Franklin Delano Roosevelt und die Rolle der USA im Zweiten Weltkrieg


Hausarbeit (Hauptseminar), 2006

17 Seiten, Note: 2,1


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung

2. Roosevelts Persönlichkeit
2.1 Seine Herkunft
2.2 Berufliche Laufbahn
2.3 US-Präsident Roosevelt

3. Kriegseintritt der USA
3.1 USA und der Zweite Weltkrieg
3.2 Pearl Harbor
3.3 US-amerikanische Absichten

4. Die Konferenzen und Roosevelts Pläne für die Nachkriegszeit
4.1 Atlantik-Charta
4.2 Konferenz von Casablanca
4.3 Konferenzen von Teheran und Jalta

5. Schluss

6. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

In dem Seminar „Biografien als Zugänge zur Nachkriegsgeschichte“ wird der Schwerpunkt auf die Jahre 1945-1954 gelegt.

Franklin Delano Roosevelt, bis zu seinem Tod 1945 Präsident der USA, entschied 1941, in den Zweiten Weltkrieg auf Seiten der britischen und sowjetischen Mächte einzugreifen.

Die Haltung der US-amerikanischen Regierung gegenüber dem Zweiten Weltkrieg änderte sich spätestens am 07.12.1941, als japanische Angreifer den Inselstützpunkt Pearl Harbor bombardierten. Dadurch wurde Roosevelt erst die aktive Beteiligung am Zweiten Weltkrieg ermöglicht. Jedoch spielten die USA, besonders als Lieferant, auch schon in der Zeit davor eine bedeutende Rolle.

Als Grundlage gilt es aber zunächst einen Überblick über die Herkunft und die politische Laufbahn Roosevelts bis hin zum Amt des US-Präsidenten 1933 zu gewinnen.

Daraufhin möchte ich den Angriff auf Pearl Harbor thematisieren und die daraus resultierende veränderte Rolle der USA im Zweiten Weltkrieg beschreiben.

Die Entscheidung des US-amerikanischen Eingriffes in den Zweiten Weltkrieg stand unter der Absicht: "Wir werden den Krieg gewinnen und wir werden den Frieden gewinnen."1

Da die Rolle der USA im Zweiten Weltkrieg und in der Nachkriegszeit im Rahmen von Konferenzen zwischen Roosevelt, Churchill, dem britischen Premierminister, und Stalin, dem sowjetischen Staatschef, mehrheitlich geklärt wurde, werden die entscheidenden Konferenzen im dritten Teil dargestellt.

Der Zeitraum 1941-1945 und das politische Wirken von Roosevelt stellen den Ausgangspunkt für einen Versuch der Annäherung an die Person Roosevelts dar.

Es gilt ebenso auf Roosevelts Entscheidungen im Allgemeinen und auf die Atlantik-Charta im Besonderen einzugehen und deren Einfluss auf die Nachkriegsjahre zu prüfen.

2. Roosevelts Persönlichkeit

Zunächst möchte ich versuchen, mich der Person Franklin Delano Roosevelts anzunähern und das Entstehen seines Charakters, teilweise aufgrund von Erfahrungen seiner Kindheit, zu beschreiben.

Allgemein liegt diesem Kapitel der Zeitraum zwischen seiner Geburt 1882 und seinen ersten Jahren als 32. Präsident der Vereinigten Staaten ab 1933 zugrunde.

Seine Lösungsversuche für die innenpolitischen Folgen der Wirtschaftkrise in den 30er Jahren mündeten im New-Deal, der seine Erörterung in diesem Kapitel erfahren soll.

Die Ziele seiner Außenpolitik verdeutlichte Roosevelt schon in seiner Amtseinführungsrede im März 1933. Seine Außenpolitik der Guten Nachbarschaft, "Good Neighbor Policy", gründete auf einer Verantwortlichkeit aller für alle.

Dieser Etablierungsansatz einer gerechteren Weltordnung, welche er noch vor dem Zweiten Weltkrieg äußerte, soll ebenfalls im weiteren Verlauf vertieft werden.

Jedoch werde ich auch auf wichtige Ereignisse in Roosevelts Lebenslauf vor seiner Präsidentschaft einzugehen versuchen.

Dabei ist dann auch die Erkrankung Roosevelts an Kinderlähmung (1921) zu erwähnen, die seine politische Laufbahn zu beenden schien.

Doch gerade jene Krankheit und der Umgang mit ihr machten Roosevelt für die Amerikaner zu einem Vorbild.

"Selbst zeitlebens durch die Folgen seiner Krankheit behindert, galt er als Vorbild an Selbstbeherrschung und Zuversicht."2

Vorweg zu erwähnen ist, dass Roosevelt seine durchaus privilegierte Herkunft als Auftrag zu außerordentlicher Verantwortung gegenüber weniger Privilegierten definierte.

"Dieser Unterschied (zwischen Arm und Reich) ist zu groß, er muss viel geringer werden. Das zu versuchen, sind die Reichgeborenen doppelt verpflichtet."3

2.1 Seine Herkunft

Franklin Delano Roosevelt wurde am 30.Januar 1882 in Hyde Park, im Bundesstaat New York, geboren. Zu seinem Verwandtenkreis zählte auch der 26. US-Präsident Theodore Roosevelt.

Am Hudson River verbracht Franklin eine ruhige Kindheit in vermögenden und privilegierten Verhältnissen. "Von den guten Dingen des Lebens hatte er immer mehr, als er brauchte."4

Während seiner Jugend vertrieb er sich die Zeit auf Bällen und im Rahmen weiterer freudiger Ereignisse, wodurch er sich "Spitznamen wie "der lustige Kavalier""5 einfing.

Die Welt des heranwachsenden Roosevelt war "die wohlhabende, vornehme, selbstbewusste und snobistische Welt der Hudson-Aristokratie."6

Sein Vater, James Roosevelt, beschäftigte Hauspersonal, Diener und Stalljungen. Spielte Franklin z.B. mit den Stalljungen, so war klar, wer die Regeln des Spiels bestimmte und wer, wenn er wollte, gewann. Diese kommandierende Art zeigte sich auch im Umgang mit Freunden, welche seine Mutter oft tadelte und Franklin ihr daraufhin antwortete: " Mami, wenn ich keine Befehle erteile, kommt gar nichts zustande!"7

Die Erziehung seines Vaters war Franklin gegenüber gutmütig und kam ohne Androhung oder gar Ausübung von Gewalt aus. "Auch Franklin wurde ein weicher Vater- und brachte es als Präsident übrigens fast nie übers Herz, einen Mitarbeiter zu entlassen."8

Franklins Mutter, Sara Delano, kam wie der Vater aus einer vermögenden Familie.

"Zweifellos war die Bindung zwischen Mutter und Sohn außerordentlich stark."9

Aus dieser besonderen Bedeutung des Sohnes für seine Mutter schien Roosevelts späterer Optimismus entstanden zu sein, was auch eine Theorie von Siegmund Freud unterstreicht.

"Wenn man der unbestrittene Liebling der Mutter gewesen ist, so behält man fürs Leben jenes Eroberungsgefühl, jene Zuversicht des Erfolgs, welche nicht selten wirklich den Erfolg nach sich zieht."10

[...]


1Junker, Detlef: Franklin D. Roosevelt. Macht und Vision: Präsident in Krisenzeiten, Göttingen 1979,S.125.

2Pleticha,Heinrich:Weltgeschichte. Menschen die Geschichte machten, Gütersloh 1990,S.306.

3Posener,Alan: Franklin Delano Roosevelt, Hamburg 1999,S.9.

4Posener,Alan: Franklin Delano Roosevelt, Hamburg 1999,S.9.

5Ebd.,S.11.

6Ebd.,S.13.

7Ebd.S.17.

8Ebd.,S.18.

9Ebd.,S.18.

10Ebd.,S.18.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten

Details

Titel
Franklin Delano Roosevelt und die Rolle der USA im Zweiten Weltkrieg
Hochschule
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main
Note
2,1
Autor
Jahr
2006
Seiten
17
Katalognummer
V61926
ISBN (eBook)
9783638552738
Dateigröße
505 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Franklin, Delano, Roosevelt, Rolle, Zweiten, Weltkrieg
Arbeit zitieren
Roman Schmidt (Autor:in), 2006, Franklin Delano Roosevelt und die Rolle der USA im Zweiten Weltkrieg , München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/61926

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