Antifaschistischer Schutzwall vs. KZ Berlin - Der 13. 8. 1961 in BRD- und DDR-Presse


Seminararbeit, 2002
43 Seiten, Note: 1,3

Leseprobe

A Einleitung

Am 13. August 1961, um 1 Uhr nachts, begannen Einheiten der Grenz- und Volkspolizei, Angehörige der Kampfgruppen, des Ministeriums für Staatssicherheit, der Transportpolizei, des Amtes für Zoll und Kontrolle des Warenverkehrs, des Luftschutzes und Soldaten der Nationalen Volksarmee mit der Absperrung der über 160 km langen Grenze zwischen Ost-Berlin und der DDR nach West-Berlin. Durch Stacheldraht, Holzbarrikaden und Panzersperren wurde der Ostteil hermetisch vom Westen abgeriegelt. In der Folgezeit entstand eine gemauerte Sperranlage mit Vorder- und Hinterlandmauer, Kolonnenweg, Kontroll- und Schutzstreifen, Beobachtungstürmen, Signalzaun- und Beleuchtungsanlagen: die Berliner Mauer.

Mit dem innenpolitisch motivierten Bau der Mauer versuchte die DDR-Regierung, die Massenflucht der Bevölkerung („Abstimmung mit den Füßen“) und den drohenden Zusammenbruch der Wirtschaft zu verhindern. Mehr als 2,6 Mio. Menschen waren seit der Gründung der DDR bis zum August 1961 aus der DDR geflohen. Fehlender Rückhalt in der Bevölkerung und dauerhafte Mangelwirtschaft kennzeichneten die Existenzkrise des SED-Regimes. Im Sommer 1961 drohte zudem die Zahlungsunfähigkeit.

Unter Heranziehung zeitgenössischer publizistischer Berichte (und Bilder) soll in dieser Arbeit untersucht werden, wie der 13. August 1961 in BRD- und DDR-Presse rezipiert und kommuniziert wurde und ob sich daraus Unterschiede in der Funktion der Presse in einem demokratisch-pluralistischen und einem diktatorischen Kommunikationssystem[1] aufzeigen lassen. Gleichzeitig ist ein Einblick in die Welt der Sprache aus der Zeit des Kalten Krieges zu gewinnen, die die öffentliche Meinung nicht unwesentlich geprägt hat.

Der Schwerpunkt im methodischen Vorgehen ist der Vergleich der inhaltlichen und formalen Berichterstattung, also der journalistischen Aufbereitung dieses Themas. Als repräsentatives Beispiel für die DDR wurde die Tageszeitung „Neues Deutschland“ ausgewählt. Als Gegenpol und Vergleichsaspekt soll die Reaktion der westdeutschen freien Presse auf den Mauerbau am Beispiel des Boulevardblattes „BILD“ und des wöchentlich erscheinenden Nachrichtenmagazins „DER SPIEGEL“ untersucht werden. Die nähere Begründung für die jeweilige Auswahl folgt in der Ausarbeitung. Daraus ergeben sich strukturelle Unterschiede im Herangehen an das Thema.

Der erste Teil der vorliegenden Arbeit, der sich mit der DDR-Presse beschäftigt, will vor allem die Frage klären, inwieweit Sprache hier als Steuerungsorgan politischer Macht diente, bzw. ob und ggf. wie mittels der Presse Macht- und Herrschaftsstabilisierung betrieben wurde. Um hierauf eine Antwort zu geben, müssen in gebotener Kürze theoretischer Hintergrund, Rahmenbedingungen und Mechanismen angedeutet werden, die auf die journalistische Arbeit des „Neuen Deutschlands“ einwirkten und ihr Grenzen setzten. Das erste Kapitel beschäftigt sich deshalb mit der Darstellung von Zensur – und Lenkungsmechanismen und erläutert Anleitungs- und Kontrollstrukturen. Anschließend folgt die kurze Vorstellung einiger theoretischer Ansätze, die versuchen, das Öffentlichkeits-Modell der DDR zu charakterisieren.

Bei der darauffolgenden Untersuchung von vier Ausgaben des „Neuen Deutschlands“ liegt der Schwerpunkt darauf, die Hauptargumentationsstränge in der Berichterstattung herauszuarbeiten und diese sprachlich zu analysieren. Daran schließt sich ein erstes Fazit an, das die gewonnenen Ergebnisse zusammenfasst.

Wegen des demokratisch-pluralistischen Mediensystems der BRD verbietet sich die Beschäftigung mit der Rezeption des Mauerbaus in der BRD-Presse anhand der Untersuchung eines einzelnen Presseprodukts. Deswegen werden für die BRD zwei in ihrer politischen Ausrichtung unterschiedliche Printmedien für die Untersuchung ausgewählt. Dadurch soll eine breitere Erfassung der Geschehnisse ermöglicht und eine einseitige Darstellung der politischen Kritik, bezogen auf den Mauerbau, verhindert werdem.

„DER SPIEGEL“ und die „BILD“- Zeitung sind in verschiedenen Teilen der Öffentlichkeit verankert, bedienen mit ihren Publikationen also unterschiedliche Milieus. Diese divergente Öffentlichkeit macht sie für den Vergleich so attraktiv. Zentrale Frage der Arbeit soll sein, welche unterschiedliche politische Zielsetzung beide anhand der Berichterstattung über den Mauerbau verfolgen und wie diese der Öffentlichkeit vermittelt wird.

Um die unterschiedliche Struktur sowohl des „SPIEGEL“ als auch der „BILD“- Zeitung ausreichend zu berücksichtigen, wird, nach einem kurzen Überblick über die grundsätzlichen Prinzipien des Mediensystems der BRD, ein formaler Vergleich ihres Aufbaus in die Arbeit mit einfließen. Beide weisen strukturell starke Unterschiede auf, die für die Bearbeitung des Mauerbaus und dessen Darstellung in der Öffentlichkeit von großer Bedeutung sind. Deswegen wird dieser Teil vergleichsweise ausführlich behandelt.

Der anschließende Vergleich umfasst den Zeitraum vom 9. bis 30. August 1961. Grund dafür ist der nur wöchentliche Erscheinungsrythmus des Magazins „DER SPIEGEL“. Dies soll die Vergleichbarkeit des Magazins mit der aktuelleren Tageszeitung „BILD“ gewährleisten, die schneller über das Tagesgeschehen berichten kann. Bevor ein gemeinsamer Schluß die Arbeit beendet, werden auch hier die Ergebnisse in einem Fazit vorgestellt.

1. Zensur – und Lenkungsmechanismen im Mediensystem der DDR

1.1. „Zensur ohne Zensor“

Eine institutionalisierte Zensurbehörde gab es in der ehemaligen DDR nicht.[3][2]

Artikel 9 der Verfassung der DDR vom 7. Oktober 1949, gültig bis zum 6. April 1968, sicherte zwar formal Meinungs – und Pressefreiheit zu: „Alle Bürger haben das Recht, innerhalb der Schranken der für alle geltenden Gesetze ihre Meinung frei und öffentlich zu äußern [...]. Diese Freiheit wird durch kein Dienst- oder Arbeitsverhältnis beschränkt; niemand darf benachteiligt werden, wenn er von diesem Recht Gebrauch macht. Eine Pressezensur findet nicht statt.“[4] Die Formulierung „innerhalb der Schranken der für alle geltenden Gesetze“, bzw. die Wendung „den Grundsätzen dieser Verfassung gemäß“, wie sie im entsprechenden Abschnitt (Artikel 27) der Verfassung vom 6. April 1968 zu finden ist[5], ist jedoch nach Gunter Holzweißig als „uneingeschränkte Anerkennung der führenden Rolle der SED und des Prinzips des demokratischen Zentralismus“[6] zu werten, d.h. der Unterordnung unter eine straffe Parteidisziplin und der Bindekraft der Beschlüsse der höheren Organe für die unteren.[7]

Der Zusatz „Eine Pressezensur findet nicht statt“ in der Verfassung von 1949 wurde später gestrichen. Auch die Informationsfreiheit, die das Grundgesetz der BRD in Artikel 5 garantiert, ist in der DDR-Verfassung nicht erwähnt.

Stattdessen griffen – als Zensur ohne Zensor - ausgeklügelte Lenkungsmechanismen und „Empfehlungen“, bei deren Nichtbeachtung strenge Konsequenzen drohten. Im Artikel 106 des DDR-Strafgesetzbuches, der für „staatsfeindliche Hetze“ zwischen einem und acht Jahre Freiheitsstrafe vorsieht, sieht Gunter Holzweißig die eigentliche „Rechtsgrundlage zur Beschneidung der Pressefreiheit“.[8] Ferner verfügte die direkt dem SED-Zentralkomitee unterstellte VOB-Zentrag über 90 Prozent der Druckkapazitäten. Die Zentrag und die Deutsche Post (der DDR), die ab 1949 den gesamten Pressevertrieb übernahm, ergänzten die staatliche und die parteiliche Einflußnahme auf journalistischem Gebiet um die Kontrolle der technischen Produktion und der Auslieferung von Presserzeugnissen.

1.2. Anleitungs- und Konstrollstrukturen

„Unsere Presse – die schärfste Waffe der Partei“ – so lautete das auf Lenin zurückgehende Motto der ersten Konferenz des SED-Parteivorstands im Februar 1950 über die Aufgaben der Presse.[9]

Die Massenmedien in der ehemaligen DDR galten als wichtiges Herrschaftsinstrument von Staat und Partei. Sie dienten als Übermittler erzieherischer Zielvorstellungen und Leitbilder.

Maßgeblich für die politische Zielbestimmung war die Leninsche vorrevolutionäre Pressetheorie von der Presse als kollektivem Agitator, Propagandist und Organisator:

„Die Rolle der Zeitung beschränkt sich [...] nicht allein auf die Verbreitung von Ideen, nicht allein auf die politische Erziehung und die Gewinnung politischer Bundesgenossen. Die Zeitung ist nicht nur ein kollektiver Propagandist und kollektiver Agitator, sondern auch ein kollektiver Organisator.“[10]

Nach Georg Schütte ist dabei Agitation als massenwirksame Verbreitung der SED-Linie, Propaganda als politisch-ideologische Erziehung, und Organisation als Mobilisierung der Bevölkerung zu verstehen.[11] Die in der ehemaligen DDR wirkenden Journalisten hatten demnach „im Interesse der Arbeiterklasse und ihrer Führung der marxistisch-leninistischen Partei“ zu wirken und sich „den Parteiinteressen unterzuordnen.“[12]

Verantwortlich für die Leitung und Kontrolle der Presse in der ehemaligen DDR war der ZK-Sekretär für Agitation und Propaganda im Politbüro des Zentralkomitees der SED[13], von 1955 bis 1967 Albert Norden. Hier wurden beispielsweise „Schlüsselbegriffe“ und „Reizworte“ definiert. Zum Repertoire solcher Schlüsselbegriffe zählten u.a. „Leistungssteigerung“, „sozialistischer Wettbewerb“ oder „internationale Solidarität“, Reizwörter waren „Begriffe, die mit westlichen Staats-, Wirtschafts- und Gesellschaftssystemen assoziiert wurden wie ‚Marktwirtschaft‘ und ‚Pluralismus‘ [...].“[14] Die „Gleichschaltung der Medien“[15] erfolgte täglich durch telefonische und fernschriftliche Anweisungen an die Redaktionen von Presse und Rundfunk, die nicht nur inhaltliche, sondern auch formale Vorgaben enthielten. Zusätzlich fand jede Woche im ZK-Gebäude mit dem sogenannten „Donnerstag-Argus“ die Ausgabe von Informationsmaterial statt, das „fundierte und zutreffende Hintergundinformationen über außen- und innenpolitische Vorgänge“ enthielt, die jedoch „im krassen Gegensatz zu den erwünschten Veröffentlichungen“[16] standen.

Während die Abteilung Agitation eher für tagespolitische Direktiven zuständig war, leistete die „Kommission für Agitation beim Zentralkomitee“ mittelfristig angelegte konzeptionelle Arbeit. Den Vorsitz führte stets der ZK-Sekretär für Agitation. Neben hauptamtlichen gehörten ihr auch ehrenamtliche Mitarbeiter an, unter ihnen die Chefredakteure des „Neuen Deutschland“.[17]

Weitere für die Kontrolle der Medien zuständige Institutionen waren das „Presseamt beim Ministerpräsidenten der Regierung der Deutschen Demokratischen Republik“, das für die Anleitung der Blockparteipresse und die Erteilung von Lizenzen verantwortlich zeichnete, und das Ministerium für Staatssicherheit (MfS). Letzeres hatte die Redaktionen, Verlage und Druckereien vor „feindlichen Einflüssen“ und Sabotage zu sichern. Unter dem Namen „politisch-operative Sicherheit“ untersuchte man hier beispielsweise die Ursache von brisanten Druckfehlern.[18] Schließlich ist noch die „Allgemeine Deutsche Nachrichtenagentur“ (ADN) zu nennen, die Gunter Holzweißig als „wichtigstes und effektivstes Instrument der SED-Informationsdiktatur“[19] bezeichnet. Sie besaß das Monopol auf die Auslandsberichterstattung und lieferte Exklusivinformationen an die Partei- und Staatsführung. Hier fand die erste Selektion von Nachrichten statt. Im Rahmen dieser „totalitären Strukturen und

Verfahrensweisen“[20] war jedoch die berühmte „Schere im Kopf“, also die Selbstzensur, wichtigstes Arbeitsinstrument der DDR-Journalisten.

1.3. Reglementierte Öffentlichkeit in der DDR?

Zu einer eindeutigen theoretischen Bestimmung der Begriffe Öffentlichkeit und öffentliche Meinung sind die Gesellschaftswissenschaften in der DDR (auch auf materialistischer Basis) nicht vorgestoßen. Martin Zagatta urteilt: „Die Theorie der politischen Kommunikation leidet offensichtlich darunter, daß diese Begriffe bei Marx und Engels – mit gewissen Abstrichen auch bei Lenin – im Hinblick auf nachrevolutionäre Gesellschaften keinen expliziten Ausdruck gefunden haben.“[21]

Michael Schenkel und Winfried Thaa folgend, lässt sich die im Rahmen der 1. Parteikonferenz 1949 installierte Konzeption von Öffentlichkeit, die bis 1989 im Wesentlichen unverändert gültig war, lässt sich, als erzieherisch-autoritär charakterisieren.[22] Eine Willensbildung außerhalb, bzw. unabhängig vom bürokratischen Apparat und die Formulierung oppositioneller Meinungen innerhalb des öffentliches Raums ließ diese Konzeption nicht zu. Dazu gehörte unter anderem bereits 1945 die Abschaffung der privaten Presse und die „Zensur“ der Medien, die als Organe der Leitung und Erziehung des Proletariats konzipiert waren. Ziel war eine „klare institutionelle Beschränkung der Öffentlichkeit, in der nur Themen aufgegriffen wurden, die der politischen Linie der Partei entsprachen.“[23]

Den theoretischen Hintergrund dieses Verständnisses von Öffentlichkeit bildet die marxistisch-leninistische Vorstellung, dass in einer sozialistischen Gesellschaft die Widersprüche und Interessengegensätze zwischen den einzelnen Klassen aufgehoben sind, da es keine Klassen mehr gibt, „offene Interessen – und Wertungskonflikte als ein dem Sozialismus wesensfremdes Phänomen negativ beurteilt“[24] und ergo verhindert werden müssen: „Wo es keine Klassenantagonismen gab, da bedurfte es auch keiner Freiräume für öffentliches Räsonnement für und wider bestimmte Zustände oder Entscheidungen, da war ein Grund zur Herstellung von Öffentlichkeit nicht gegeben.“[25]

Ausgehend von Überlegungen Helmut Dubiels, der von der „monopolistischen Aneignung der öffentlichen Sphäre durch eine Kaste von Ideokraten“[26] spricht, lässt sich das von der SED angedachte Modell des öffentlichen Raumes als sachlich, sozial und zeitlich abgeschlossen umreißen: Die Partei als Führerin der Arbeiterklasse entscheidet, welche Themen zulässige Streitgegenstände sind und welche gesellschaftlichen Gruppen Zugang zur öffentlichen Sphäre erhalten. Zeitlich abgeschlossen meint dabei die dauerhafte hegemoniale Beherrschung des „Terrains öffentlicher Kommunikation“[27] durch die SED.[28]

„Das, was sich in kommunistischen Diktaturen als vermeintliche Öffentlichkeit darbot, war eine durch Zensur und Propaganda in den Medien und durch vielfältige Sprachregelung im Alltagsleben errichtete Fassade einer Scheinwirklichkeit, sowei sie sich auf Staat und Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur bezog.“[29]

[...]


[1] Diese systematische Einordnung der DDR folgt u. a. den diesbezüglichen Ausführungen Kurt Sontheimers:

Grundzüge des politischen Systems Deutschlands. München 2002 (14., aktualisierte Neuausgabe), S. 68:

„Handelte es sich doch bei der DDR von Anfang an um eine Diktatur [...]“.

[2] Titel des Buchs von Gunther Holzweißig: Zensur ohne Zensor. Die SED- Informationsdiktatur. Bonn 1997.

[3] Eine offizielle Zensur gab es in der DDR nur kurz nach dem Krieg unter der sowjetischen Besatzung.

[4] Gesetz über die Verfassung der Deutschen Demokratischen Republik (07.10.1949), in:

documentArchiv.de [Hrsg.], URL: http://www.documentArchiv.de/ddr/ verfddr1949_ges.html, Stand: 1.

Juli 2002

[5] Gesetz über die Verfassung der Deutschen Demokratischen Republik (06.04.1968), in:

documentArchiv.de [Hrsg.], URL: http://www.documentArchiv.de/ddr/verfddr1949_ges.html, Stand: 1.

Juli 2002

[6] Holzweißig, Gunter: Die Presse als Herrschaftsinstrument der SED, in: Materialien der Enquete-

Kommission „Aufarbeitung von Geschichte und Folgen der SED-Diktatur in Deutschland (12. Wahlperiode

des Deutschen Bundestags), hrsg. vom Deutschen Bundestag, Band II/3, S. 1694.

[7] vgl. Schubert, Klaus/Klein, Martina: Das Politiklexikon. Bonn 2001 (2., aktualisierte Ausgabe), S. 70.

[8] Holzweißig, Gunter: Die Presse als Herrschaftsinstrument der SED, S. 1694.

[9] Holzwei0ig, Gunter: Zensur ohne Zensur, S. 9.

[10] Lenin, Wladimir Illisch: Ausgewählte Werke in sechs Bänden (Institut für Marxismus-Leninismus beim ZK

der SED, Bd. 1), Berlin 1988 (13. Auflage), S. 327.

[11] vgl. Schütte, Georg: ABC-Berichterstattung – Das Bild der Bundesrepublik Deutschland in der „Aktuellen

Kamera“, in: Die Bundesrepublik Deutschland im Spiegel der DDR-Medien (Schriftenreihe

Medienberatung der Bundeszentrale für politische Bildung, Heft 3), Bonn 1997 (2., erw. Auflage), S. 10.

[12] Mühl-Benninghaus, Wolfgang: Medienpolitische Probleme in Deutschland zwischen 1945 und 1989, in:

Riedel, Heide (Hrsg.): Mit uns zieht die neue Zeit ... 40 Jahre DDR-Medien. Eine Ausstellung des

Deutschen Rundfunk-Museums. 25. August 1993 – 31. Januar 1994, Berlin, S.9.

[13] Trotz häufiger Umstrukturierung und – benennung blieben die Aufgaben der Abteilung Agitation und

Propaganda bis 1989 im Wesentlichen die selben.

[14] Schütte, Georg: ABC-Berichterstattung, S. 16.

[15] Holzweißig, Gunter: Die Presse als Herrschaftsinstrument der SED, S. 1697.

[16] ebenda, S. 1705.

[17] Hier wurde zum Beispiel die Bezeichnung „antifaschistischer Schutzwall“ ausgetüftelt und in der Vorlage

vom 31. Juli 1962 an das Politbüro weitergeleitet, vgl. Holzweißig, Gunter: Die Presse als

Herrschaftsinstrument der SED, S. 1700.

[18] vgl. Holzweißig, Gunter: Die Presse als Herrschaftsinstrument der SED, S. 1711 ff.

[19] Holzweißig, Gunter: Massenmedien in der DDR, in: Wilke, Jürgen (Hrsg.): Mediengeschichte der

Bundesrepublik Deutschland (Schriftenreihe der Bundeszentrale für politische Bildung, Bd. 361), Bonn

1999, S. 584.

[20] Holzweißig, Gunter: Die Presse als Herrschaftsinstrument der SED, S. 1717.

[21] Zagatta, Martin: Informationspolitik und Öffentlichkeit. Zur Theorie der politische Kommunikation in der

DDR. Mit einer Fallstudie zur Einführung des Wehrunterrichts (Bibliothek Wissenschaft und Politik, Bd.

31), Köln 1984, S. 11.

[22] vgl. Schenkel, Michael/Thaa, Winfried: Die Erosion der Zielkultur am Beispiel der Fortschrittsdiskussionen in einzelnen Teilöffentlichkeiten der DDR, in: Thaa, Wilfried u.a. (Hrsg.): Gesellschaftliche Differenzierung und Legitimationsverfall des DDR- Sozialismus. Das Ende des anderen Wegs in der Moderne (Tübinger Mittel – und Osteuropastudien – Politik, Gesellschaft, Kultur, Bd. 4), Tübingen 1992, S. 249.

[23] ebenda, S. 249.

[24] ebenda, S. 250.

[25] Von zur Mühlen, Patrik: Aufbruch und Umbruch in der DDR. Bürgerbewegung, kritische Öffentlichkeit und

Niedergang der SED-Herrschaft (Politik- und Gesellschaftsgeschichte, Bd. 56), Bonn 2000, S. 14.

[26] Dubiel, Helmut: Öffentlichkeit als konstitutives Element der Demokratie, in: Hall, Peter Christian (Hrsg.):

Revolutionäre Öffentlichkeit. Das Fernsehen und die Demokratisierung im Osten (Mainzer Tage der

Fernseh-Kritik, Bd. XXIII), Main 1990, S. 22.

[27] ebenda, S. 25.

[28] Der Begriff „Modell“ ist hier nicht ohne Grund gewählt. Tatsächlich gelang es in der Realität der DDR z.B. Basisgruppen und Bürgerrechtsbewegungen, sich außerhalb der vom SED-Regime beherrschten Medien gesellschaftliche Freiräume zu schaffen, in denen ein kritischer Diskurs möglich war, dazu: Von zur Mühlen, Patrik: Aufbruch und Umbruch in der DDR.

[29] Von zur Mühlen, Patrik: Aufbruch und Umbruch in der DDR, S. 16.

Ende der Leseprobe aus 43 Seiten

Details

Titel
Antifaschistischer Schutzwall vs. KZ Berlin - Der 13. 8. 1961 in BRD- und DDR-Presse
Hochschule
Humboldt-Universität zu Berlin  (Philosphische Fakultät)
Veranstaltung
PS Politische Kommunikation, Öffentlichkeit und Demokratie
Note
1,3
Autoren
Jahr
2002
Seiten
43
Katalognummer
V6205
ISBN (eBook)
9783638138369
Dateigröße
732 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Kann auch für das Fach Publizistik verwendet werden.
Schlagworte
DDR, BRD, Öffentlichkeit, Kommunikation, Presse, Neues Deutschland, Bild, Spiegel, Mauerbau, Demokratie, Diktatur
Arbeit zitieren
Nina Dombrowsky (Autor)Christoph Lewerenz (Autor), 2002, Antifaschistischer Schutzwall vs. KZ Berlin - Der 13. 8. 1961 in BRD- und DDR-Presse, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/6205

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