In dieser Hausarbeit mit dem Thema „Der Universalroman ‚Der jüngere Titurel’ von Albrecht von Scharfenberg im Vergleich zum ‚(Älteren) Titurel’ von Wolfram von Eschenbach“ möchte ich hauptsächlich auf die eigene Qualität des Albrechtschen Titurels eingehen, dies allerdings kontrastiv zu Wolframs Werk setzen.
Im Folgenden werde ich eine kurze Vorbemerkung zur Entstehung und zu den Vorlagen dieses Großepos´ geben und dann anschließend auf den Einbau der Wolframschen Fragmente eingehen. Innerhalb des Werkes erscheint mir die Darstellung der Brackenseilepisode sowie der Brackenseilinschrift als äußerst wichtig. An diesem Beispiel werde ich einen der Hauptunterschiede zwischen dem Werk Wolframs und Albrechts aufzeigen. Des Weiteren werde ich die Weiterführungen und Konkretisierungen Albrechts in einigen Punkten verdeutlichen und auf die Gründe dieser Um- und Aufarbeitung eingehen.
Inhaltsverzeichnis
- 0. Einleitung
- 1. Der „Jüngere Titurel“ von Albrecht von Scharfenberg
- 1.1. Eine Vorbemerkung zur Entstehung des Werkes
- 1.2. Die Vorlagen des Werkes „Jüngerer Titurel“
- 2. Fragment-Einbau und Inhaltsangabe
- 3. Das Brackenseil und seine Inschrift
- 3.1. Die Rolle des Brackensseils im Roman
- 3.2. Die Lebenslehre in der Inschrift des Brackenseils
- 3.3. Zusammenfassende Konzeption der Brackenseilinschrift bei Albrecht
- 4. Die Konkretisierung und Weitererzählung des Romans durch Albrecht
- 5. Die Gründe und das Ziel der Um- und Aufarbeitung durch albrecht
- 6. Die eigene Qualität des „Jüngeren Titurel“
- 6.1. Der Reim im „Jüngeren Titurel“
- 6.2. Die Sprache im „Jüngeren Titurel“
- 7. Schlussbemerkung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Hausarbeit befasst sich mit dem Universalroman „Der jüngere Titurel“ von Albrecht von Scharfenberg und setzt ihn in Beziehung zu Wolframs „(Älteren) Titurel“. Der Schwerpunkt liegt auf der Analyse der Eigenständigkeit des Werkes von Albrecht, wobei dessen Beziehung zu Wolframs Werk als Kontrastfolie dient.
- Die Entstehung und die Vorlagen des „Jüngeren Titurel“
- Der Einbau von Wolframs Fragmenten in Albrechts Werk
- Die Darstellung der Brackenseilepisode und -inschrift als wichtiges Unterscheidungselement zwischen Wolfram und Albrecht
- Die Konkretisierungen und Weiterentwicklungen des Romans durch Albrecht
- Die Gründe für Albrechts Um- und Aufarbeitung des Stoffes
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in das Thema der Hausarbeit ein und skizziert den Fokus auf die Eigenständigkeit des „Jüngeren Titurel“ von Albrecht von Scharfenberg. Die ersten Kapitel beleuchten die Entstehung des Werkes und seine Beziehung zu Wolframs „(Älteren) Titurel“. Dabei werden die Vorlagen, der Einbau der Wolframschen Fragmente sowie die Inschrift des Brackenseils als zentrales Motiv hervorgehoben. Kapitel 4 und 5 befassen sich mit den Konkretisierungen und Weiterentwicklungen durch Albrecht und den Gründen für seine Um- und Aufarbeitung des Stoffes.
Schlüsselwörter
Die zentralen Begriffe und Themen der Arbeit umfassen den Universalroman, den „Jüngeren Titurel“ von Albrecht von Scharfenberg, den „(Älteren) Titurel“ von Wolfram von Eschenbach, die Brackenseilepisode, die Lebenslehre, die konzeptionelle Anlage des Werkes, die Wolfram-Nachfolge, die späthöfische Epik, die Fragment-Einbau und die Konkretisierung des Stoffes.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der „Jüngere Titurel“?
Ein monumentaler Universalroman von Albrecht von Scharfenberg, der auf den Fragmenten des „Titurel“ von Wolfram von Eschenbach basiert und diese weiterführt.
Wie unterscheidet sich Albrechts Werk von Wolframs Vorlage?
Albrecht konkretisiert und erweitert die Handlung erheblich, fügt eigene Lebenslehren ein und nutzt eine spezifische Strophenform (Titurelstrophe) für das gesamte Epos.
Welche Bedeutung hat das „Brackenseil“ im Roman?
Die Brackenseilepisode und die darauf befindliche Inschrift dienen als zentrales Motiv für die Vermittlung moralischer und lebenspraktischer Lehren an die Protagonisten.
Warum arbeitete Albrecht Wolframs Stoff um?
Ziel war es, das unvollendete Werk Wolframs zu einem geschlossenen Universalroman zu formen und dabei zeitgenössische moralische Vorstellungen einzubinden.
Was kennzeichnet die Sprache im „Jüngeren Titurel“?
Die Arbeit hebt die eigene Qualität des Reims und der Sprache hervor, die Albrecht nutzt, um den hohen Stil der späthöfischen Epik zu wahren.
- Quote paper
- Katharina Mewes (Author), 2006, Der Universalroman "Der Jüngere Titurel" von Albrecht von Scharfenberg im Vergleich zum 'Älteren Titurel' von Wolfram von Eschenbach, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/61612