Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Leadership and Human Resources - Miscellaneous

Empirische Personalforschung: Die Hawthorne Studien

Title: Empirische Personalforschung: Die Hawthorne Studien

Seminar Paper , 2005 , 15 Pages , Grade: 2,2

Autor:in: Patricia Ferreira (Author)

Leadership and Human Resources - Miscellaneous
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Im Rahmen dieser Arbeit werden, die von den damals beteiligten Wissenschaftlern der Hawthorne Studien, angewandten Methoden bezüglich der Vorbereitung des Experiments, genauer genommen der Stichprobenauswahl und der Gruppenzusammensetzung, gründlich analysiert und bewertet. Dabei wird sich diese Ausarbeitung ausschließlich dem zweiten Experiment der Testreihe, nämlich der Relay Assembly Test Room Studie widmen, da eine gesamte Betrachtung der Hawthorne Experimente aufgrund des Umfangs der verschiedenen Einzelstudien im Rahmen dieser Arbeit nicht möglich ist. Vorab wird ein kurzer Überblick über den gesamten Ablauf der Hawthorne Studie gegeben. Zudem werden die Begriffe empirische Personalforschung, Stichprobe und Hawthorne-Effekt genauer definiert.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Hawthorne-Experimente

3. Empirische Personalforschung und Stichprobenauswahl

3.1 Begriffsbestimmung

3.1.1 Empirische Personalforschung

3.1.2 Stichprobe

3.2 Hawthorne-Effekt

4. Analyse der Relay Assembly Test Room Studie

4.1 Stichprobenauswahl

4.1.1 Gruppengröße

4.1.2 Teilnehmerauswahl

4.2. Auswirkungen des Hawthorne-Effekts

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit verfolgt das Ziel, die methodische Durchführung der Hawthorne-Experimente, insbesondere der "Relay Assembly Test Room"-Studie, kritisch zu hinterfragen und die angewandten Verfahren zur Stichprobenauswahl und Gruppenzusammenstellung wissenschaftlich zu bewerten.

  • Grundlagen der empirischen Personalforschung
  • Methodische Analyse der Hawthorne-Experimente
  • Kritische Bewertung der Stichprobenauswahl und -zusammensetzung
  • Untersuchung des Hawthorne-Effekts auf die Arbeitsleistung
  • Bedeutung psychischer Faktoren in der industriellen Personalforschung

Auszug aus dem Buch

4.1.2 Teilnehmerauswahl

Um die Ergebnisse der Studie nicht durch die Variable des „Lernens“ beeinflussen zu lassen, wurden nur erfahrene Arbeiterinnen in den engeren Kreis gezogen. Dieser Einschnitt in die Grundgesamtheit macht durchaus Sinn, wenn man bedenkt, dass man feststellen wollte, ob allein psychische Faktoren Auswirkungen auf die Arbeitsproduktivität haben. Das Problem an dieser Stelle ergibt sich eher daraus, dass die Anzahl der Produktvielfalt geringer war als in den Fertigungshallen. Die Arbeiterinnen mussten sich so beim Zusammenbauen der Relais einerseits zwar weniger Umstellen, was durchaus eine Zeitersparnis darstellt und schnelleres montieren ermöglichte, aber die Gefahr der „Langeweile“ bzw. Monotonie wurde dadurch stark erhöht.

Andererseits bestand trotz der Erfahrung der Arbeiterinnen, die Gefahr des Erlernens, denn die Arbeiterinnen brauchten sich nur auf das Montieren weniger verschiedener Produktarten konzentrieren und konnten in diesem Zusammenhang ihre Fertigkeiten noch stärker verbessern. Mit anderen Worten, die Arbeit in RATR war einfacher als die der anderen Arbeiter. Also kam die Produktivitätssteigerung eventuell nicht durch die freundlichere Führung oder verbesserten Bedingungen, sondern durch die simplere Arbeit. ROETHLISBERGER berichtet, dass eine der Mitarbeiterinnen (Mitarbeiterin Nr. 5) mit einer höheren Anzahl unterschiedlicher Relais beauftragt war als die anderen (sie hatte die übliche Menge wie in den Fertigungshallen). Es wird in seinen Aussagen nicht klar, warum das der Fall war. Die Theorie besagt, dass man bei Experimenten üblicherweise gerne die Möglichkeit einer Testgruppe nutzt um vergleiche zwischen der Testgruppe und der Ausgangsgruppe machen zu können.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Bedeutung der empirischen Personalforschung für Unternehmen und führt in die Problematik der methodischen Fehleranfälligkeit bei wissenschaftlichen Studien ein.

2. Die Hawthorne-Experimente: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die von 1924 bis 1932 durchgeführten Studien der Western Electric Company und deren zentrale Erkenntnis, dass psychische Faktoren die Arbeitsleistung beeinflussen.

3. Empirische Personalforschung und Stichprobenauswahl: Hier werden die theoretischen Begrifflichkeiten wie Personalforschung, Stichprobe und der Hawthorne-Effekt definiert und methodische Gütekriterien erläutert.

4. Analyse der Relay Assembly Test Room Studie: Der Hauptteil analysiert kritisch die Auswahlkriterien der Probandinnen, die Gruppengröße sowie die Auswirkungen des Hawthorne-Effekts innerhalb der RATR-Studie.

5. Fazit: Das Fazit resümiert die methodischen Schwächen der Hawthorne-Studien, betont jedoch deren Pionierrolle für das Verständnis der Bedeutung psychischer Faktoren in der Arbeitswelt.

Schlüsselwörter

Empirische Personalforschung, Hawthorne-Experimente, Relay Assembly Test Room, Hawthorne-Effekt, Stichprobenauswahl, Arbeitsmotivation, Methodenkritik, Industrielle Psychologie, Produktivitätssteigerung, Taylorismus, Personalmanagement, Versuchsdesign.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit einer kritischen wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit den berühmten Hawthorne-Studien der 1920er Jahre unter dem Aspekt der empirischen Personalforschung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentral sind die methodische Vorgehensweise bei der Stichprobenauswahl, die Rolle des Hawthorne-Effekts sowie die Analyse der psychischen Einflussfaktoren auf die Arbeitsleistung.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die Durchführung der "Relay Assembly Test Room"-Studie auf methodische Fehler und Verzerrungen zu prüfen, um deren Aussagekraft kritisch zu bewerten.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Analyse und Literaturarbeit, bei der methodische Vorgehensweisen damaliger Forscher anhand etablierter sozialwissenschaftlicher Gütekriterien bewertet werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil konzentriert sich auf die Analyse der Gruppengröße und der Teilnehmerauswahl der RATR-Studie sowie auf die tiefgehende Untersuchung, wie der Hawthorne-Effekt die Ergebnisse beeinflusst haben könnte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Die wichtigsten Schlagworte sind Hawthorne-Effekt, Empirische Personalforschung, Stichprobenfehler, Produktivität und Psychologische Faktoren.

Warum wurde in der RATR-Studie gezielt eine kleine Gruppe gewählt?

Die Forscher glaubten, durch eine kleine Gruppe die Anzahl der einwirkenden Variablen, die ein komplexes Umfeld mit sich bringt, besser kontrollieren und reduzieren zu können.

Welche Kritik äußert die Verfasserin an der Auswahl der Probandinnen?

Die Kritik richtet sich vor allem gegen die mangelnde Zufälligkeit der Auswahl, die homogene Zusammensetzung bezüglich Alter und Herkunft sowie den Eingriff in die Stichprobe durch das Ersetzen von als "schwierig" geltenden Arbeiterinnen.

Excerpt out of 15 pages  - scroll top

Details

Title
Empirische Personalforschung: Die Hawthorne Studien
College
University of Paderborn
Course
Personalwirtschaftliches Seminar
Grade
2,2
Author
Patricia Ferreira (Author)
Publication Year
2005
Pages
15
Catalog Number
V61824
ISBN (eBook)
9783638551908
ISBN (Book)
9783638766838
Language
German
Tags
Empirische Personalforschung Hawthorne Studien Personalwirtschaftliches Seminar
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Patricia Ferreira (Author), 2005, Empirische Personalforschung: Die Hawthorne Studien, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/61824
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  15  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint