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Der schweizerische Bürger - zwischen direkter Demokratie und den Verbänden

Title: Der schweizerische Bürger - zwischen direkter Demokratie und den Verbänden

Seminar Paper , 2002 , 16 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Michael Hofmann (Author)

Politics - Political systems in general and in comparison
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Einleitung

Die schweizerische Form der Demokratie wird immer dann als Vorbild genannt, wenn Modelle bezüglich einer direkteren Demokratie unter stärkerer politischer Einbeziehung des Bürgers diskutiert werden.

Diese Hausarbeit wird die schweizerische Form der Demokratie untersuchen und klären, ob es in der Schweiz gelungen ist, der Politikverdrossenheit entgegenzuwirken.

Es wird einerseits das System in seinen Grundzügen dargestellt. Andererseits wird untersucht, in welchen Bereichen und in welcher Art und Weise das schweizerische Demokratie-Modell dem Bürger Mitgestaltungsrechte zugesteht und zu welchen Begleiterscheinungen dies geführt hat.

Hierfür habe ich einen fünfteiligen Aufbau gewählt: Zu Beginn wird auf den Verfassungsaufbau der Schweizerischen Eidgenossenschaft mit ihrer halbdirekten Demokratie eingegangen. Anschließend wird das Wahlsystem der Schweiz beleuchtet. Im Mittelteil sollen die Besonderheiten des Modells untersucht werden. Das Hauptaugenmerk werde ich hierbei auf das Prinzip der Konkordanz und die Elemente der direkten Demokratie (Volksinitiativen und Referenden) richten. Besonders auf den Umstand der hohen politischen Stabilität der Schweiz soll eingegangen werden. Nach der Betrachtung der Nachteile des Systems, wird ein Fazit gezogen, das die Frage aufgreift, ob im schweizerischen System die starke und aktive Stellung des Bürgers nicht zu Lasten der politischen Flexibilität und Handlungsfähigkeit geht.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Verfassungsaufbau der Schweiz

3. Das Wahlsystem

a. Wahlen zum Nationalrat

b. Wahlen zum Ständerat

4. Die Besonderheiten des schweizerischen Systems

a. Die direktdemokratischen Elemente

b. Das Prinzip der Konkordanzdemokratie

5. Nachteile des Systems

a. Der Einfluss der Verbände

b. Die Unflexibilität des Systems

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht das schweizerische Demokratie-Modell mit dem Fokus auf die Rolle des Bürgers. Dabei wird analysiert, inwieweit das System trotz hoher Partizipationsmöglichkeiten unter den Einfluss von Verbänden geraten ist und ob die direkte Demokratie die politische Flexibilität einschränkt.

  • Grundlagen des schweizerischen Verfassungsaufbaus und Wahlsystems
  • Mechanismen direkter Demokratie (Initiativen und Referenden)
  • Das Prinzip der Konkordanzdemokratie
  • Einfluss von Interessenverbänden auf den Gesetzgebungsprozess
  • Politische Stabilität versus Unflexibilität des Systems

Auszug aus dem Buch

5a. Der Einfluss der Verbände

Wie schon in Kapitel 3 angesprochen ist die Schweiz für ihre niedrige Wahlbeteiligungen bekannt. Da der Bürger alternativ zu von Wahlen der Souverän ist und die Koalition seit 1959 unverändert ist, haben Wahlen an Bedeutung verloren. Und damit auch die Parteien. Die Bedeutung verschiebt sich zunehmend zugunsten der Verbände. Die Parteien in der Schweiz besitzen auch verfassungsrechtlich einen verhältnismäßig geringen Stellenwert. Sie finden in der Verfassung nur einmal Erwähnung: Die politischen Parteien wirken an der Meinungs- und Willensbildung des Volkes mit (Artikel 137 BV).

Da sich die politischen Kräfteverhältnisse im Bundesrat seit nunmehr über 40 Jahren nicht geändert haben und im Nationalrat keine starke parlamentarische Opposition existiert, haben die Verbände die Rolle der Opposition übernommen – wenn auch außerparlamentarisch. Vor allem Wirtschafts- und Umweltverbände wurden zu bedeutenden Machtfaktoren. Es sind immer mehr gutorganisierte und etablierte Interessengruppen, die zum fakultativen Referendum greifen, um unliebsame Gesetzesänderungen zu verhindern. Das fakultative Referendum sichert somit diesen, meist finanzstarken, Interessengruppen einen zusätzlichen Einflusskanal, der das politische Entscheidungsverfahren deutlich prägt und das politische System der Schweiz radikal verändert hat.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Darstellung der schweizerischen Demokratie als Vorbild und Erläuterung des fünfteiligen Aufbaus der Arbeit zur Untersuchung der Mitgestaltungsrechte und deren Begleiterscheinungen.

2. Der Verfassungsaufbau der Schweiz: Analyse des föderalistischen Aufbaus der Schweiz als Willensnation und der Rolle der Kantone innerhalb der Bundesverfassung.

3. Das Wahlsystem: Untersuchung der Wahlmechanismen zum Nationalrat und Ständerat sowie der Einfluss dieser auf die politische Partizipation.

4. Die Besonderheiten des schweizerischen Systems: Erläuterung der direktdemokratischen Instrumente und des Prinzips der Konkordanz zur Schaffung politischer Stabilität.

5. Nachteile des Systems: Kritische Betrachtung des wachsenden Verbandseinflusses und der daraus resultierenden Unflexibilität der politischen Entscheidungsfindung.

6. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der direkten Demokratie und die Reflexion über zukünftige Reformnotwendigkeiten angesichts einer möglichen europäischen Integration.

Schlüsselwörter

Schweiz, Direkte Demokratie, Konkordanzdemokratie, Volksinitiative, Referendum, Interessenverbände, Wahlsystem, Bundesrat, Politische Stabilität, Gesetzgebung, Wahlbeteiligung, Verfassungsaufbau, Politische Partizipation, Interessengruppen, Souveränität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das schweizerische politische System und beleuchtet das Spannungsfeld zwischen direkter Bürgerbeteiligung und dem Einfluss organisierter Interessenverbände.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Zentrum stehen die Instrumente der direkten Demokratie, das Prinzip der Konkordanz, die Rolle des Wahlsystems sowie die Auswirkungen der Verbandspolitik auf die Regierungsarbeit.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es zu klären, ob die starke Stellung des Bürgers in der Schweiz zu Lasten der politischen Flexibilität und Handlungsfähigkeit geht.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine systemtheoretische Darstellung der politischen Institutionen sowie eine Analyse der Interaktion zwischen direktdemokratischen Elementen und Verbandsinteressen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Struktur des Verfassungsaufbaus, den Details des Wahlsystems, den Besonderheiten der direkten Demokratie und den daraus entstehenden Problemen wie der Unflexibilität und dem hohen Verbandseinfluss.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind direkte Demokratie, Konkordanz, Verbandseinfluss, Volkssouveränität und politische Stabilität.

Wie unterscheidet sich das schweizerische Wahlsystem von anderen?

Das Wahlsystem ist weniger parteidominant als in anderen Ländern, da der Bürger durch direkte Instrumente wie das Referendum ohnehin unmittelbaren Einfluss auf Sachfragen ausüben kann.

Warum wird die Schweiz als stabilstes System der Welt bezeichnet?

Aufgrund der seit 1959 unveränderten Regierungszusammensetzung und des ständigen Strebens nach breiten Kompromissen gilt das Land als außergewöhnlich stabil und berechenbar.

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Details

Title
Der schweizerische Bürger - zwischen direkter Demokratie und den Verbänden
College
Humboldt-University of Berlin
Grade
1,7
Author
Michael Hofmann (Author)
Publication Year
2002
Pages
16
Catalog Number
V61777
ISBN (eBook)
9783638551571
ISBN (Book)
9783638766807
Language
German
Tags
Bürger Demokratie Verbänden
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Michael Hofmann (Author), 2002, Der schweizerische Bürger - zwischen direkter Demokratie und den Verbänden, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/61777
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