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Coporate Volunteering. Eine kritische Analyse unter besonderer Berücksichtigung von Zielgruppen in der Sozialen Arbeit

Title: Coporate Volunteering. Eine kritische Analyse unter besonderer Berücksichtigung von Zielgruppen in der Sozialen Arbeit

Diploma Thesis , 2004 , 164 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Marlene Walk (Author)

Social Work
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Kann man in Bezug auf Corporate Volunteering pauschal von einem Gewinn auf allen Seiten sprechen? Zur Beantwortung dieser Leitfrage gibt es einige vorab zu klärende Unterfragen. Zunächst gilt es grundlegende Fragen zu erörtern, bspw. was bürgerschaftliches Engagement von Unternehmen ist und in welchen Formen es sich in Deutschland und anderen Ländern äußert. Daran anknüpfend stellt sich die Frage, ob Corporate Citizenship zu einem ernsthaften Gestaltungselement der Soziallandschaft in Deutschland werden kann. Anschließend muss erläutert werden, was Corporate Volunteering ist und wie es sich in den Gesamtzusammenhang von Corporate Citizenship und Corporate Social Responsibility einbettet. Weiterhin zu klären wäre, welche Formen von CV es gibt und in welchem Rahmen diese Zeit- und Know-how-Spenden in gemeinnützigen Einrichtungen stattfinden. Welche Organisationen und Personen sind an der Durchführung von CV Projekten beteiligt, spielen Freiwilligenagenturen oder professionelle Vermittler hierbei eine besondere Rolle? Kritisch zu hinterfragen ist zudem, inwiefern sich die sozialen Kompetenzen einer Führungskraft innerhalb von fünf Tagen in einem sozialen Arbeitsfeld erweitern oder verändern können. Kann es sinnvoll sein eine Führungskraft in laufende Beratungsprozesse zu integrieren? Mehrfach behinderte Menschen lernen ihr Leben lang unzählige verschiedene Pflege- und Betreuungskräfte kennen, sollen sie sich zusätzlich noch auf fachfremde Personen einstellen müssen? Sterbende Menschen, die in Hospizen untergebracht sind, befinden sich in der schwersten Phase ihres Lebens. Sollten sie sich nicht störungsfrei in einem geschützten Umfeld bewegen dürfen?

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Inhaltsverzeichnis

I Einstieg

1. MOTIVATION

2. ZIEL- UND HANDLUNGSRELEVANTE FRAGEN

3. METHODE UND GANG DER UNTERSUCHUNG

II Einordnung der Begrifflichkeiten

1. BÜRGERSCHAFTLICHES ENGAGEMENT

2. CORPORATE CITIZENSHIP

2.1 Corporate Volunteering als Teil des Corporate Citizenship und des Corporate Social Responsibility

2.2 Entwicklung in den USA, Großbritannien und den Niederlanden

2.3. Aktueller Stand in Deutschland

3. SOZIALE ARBEIT UND DEREN ZIELGRUPPEN

III Corporate Volunteering

1. FORMEN DES CORPORATE VOLUNTEERING

1.1 Vier Muster des Corporate Volunteering

1.1.1 Anerkennung und Unterstützung des Engagements der Mitarbeiter

1.1.2 Ermunterung der Mitarbeiter zu bürgerschaftlichem Handeln

1.1.3 Aktive Zusammenarbeit mit Non-Profit-Organisationen

1.1.4 Unternehmens- und Arbeitnehmerengagement

1.2 Personaleinsatz als Instrument der Personal- und Teamentwicklung

1.2.1 Einsatz und Entwicklung von sozialer und kommunikativer Kompetenz

1.2.2 Einsatz und Entwicklung von Managementkompetenz

1.2.3 Einsatz und Vertiefung von Projektmanagement und Fachkompetenz

1.2.4 Einsatz und Entwicklung von Teamkompetenz, Gruppenkommunikation, und Gruppenpotential

2. CORPORATE VOLUNTEERING AUS SICHT DER BETEILIGTEN

2.1 Wirtschaft

2.1.1 Unternehmen

2.1.2 Mitarbeiter

2.2 Vermittlungsorganisationen

2.3 Dritter Sektor

3. ZUSAMMENFASSUNG

IV Personalentwicklung durch Sozialpraktika in der Praxis

1. SEITENWECHSEL

1.1 Projektbeschreibung

1.2 Praxisbeispiel: Hospizarbeit

1.2.1 Fortbildung in der Hospizarbeit

1.2.2 Hospizarbeit

1.2.3 Freiwillige Helfer in der Hospizarbeit

2. ALTERA – DIE ANDERE SEITE

2.1 Projektbeschreibung

2.2 Praxisbeispiel: Wohnungslosenhilfe

2.2.1 Lernwoche bei Asphalt, dem Straßenmagazin

2.2.2 Das Straßenmagazin Asphalt

2.2.3 Freiwillige Helfer bei Asphalt

3. ZUSAMMENFASSUNG

V Diskussion

1. NUTZEN UND RISIKEN VON CORPORATE VOLUNTEERING ALS INSTRUMENT DER PERSONALENTWICKLUNG

1.1 Nutzen und Risiken für die Beteiligten

1.1.1 Unternehmen

1.1.2 Mitarbeiter und Führungskräfte

1.1.3 Non-Profit-Organisationen und Soziale Arbeit

1.2 Nutzen für die Zielgruppen der Sozialen Arbeit

1.3 Status der teilnehmenden Führungskräfte und Mitarbeiter

2. DISKUSSION DER PRAXISBEISPIELE

2.1 SeitenWechsel

2.1.1 Sterbende und schwerkranke Menschen als Zielgruppe

2.1.2 Freiwillige Helfer und Teilnehmer an SeitenWechsel im Hospiz

2.1.3 Chancen und Risikopotentiale

2.1.4 Empfehlungen zur Herstellung einer Win-Win-Situation

2.2 Altera

2.2.1 Verkäufer von Straßenmagazinen als Zielgruppe

2.2.2 Freiwillige Helfer und Teilnehmer an Altera bei Asphalt

2.2.3 Chancen und Risikopotentiale

2.2.4 Empfehlungen zur Herstellung einer Win-Win-Situation

2.3 SeitenWechsel und Altera im Vergleich

3. ABLEITUNG VON GESTALTUNGSEMPFEHLUNGEN FÜR DIE PRAXIS

3.1 … für die Projektträger

3.2 … für die Zielgruppen

3.3 … für die Soziale Arbeit

3.4 … für die Unternehmen

3.5 … für die Führungskräfte und Mitarbeiter

VI Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert kritisch das Konzept des Corporate Volunteering als Instrument der Personalentwicklung unter besonderer Berücksichtigung der Auswirkungen auf Zielgruppen in der Sozialen Arbeit. Dabei wird untersucht, ob das in der Wirtschaft oft postulierte Prinzip der Win-Win-Situation auch in sensiblen sozialen Arbeitsfeldern wie der Hospizarbeit oder der Wohnungslosenhilfe Bestand hat.

  • Grundlagen des bürgerschaftlichen Engagements und Corporate Citizenship
  • Differenzierung verschiedener Formen von Corporate Volunteering
  • Kritische Diskussion des Personaleinsatzes als Instrument der Personalentwicklung
  • Praxisnahe Fallbeispiele durch die Projekte "SeitenWechsel" und "Altera"
  • Ableitung von Gestaltungsempfehlungen für eine verantwortungsvolle Praxis

Auszug aus dem Buch

1.2.1 Einsatz und Entwicklung von sozialer und kommunikativer Kompetenz

Sozialausbildung

Diese Variante des Personaleinsatzes versucht eine bestimmte Zielgruppe innerhalb des Unternehmens anzusprechen: Auszubildende.

Die Sozialausbildung kann – auf freiwilliger Basis – in die originäre Ausbildung integriert werden. Junge Mitarbeiter teilen sich für mehrere Wochen den Arbeitsplatz mit – in der Praxis – meist geistig- oder körperbehinderten Menschen. Wichtig ist hierbei die Vor- und Nachbereitung des Einsatzes, da Berührungsängste auf allen Seiten bestehen können. Kennzeichnend für diesen Typus ist der Einsatz über die Dauer von mehreren Wochen.

Die ‚Valeo Wischersysteme GmbH’, mit Sitz im baden-württembergischen Bietigheim-Bissingen, stellt ein gutes Beispiel für die Form der Sozialausbildung dar. Seit 1997 existiert eine dauerhafte Kooperation zwischen dem Unternehmen und einer Werkstatt für geistig behinderte Menschen in Bietigheim-Bissingen. Jedes Jahr haben zwölf Auszubildende im dritten Lehrjahr mit dem Ausbildungsberuf Industriemechaniker, Fachrichtung Produktionstechnik, die Möglichkeit für einen Monat in der Werkstatt mitzuarbeiten. In einer ersten Phase lernen sie den dortigen Produktionsalltag kennen und übernehmen Betreuungsfunktionen für die behinderten Menschen. Während der zweiten Phase versuchen sie eigenverantwortlich die Werkstatt auf die speziellen Bedürfnisse behinderter Menschen anzupassen. Die Auszubildenden können durch diese Form von CV sowohl ihre fachlichen als auch ihre sozialen und persönlichen Kompetenzen – durch die Offenheit für Neues und den Umgang mit anderen Menschen – erweitern. Das Zusammenarbeiten mit behinderten Menschen trägt zudem zum Abbau von Vorurteilen bei.

Zusammenfassung der Kapitel

I Einstieg: Das Kapitel motiviert die Arbeit vor dem Hintergrund gesellschaftlichen Wandels und der zunehmenden Bedeutung des bürgerschaftlichen Engagements von Unternehmen, wobei das Ziel der kritischen Analyse von Corporate Volunteering formuliert wird.

II Einordnung der Begrifflichkeiten: Hier werden zentrale Begriffe wie bürgerschaftliches Engagement, Corporate Citizenship und Corporate Social Responsibility definiert und in den Kontext der Sozialen Arbeit eingeordnet.

III Corporate Volunteering: Es werden fünf verschiedene Formen von Corporate Volunteering detailliert vorgestellt, wobei der Schwerpunkt auf dem Personaleinsatz als Instrument der Personalentwicklung liegt.

IV Personalentwicklung durch Sozialpraktika in der Praxis: Die Projekte "SeitenWechsel" und "Altera" werden als konkrete Praxisbeispiele zur Personalentwicklung in der Hospiz- und Wohnungslosenhilfe ausführlich analysiert.

V Diskussion: Die Ergebnisse aus den vorangegangenen Kapiteln werden kritisch diskutiert, wobei insbesondere der Nutzen und die Risiken für die beteiligten Akteure und die Zielgruppen der Sozialen Arbeit beleuchtet werden.

VI Fazit und Ausblick: Das Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen, würdigt die Arbeit kritisch und gibt Empfehlungen für zukünftige Forschungsvorhaben sowie Einschätzungen zur Entwicklung von Corporate Volunteering.

Schlüsselwörter

Corporate Volunteering, Corporate Citizenship, Personalentwicklung, Soziale Arbeit, Sozialpraktika, Freiwilligenarbeit, Win-Win-Situation, Bürgergesellschaft, Personaleinsatz, Hospizarbeit, Wohnungslosenhilfe, Unternehmen, Zielgruppen, Sozialmanagement, CSR

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht kritisch den Einsatz von Corporate Volunteering (betriebliche Freiwilligenprogramme) als Instrument der Personalentwicklung und dessen Auswirkungen auf die betroffenen Zielgruppen in der Sozialen Arbeit.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Themen umfassen die Definition von Corporate Citizenship, die verschiedenen Formen des Corporate Volunteering, die Verknüpfung mit Personalentwicklung sowie die Analyse konkreter Praxisbeispiele im sozialen Sektor.

Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin?

Das Ziel ist es, kritisch zu analysieren, ob Corporate Volunteering tatsächlich eine "Win-Win-Situation" für alle Beteiligten darstellt – insbesondere unter Berücksichtigung des Wohls der Klienten in sozialen Einrichtungen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Neben einer ausführlichen theoretischen Aufarbeitung des Themas nutzt die Arbeit Experteninterviews mit Personen aus dem sozialen Arbeitsfeld, um Hintergrundinformationen und Praxisreflexionen zu gewinnen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Differenzierung der Formen des Corporate Volunteering, die detaillierte Vorstellung der Praxisbeispiele "SeitenWechsel" und "Altera" sowie die abschließende kritische Diskussion von Nutzen und Risiken.

Welche Schlagworte charakterisieren das Werk?

Wichtige Begriffe sind Corporate Volunteering, Personalentwicklung, Sozialpraktika, Bürgergesellschaft, Soziale Arbeit und Unternehmensethik.

Was ist das zentrale Kritikpunkte an Corporate Volunteering im sozialen Bereich?

Ein zentraler Kritikpunkt ist die mögliche Störung der professionellen Arbeit durch fachfremde Unternehmensmitarbeiter, die Gefahr eines "Sozialtourismus" sowie die Frage, ob die Bedürfnisse der Klienten ausreichend gewahrt bleiben.

Wie bewertet die Autorin die Rolle der Zielgruppen in solchen Projekten?

Die Autorin weist darauf hin, dass die Zielgruppen (Adressaten der Sozialen Arbeit) in der bisherigen Debatte meist als passive Beteiligte außen vor bleiben, und fordert eine stärkere Berücksichtigung ihrer Rechte auf Selbstbestimmung und Mitsprache.

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Details

Title
Coporate Volunteering. Eine kritische Analyse unter besonderer Berücksichtigung von Zielgruppen in der Sozialen Arbeit
College
University of Applied Sciences and Arts Hildesheim, Holzminden, Göttingen  (Fakultät Soziale Arbeit und Gesundheit)
Grade
1,3
Author
Marlene Walk (Author)
Publication Year
2004
Pages
164
Catalog Number
V62175
ISBN (eBook)
9783638554688
ISBN (Book)
9783656793533
Language
German
Tags
Coporate Volunteering Analyse Berücksichtigung Zielgruppen Sozialen Arbeit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Marlene Walk (Author), 2004, Coporate Volunteering. Eine kritische Analyse unter besonderer Berücksichtigung von Zielgruppen in der Sozialen Arbeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/62175
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