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'Mechanismen der Entwicklung' nach Piaget

Title: 'Mechanismen der Entwicklung' nach Piaget

Term Paper , 2000 , 9 Pages , Grade: 1

Autor:in: Maximilian Riegl (Author)

Psychology - Developmental Psychology
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Piagets Untersuchungen richten sich nicht auf die kognitive Entwicklung von Individuen, sondern auf die Entwicklung der Kognition. Er interessiert sich demnach nicht dafür, wieviel Kinder wissen oder wissen können, sondern vielmehr wie sich ihr Denken und ihre innere Repräsentation der äußeren Realität von Entwicklungsstufe zu Entwicklungsstufe qualitativ verändert.
Hiernach bedarf es keiner externen Motivation, da sich der Organismus aus sich selbst heraus motiviert. Gemäß Piaget resultiert dies aus der angeborenen Tendenz der Aktivität zur Selbstregulierung, was sich in einem unablässigen Veränderungs- bzw. Entwicklungsprozeß beschreiben läßt (vgl. Miller, 1993; Oerter, Montada, 1998). Die zur Erklärung der Entwicklungsveränderungen formulierte Entwicklungstheorie Piagets verwendet die Begriffe „Schema“ und „Struktur“ als abstrahierende und kategorisierende Zusammenfassung beobachtbaren Verhaltens wie beispielsweise Greifen, Saugen, Werfen, Schütteln (vgl. Oerter, Montada, 1998). Hiernach beinhaltet der Begriff eines jeweiligen Schemas strukturierte Verhaltensmuster, welche die spezifische Interaktion mit der Umwelt widerspiegeln. Mit dem Begriff der Struktur wird die organisierte, koordinierte Verbindung mehrerer Schemata beschrieben, so daß Struktur in diesem Kontext als ein Schema höherer Ordnung zu bezeichnen ist. „So ist das Schema ein komplexes Konzept, das sowohl offene motorische Verhaltensmuster als auch internalisierte gedankliche Prozesse umgreift. Es schließt einfache, vorhersagbare Reaktionen praktisch auf dem Reflexniveau, aber auch komplexe Situationen mit ein, wie etwa das Verständnis einer Person vom Zahlensystem.“ (Baldwin nach Trautner, 1991). Im Rahmen dieser Entwicklungstheorie ist zu beachten, das zwischen qualitativen und quantitativen Entwicklungsveränderungen unterschieden wird (vgl. Miller, 1993): Gemäß Piaget kommt es mit dem Wandel der kognitiven Struktur, welche in ein strukturell höheres Niveau mündet (vgl. hierzu auch: Piagets Stufenkonzept, Oerter, Montada, 1998), zu qualitativen Veränderungen bzw. Entwicklungsschritten. Weiterhin geht Piaget von quantitativen Entwicklungsmerkmalen aus, wonach die Zahl der verfügbaren Schemata im Verhaltensrepertoire des Kindes oder Jugendlichen wächst. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Zu den Mechanismen der Entwicklung

2.1 Funktionale Invarianten

2.1.1 Kognitive Organisation:

2.1.2 Kognitive Adaption:

2.1.3 Kognitive Äquilibration:

3. Ergänzende Anmerkungen

3.1 Stufenkonzept und die Horizontale Verschiebung:

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Hausarbeit untersucht die grundlegenden „Mechanismen der Entwicklung“ nach Jean Piaget. Ziel ist es zu analysieren, wie kognitive Strukturen durch Selbstregulierung sowie das Zusammenspiel von funktionalen Invarianten qualitativ und quantitativ verändert werden, um den Prozess der kognitiven Anpassung an die Umwelt zu erklären.

  • Kognitive Entwicklung als Selbstregulierungs- und Veränderungsprozess
  • Die Rolle funktionaler Invarianten (Organisation, Adaption, Äquilibration)
  • Wechselspiel von Assimilation und Akkommodation
  • Piagets Stufenkonzept und die Problematik der horizontalen Verschiebung

Auszug aus dem Buch

2.1 Funktionale Invarianten

Nach Piaget handelt es sich mit den funktionalen Invarianten um einen Teil des „kollektiven Erbes“, welcher lebenslang konstant bleibt und die Beziehung des Organismus mit seiner Umwelt bestimmt.

Als elementarste funktionale Invarianten sind die kognitive Organisation und die kognitive Adaption anzusehen. Aus deren Wirkungsweisen ergibt sich letztlich die dritte funktionale Invariante der kognitiven Äquilibration.

Piaget geht davon aus, das die Tendenz, das Denken in Strukturen zu organisieren und uns an unsere Umwelt anzupassen, angeboren ist (vgl. Miller, 1993).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel erläutert Piagets Fokus auf die qualitative Veränderung kognitiver Strukturen und die Bedeutung von Schemata sowie Selbstregulierung für den Entwicklungsprozess.

2. Zu den Mechanismen der Entwicklung: Hier werden die abstrakten Merkmale und funktionalen Invarianten vorgestellt, die das tägliche Zusammenspiel zwischen dem Individuum und seiner Umwelt steuern.

3. Ergänzende Anmerkungen: Dieses Kapitel kritisiert die Annahme zeitgleicher Entwicklungsschritte im Stufenkonzept und diskutiert das Phänomen der horizontalen Verschiebung als theoretische Herausforderung.

Schlüsselwörter

Jean Piaget, kognitive Entwicklung, funktionale Invarianten, kognitive Organisation, kognitive Adaption, Assimilation, Akkommodation, Äquilibration, Schemata, Stufenkonzept, horizontale Verschiebung, Selbstregulierung, qualitative Veränderung, Struktur, Umweltanpassung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen Grundlegung der Mechanismen, die laut Piaget die kognitive Entwicklung bei Kindern vorantreiben.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf den funktionalen Invarianten wie der Organisation, Adaption und Äquilibration sowie deren Anwendung auf Piagets Stufenkonzept.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die Prozesse zu erläutern, durch die kognitive Strukturen ständig verändert und an die Erfordernisse der Umwelt angepasst werden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse der entwicklungspsychologischen Konzepte von Jean Piaget unter Einbeziehung relevanter Sekundärliteratur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert die funktionalen Invarianten, das Wechselspiel von Assimilation und Akkommodation sowie die Bedeutung des Gleichgewichts für den Lernprozess.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Kognitive Entwicklung, Äquilibration, Assimilation, Akkommodation, Schemata und Horizontale Verschiebung.

Warum betrachtet Piaget Assimilation und Akkommodation als untrennbar?

Laut Piaget sind diese Prozesse bei jedem kognitiven Vorgang lebenslang verflochten, um das Bestehende zu bewahren (Assimilation) und sich an neue Umweltprobleme anzupassen (Akkommodation).

Was versteht man unter der horizontalen Verschiebung?

Damit ist die Beobachtung gemeint, dass die gleiche kognitive Struktur in verschiedenen Inhaltsbereichen oft nicht zeitgleich realisiert wird, was das Stufenkonzept Piagets vor theoretische Probleme stellt.

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Details

Title
'Mechanismen der Entwicklung' nach Piaget
College
University of Freiburg  (Universität)
Course
Kognitive Entwicklung bei Kindern
Grade
1
Author
Maximilian Riegl (Author)
Publication Year
2000
Pages
9
Catalog Number
V62105
ISBN (eBook)
9783638554169
ISBN (Book)
9783656810322
Language
German
Tags
Mechanismen Entwicklung Piaget Kognitive Entwicklung Kindern
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Maximilian Riegl (Author), 2000, 'Mechanismen der Entwicklung' nach Piaget, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/62105
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