselwörter sind unter anderem Konfliktmanagement, Mediation, Unternehmenskultur, Konfliktprävention, Eskalationsstufen und Konfliktkosten.

Warum ist eine "Streitkultur" für Unternehmen so wichtig?

Eine offene Streitkultur ist notwendig, um Meinungsverschiedenheiten als Chance zur Innovation zu nutzen, statt sie als zerstörerische Prozesse die Beziehungsebene belasten zu lassen.

Welche Rolle spielt die Personalabteilung in der Mediation?

Die Personalabteilung kann als interne Mediatoren-Quelle fungieren, birgt jedoch das Risiko eines Rollenkonflikts, falls die Mediation scheitert und die Abteilung zu sanktionierenden Maßnahmen greifen muss.

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Details

Title
Konfliktprävention und Konfliktlösung durch unternehmensinterne Mediation
Course
Qualifikation zum Wirtschaftsmediator IHK
Grade
1,5
Author
Wolfgang Bühler (Author)
Publication Year
2006
Pages
25
Catalog Number
V61596
ISBN (eBook)
9783638550246
ISBN (Book)
9783638668156
Language
German
Tags
Konfliktprävention Konfliktlösung Mediation Qualifikation Wirtschaftsmediator
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Wolfgang Bühler (Author), 2006, Konfliktprävention und Konfliktlösung durch unternehmensinterne Mediation, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/61596
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