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Möglichkeiten der Prävention von Lese-Rechtschreibschwierigkeiten durch die frühe Förderung der phonologischen Bewusstheit

Title: Möglichkeiten der Prävention von Lese-Rechtschreibschwierigkeiten durch die frühe Förderung der phonologischen Bewusstheit

Term Paper , 2006 , 22 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Sabrina Weber (Author)

Pedagogy - Orthopaedagogy and Special Education
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Die Bedeutung der phonologischen Bewusstheit für den Schriftspracherwerb rückt seit Jahren immer mehr in das Interesse der Forschung und konnte bereits durch umfangreiche Studien belegt werden.
Die vorliegende Arbeit setzt sich zunächst mit dem Begriff der phonologischen Bewusstheit auseinander, um dann ihre Relevanz für den Schriftspracherwerb und für die Ausbildung von Lese-Rechtschreibschwierigkeiten im Speziellen zu erörtern. Die Effizienz der Förderung der phonologischen Bewusstheit wird anhand verschiedener Trainingsstudien belegt. Nach der Darlegung von Möglichkeiten der frühen Identifikation von Risikokindern schließt die Arbeit mit der Vorstellung des Würzburger Trainingsprogrammes zur Förderung sprachlicher Bewusstheit bei Kindergartenkindern.

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Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Die phonologische Bewusstheit und ihre Entwicklung

2. Phonologische Bewusstheit und Schriftspracherwerb

2.1 Spezifische Vorläuferfertigkeiten des Lesen und Schreiben Lernens

2.2 Der Zusammenhang von phonologischer Bewusstheit und Schriftspracherwerb

3. Phonologische Bewusstheit und Lese-Rechtschreibschwierigkeiten

4. Die frühe Förderung der phonologischen Bewusstheit als Prävention von Lese-Rechtschreibschwierigkeiten

4.1 Trainingsstudien zur Prävention von Lese-Rechtschreibschwierigkeiten

4.2 Möglichkeiten der frühen Identifikation von Risikokindern

4.3 Das Würzburger Trainingsprogramm zur Förderung sprachlicher Bewusstheit bei Kindergartenkindern

5. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Potenzial einer frühen Förderung der phonologischen Bewusstheit zur Prävention von Lese-Rechtschreibschwierigkeiten. Dabei wird analysiert, inwiefern gezielte Trainingsmaßnahmen im Vorschulalter die notwendigen Voraussetzungen für einen erfolgreichen Schriftspracherwerb schaffen und somit späteren Lernproblemen entgegenwirken können.

  • Bedeutung der phonologischen Bewusstheit für den Lese- und Schreiberwerb
  • Analyse klassischer und aktueller Trainingsstudien
  • Frühe Identifikation von Risikokindern
  • Effektivität des Würzburger Trainingsprogramms ("Hören, lauschen, lernen")
  • Zusammenhang von phonologischer Bewusstheit und Schriftspracherwerb

Auszug aus dem Buch

Die phonologische Bewusstheit und ihre Entwicklung

Mit dem 5. bis 6. Lebensjahr entwickeln Kinder die Fähigkeit, sprachliche Vorgänge bewusst zu reflektieren. Zu dieser metalinguistischen Bewusstheit zählt neben der Wortbewusstheit, der Form- bzw. syntaktischen und der pragmatischen Bewusstheit auch die phonologische Bewusstheit, welche die Reflexion über die lautlichen Einheiten der Sprache umfasst (vgl. JAHN 2001, 28; KLICPERA/GASTEIGER-KLICPERA 1995, 37). Dabei bezieht sich die phonologische Bewusstheit im weiteren Sinne auf die phonetisch wahrnehmbaren Eigenschaften von Sprache. Hierzu zählen die Analyse von Silben sowie das Erkennen von Reimen und Alliterationen (vgl. ROTH 1999, 62). Phonologische Bewusstheit im engeren Sinne dagegen beinhaltet die Auseinandersetzung mit einzelnen Lauten ohne semantische oder sprachrhythmische Bezüge. Sie umfasst z.B. die Lautanalyse und die Lautsynthese (vgl. JAHN 2001, 29) und wird oft auch als phonemische Bewusstheit bezeichnet (vgl. BLÄSSER 1994, 41). Die Entwicklung der phonologischen Bewusstheit vollzieht sich von der weiteren zu engeren Bewusstheit hin.

So schreiben KLICPERA/GASTEIGER-KLICPERA (1995, 37), dass etwa 50% aller Kinder vor dem Schuleintritt und 90 % der Kinder am Ende des ersten Schuljahres in der Lage sind, Wörter in Silben zu unterteilen, wohingegen nur etwa ein Sechstel aller Kinder vor Schuleintritt und ungefähr ein Drittel am Ende der 1. Klasse die Segmentierung in Phoneme beherrschen. KLICPERA/GASTEIGER-KLICPERA (1995, 40) weisen in diesem Zusammenhang auf das dreistufige Entwicklungsmodell der phonologischen Bewusstheit von MORAIS et al. hin. Demzufolge entwickelt sich im Rahmen der ersten Stufe zunächst die Fähigkeit, die Bedeutung von Wörtern außer Acht zu lassen und sich speziell auf die Lautfolge zu konzentrieren, was sich typischerweise in der Sensibilität für Reime und Alliterationen ausdrückt. Die Ausbildung der phonetischen Bewusstheit bildet die zweite Stufe, in welcher die Ähnlichkeit der Lautfolge verschiedener Wörter beachtet wird, wobei die perzeptuelle Unterscheidung noch im Vordergrund steht. Die phonematische Bewusstheit bildet die dritte Stufe und beinhaltet die Unterscheidung der Phonemfolgen hinsichtlich der unterschiedlichen Bedeutung verschiedener Wörter. Die Kinder sind nun in der Lage, Phoneme im Sinne der Linguistik als kleinste bedeutungsdifferenzierende Einheit der Sprache zu erkennen.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Umreißt die theoretische Abkehr von veralteten Legasthenie-Ursachen und betont die entscheidende Rolle der phonologischen Bewusstheit als Vorläuferfertigkeit für den Schriftspracherwerb.

1. Die phonologische Bewusstheit und ihre Entwicklung: Definiert die verschiedenen Stufen und Arten der phonologischen Bewusstheit von der Silbensegmentierung bis zur phonematischen Bewusstheit.

2. Phonologische Bewusstheit und Schriftspracherwerb: Erläutert den wissenschaftlichen Diskurs über den Zusammenhang zwischen phonologischen Fähigkeiten und der Fähigkeit zu lesen und schreiben.

3. Phonologische Bewusstheit und Lese-Rechtschreibschwierigkeiten: Diskutiert, wie Defizite in der phonologischen Informationsverarbeitung zur Entstehung von Lese-Rechtschreibschwierigkeiten beitragen können.

4. Die frühe Förderung der phonologischen Bewusstheit als Prävention von Lese-Rechtschreibschwierigkeiten: Analysiert internationale Trainingsstudien, Methoden zur Identifikation von Risikokindern und das deutsche Würzburger Trainingsprogramm.

5. Zusammenfassung: Fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und bestätigt die hohe präventive Wirksamkeit einer frühen, gezielten Förderung.

Schlüsselwörter

Phonologische Bewusstheit, Schriftspracherwerb, Lese-Rechtschreibschwierigkeiten, Prävention, Risikokinder, Würzburger Trainingsprogramm, Sprachförderung, Metalinguistische Bewusstheit, Phonemsegmentierung, Lautanalyse, Frühförderung, Legasthenie, Vorläuferfertigkeiten.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Wirksamkeit einer frühen Förderung der phonologischen Bewusstheit im Vorschulalter, um das Risiko für spätere Lese-Rechtschreibschwierigkeiten bei Kindern zu senken.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Arbeit deckt die theoretischen Grundlagen der phonologischen Bewusstheit, ihre Entwicklung beim Kind, den Zusammenhang zum Schriftspracherwerb, Methoden zur Früherkennung und konkrete Trainingsprogramme ab.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Effizienz und die Möglichkeiten sowie Grenzen der Prävention von Lese-Rechtschreibschwierigkeiten durch gezielte Förderung der phonologischen Bewusstheit darzulegen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit angewandt?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender Forschungsstudien und Trainingsprogramme, deren Ergebnisse kritisch zusammengeführt und bewertet werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit primär behandelt?

Der Hauptteil analysiert verschiedene klassische Trainingsstudien (z.B. von Bradley & Bryant, Lundberg et al.) und stellt detailliert das Würzburger Trainingsprogramm vor.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zu den zentralen Begriffen zählen phonologische Bewusstheit, Prävention, Schriftspracherwerb, Risikokinder und das Würzburger Trainingsprogramm.

Worin liegt der spezifische Vorteil des Würzburger Trainingsprogramms?

Es ist ein stark strukturiertes, spielerisches Programm, das von Erzieherinnen direkt im Kindergarten durchgeführt werden kann und keine externen Fachkräfte erfordert.

Wie sicher ist die Vorhersage von Lese-Rechtschreibschwierigkeiten durch das BISC?

Das Bielefelder Screening (BISC) weist eine hohe Vorhersagewahrscheinlichkeit für die Lese-Rechtschreib-Leistungen am Ende der zweiten Klasse auf, erfordert jedoch eine fachgerechte Durchführung.

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Details

Title
Möglichkeiten der Prävention von Lese-Rechtschreibschwierigkeiten durch die frühe Förderung der phonologischen Bewusstheit
College
Humboldt-University of Berlin  (Institut für Rehabilitationswissenschaften)
Grade
1,0
Author
Sabrina Weber (Author)
Publication Year
2006
Pages
22
Catalog Number
V61843
ISBN (eBook)
9783638552042
ISBN (Book)
9783638688222
Language
German
Tags
Möglichkeiten Prävention Lese-Rechtschreibschwierigkeiten Förderung Bewusstheit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sabrina Weber (Author), 2006, Möglichkeiten der Prävention von Lese-Rechtschreibschwierigkeiten durch die frühe Förderung der phonologischen Bewusstheit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/61843
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