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Curriculum Weltgeschichte - interdisziplinäre Zugänge zu einem global orientierten Geschichtsunterricht

Título: Curriculum Weltgeschichte - interdisziplinäre Zugänge zu einem global orientierten Geschichtsunterricht

Trabajo , 2006 , 17 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Elena Hahn (Autor)

Didáctica - Historia
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„Globalisierung“ ist längst zu einem häufig zitierten Schlagwort geworden. Kaum jemand ist in der Lage präzise zu formulieren, was dieser Begriff eigentlich genau umfasst, und doch ist er zur Leitkategorie verschiedener Wissenschaftsdisziplinen geworden und wird zur Erklärung unterschiedlichster Prozesse und Phänomene angeführt.

Auch die Geschichtswissenschaft und insbesondere die Geschichtsdidaktik beschäftigen sich zunehmend mit jenen Prozessen, die sich unter dem Begriff „Globalisierung“ summieren lassen. In der Geschichtsdidaktik stehen dabei die Auswirkungen auf Curricula und den Geschichtsunterricht im Vordergrund. Dabei ist man sich weitgehend einig, dass die Globalisierungsprozesse das historische Lernen vor neue Herausforderungen stellen, auch wenn das Thema „Weltgeschichte“ in der geschichtsdidaktischen Diskussion keineswegs neu ist. In aktuellen Ansätzen wird dieses Thema jedoch unter völlig neuen Gesichtspunkten behandelt.

Eine geschichtsdidaktische Schlussfolgerung für das historische Lernen in Deutschland ist das Anstreben eines „global orientierten Geschichtsunterrichts“, der das nationalhistorische Basis-Narrativ in einen neuen, globaleren Zusammenhang stellt und dessen Zielkategorie ein „global orientiertes Geschichtsbewusstsein“ ist(vgl. HOMBACH, 2004, S.1-2).

Meine Hausarbeit befasst sich insbesondere mit der Fragestellung, was man unter einem solchen, global orientierten Geschichtsunterricht verstehen könnte und wie ein entsprechend ausgerichtetes Geschichtsbewusstsein zu definieren ist. Im Mittelpunkt der Betrachtung soll stehen, welche Umsetzungsmöglichkeiten es diesbezüglich derzeit in Deutschland gibt. Diese Möglichkeiten sollen dann anhand des Beispiels der USA exemplarisch konkretisiert werden.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 „GLOBALISIERUNG“ ALS IMPULS FÜR GESCHICHTSWISSENSCHAFT UND GESCHICHTSDIDAKTIK

2.1 Wie gelangt die Globalisierung in den Geschichtsunterricht?

2.2 Deutschland auf der Suche nach einer neuen Meistererzählung?

2.3 Skizze der geschichtswissenschaftlichen Diskussion

2.4 Mögliche Strategien der Einführung von Ergebnissen in den Geschichtsunterricht

2.5 Hemmnisse für Weltgeschichtsschreibung

2.6 Elementarisierung der Weltgeschichte

3 UNTERTEILUNG UND PERIODISIERUNG DER GESCHICHTE

3.1 Der Welthistorische Primat der Zivilisation: Bekannte Vergangenheit des Menschen

3.2 Die Trias der drei großen Lebensformen der Menschheit: „Wildheit“ - „Barbarei“ - „Zivilisation“

3.3 Die imperialen Macht- und Zivilisationszentren und Ihre Peripherien

3.4 Periodisierung der schriftlich dokumentierten Weltgeschichte

4 PERSPEKTIVEN EINES GLOBAL ORIENTIERTEN GESCHICHTSUNTERRICHTS

4.1 Geschichtsdidaktische Überlegungen

4.2 Neue Arbeitsbereiche der deutschen Geschichtsdidaktik

4.3 Beispiele für global orientierte Weltgeschichte Curricula

4.4 Umsetzungsmöglichkeiten in Deutschland

5 FAZIT

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, wie ein global orientierter Geschichtsunterricht im deutschen Bildungssystem konzipiert und umgesetzt werden kann, um das historische Bewusstsein über nationale Grenzen hinaus zu erweitern. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie die Herausforderungen der Globalisierung zur Neugestaltung von Curricula und zur Definition eines globalen Geschichtsbewusstseins beitragen können.

  • Analyse geschichtswissenschaftlicher und -didaktischer Diskussionen zur Globalisierung.
  • Untersuchung der nationalhistorischen "Meistererzählung" und ihrer Bedeutung.
  • Konzeptualisierung einer globalen Periodisierung der Weltgeschichte.
  • Darstellung innovativer Unterrichtsmodelle und "world history"-Curricula.
  • Erarbeitung von Umsetzungsmöglichkeiten für den Geschichtsunterricht in Deutschland.

Auszug aus dem Buch

2.5 Hemmnisse für Weltgeschichtsschreibung

Seit dem Zusammenbruch des Sowjetssystems 1989/91 und den Terroranschläge in den USA ist die Weltgeschichte vom großen Interesse der historischen Forschung und Lehre. Man spricht von der intensivsten Phase der Globalisierung.

Dabei stößt aber die notwendige Abarbeitung einer modernen Weltgeschichte auf große Hindernisse: psychologische und materielle:

1. Konflikt zwischen Spezialisten und Generalisten

Es sei noch erwähnt, dass ein Hindernis für die Beschäftigung mit Welt– und Globalgeschichte innerhalb der Geschichtswissenschaft selbst besteht, und zwar der permanente Konflikt zwischen Spezialisten und Generalisten. Unzweifelhaft ruht jeder Fortschritt der Wissenschaft vor allem auf den Forschungsergebnissen der Spezialisten. Doch deren häufig zu beobachtende Arroganz gegenüber Generalisten, die eine breitere Einordnung der Detailfakten versuchen, verhindert oft eine konstruktive Zusammenarbeit beider Professionen. Und genau eine solche, gleichberechtigte und sich konstruktiv ergänzende Kooperation ist für eine effektive Beschäftigung mit Weltgeschichte notwendig.

2. Ein weiteres Hindernis: Fülle und Komplexität des Stoffes.

Nach der Forschungsergebnisse 90% der Universitätshistoriker in der ganzen Welt nur oder fast exklusiv ihre eigene Nationalgeschichte traktieren, meist mit Schwerpunkt in der Neuzeit, allenfalls mit dem einen oder anderen Spezialthema außerhalb der eigenen Nationalgeschichte.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Die Einleitung erläutert die Relevanz des Begriffs "Globalisierung" für die Geschichtsdidaktik und definiert das Ziel, einen global orientierten Geschichtsunterricht zu konzipieren.

2 „GLOBALISIERUNG“ ALS IMPULS FÜR GESCHICHTSWISSENSCHAFT UND GESCHICHTSDIDAKTIK: Dieses Kapitel analysiert die Debatte um die Globalisierung und hinterfragt die traditionelle nationale Meistererzählung in der deutschen Geschichtskultur.

3 UNTERTEILUNG UND PERIODISIERUNG DER GESCHICHTE: Das Kapitel bietet eine theoretische Grundlage zur Periodisierung der Menschheitsgeschichte anhand von Zivilisationsstufen und globalen Epochen.

4 PERSPEKTIVEN EINES GLOBAL ORIENTIERTEN GESCHICHTSUNTERRICHTS: Hier werden didaktische Strategien und internationale Curricula-Beispiele vorgestellt, um den Geschichtsunterricht transnational auszurichten.

5 FAZIT: Das Fazit fasst die Notwendigkeit einer methodisch-didaktischen Neuorientierung des Geschichtsunterrichts zusammen, um Schülern ein globales Geschichtsbewusstsein zu vermitteln.

Schlüsselwörter

Globalisierung, Geschichtsdidaktik, Weltgeschichte, Globalgeschichte, Meistererzählung, Geschichtsunterricht, Curriculum, Zivilisation, Interkulturelle Kompetenz, Fremdverstehen, Perspektivenwechsel, Nationalgeschichte, historische Identität, Weltgesellschaft, Geschichtsbewusstsein.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Herausforderung, den Geschichtsunterricht in Deutschland angesichts der Globalisierung globaler auszurichten und die nationale Meistererzählung kritisch zu reflektieren.

Welche Themenfelder stehen im Zentrum?

Zentrale Themen sind die geschichtswissenschaftliche Debatte zur Globalisierung, die Periodisierung der Weltgeschichte, die Analyse von US-Curricula und die didaktische Vermittlung globaler Perspektiven.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Wege aufzuzeigen, wie Schüler durch neue didaktische Ansätze und eine Erweiterung des historischen Horizonts ein global orientiertes Geschichtsbewusstsein entwickeln können.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine fachdidaktische Analyse, die auf der Auswertung aktueller geschichtswissenschaftlicher Literatur und der Untersuchung von Lehrplänen sowie Curricula basiert.

Was behandelt der Hauptteil?

Der Hauptteil analysiert die theoretischen Grundlagen der Weltgeschichte, diskutiert Hemmnisse bei der Umsetzung und präsentiert praktische Strategien für den Unterricht, wie z.B. den Perspektivenwechsel.

Welche Keywords charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlagworte sind Globalisierung, Geschichtsdidaktik, Weltgeschichte, Curriculum, Perspektivenwechsel und Fremdverstehen.

Warum wird die nationale "Meistererzählung" kritisiert?

Die Arbeit kritisiert, dass ein rein nationalhistorisches Narrativ nicht mehr ausreicht, um die komplexen globalen Zusammenhänge und die Bedeutung fremder Perspektiven in einer zusammenwachsenden Welt abzubilden.

Welche Rolle spielen US-amerikanische Curricula für diese Arbeit?

Sie dienen als innovatives Beispiel, da sie die Geschichte der eigenen Nation in den breiteren Kontext der Weltgeschichte einbetten und somit als Modell für eine mögliche Veränderung in Deutschland dienen können.

Was versteht der Autor unter dem "Perspektivenwechsel"?

Der Perspektivenwechsel bezeichnet die didaktische Fähigkeit, historische Ereignisse aus verschiedenen Blickwinkeln – etwa regional, national oder global – zu betrachten, um ein tieferes Verständnis für unterschiedliche historische Erfahrungen zu gewinnen.

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Detalles

Título
Curriculum Weltgeschichte - interdisziplinäre Zugänge zu einem global orientierten Geschichtsunterricht
Universidad
University of Education Ludwigsburg
Curso
Entwicklungstrends der Geschichtsdidaktik
Calificación
2,0
Autor
Elena Hahn (Autor)
Año de publicación
2006
Páginas
17
No. de catálogo
V62071
ISBN (Ebook)
9783638553896
ISBN (Libro)
9783638802611
Idioma
Alemán
Etiqueta
Curriculum Weltgeschichte Zugänge Geschichtsunterricht Entwicklungstrends Geschichtsdidaktik
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Elena Hahn (Autor), 2006, Curriculum Weltgeschichte - interdisziplinäre Zugänge zu einem global orientierten Geschichtsunterricht, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/62071
Leer eBook
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