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Gravitative Massenbewegungen

Title: Gravitative Massenbewegungen

Term Paper , 2006 , 10 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Judith Bernet (Author)

Geography / Earth Science - Physical Geography, Geomorphology, Environmental Studies
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Lawinen, Steinrutsche, Schlammlawinen: Seit Menschengedenken sind sie ein aktuelles Thema. Ob in Indonesien, auf den Philippinen oder hier in Europa, für den Menschen sind diese Veränderungen des Reliefs eine Gefahr, so dass man versucht herauszufinden, wo die Ursachen liegen, und wie man sie verhindern kann. Obwohl viele Faktoren eine Rolle spielen, gibt es eine Kraft, die immer vorhanden ist: die Schwerkraft. Einfluss nehmend auf alles, was sich auf diesem Planeten befindet, ist sie von großer Wichtigkeit. Die folgende Hausarbeit beschäftigt sich mit der Formbildung und Formveränderung des Reliefs durch gravitative Prozesse, d.h. mit der Frage, wie sich Massen aufgrund der Gravitation bewegen.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition Gravitative Massenbewegungen

3. Physikalische Grundlagen

3.1. Gravitation

3.2. Hangstabilität

3.3. Denudation

4. Massenbewegungsarten

4.1. Stürzen

4.2. Versatzdenudation

4.3. Gleitdenudation: Rutschungen

4.4. Fließungen (Muren, Gelifluktion)

5. Schlussbemerkung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Formbildung und Formveränderung der Erdoberfläche durch gravitative Prozesse. Der Fokus liegt dabei auf der Analyse physikalischer Mechanismen, die Massenbewegungen unter dem Einfluss der Schwerkraft auslösen, und der systematischen Kategorisierung dieser Prozesse anhand ihrer Geschwindigkeit und ihres Wassergehalts.

  • Grundlagen der Gravitation und Hangstabilität
  • Physikalische Faktoren der Massenbewegung (Reibung, Kohäsion, Scherspannung)
  • Systematik gravitativer Massenbewegungen: Stürzen, Versatz, Gleiten und Fließen
  • Prozessdynamik und geomorphologische Auswirkungen

Auszug aus dem Buch

4.1. Stürzen

Für diese Bewegungsart charakteristisch ist die hohe Geschwindigkeit, mit der die Bewegung erfolgt: Normalerweise dauert sie nicht länger als Sekunden. Außerdem können Geschwindigkeiten von mehreren 100 km pro Stunde erreicht werden. Stürze finden an Steilhängen von mehr als 25° Neigung statt (GASSER, W., M.A. ZÖBISCH 1988: 32): Durch Verwitterungsprozesse gelockert, stürzen Gesteinsteile von der Wand; je nach Größe spricht man von Grus, Steinen, Steinblöcken etc. Ein Sturz lässt sich in folgende Einzelbewegungen unterteilen: 1) vertikaler, freier Fall; 2) Hüpfen; 3) An- und Abprallen; 4) Rollen (GASSER, W., M.A. ZÖBISCH 1988: 32). Es lassen sich unterscheiden: a) Blocksturz, Steinschlag: Hier stürzt ein einzelner Steinblock aus der Wand; b) Felssturz (siehe Abb. 3): Dabei stürzt ein ganzer Fels, also viel mehr Material; c) Bergsturz: Hier handelt es sich um eine großflächigere Reliefveränderung, die nur im Hochgebirgsrelief vorkommt. Bei einem Bergsturz redet man von Tonnen Material, das bewegt wird. Die Übergänge zwischen den Sturzarten sind fließend. Für eine Sturzbewegung ist kein Wassergehalt des Materials nötig. Ausgelöst wird sie durch Verwitterungsprozesse wie etwa Frostsprengung oder Salzsprengung und dem Vorhandensein von Schwächezonen, die z.B. durch Erdbeben entstehen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Das Kapitel führt in die Gefahren gravitativer Prozesse ein und formuliert das Ziel, die reliefbildende Wirkung der Schwerkraft zu untersuchen.

2. Definition Gravitative Massenbewegungen: Es werden die begrifflichen Grundlagen gelegt, indem Massenbewegungen als schwerkraftinduzierte Verlagerungen von Boden- und Gesteinsmaterial definiert werden.

3. Physikalische Grundlagen: Dieser Abschnitt erläutert die wesentlichen physikalischen Faktoren wie Gravitation, Hangstabilität und die Rolle der Grenzscherspannung bei der Entstehung von Massenbewegungen.

4. Massenbewegungsarten: Das Hauptkapitel klassifiziert verschiedene Prozessarten wie Sturz, Versatz, Rutschung und Fließen basierend auf Materialeigenschaften und Geschwindigkeit.

5. Schlussbemerkung: Die Arbeit fasst die Systematik der Prozesse zusammen und betont deren erhebliche geomorphologische und gesellschaftliche Relevanz.

Schlüsselwörter

Gravitation, Schwerkraft, Hangstabilität, Massenbewegungen, Denudation, Sturzdenudation, Versatzdenudation, Rutschung, Fließen, Muren, Gelifluktion, Solifluktion, Scherspannung, Geomorphologie, Bodenkriechen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der geomorphologischen Formbildung durch gravitative Prozesse und untersucht, wie Gesteins- und Bodenmassen unter dem Einfluss der Schwerkraft abwärts bewegt werden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die physikalischen Ursachen von Hanginstabilität, die Definition verschiedener Bewegungsformen und deren Auswirkung auf das Relief der Erdoberfläche.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, einen systematischen Überblick über die gravitativen Massenbewegungen zu geben und die physikalischen Faktoren sowie die Prozessabläufe, die zu diesen Veränderungen führen, verständlich zu machen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Literaturarbeit, die existierende geomorphologische Fachliteratur und geowissenschaftliche Definitionen analysiert und zusammenführt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in physikalische Grundlagen wie Reibung und Grenzscherspannung sowie in eine detaillierte Differenzierung der Massenbewegungsarten von Stürzen bis hin zu Fließprozessen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Gravitation, Hangstabilität, Denudation, Muren, Rutschungen und Solifluktion charakterisiert.

Ab welcher Hangneigung treten typischerweise Stürze auf?

Stürze finden laut Literatur an Steilhängen ab einer Neigung von mehr als 25° statt.

Welche Rolle spielt der Wassergehalt bei Massenbewegungen?

Der Wassergehalt ist entscheidend für die Fließfähigkeit des Materials; bei vollständig wassergesättigten Böden kann es zu Muren oder anderen Fließprozessen kommen.

Was unterscheidet das Bodenkriechen von anderen Bewegungsarten?

Das Bodenkriechen (Versatzdenudation) ist ein extrem langsamer Prozess, der mit bloßem Auge kaum wahrnehmbar ist und meist durch abwechselnde Expansion und Kontraktion des Materials ausgelöst wird.

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Details

Title
Gravitative Massenbewegungen
College
Johannes Gutenberg University Mainz
Grade
1,3
Author
Judith Bernet (Author)
Publication Year
2006
Pages
10
Catalog Number
V61872
ISBN (eBook)
9783638552288
ISBN (Book)
9783640659692
Language
German
Tags
Gravitative Massenbewegungen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Judith Bernet (Author), 2006, Gravitative Massenbewegungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/61872
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