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Eine Analyse der Bücher "Wagadu" und "Madru oder Der Große Wald" von Frederik Hetmann

Title: Eine Analyse der Bücher "Wagadu" und "Madru oder Der Große Wald" von Frederik Hetmann

Term Paper , 2006 , 23 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Anke Fellers (Author)

Pedagogy - Media Pedagogy
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Summary Excerpt Details

Phantastische Kinder- und Jugendliteratur entwickelte sich aus der Romantik des 19. Jahrhunderts, in der es zu einer Neubelebung von phantastischen Elementen aus Volksmärchen, Mythen und Sagen kam. Die Kinder- und Jugendliteratur der 80er Jahre des letzten Jahrhunderts, aus denen die im Folgenden vorgestellten Bücher stammen, ist geprägt von einer Abkehr des im vorherigen Jahrzehnts vorherrschenden Schwerpunktes realistischer Themenschwerpunkte und wendet sich erneut und mit großem Erfolg phantastischen Elementen und Inhalten zu.
Vor dem Hintergrund einiger wichtiger theoretischer Strukturmerkmale sollen hier nun zwei Bücher von Frederik Hetmann, zum einen „Wagadu“ von 1983 und „Madru oder Der Große Wald“ von 1984 analysiert und miteinander verglichen werden. Dabei folgt nach der historischen Einordnung und einer kurzen Inhaltsangabe die Erläuterung der Gattung phantastischer Kinder- und Jugendliteratur. Im Anschluß an die äußere Beschreibung der Bücher und der darin enthaltenen Orte und Wirklichkeitsbereiche folgt ein Umriss der wichtigsten Figuren der Geschichten und die Erläuterung von Erzählhaltung und Sprache. Im Anschluß werden die Bücher im Hinblick auf die besonderen thematischen Eigenarten und Schwerpunkte als Hauptmotive phantastischer Kinder- und Jugendliteratur miteinander verglichen. Schließlich wird auf die Funktion dieser Literaturgattung auf den Rezipienten eingegangen und abschließend der Autor und seine Bibliographie vorgestellt.
Um den Rahmen der Arbeit nicht zu sprengen, bleibt sie auf eine strukturelle Analyse beschränkt. Es wird in dieser Arbeit nicht um die spezielle Deutung der in den Büchern in Fülle zu findenden Symboliken und Mythen gehen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Historische Einordnung

3. Inhaltsangabe

3. 1 Madru oder Der Große Wald

3. 2 Wagadu

4. Gattung

5. Äußere, formale Gegebenheiten

6. Orte und Wirklichkeitsbereiche

7. Inhaltliche Kriterien

7.1 Figuren

7.1.1 Madru oder Der Große Wald

7.1.2 Wagadu

8. Erzählhaltung und Sprache

9. Motive

9.1 Phantastische Reise

9.2 „Queste“

9.3 Einbruch der Vergangenheit in die Gegenwart

9.4 Gut und Böse

9.5 Andere Welten

10. Funktion

11. Schluß

12. Autor

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit analysiert strukturell die phantastischen Romane „Wagadu“ (1983) und „Madru oder Der Große Wald“ (1984) von Frederik Hetmann, um deren literarische Merkmale, Motive und Funktionen im Kontext der phantastischen Kinder- und Jugendliteratur der 1980er Jahre zu vergleichen und die pädagogische Bedeutung der Sinnsuche sowie der kritischen Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Themen herauszuarbeiten.

  • Struktureller Vergleich der Werke „Wagadu“ und „Madru oder Der Große Wald“
  • Analyse zentraler Motive phantastischer Kinder- und Jugendliteratur
  • Untersuchung der pädagogischen Funktion und des Wertebewusstseins
  • Rezeption von Mythen, Märchen und Symbolik in der Moderne
  • Bedeutung der Identitätsfindung und Adoleszenzproblematik

Auszug aus dem Buch

7.1.1 Madru oder Der Große Wald

Hauptfigur in „Madru oder Der Große Wald“ ist Madru, der Sklavensohn, der durch besondere Umstände als Erbe des Fürsten des Großen Waldes eingesetzt wird und somit zunächst einen gesellschaftlichen Aufstieg erfährt. Durch seine Charakterisierung als intelligenter, sportlicher und beliebter Junge dient er als sympathetische Identifikationsfigur, der durch seinen Status als Sklavensohn und dem (vermeintlichen) Tod seines Vaters vom Leser Mitgefühl entgegengebracht wird. „Im übrigen war Madru auf der Hofstatt beliebt, denn er war ein guter Kassarspieler. Trotz seiner Magerkeit und nicht allzu großer Körperkräfte gefiel er durch seine fast tänzerisch wirkende Gewandtheit und seinen geradezu störrischen Einsatzwillen“ (Hetmann, 2000, S. 33).

Wichtige Bezugsperson für Madru wird Ase, der Spielmann, der ihn als weiser Berater und Lehrer in die Zusammenhänge und die Geschichte der drei Wege, zwischen denen sich Madru als „Sternensohn“ zu entscheiden hat, einführt und der ihn bei den für Madru wichtigen Initiations- bzw. Übergangsritualen begleitet und berät.

Alissa ist die jüngste Tochter des Fürsten, in die sich Madru während eines Initiationsrituals verliebt. Sie stellt durch ihre Fähigkeit, zaubern zu können, und die Sprache der Tiere zu verstehen, eine Verbindung zur Anderswelt dar. Dabei hat Alissa in Mola, einer alten Frau, die im Wald wohnt, eine Lehrerin und Beraterin. Alissa und Madru finden nicht sofort zueinander, sondern erst „wenn (sie ihn das) dritte Mal (wählt), werden (sie) Mann und Frau werden“ (Hetmann, 2000, S 78), was an die Zahlensymbolik aus Märchen erinnert.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema der phantastischen Kinder- und Jugendliteratur ein und skizziert die methodische Vorgehensweise bei der strukturellen Analyse der beiden ausgewählten Romane.

2. Historische Einordnung: Das Kapitel verortet die Romane im „Phantastik-Boom“ der 1980er Jahre und diskutiert die Abkehr von rein realistischen Erzählformen hin zu phantastischen Inhalten.

3. Inhaltsangabe: Hier werden die wesentlichen Handlungsstränge und Grundkonflikte der beiden Romane kompakt zusammengefasst.

4. Gattung: Das Kapitel definiert die Romane als phantastische Kinder- und Jugendliteratur und grenzt sie durch ihre didaktischen Ansätze von reiner Fluchtliteratur ab.

5. Äußere, formale Gegebenheiten: Die Bedeutung der Illustrationen und Titelbilder für die narrative Struktur und den kognitiven Zugang der Leser wird erläutert.

6. Orte und Wirklichkeitsbereiche: Die Untersuchung befasst sich mit der Verschränkung von Realwelt und phantastischer Anderswelt in beiden Werken.

7. Inhaltliche Kriterien: Dieses Kapitel analysiert die wichtigsten Figuren und ihre Charakterisierung im Kontext der jeweiligen Romanwelt.

8. Erzählhaltung und Sprache: Es wird die Differenz zwischen auktorialen und Ich-Erzählperspektiven sowie der Einsatz moderner Sprache in den Texten untersucht.

9. Motive: Die zentralen Motive wie phantastische Reise, Sinnsuche, Gut und Böse werden eingehend erörtert und verglichen.

10. Funktion: Hier wird der pädagogische Nutzen der Werke für die Identitätsbildung und Adoleszenz der jugendlichen Rezipienten beleuchtet.

11. Schluß: Das Fazit würdigt die Verbindung von Ratio und Phantasie als Kern von Kirschs Wirken und Bedeutung der Romane.

12. Autor: Eine biografische Darstellung von Hans-Christian-Kirsch, der unter dem Pseudonym Frederik Hetmann publizierte.

Schlüsselwörter

Phantastik, Kinder- und Jugendliteratur, Frederik Hetmann, Hans-Christian-Kirsch, Sinnsuche, Identitätsfindung, Adoleszenz, Anderswelt, didaktische Phantastik, Madru, Wagadu, Märchen, Mythen, Gesellschaftskritik, Symbolik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert und vergleicht die zwei Romane „Wagadu“ und „Madru oder Der Große Wald“ von Frederik Hetmann hinsichtlich ihrer Struktur, ihrer Motive und ihrer pädagogischen Bedeutung innerhalb des Genres der phantastischen Kinder- und Jugendliteratur.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Zentrum stehen die phantastische Reise als Motiv, die Auseinandersetzung mit Gut und Böse, die Darstellung von Identität und Sinnsuche sowie die Verknüpfung mythischer Elemente mit aktuellen gesellschaftlichen Problemen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie die Romane durch eine „didaktische Phantastik“ Jugendliche dabei unterstützen können, Werte zu reflektieren, Identität zu finden und sich mit ihrer Lebenswelt auseinanderzusetzen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine strukturelle Analyse, bei der theoretische Merkmale der phantastischen Literatur auf die beiden konkreten Texte angewandt werden, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede herauszuarbeiten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Gattungsmerkmalen, formalen Aspekten wie Illustrationen, die Analyse der Figurenkonstellationen, der Erzählweise und der zentralen Motive der Romane.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Phantastik, Sinnsuche, Adoleszenz, didaktische Phantastik, Anderswelt, Identitätsbildung, Mythen und gesellschaftliche Reflexion.

Inwiefern spielt der Autor Hans-Christian-Kirsch eine Rolle?

Der Autor, der unter dem Pseudonym Frederik Hetmann schrieb, ist ein bekannter Märchenexperte. Die Arbeit verdeutlicht, dass seine eigene Biografie und seine Weltsicht, die Ratio und Phantasie vereint, maßgeblich in die Romane einfließen.

Warum werden die Bücher als „didaktische Phantastik“ bezeichnet?

Da sie nicht der reinen Unterhaltung dienen, sondern durch die Symbolik und die Spiegelung von Realwelten den Leser dazu anregen, eigene Wertvorstellungen zu entwickeln und psychische Krisen konstruktiv zu verarbeiten.

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Details

Title
Eine Analyse der Bücher "Wagadu" und "Madru oder Der Große Wald" von Frederik Hetmann
College
University of Applied Sciences Düsseldorf  (Fachbereich Sozial- und Kulturwissenschaften Studiengang Sozialpädagogik)
Course
Formen phantastischer und realistischer Kinder- und Jugendliteratur
Grade
1,3
Author
Anke Fellers (Author)
Publication Year
2006
Pages
23
Catalog Number
V61908
ISBN (eBook)
9783638552585
ISBN (Book)
9783638694377
Language
German
Tags
Eine Analyse Bücher Wagadu Madru Große Wald Frederik Hetmann Formen Kinder- Jugendliteratur
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anke Fellers (Author), 2006, Eine Analyse der Bücher "Wagadu" und "Madru oder Der Große Wald" von Frederik Hetmann, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/61908
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