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Der eigenverantwortliche Unterricht (Klippert) und der Wandel der Lernkulturen (Arnold): Was können neue reformpädagogische Konzepte leisten?

Title: Der eigenverantwortliche Unterricht (Klippert) und der Wandel der Lernkulturen (Arnold): Was können neue reformpädagogische Konzepte leisten?

Seminar Paper , 2001 , 25 Pages , Grade: 1,75

Autor:in: Thomas Fey (Author)

Didactics - Politics, Political Education
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Summary Excerpt Details

Durch den Wandel in der Gesellschaft und Technologie ist es laut Rolf Arnold erforderlich, dass sich auch das Lernen in unseren Bildungseinrichtungen wandelt. Dies bedeutet, dass es immer weniger nur auf die Inhalte des Lernens ankommen wird. Wichtiger wird es sein, dass Lernen ein aktiver Prozess des Aneignens ist, den alle Menschen erfahren müssen. Nicht das Nachsprechen von Vorgetragenem (Papageiendidaktik), sondern das selbsttätige Lernen ist für die Zukunft von großer Bedeutung.

Seiner Meinung nach können Fach-, Methoden- sowie Sozialkompetenzen nicht mehr isoliert voneinander getrennt betrachtet werden, da sie eine Einheit bilden, die integrierend von jedem Individuum entwickelt werden müssen.

Hierzu muß sich die Lernkultur in den Bildungseinrichtungen ändern. Notwendig ist eine Lernkultur, die nicht selbst dementiert, was sie ermöglichen sollte. Notwendig ist ein Ende der Kultur fremdorganisierten Lernens und eine stärkere Berücksichtigung von Formen eines selbstorganisierten und selbstgesteuerten Lernens.

Mit diesen Grundannahmen begründet Arnold seinen Wandel der Lernkulturen. Um diesen Wandel zu beschreiben, ist es aber notwendig, die Unterscheidung zwischen der "alten" und der "neuen" Lernkultur zu machen

Danach erfolgt die Vorstellung des Dreiecks des lebendigen Lernens von Arnold, die seine neue Lernkultur begründet. Hier unterscheidet er zwischen Kopf, Herz und Hand. Inwieweit er sich dabei auf Gedanken der Reformpädagogik beruft, wird zu analysieren sein.

Schließlich erfolgt eine Analyse, ob diese Vorstellung des Lernens auch auf den Sozialkundeunterricht übertragen werden kann. Hier ist vor allem der Bezug auf das Thema Werteerziehung und Rechtsradikalismus genauer zu betrachten.

Danach erfolgt eine Zusammenfassung der im Seminar vorgestellten Methoden von Klippert in Bezug auf die von Arnold vorgestellten Thesen. Hier sollen vor allem die Umsetzungsmöglichkeiten analysiert werden. Handelt es sich um rein theoretische Konstrukte oder ist eine praktische Umsetzung möglich?? Dies soll durch das Vorstellen von Gruppenarbeiten belegt beziehungsweise widerlegt werden.

Abschließend soll geklärt werden, ob diese von Arnold publizierten Thesen wirklich neu sind oder ob es sich nicht "nur" um eine Neuauflage reformpädagogischer Ideen handelt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1.) Einleitung

2.) Der Wandel vom toten / mechanistischen Lernen zum lebendigen Lernen

3.) Das Dreieck des lebendigen Lernens

3.1) Der Kopf

3.2) Das Herz

3.3) Die Hand

3.3.1) Learn – Mapping

3.3.2) Lernschleife

3.3.3) didaktisches Sechseck

3.3.4) offen gestaltbare Medien

3.3.5) Lernermethoden

4.) Sozialkundeunterricht – ein Paradebeispiel für die neue Lernkultur?

5.) Seminardurchführung und –ergebnisse

5.1) Arbeitsgruppe Kugellager

5.2) Arbeitsgruppe Fishbowl

6.) Zusammenfassung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht den Wandel von einer mechanistischen, lehrerzentrierten Lernkultur hin zu einer lebendigen, schülerorientierten Lernkultur nach den Thesen von Rolf Arnold. Ziel ist es, die theoretischen Grundlagen dieses Wandels aufzuzeigen, ihre Übertragbarkeit auf den Sozialkundeunterricht zu prüfen und die praktische Anwendbarkeit der Methoden von Heinz Klippert zur Förderung aktiver Lernprozesse zu bewerten.

  • Grundlagen des Wandels der Lernkulturen nach Rolf Arnold
  • Strukturmodell des „Dreiecks des lebendigen Lernens“ (Kopf, Herz, Hand)
  • Analyse der Relevanz neuer Lernkulturkonzepte für den Sozialkundeunterricht
  • Praktische Erprobung und Evaluation von Seminarmethoden wie „Kugellager“ und „Fishbowl“
  • Kritische Reflexion über die Originalität und historische Herleitung dieser reformpädagogischen Ideen

Auszug aus dem Buch

Die Hand des Lernens – eine gewandelte Lernkultur

Damit sich neben dem fachlichen Wissen und Können auch die methodischen Fähigkeiten sowie die Sozial- und Führungskompetenzen der Lernenden entwickeln können, ist die Einbeziehung lebendiger und handlungsorientierter Lernverfahren in Schule, Ausbildung und Weiterbildung unerläßlich. Somit ändert sich auch die Rolle des Lehrenden, der nicht weiter Vorsager und Unterweiser ist, sondern Moderator und Lernbegleiter / Lernberater. Dies erfordert ein Umdenken in der eigenen Lehrerrolle. Er vermittelt nicht mehr Wissen, sondern ist bei der Beratung von Aneignung von Wissen hilfreich. Dabei muß der Lehrer eine innere Spannung aushalten können. Nicht bei jedem Fehler hinzuzuspringen, sondern die Lernenden durch Fehler neue Wege finden lassen ist von Nöten. Der Weg ist das Ziel.

Zusammenfassung der Kapitel

1.) Einleitung: Die Einleitung begründet die Notwendigkeit einer neuen Lernkultur durch den Wandel von Gesellschaft und Technologie und skizziert das methodische Vorgehen der Arbeit.

2.) Der Wandel vom toten / mechanistischen Lernen zum lebendigen Lernen: Dieses Kapitel stellt die Gegensätze zwischen der mechanistischen Lerntheorie und den Ansätzen des lebendigen Lernens grafisch und argumentativ gegenüber.

3.) Das Dreieck des lebendigen Lernens: Hier wird das Strukturmodell nach Arnold erläutert, welches durch die Dimensionen Kopf, Herz und Hand ein ganzheitliches Lernen ermöglichen soll.

4.) Sozialkundeunterricht – ein Paradebeispiel für die neue Lernkultur?: Dieser Abschnitt prüft, inwiefern die Erziehung zur Mündigkeit im Sozialkundeunterricht durch die neue Lernkultur unterstützt und praktisch umgesetzt werden kann.

5.) Seminardurchführung und –ergebnisse: Hier werden die Ergebnisse der praktischen Erprobung der Methoden „Kugellager“ und „Fishbowl“ im Seminar sowie die Rückmeldungen der Teilnehmer dokumentiert.

6.) Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer kritischen Reflexion über den Umsetzungsbedarf an Bildungseinrichtungen und die historische Einordnung der reformpädagogischen Ansätze.

Schlüsselwörter

Lernkultur, Rolf Arnold, Heinz Klippert, lebendiges Lernen, Sozialkundeunterricht, Kopf-Herz-Hand, Handlungsorientierung, Mündigkeit, Reformpädagogik, Lernbegleiter, Methodenkompetenz, Lernschleife, Fishbowl, Kugellager, Lernprozess.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es grundsätzlich in dieser Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der Transformation von Bildungsprozessen weg von einer mechanistischen, lehrerzentrierten Vermittlung hin zu einer lebendigen, aktiven Lernkultur, wie sie von Rolf Arnold propagiert wird.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Felder sind die Theorie des Lernkulturwandels, das Modell des „Dreiecks des lebendigen Lernens“, die Anwendung im Sozialkundeunterricht sowie die Evaluation praktischer Seminarmethoden.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch Methoden von Klippert und Arnold ein schülerzentrierter Unterricht gestaltet werden kann, der die Eigenverantwortung und Mündigkeit der Lernenden fördert.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Die Arbeit kombiniert eine theoretische Analyse der Lernkulturkonzepte von Arnold mit einer praxisorientierten Evaluation von zwei spezifischen Lehrmethoden (Kugellager und Fishbowl) innerhalb eines Seminars.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Lernkulturwandels, die detaillierte Darstellung des didaktischen Dreiecks und die Analyse der Anwendbarkeit dieser Ansätze im politikwissenschaftlichen Fachunterricht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Lernkulturwandel, ganzheitliches Lernen, Methodenkompetenz, Mündigkeit und reformpädagogische Ansätze geprägt.

Warum ist die Unterscheidung zwischen „toter“ und „lebendiger“ Lernkultur für Arnold wichtig?

Arnold nutzt diese Unterscheidung, um aufzuzeigen, dass herkömmliche, mechanistische Ansätze die Lernpotenziale der Schüler durch Fremdsteuerung blockieren und eine Umstellung auf selbstorganisiertes Lernen zwingend notwendig machen.

Welches Fazit zieht die Arbeit zur Originalität der Thesen?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass Arnolds Ansätze zwar hochgradig relevant sind, in ihrem Kern jedoch auf reformpädagogische Konzepte des frühen 20. Jahrhunderts und Pestalozzis Theorien zurückgreifen.

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Details

Title
Der eigenverantwortliche Unterricht (Klippert) und der Wandel der Lernkulturen (Arnold): Was können neue reformpädagogische Konzepte leisten?
College
University of Koblenz-Landau  (Institut für Politikwissenschaft)
Course
Neue fachdidaktische Konzepte in der politischen Bildung
Grade
1,75
Author
Thomas Fey (Author)
Publication Year
2001
Pages
25
Catalog Number
V6207
ISBN (eBook)
9783638138376
ISBN (Book)
9783638742887
Language
German
Tags
Arnold Klippert Reformpädagogik Sozialkunde Unterricht Konzepte
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Thomas Fey (Author), 2001, Der eigenverantwortliche Unterricht (Klippert) und der Wandel der Lernkulturen (Arnold): Was können neue reformpädagogische Konzepte leisten?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/6207
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