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Analyse des Insolvenzverfahrens unter besonderer Berücksichtigung der Bedeutung des Insolvenzverwalters

Title: Analyse des Insolvenzverfahrens unter besonderer Berücksichtigung der Bedeutung des Insolvenzverwalters

Diploma Thesis , 2006 , 96 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Pascal Kornführer (Author)

Business economics - Investment and Finance
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Summary Excerpt Details

Wie in der Arbeit statistisch belegt, nimmt die Anzahl der Insolvenzen jährlich zu. Auch wenn im Bereich der Unternehmensinsolvenzen 2004 ein Rückgang gegenüber dem Vorjahr verzeichnet werden konnte, liegt das Insolvenzniveau noch deutlich über dem des Jahres 2000. Kapitel 2 stellt die gesetzliche Grundlage aller Insolvenzverfahren, die seit dem 01. Januar 1999 gültige Insolvenzordnung, vor. Neben der Aufzählung von Gründen und Notwendigkeiten für die vorgenommene Reform werden wesentliche Veränderungen zum alten Insolvenzrecht aufgezeigt. Des Weiteren soll dieses Kapitel Aufschluss über die Auswirkungen der Verordnung auf den Insolvenzverwalter bieten, indem den Verwalter betreffende Neuerungen vorgestellt werden. Weiter bietet dieses Kapitel eine theoretische Fundierung des Sachverhalts. Anhand zweier Theorien werden Problembereich und Erklärungsansätze erörtert.
Kapitel 3 beschäftigt sich mit dem Stadium vor der Insolvenz, der Unternehmenskrise. Einer Begriffsdefinition folgt die Klassifizierung in unterschiedliche Krisenphasen. Im weiteren Verlauf dieses Kapitels werden mögliche Krisenursachen knapp dargestellt und Möglichkeiten aufgezeigt, Krisen frühzeitig zu erkennen und ihnen entgegenwirken zu können. Im vierten Kapitel dieser Arbeit wird der Ablauf des Insolvenzverfahrens dargestellt. Den Anfang bildet eine Vorstellung der am Insolvenzverfahren beteiligten Parteien, wobei eine Begrenzung auf die wesentlichen Personen und Instanzen vorgenommen wird. Im weiteren Verlauf beschreibt Kapitel 4 einzelne Schritte des Eröffnungs- und des eröffneten Verfahrens. Aufgrund des Arbeitsschwerpunktes, der Bedeutung des Insolvenzverwalters, werden insbesondere solche Verfahrensschritte erläutert, bei denen der Verwalter einen nicht unerheblichen Faktor darstellt. Dieses Kapitel soll insbesondere dazu dienen, die Bedeutung des Insolvenzverwalters in den Gesamtablauf einzuordnen. Kapitel 5 beschäftigt sich ausführlich mit der natürlichen Person des Insolvenzverwalters und beantwortet die eingangs in der Problemstellung angebrachte Fragestellung nach seinen Aufgaben, seiner Bedeutung, seinen Rechten und Pflichten etc.. Abgeschlossen wird Kapitel 5, so wie auch Kapitel 4, mit einer kritischen Würdigung. Bevor im letzten Kapitel auf ein Fazit und einen Ausblick eingegangen wird, liefert Kapitel 6 die Darstellung eines Insolvenzfalles aus der Praxis. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Problemstellung

1.2 Gang der Arbeit

2. Grundlage des neuen Insolvenzrechts und theoretische Fundierung

2.1 Neues Insolvenzrecht

2.1.1 Reformgründe und Ziele der Insolvenzordnung (InsO)

2.1.2 Wesentliche Neuerungen der Insolvenzordnung

2.1.2.1 Drohende Zahlungsunfähigkeit

2.1.2.2 Insolvenzplan

2.1.2.3 Eigenverwaltung

2.1.2.4 Restschuldbefreiung

2.2 Theoretische Fundierung

2.2.1 Principal-Agent-Theorie

2.2.2 Behavioral-Finance-Theorie

3. Die Unternehmenskrise

3.1 Von der Unternehmenskrise bis zur Insolvenz

3.1.1 Krisenbegriff

3.1.2 Prozessorientierte Krisentypisierung

3.1.2.1 Potentielle Unternehmenskrise

3.1.2.2 Latente Unternehmenskrise

3.1.2.3 Akute Unternehmenskrise

3.1.3 Inhaltliche Krisentypisierung

3.1.3.1 Strategische Krise

3.1.3.2 Ergebniskrise

3.1.3.3 Liquiditätskrise

3.2 Krisenursachen

3.2.1 Quantitative und qualitative Ursachenforschung

3.2.2 Interne Krisenursachen

3.2.3 Externe Krisenursachen

3.3 Krisenvorbeugung durch Frühwarnsysteme

3.3.1 Anforderungen an Frühwarnsysteme

3.3.2 Operative und strategische Frühwarnsysteme

3.3.3 Anwendung von Frühwarnsystemen in der Praxis

4. Ablauf des Insolvenzverfahrens

4.1 Verfahrensbeteiligte

4.1.1 Schuldner

4.1.2 Gläubiger

4.1.2.1 Arten von Gläubigern im Insolvenzverfahren

4.1.2.2 Gläubigerversammlung und Gläubigerausschuss

4.1.3 Insolvenzgericht

4.2 Eröffnungsverfahren

4.2.1 Verbraucher- und Regelinsolvenzverfahren

4.2.2 Insolvenzantrag

4.2.3 Prüfung des Insolvenzantrags

4.2.4 Anordnung von Sicherungsmaßnahmen

4.3 Eröffnetes Verfahren

4.3.1 Eröffnungsbeschluss

4.3.1.1 Wirkung des Beschlusses

4.3.1.2 Zwingender Inhalt des Eröffnungsbeschlusses

4.3.2 Berichtstermin

4.3.3 Weitere Termine im eröffneten Verfahren

4.4 Kritische Würdigung

5. Funktion und Bedeutung des Insolvenzverwalters

5.1 Auswahl des Insolvenzverwalters

5.1.1 Anforderungen

5.1.1.1 Eignung

5.1.1.2 Geschäftskunde

5.1.1.3 Unabhängigkeit

5.1.1.4 Weitere Anforderungen

5.1.2 Auswahlverfahren

5.1.2.1 Listenführung als Hilfsmittel der Vorauswahl

5.1.2.2 Offene Liste

5.1.2.3 Geschlossene Liste

5.2 Aufgaben des Insolvenzverwalters im Insolvenzverfahren

5.2.1 Inbesitznahme der Insolvenzmasse

5.2.1.1 Besitzergreifung

5.2.1.2 Vermögen der Insolvenzmasse

5.2.2 Erstellung des Masseverzeichnisses

5.2.3 Erstellung des Gläubigerverzeichnisses

5.2.4 Erstellung der Vermögensübersicht

5.2.5 Pflege der Insolvenztabelle

5.2.6 Verwertung und Verteilung der Insolvenzmasse

5.2.6.1 Besondere Verwertung

5.2.6.2 Schlussverteilung

5.3 Rechtsstellung des Insolvenzverwalters

5.3.1 Rechtsstellungstheorien

5.3.1.1 Amtstheorie

5.3.1.2 Vertretertheorie

5.3.1.3 Organtheorie

5.3.2 Befugnisse und Rechte

5.3.2.1 Prozessführungsbefugnis

5.3.2.2 Wahlrecht

5.3.2.3 Anfechtungsrecht

5.3.2.4 Kündigungsrecht

5.3.3 Haftung des Insolvenzverwalters

5.3.3.1 Grundlagen der Insolvenzhaftung

5.3.3.2 Generalklausel

5.3.3.3 Haftung gegenüber Massegläubigern

5.4 Vergütung des Insolvenzverwalters

5.4.1 Regelvergütung

5.4.2 Zu- und Abschläge

5.4.3 Vergütung besondere Sachkunde

5.4.4 Fälligkeit und Festsetzungsverfahren

5.5 Kritische Würdigung

6. Umsetzung im Rahmen eines Praxisfalls: Das Insolvenzverfahren der Herlitz AG

7. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit analysiert den Ablauf des Insolvenzverfahrens nach der Insolvenzordnung unter besonderer Berücksichtigung der zentralen Rolle und Bedeutung des Insolvenzverwalters. Die Forschungsfrage untersucht dabei, welchen tatsächlichen Einfluss der Verwalter auf den Verfahrensverlauf ausübt und welche gesetzlichen Anforderungen sowie betriebswirtschaftlichen Kompetenzen für diese Schlüsselrolle erforderlich sind.

  • Rechtliche Grundlagen des neuen Insolvenzrechts (InsO)
  • Theoretische Fundierung des Insolvenzgeschehens (Principal-Agent und Behavioral-Finance)
  • Systematik und Phasen der Unternehmenskrise sowie Frühwarninstrumente
  • Detaillierter Ablauf des Insolvenzverfahrens und die Rolle der Beteiligten
  • Anforderungsprofil, Rechtsstellung und Vergütung des Insolvenzverwalters
  • Praxisbeispiel: Das Insolvenzverfahren der Herlitz AG

Auszug aus dem Buch

2.1.2.1 Drohende Zahlungsunfähigkeit

Das neue Insolvenzrecht sieht neben der Zahlungsunfähigkeit gem. §17 InsO und der Überschuldung gem. §19 InsO mit der drohenden Zahlungsunfähigkeit (§18 InsO) einen weiteren Insolvenzgrund vor. Der Sachverhalt der drohenden Zahlungsunfähigkeit ist lt. Gesetzgeber dann gegeben, wenn der Schuldner voraussichtlich nicht in der Lage sein wird, bestehenden Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Verbreitete Interpretationen der Formulierung „wahrscheinlich“ besagen, dass der Eintritt einer Zahlungsunfähigkeit wahrscheinlicher sein muss als ihr Ausbleiben.

Durch die Aufnahme des neuen Insolvenzgrundes sollte dem Reformziel, Insolvenzverfahren frühzeitiger zu eröffnen, entgegen gekommen werden. Die drohende Zahlungsunfähigkeit ermöglicht es einem Schuldner, unter gegebenem Vollstreckungsschutz, notwendige Sanierungsmaßnahmen durchführen zu können.

Im Gegensatz zu den Sachverhalten der Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung liegt bei drohender Zahlungsunfähigkeit kein Zwang vor, einen Antrag auf Verfahrenseröffnung zu stellen. Eine weitere Abgrenzung zu den bereits in der Konkursordnung vorhandenen Insolvenzgründen ist die Tatsache, dass aufgrund drohender Zahlungsunfähigkeit nur der Schuldner selber den Antrag auf Insolvenz stellen darf. Hierdurch soll vermieden werden, dass die drohende Zahlungsunfähigkeit als Druckmittel gegen den Schuldner eingesetzt wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet den statistischen Anstieg der Insolvenzfälle und definiert das Ziel der Arbeit, die zentrale Rolle des Insolvenzverwalters wissenschaftlich zu analysieren.

2. Grundlage des neuen Insolvenzrechts und theoretische Fundierung: Das Kapitel erläutert die Reformziele der InsO, wie die Sanierungsförderung und Gläubigerstärkung, und untermauert das Thema mit der Principal-Agent-Theorie sowie Behavioral-Finance-Ansätzen.

3. Die Unternehmenskrise: Hier werden der Krisenbegriff, prozessorientierte sowie inhaltliche Krisentypisierungen und Ansätze zur Früherkennung und Krisenvorbeugung dargestellt.

4. Ablauf des Insolvenzverfahrens: Dieses Kapitel beschreibt systematisch die Verfahrensbeteiligten, das Eröffnungsverfahren und die einzelnen Phasen des eröffneten Insolvenzverfahrens.

5. Funktion und Bedeutung des Insolvenzverwalters: Der Hauptteil widmet sich ausführlich dem Anforderungsprofil, den Aufgaben, der Rechtsstellung und der komplexen Vergütungsstruktur des Insolvenzverwalters.

6. Umsetzung im Rahmen eines Praxisfalls: Das Insolvenzverfahren der Herlitz AG: Anhand dieses prominenten Fallbeispiels wird illustriert, wie durch proaktives Management und den Einsatz eines Insolvenzplans die Sanierung eines Großkonzerns gelingen kann.

7. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Bedeutung der Verwalterarbeit zusammen und kritisiert den Mangel an betriebswirtschaftlichen Anreizen sowie die Notwendigkeit, Qualifikationsanforderungen an den Verwalter weiter zu schärfen.

Schlüsselwörter

Insolvenzordnung, Insolvenzverwalter, Unternehmenskrise, Insolvenzplan, Sanierung, Gläubiger, Masseverwalter, Zahlungsunfähigkeit, Eigenverwaltung, Frühwarnsysteme, Rechtsstellung, Vergütung, Herlitz AG, Restschuldbefreiung, Liquidität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das deutsche Insolvenzverfahren nach der Insolvenzordnung (InsO) und untersucht insbesondere die zentrale Funktion, die Aufgaben und die Verantwortung des Insolvenzverwalters.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Neben den rechtlichen Rahmenbedingungen der Insolvenzordnung werden betriebswirtschaftliche Theorien zur Unternehmenskrise, die Systematik von Frühwarnsystemen sowie die praktische Abwicklung von Sanierungen thematisiert.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, den tatsächlichen Einfluss des Insolvenzverwalters auf den Verfahrensausgang zu bewerten und die Diskrepanz zwischen seinem hohen Einfluss und den teils unpräzisen gesetzlichen Anforderungen an seine Person zu hinterfragen.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Die Arbeit nutzt eine Kombination aus literaturgestützter theoretischer Herleitung (Principal-Agent-Theorie, Behavioral Finance) und der Anwendung dieser Erkenntnisse auf einen konkreten Praxisfall (Herlitz AG).

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil liegt der Fokus auf der Unternehmenskrise als Vorstufe zur Insolvenz, dem formalen Ablauf des Insolvenzverfahrens sowie einer detaillierten Auseinandersetzung mit der Rechtsstellung, Auswahl und Vergütung des Insolvenzverwalters.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Insolvenzordnung, Insolvenzverwalter, Sanierung, Insolvenzplan, Eigenverwaltung und Unternehmenskrise.

Wie bewertet die Arbeit die Rolle der Herlitz AG im Kontext der Insolvenz?

Die Herlitz AG dient als gelungenes Beispiel dafür, wie durch strategische Maßnahmen des Insolvenzverwalters und den Einsatz eines Sanierungsplans ein Großkonzern trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen saniert werden konnte.

Welche Kritik übt der Autor an der derzeitigen Praxis der Verwalterbestellung?

Der Autor kritisiert den sogenannten "closed shop" bei einigen Insolvenzgerichten und die Tatsache, dass bei der Verwalterwahl oft juristische Qualifikationen überwiegen, während fundierte betriebswirtschaftliche Kenntnisse, die für eine erfolgreiche Sanierung essenziell sind, teils vernachlässigt werden.

Inwiefern spielt die Principal-Agent-Theorie eine Rolle für das Verständnis der Verwalterhaftung?

Die Theorie hilft zu verstehen, dass der Insolvenzverwalter als "Agent" im Interesse der "Prinzipale" (Gläubiger) handeln muss; die Haftungsregeln dienen dabei als Kontrollsystem, um den Interessenausgleich sicherzustellen.

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Details

Title
Analyse des Insolvenzverfahrens unter besonderer Berücksichtigung der Bedeutung des Insolvenzverwalters
College
University of Applied Sciences Essen
Course
Studiengang zum Diplomkaufmann (FH)
Grade
2,0
Author
Pascal Kornführer (Author)
Publication Year
2006
Pages
96
Catalog Number
V62075
ISBN (eBook)
9783638553933
ISBN (Book)
9783656568025
Language
German
Tags
Analyse Insolvenzverfahrens Berücksichtigung Bedeutung Insolvenzverwalters Studiengang Diplomkaufmann
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Pascal Kornführer (Author), 2006, Analyse des Insolvenzverfahrens unter besonderer Berücksichtigung der Bedeutung des Insolvenzverwalters, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/62075
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