Mit dem Übergang der industriellen Gesellschaft in die so genannte Wissensgesellschaft ist Wissen zur zentralen Ressource für den Wertschöpfungsprozess geworden. Um mit den fortlaufenden Veränderungsprozessen Schritt zu halten, ist es erforderlich, sich immer wieder neues Wissen anzueignen. Kompetenzen zur Wissensaneignung werden somit zur zentralen Voraussetzung, um am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu können; lernmethodische Kompetenzen werden zu Schlüsselqualifikationen, die zum Erwerb dieses Wissens unabdingbar sind. Dabei ist allerdings Wissen mehr als nur Information, die bei Bedarf abgerufen werden kann; es umfasst auch die Fähigkeit, mit den Informationen Probleme konstruktiv und flexibel lösen zu können.
Lernen im Vorschulalter findet in verschiedenen Bildungsräumen statt und umfasst sowohl die Entwicklung und Schulung verschiedener Fähigkeiten durch formale Bildung als auch die Aneignung von Kenntnissen und Erschließung der Welt durch informelle Bildung. Das Lernen beinhaltet sowohl den Prozess der Selbstgestaltung und Eigenaktivität ,der sich über das ganze Leben erstrecken kann, als auch einen Prozess der Bildung und Wissensvermittlung durch Dritte.
Ziel der vorliegenden Hausarbeit ist es, sich einen Überblick über den aktuellen Bildungsstand in dem deutschen Kindergarten in der Zeit nach den Ergebnissen der PISA zu verschaffen. - Studie. von 2002. Es wird versucht festzustellen, ob der Kindergarten seinen Platz als erste Stufe des Bildungssystems in Deutschland belegt.
Es werden, erwähnt aber nicht ausführlich analysiert, Probleme wie das niedrige Ausbildungsniveau der Fachkräfte, die starke Deregulierung im System und die fehlende Forschung im Kindergarten. Und das alles in bezug auf ein neues Bild des Kindes und die veränderten Aufgaben des Kindergartens. Zur Veranschaulichung wird es auch der Versuch für ein Vorschulprogramm, nämlich die Pyramide-Methode vorgestellt.
Inhaltsverzeichnis
1.Einleitung
2.Der Kindergarten als Bildungseinrichtung
2.1.Bildung im Kindergarten
2.2.Der Bildungsauftrag des Kindergartens
3.Die veränderte Kindheit
3.1. Veränderte Aufgaben und Ziele der Kindergartenarbeit
4.Die Pyramide – die Methode
5.Schluss:
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht den aktuellen Bildungsstand in deutschen Kindergärten unter Berücksichtigung der PISA-Ergebnisse. Dabei wird der Frage nachgegangen, ob der Kindergarten als erste fundierte Stufe des Bildungssystems in Deutschland etabliert ist und welche Herausforderungen, wie etwa mangelnde Fachausbildung oder Deregulierung, diesen Prozess beeinflussen.
- Der Kindergarten als institutioneller Bildungsort
- Wandlungsprozesse der Kindheit in der modernen Gesellschaft
- Veränderte Anforderungen und Ziele in der pädagogischen Arbeit
- Die Pyramide-Methode als praxisorientierter Ansatz zur Frühförderung
Auszug aus dem Buch
4.Die Pyramide – die Methode
Die Pyramide ist eine Methode für Kinder im Alter von 2,5 bis 6 Jahren. Ihr Ziel ist es, eine Spiel-Lernumgebung zu verschaffen, in der das Kind und seine Erzieherin als gleichgestellte Partner agieren. Pädagogische und didaktische Komponente sind miteinander im Gleichgewicht. Die Autoren der Methode gehen davon aus, dass nur Kinder, die sich geborgen und sicher fühlen, die Welt entdecken wollen und Spaß und Freude am Lernen haben. Deswegen wird darauf geachtet, dass im Kindergarten ein gutes pädagogisches Klima entsteht. Die Erzieherin ist immer für die Kinder da. Sie soll ein reiches Repertoire von didaktischen Fähigkeiten mitbringen. So wird diese gleichgewichtige Methode von den vier Ecksteinen einer Pyramide getragen: Die Initiative des Kindes, Initiative der Erzieherin, Nähe und Abstand. Die Pyramide-Methode will die Vorteile von dem selbständigen und gemeinsamen Lernen vereinigen. Aufgabe der Erzieherin ist es ein Gleichgewicht zu finden zwischen dem, was die Kinder selbständig lernen können und dem, wo sie die Hilfe der Erwachsenen benötigen. Der Begriff „Erziehung“ ist folgendermaßen definiert: „einerseits dem Kind so viel Nähe wie nötig zu bieten und es andererseits zu Abstand anzuregen, so dass es seine Lebensaufgaben selbständig erfüllen kann.“
Zusammenfassung der Kapitel
1.Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Wandel zur Wissensgesellschaft und definiert den Kindergarten als essenziellen Bildungsraum, um den Grundstein für lebenslanges Lernen zu legen.
2.Der Kindergarten als Bildungseinrichtung: Das Kapitel analysiert die theoretische Verankerung des Kindergartens als erste Bildungsstufe und diskutiert den Bildungsauftrag sowie die Bedeutung von Bildungsplänen.
3.Die veränderte Kindheit: Hier wird der gesellschaftliche Wandel zur modernen Kindheit thematisiert, die durch höhere Selbstständigkeit, aber auch durch neue soziale Herausforderungen für Kinder und Eltern geprägt ist.
4.Die Pyramide – die Methode: Dieses Kapitel stellt die Pyramide-Methode als ganzheitlichen Ansatz zur Frühförderung vor, der auf einem Gleichgewicht von kindlicher Initiative und pädagogischer Begleitung basiert.
5.Schluss: Das Fazit betont die Notwendigkeit hochwertiger Früherziehung, um langfristigen Bildungserfolg zu sichern und präventiv gegen schulische Lernschwierigkeiten zu wirken.
Schlüsselwörter
Bildung im Kindergarten, Vorschulerziehung, PISA-Studie, Bildungsauftrag, Pyramide-Methode, moderne Kindheit, Frühförderung, Bildungsqualität, Erziehungspartnerschaft, Selbstbildungspotenziale, Wissensgesellschaft, Bildungsplan, Sozialisation, kindliche Entwicklung, pädagogische Professionalität.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Rolle des Kindergartens als erste Stufe des deutschen Bildungssystems und wie er auf aktuelle gesellschaftliche Anforderungen reagieren kann.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Zentrale Felder sind die Bildungsdebatte nach PISA, der Wandel von Kindheitsmustern, der Bildungsauftrag von Kitas sowie methodische Konzepte zur Förderung.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist ein Überblick über den Bildungsstand in deutschen Kitas und die Klärung, ob der Kindergarten als vollwertige Bildungsstufe wahrgenommen und umgesetzt wird.
Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse aktueller Bildungsforschung, pädagogischer Konzepte und fachwissenschaftlicher Publikationen zu frühkindlicher Bildung.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden der Bildungsbegriff im Vorschulalter, der strukturelle Wandel der Kindheit sowie die praktische Anwendung der Pyramide-Methode detailliert erörtert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind frühkindliche Bildung, Selbstbildung, Bildungsauftrag, Kindheitsforschung, Kompetenzaufbau und pädagogisches Instrumentarium.
Wie unterscheidet sich das heutige Kindheitsbild von früheren Vorstellungen?
Das moderne Kind gilt als Akteur seiner eigenen Lebenswelt, der selbstständig und kompetent mit Medien und sozialen Angeboten umgeht, statt nur ein passives Objekt der Behütung zu sein.
Welche Bedeutung hat die Pyramide-Methode im Kontext der Kita-Arbeit?
Die Methode dient als Strukturhilfe, die durch ein dreijähriges Programm und klar definierte Entwicklungsbereiche ein didaktisches Gleichgewicht zwischen Kind und Erzieher schaffen soll.
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- Genka Yankova (Author), 2006, Bildung im Kindergarten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/61609