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Werner Herzog: Nosferatu - Phantom der Nacht

Title: Werner Herzog: Nosferatu - Phantom der Nacht

Seminar Paper , 2005 , 19 Pages , Grade: 1,5

Autor:in: Inga Ervig (Author)

German Studies - Modern German Literature
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„Nosferatu – Phantom der Nacht“ ist ein umstrittenes Produkt des berühmten Regisseurs Werner Herzog. Das Remake des Stummfilmklassikers von 1921 ist eine Hommage an Wilhelm Friedrich Murnau, den Herzogs bewunderte. Dennoch fallen Unterschiede auf; in gewissen Punkten weicht Herzog scheinbar bewusst von seiner Vorlage ab. Diese Arbeit stellt den Regisseur und sein Werk vor. Überdies bietet sie Ansätze für eine Interpretation des Films unter Berücksichtigung der eingesetzten filmtechnischen Mittel.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1.0 Einleitung

2.0 Biographie Werner Herzogs

2.1) Jugend

2.2) Herzog als Regisseur

2.3) Zusammenarbeit mit Klaus Kinski

2.4) Typisch Herzog

3.0 Film: „Nosferatu – Phantom der Nacht“

3.1) Inhalt

3.2) Herzogs Vorbilder

3.2.1) Friedrich Wilhelm Murnau

3.2.2) Bram Stoker

3.3) Hommage an Murnau

3.3.1) Übereinstimmungen

3.3.2) Unterschiede

3.3.2.1) Filmanfang

3.3.2.2) Schauplätze

3.3.2.2.1) Fußweg

3.3.2.2.2) Schloss Draculas

3.3.2.3)Vampirdarstellung

3.3.2.4) Darstellung der Pest

3.3.2.5) Filmende

4.0) Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht Werner Herzogs Neuverfilmung des Stummfilmklassikers „Nosferatu – Phantom der Nacht“ (1979) und analysiert das Werk als bewusste Hommage an F.W. Murnau sowie als kritische Auseinandersetzung mit der deutschen Filmgeschichte und dem Vampirmythos.

  • Biographische Hintergründe und filmischer Werdegang von Werner Herzog.
  • Vergleichende Analyse zwischen Herzogs Remake und Murnaus Original von 1921.
  • Interpretation filmtechnischer Mittel und inszenatorischer Abweichungen (z.B. Pestdarstellung, Vampircharakterisierung).
  • Die Rolle der deutsch-romantischen Tradition und des Expressionismus im Werk.
  • Die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen Herzog und Klaus Kinski.

Auszug aus dem Buch

3.3.2.1) Filmanfang

Der Filmanfang Herzogs verrät noch nicht die Verwandtschaft mit Murnaus Film: Im Vorspann zeigt Herzog eine Abfolge von Mumien aus Guanajuato, welche er während eines Aufenthalts in Mexiko das erste Mal gesehen hat. Durch bestimmte klimatische Begebenheiten verwesten die Toten der Stadt nicht und wurden konserviert. In seiner Filmerzählung folgt diese Szene der Hingabe Lucys an Nosferatu und trägt den Titel „Visionen“.10 Herzog selbst reiste erneut nach Mexiko, um diese Toten zu filmen. Entstellte Körper, die aus dem Leben gerissen sind, in einer Geste erstarrt – als ob sie nicht zu Ende leben konnten. Wie die Opfer eines Vampirs…

„Da sind Mumien an beiden Wänden gereiht, und alle mit weit aufgerissenen Mündern, ein gewaltiger Choral. Links und rechts lehnen die mumifizierten Leichen an der Wand, wie Bretter, die man abgestellt hat. Ihr Anblick ist schaurig. Viele der Mumien sind in zerfressenen Kleidern, manche ganz nackt. Eine junge Frau hat nur zierliche Schuhe an ihren Füßen. Ihre Haut ist bräunlich, wie Pergament. Manche Körper sind halb zerfallen, aber noch in Haltung uns Ausdruck ganz klar. Es sind Männer und Frauen und sehr viele Kinder. Sie stehen in nicht zustande gebrachten Gebärden. Das Entsetzlichste sind ihre aufgerissenen Münder. Sie stehen wie ein Chor von Gespenstern, von dem kein Laut je mehr kommt.“ 11

Zusammenfassung der Kapitel

1.0 Einleitung: Kurze Vorstellung des Films als kontroverses Remake und Hommage, inklusive der Zielsetzung, den Film unter Berücksichtigung filmtechnischer Mittel zu interpretieren.

2.0 Biographie Werner Herzogs: Überblick über die Jugend, die Entwicklung zum Regisseur, die komplexe Hassliebe zu Klaus Kinski sowie Herzogs charakteristische Arbeitsweise und Motive.

3.0 Film: „Nosferatu – Phantom der Nacht“: Detaillierte Inhaltsangabe sowie eine Analyse der künstlerischen Vorbilder und der Inszenierung im Vergleich zum Original, inklusive spezifischer Aspekte wie Schauplätze, Pestdarstellung und Filmende.

4.0) Fazit: Einordnung des Films als Versuch, an die kinematographische Tradition der Weimarer Zeit anzuknüpfen und die deutsche Filmgeschichte nach 1933 neu zu legitimieren.

Schlüsselwörter

Werner Herzog, Nosferatu, F.W. Murnau, Klaus Kinski, Vampirismus, Remake, deutsche Romantik, Expressionismus, Filmanalyse, Pest, Wismar, Filmgeschichte, Symbolik, Kinematographie, Interpretation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit Werner Herzogs Interpretation des Vampirstoffs „Nosferatu“ und untersucht, wie er das filmische Erbe von F.W. Murnau nutzt, um eigene ästhetische und inhaltliche Schwerpunkte zu setzen.

Welche Themenfelder stehen im Zentrum?

Im Fokus stehen die biographischen Prägungen des Regisseurs, die filmhistorischen Bezüge zum Expressionismus und der Romantik sowie die spezifische filmische Gestaltung der Vampirfigur und der Pest-Thematik.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, den Film als Hommage an Murnau zu würdigen und gleichzeitig die bewussten Abweichungen des Regisseurs als kritische künstlerische Entscheidung zu interpretieren.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit stützt sich primär auf eine filmwissenschaftliche Analyse, die Regiestil, Mise-en-Scène, Kameraführung und inhaltliche Differenzen zum literarischen und filmischen Original auswertet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Person Werner Herzog, die Inhaltsangabe des Films sowie eine tiefgehende vergleichende Analyse von Szenen, Schauplätzen und moralischen Aspekten der Vampirfigur.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Wichtige Begriffe sind insbesondere: Hommage, Remake, Vampirmythos, Expressionismus, deutsche Romantik, Autorenschaft und filmische Transformation.

Welche Bedeutung misst Herzog der Pest-Darstellung bei?

Im Gegensatz zum Original erweitert Herzog die Darstellung der Pest zu einer kollektiven, fast euphorischen Erfahrung, die er als antibürgerliche Anarchie interpretiert.

Wie verändert Herzog das Ende des Films im Vergleich zu Murnau?

Während bei Murnau das Böse stirbt, zeigt Herzog in seiner Schlusssequenz die Unsterblichkeit des Bösen, indem der neue Vampir Jonathan Harker das Werk fortsetzt.

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Details

Title
Werner Herzog: Nosferatu - Phantom der Nacht
College
University of Würzburg
Course
Vampirismus in kulturwissenschaftlicher Perspektive
Grade
1,5
Author
Inga Ervig (Author)
Publication Year
2005
Pages
19
Catalog Number
V61696
ISBN (eBook)
9783638551014
ISBN (Book)
9783638766784
Language
German
Tags
Werner Herzog Nosferatu Phantom Nacht Vampirismus Perspektive Thema Nosferatu
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Inga Ervig (Author), 2005, Werner Herzog: Nosferatu - Phantom der Nacht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/61696
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