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Die Strukturanalyse von Wolfgang Schulz - Didaktisches Ordnungsschema mit Bezug zu einem Planungsbeispiel für den Kunstunterricht

Title: Die Strukturanalyse von Wolfgang Schulz - Didaktisches Ordnungsschema mit Bezug zu einem Planungsbeispiel für den Kunstunterricht

Term Paper , 2004 , 13 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Axel Limpert (Author)

Pedagogy - Art education
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Summary Excerpt Details

Im Schulalltag muss der Lehrer den Anforderungen der Schüler, der Kollegen, der Eltern genügen. Deshalb ist es wichtig, dass er sich eine „Theorie des Unterrichts“ erarbeitet um seinen Unterricht begründen zu können. Wolfgang Schulz plädiert dafür, diese Theorie laufend zu überprüfen, damit der Lehrer davor bewahrt wird, dass durch den ständigen Wechsel von Theorie und Praxis der Unterricht der „Laune des Augenblicks“ und dem „Zwang der Gewohnheit“ unterworfen wird. Von daher wird ein theoretisch kontrolliertes Praktizieren des Lehrers vertreten. Es wird nicht bezweifelt, dass Lehrer ohne theoretisches Rüstzeug guten Unterricht machen können. Aber ob ein Unterricht handwerklich gut gelungen ist, entscheidet sich erst, wenn man die Unterrichtsziele genau definiert. An der Zielangabe soll letztendlich geprüft werden, ob sich die Unterrichtsmethoden bewährt haben.
Die allgemeine Didaktik hat sich der Erforschung von Unterricht, einschließlich seiner Voraussetzungen und Folgen, sowie die Zusammenfassung der Ergebnisse in Theorien verpflichtet. Sie hilft dem Lehrer über diese Grundorientierung hinaus zu Problembewußtsein und Untersuchungsmethoden, damit der die spezifischen Züge seiner Lehrsituation erkennen kann, letztendlich um die Theorie zu modifizieren oder die Praxis zu korrigieren. (Schulz 1965: 22)
Der Lehrer wird ständig zur Reflexion herausgefordert: Nach dem Unterricht sollte seine Analyse ihm helfen, klüger zu werden als vorher. Dies erreicht er, indem er die Eindrücke ordnet, die Eigenart seines Verhaltens herausarbeitet, sich seinen Stil bewußt macht und den wirklichen Ablauf mit dem geplanten vergleicht. Vor dem Unterricht wird er dessen Struktur in die Planung aufnehmen, dass heißt von den angenommenen Voraussetzungen her und auf die gewünschten Folgen hin konstruieren. (Schulz: 22)
Die Strukturanalyse ist ein offenes Instrument, um den Unterricht zu strukturieren und zu beurteilen. Urteile wie richtig oder falsch sind von daher fehl am Platz. Sie ist vielmehr als ein Verfahren zu verstehen, Stil, stilistische Einseitigkeit oder Stilbruch aufzudecken, um in einem weiteren Schritt die vorgefundenen Probleme mit anderen Methoden zu beheben. (Schulz: 37)

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Hauptteil

1.1. Die Strukturanalyse

1.2. Anthropogene Voraussetzungen

1.3. Sozial- kulturelle Voraussetzungen

1.4. Intentionalität

1.5. Thematik

1.6. Methodik

1.7. Medien

1.8. Was leider unberücksichtigt bleiben muss

Zielsetzung und Themenfelder

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, das Konzept der "Strukturanalyse" nach Wolfgang Schulz als didaktisches Ordnungsschema für den Kunstunterricht aufzuarbeiten und anhand eines konkreten Planungsbeispiels von Gunter Otto zu verdeutlichen.

  • Grundlagen der Unterrichtsanalyse nach Wolfgang Schulz
  • Strukturmerkmale für die Unterrichtsplanung (Bedingungs- und Entscheidungsfelder)
  • Verknüpfung von Theorie und künstlerischer Praxis
  • Didaktische Reflexion von Lernprozessen im Kunstunterricht
  • Anwendung des Analysemodells auf eine Unterrichtseinheit zum Bild "Reicher Hafen" von Paul Klee

Auszug aus dem Buch

1.1. Die Strukturanalyse

Will der Lehrer seinen Unterricht professionell reflektieren, so bietet es sich an, den Aufsatz von Wolfgang Schulz „Unterricht- Analyse und Planung“, und besonders das Element der „Strukturanalyse“ genauer unter die Lupe zu nehmen. Diese ist als Ordnungsschema zu verstehen, um eine systematische Kritik zu ermöglichen, um aufzudecken, wo im Unterricht Schwerpunkte gebildet wurden, wo Leerstellen in der Planung aufgetreten sind und schließlich wie groß die Differenz zwischen Planung und Durchführung ausfällt. (Schulz: 23)

Es gibt sechs Faktoren, die auf den Unterricht einwirken und eine Voraussetzung dafür sind, ihn überhaupt als „absichtsvoll pädagogisches Geschehen“ zu begreifen: Die pädagogischen Intentionen, die Themen des Unterrichts, mit denen diese Absichten verfolgt werden, die Methoden, die zur Realisierung von Intentionen und Themen herangezogen werden und schließlich die Verwendung von Medien, die als Mittel der Verständigung zwischen den am Unterricht beteiligten Personen dienen. Diese genannten Strukturelemente sind die Entscheidungsfelder des Lehrers. Zusätzlich wirken die Bedingungsfelder auf den Unterricht ein, auf die der Lehrer nur sehr bedingt Einfluss ausüben kann.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in die Notwendigkeit der Theoriebildung für Lehrer und Vorstellung der Strukturanalyse als offenes Instrument zur Reflexion und Beurteilung von Unterricht.

1. Hauptteil: Detaillierte Darstellung der sechs Strukturelemente (Intentionen, Themen, Methoden, Medien, anthropogene und sozial-kulturelle Voraussetzungen) und deren Anwendung auf ein Fallbeispiel.

1.1. Die Strukturanalyse: Einführung in das Ordnungsschema von Wolfgang Schulz als Werkzeug zur systematischen Unterrichtskritik.

1.2. Anthropogene Voraussetzungen: Untersuchung der subjektiven Lernvoraussetzungen von Schülern, insbesondere im Hinblick auf ihre pubertäre Entwicklung.

1.3. Sozial- kulturelle Voraussetzungen: Betrachtung der äußeren Rahmenbedingungen wie Lehrplan und gesellschaftliche Erwartungen an den Kunstunterricht.

1.4. Intentionalität: Analyse der kognitiven, emotionalen und pragmatischen Dimensionen pädagogischer Absichten im Unterricht.

1.5. Thematik: Erörterung der Rolle des Themas als konstituierendes Moment, das erst durch die Verbindung mit pädagogischen Absichten zum Unterrichtsziel wird.

1.6. Methodik: Differenzierung von methodischen Grundkonzeptionen wie ganzheitlich-analytischen und elementhaft-synthetischen Verfahren.

1.7. Medien: Einordnung der Medien als Mittel der Verständigung und ihre Bedeutung in Bezug auf Intentionen und Lernprozesse.

1.8. Was leider unberücksichtigt bleiben muss: Hinweis auf weitere Aspekte der Schulz’schen Theorie wie Bedingungsprüfung und Normenkritik, die den Rahmen der Arbeit überschreiten.

Schlüsselwörter

Strukturanalyse, Wolfgang Schulz, Didaktik, Unterrichtsplanung, Kunstunterricht, pädagogische Intentionen, anthropogene Voraussetzungen, sozial-kulturelle Voraussetzungen, Methodik, Medien, Bildanalyse, Gunter Otto, Paul Klee, Reflexion, Unterrichtskritik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem didaktischen Modell der Strukturanalyse nach Wolfgang Schulz und wendet dieses auf ein konkretes Planungsbeispiel im Kunstunterricht an.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Felder sind die Analyse von Unterrichtsvoraussetzungen, die Definition von Unterrichtszielen, methodische Konzeptionen sowie die Rolle von Medien im Lernprozess.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, Lehrern ein systematisches Ordnungsschema an die Hand zu geben, mit dem sie ihren eigenen Unterricht reflektieren, planen und kritisch hinterfragen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung und Literaturanalyse des Modells von Wolfgang Schulz, ergänzt durch die exemplarische Anwendung auf einen Praxisentwurf von Gunter Otto.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die sechs Faktoren der Strukturanalyse – Intention, Thema, Methode, Medium sowie die anthropogenen und sozial-kulturellen Voraussetzungen – detailliert erläutert und fachdidaktisch verknüpft.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Strukturanalyse, didaktisches Modell, Unterrichtsplanung, Kunstpädagogik und Reflexion sind die prägenden Begriffe.

Inwiefern beeinflussen anthropogene Voraussetzungen die Kunstvermittlung laut Text?

Sie beschreiben den Wissens- und Erfahrungsstand der Schüler, wobei insbesondere die pubertäre Phase einen Wandel im Bedürfnis nach subjektivem Ausdruck hin zur sachlichen Bildbetrachtung erzwingt.

Warum betont der Autor die Notwendigkeit von "theoretisch kontrolliertem Praktizieren"?

Dies soll den Lehrer davor bewahren, den Unterricht lediglich der "Laune des Augenblicks" zu überlassen und stattdessen ein fundiertes Begründen der unterrichtlichen Handlungen ermöglichen.

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Details

Title
Die Strukturanalyse von Wolfgang Schulz - Didaktisches Ordnungsschema mit Bezug zu einem Planungsbeispiel für den Kunstunterricht
College
University of Duisburg-Essen
Grade
2,0
Author
Axel Limpert (Author)
Publication Year
2004
Pages
13
Catalog Number
V61759
ISBN (eBook)
9783638551458
ISBN (Book)
9783638792905
Language
German
Tags
Strukturanalyse Wolfgang Schulz Didaktisches Ordnungsschema Bezug Planungsbeispiel Kunstunterricht
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Axel Limpert (Author), 2004, Die Strukturanalyse von Wolfgang Schulz - Didaktisches Ordnungsschema mit Bezug zu einem Planungsbeispiel für den Kunstunterricht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/61759
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