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Leben unter dem Bombenhagel am Fallbeispiel Ruhrgebiet

Title: Leben unter dem Bombenhagel am Fallbeispiel Ruhrgebiet

Seminar Paper , 2004 , 16 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: B.A. Marco Schulz (Author)

History of Germany - National Socialism, World War II
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I. Einleitung

Mit dieser Arbeit soll der Versuch unternommen werden, das Leben der deut-schen Bevölkerung am Fallbeispiel des Ruhrgebiets während der alliierten Bombenangriffe darzustellen.
Das Ruhrgebiet war während der Jahre 1940-45 das Ziel vieler heftiger Angrif-fe. Im Jahr 1940 begannen erste vereinzelte Angriffe auf die „Waffenschmiede des Reiches“, die hauptsächlich den Industrieanlagen galten. Mit der so ge-nannten ersten Ruhrschlacht (Frühjahr und Sommer 1943) erreichten die An-griffe eine nie gekannte Intensität und richteten sich nun erstmals auch gegen die Bevölkerung. Ziel hierbei war neben der Zerstörung der Waffenproduktion die Vernichtung des Durchhaltevermögens der Bevölkerung.
In der so genannten zweiten Ruhrschlacht (Herbst 1944) erfuhren die Angriffe nochmals eine Steigerung, womit eine Eroberung des Ruhrgebietes vorbereitet werden sollte. 1945 war das Ruhrgebiet weitgehend zerstört.
Der erste Teil dieser Arbeit widmet sich nun einer skizzenhaften Beschreibung dieser Ereignisse.
Im zweiten Teil soll die moralische Haltung der Bevölkerung während der Bombenangriffe untersucht werden: Hatten die massiven alliierten Angriffe die gewünschte Wirkung auf die Moral? Wie entwickelte sich das Verhältnis der deutschen Bevölkerung zu ihrem „Führer“, und wie reagierte sie auf die Propa-ganda der NS-Regierung? Ein besonderer Focus liegt hierbei auf der Bevölke-rung der Stadt Dortmund.
In der Forschungsliteratur ist das Thema des Bombenkrieges breit diskutiert worden. Aktuellen Bezug und eine Neuauflage der Diskussion hat das Thema durch das Erscheinen des Buches „Der Brand“ von Jörg Friedrich erhalten. Zur Bearbeitung dieses Themas wurde Friedrichs „Der Brand“ herangezogen, al-lerdings finden hier nur Zahlen und Daten, die die Chronologie des Bomber-krieges betreffen, Verwendung. Der fragwürdigen sprachlichen Ausgestaltung und Argumentation folgt diese Arbeit nicht. Weitere verwendete Werke sind die Bücher „Über Leben im Krieg“ von Mathilde Jamin und Ulrich Borsdorf, „Bombenkrieg gegen Deutschland“ von Olaf Groehler, „Geschichte der Stadt Dortmund“ von Gustav Luntowski und „Dortmund. Bombenkrieg und Nach-kriegsalltag 1939-1948“ von Gerhard E. Sollbach.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Chronologie der Bombenangriffe

II. 1. Erste Angriffe auf das Ruhrgebiet (1940-42)

II. 2. Die erste Ruhrschlacht (Frühjahr und Sommer 1943)

II. 3. Die zweite Ruhrschlacht (Herbst 1944)

III. Haltung der Bevölkerung

III. 1. Die ersten Angriffe

III. 2. Die erste Ruhrschlacht

III. 3. Die zweite Ruhrschlacht

IV. Fazit

Zielsetzung und Themen

Diese Arbeit untersucht das Leben der deutschen Bevölkerung im Ruhrgebiet während des alliierten Bombenkrieges zwischen 1940 und 1945. Dabei steht insbesondere die Frage im Mittelpunkt, wie sich die moralische Haltung der Menschen angesichts der zunehmenden Angriffe entwickelte und wie die nationalsozialistische Propaganda sowie der staatliche Druck das Verhalten der Zivilbevölkerung, fokussiert auf die Stadt Dortmund, beeinflussten.

  • Chronologie der alliierten Luftkriegsstrategie von 1940 bis 1945
  • Entwicklung des "moral bombing" und dessen Auswirkungen
  • Die moralische Haltung der Zivilbevölkerung unter den Bedingungen des totalen Krieges
  • Die Rolle der NS-Propaganda und der NSV bei der Steuerung der öffentlichen Meinung
  • Die Auswirkungen auf den Alltag, insbesondere in der Stadt Dortmund

Auszug aus dem Buch

II.1. Erste Angriffe auf das Ruhrgebiet (1940-1942)

Nach dem verheerenden deutschen Angriff auf Rotterdam am 14. Mai 1940 wurden Bombenangriffe auf das deutsche Hinterland von der britischen Regierung offiziell freigegeben. In der Nacht vom 15. auf den 16. Mai eröffnete das britische Bomber Command den strategischen Bombenkrieg gegen das Deutsche Reich. Mit insgesamt 99 Maschinen wurden Angriffe auf Industrie- und Verkehrsziele im Rhein-Ruhrgebiet geflogen. Zu diesem Zeitpunkt war das erklärte Ziel der britischen Kriegsführung die Zerstörung von deutschen Verkehrs- und Industrieanlagen und somit die Schwächung der Kriegswirtschaft des Deutschen Reiches.

Für Dortmund war das Hauptangriffsziel das Hydrierwerk der Hoesch-Benzin GmbH, das jedoch nicht zerstört werden konnte. Insgesamt wurde das Dortmunder Stadtgebiet 1940 zwanzigmal bombardiert, wobei sieben Menschen getötet und 37 schwer verletzt wurden.

Die Industrie musste infolgedessen einige Produktionsausfälle verzeichnen, die allerdings nicht das vom Bomber Command erwünschte Maß erreichten und im Frühjahr 1941 wieder ausgeglichen waren. Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Luftangriffe wurden dabei weniger durch Bombentreffer, als vielmehr durch den moralischen Eindruck der Bombardements auf die Arbeiterschaft sowie durch den Produktionsausfall aufgrund der Fliegeralarme bestimmt.

Ab 1941 häuften sich die Angriffe auf das Ruhrgebiet. Wiederum waren die Hauptziele der Bombardements Industrie- und Verkehrsanlagen, gleichzeitig wurden aber die moralischen Auswirkungen von ständigen Fliegeralarmen und Bombenangriffen auf die Kriegsmoral der Industriearbeiter betont.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Diese Einleitung skizziert das Ziel der Arbeit, das Leben der Zivilbevölkerung im Ruhrgebiet während des Bombenkrieges zu untersuchen und die moralische Haltung der Bevölkerung sowie die Rolle der Propaganda zu analysieren.

II. Chronologie der Bombenangriffe: Dieses Kapitel beschreibt den zeitlichen Ablauf der Luftangriffe auf das Ruhrgebiet, von den ersten vereinzelten Angriffen über die Phasen der Ruhrschlachten bis hin zur weitgehenden Zerstörung des Gebietes.

III. Haltung der Bevölkerung: Dieser Abschnitt analysiert die psychischen und sozialen Auswirkungen der Bombenangriffe auf die Bevölkerung, die Wirksamkeit der NS-Propaganda und die zunehmende Apathie der Menschen im Kriegsverlauf.

IV. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass das "moral bombing" die deutsche Bevölkerung zwar demoralisierte und die Industrie behinderte, jedoch keinen Widerstand gegen das NS-Regime auslöste, da die Menschen zunehmend in Apathie verfielen.

Schlüsselwörter

Ruhrgebiet, Bombenkrieg, moral bombing, Zivilbevölkerung, Zweiter Weltkrieg, Dortmund, NS-Propaganda, Luftangriffe, Kriegsmoral, Nationalsozialistische Volkswohlfahrt, Zerstörung, Apathie, Rüstungsproduktion, Alliierte, Industrieregion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den Auswirkungen des alliierten Bombenkrieges auf das Leben der Bevölkerung im Ruhrgebiet zwischen 1940 und 1945.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Themenfelder umfassen die Chronologie der Angriffe, die Reaktion der Bevölkerung auf den Luftkrieg und den Einfluss nationalsozialistischer Propaganda.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Erforschung der moralischen Haltung der Bevölkerung unter den massiven Luftangriffen und die Analyse der propagandistischen Steuerung durch das NS-Regime.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Analyse historischer Forschungsliteratur, Zeitzeugenberichten sowie offiziellen Dokumenten und Berichten des Sicherheitsdienstes.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine chronologische Darstellung der Bombenangriffe und eine Untersuchung der psychologischen und sozialen Reaktionen der Dortmunder Bevölkerung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen "moral bombing", Ruhrgebiet, Bombenkrieg, Kriegsmoral, Apathie und NS-Propaganda.

Wie reagierte die Bevölkerung in Dortmund auf die ersten Angriffe?

Zunächst zeigten sich erste Risse im Vertrauen zum Regime, während die Propaganda versuchte, die Angriffe als Terrorangriffe umzudeuten und Vergeltung zu versprechen.

Welche Rolle spielte die NS-Volkswohlfahrt im späten Kriegsverlauf?

Die NSV übernahm zunehmend Verwaltungsaufgaben nach den Bombenangriffen, was als eine Art "zweite Machtübernahme" der NSDAP interpretiert wird.

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Details

Title
Leben unter dem Bombenhagel am Fallbeispiel Ruhrgebiet
College
Ruhr-University of Bochum
Course
Totaler Krieg
Grade
2,0
Author
B.A. Marco Schulz (Author)
Publication Year
2004
Pages
16
Catalog Number
V61789
ISBN (eBook)
9783638551656
ISBN (Book)
9783638918923
Language
German
Tags
Leben Bombenhagel Fallbeispiel Ruhrgebiet Totaler Krieg
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
B.A. Marco Schulz (Author), 2004, Leben unter dem Bombenhagel am Fallbeispiel Ruhrgebiet, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/61789
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