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Gesundheitsberatung durch die GKV: Problemdefinition und Ausblicke

Title: Gesundheitsberatung durch die GKV: Problemdefinition und Ausblicke

Term Paper , 2006 , 13 Pages , Grade: sehr gut

Autor:in: Daniel Neuber (Author)

Health - Miscellaneous
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Die zentrale Hypothese, welche in dieser Arbeit bezüglich der angesprochenen Problematik verfolgt werden soll, lässt sich unter der Fragestellung verdeutlichen, welchen rechtlichen Rahmenbedingungen sind die gesetzlichen Krankenkassen bzgl. Gesundheitsberatung unterworfen und welche Probleme vorhanden sind bei der Ausübung von Gesundheitsberatung mit dem Ziel, den Versicherten zu unterstützen. Angesichts der öffentlichen Debatte über die Fokussierung auf mehr Prävention und weniger kurativen Schwerpunkten im bundesdeutschen Gesundheitswesen, speziell im Kontext der gesetzlichen Krankenversicherung, liegt es nahe sich Gedanken über die Zukunft zu machen. Dies soll in einem Ausblick geschehen, indem es um die weitere Ausgestaltung des Beratungsauftrages von gesetzlichen Krankenkassen geht.

Um dieser Thematik genauer nachgehen zu können, geht es zu Beginn, im ersten Abschnitt um eine begriffliche Klärung dessen, was unter Gesundheitsberatung zu verstehen ist. Anhand zweier Zitate wird die Begrifflichkeit "Gesundheitsberatung" und der Stellenwert somit verdeutlicht werden.

Im weiteren Verlauf werden dann Handlungsfelder, Kernaufgaben und Ziele von Gesundheitsberatung im deutschen Gesundheitssystem deklariert und deren Relevanz anhand einzelner Beispiele erläutert.

Anschleißend werden dann die rechtlichen Rahmenbedingungen aufgeführt, um zu verdeutlichen welcher Gesetzesgrundlage die Krankenkassen derzeitig unterworfen sind.

In einem weiteren Abschnitt, welcher als Ausblick dient, ist es die Aufgabe Chancen und Risiken zu benennen, die sich aus der aktuellen Reformdebatte im bundesdeutschen Gesundheitswesen ergeben. Dies insbesondere im Hinblick auf die gesundheitspolitische Rolle, welche der Gesundheitsberatung vor diesem Hintergrund zukommt.

In einem Fazit werde ich zum Ende meiner Hausarbeit zu der Problematik Stellung nehmen und eigene konstruktive Gedanken zur Verbesserungen anstreben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsbestimmung

3. Notwendigkeit von Gesundheitsberatung in der GKV

3.1 Handlungsfelder, Kernaufgaben und Ziele

3.2 Relevanz der Aufgaben und Ziele von Gesundheitsberatung im Gesundheitswesen

3.3 Gesetzliche Rahmenbedingungen

4. Ausblick

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Ist-Stand der Gesundheitsberatung in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) und analysiert, welche rechtlichen Rahmenbedingungen bestehen und welche Probleme bei der Beratung zur Unterstützung der Versicherten auftreten, um zukünftige Ausgestaltungsmöglichkeiten aufzuzeigen.

  • Grundlagen und Definitionen der Gesundheitsberatung
  • Notwendigkeit und Relevanz von Gesundheitsberatung in der GKV
  • Analyse der gesetzlichen Rahmenbedingungen (SGB I, SGB V)
  • Empowerment und Patientenorientierung als zukünftige Leitprinzipien

Auszug aus dem Buch

3.3 Gesetzliche Rahmenbedingungen

Der Begriff der „gesetzlichen Krankenversicherung“ steht im deutschen Gesundheitswesen als Sammelbegriff für verschiedene per Gesetz geschaffene Krankenkassen. Diese sind alle durch das Sozialgesetzbuch (SGB) an Gesetze gebunden. Möchte man die rechtlichen Rahmenbedingungen für gesetzliche Krankenkassen zum Thema „Beratung“ darstellen, macht es Sinn das SGB zur Hand zu nehmen.

Die wesentlichsten rechtlichen Rahmenbedingungen, in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) hinsichtlich Gesundheitsberatung sollen im Folgenden kurz aufgeführt werden, denn diese Paragraphen sollen es dem Bürger, Versicherten und Patienten erleichtern, eine Krankheit zu überstehen, sich mit den Folgen einer Krankheit auseinanderzusetzen, oder im besten Fall, eine Krankheit durch Prävention vermeiden.

Nach § 13 SGB I sind die gesetzlichen Krankenkassen dazu verpflichtet die Bevölkerung über Rechte und Pflichten nach dem Sozialgesetzbuch aufzuklären. Kennzeichnend für die Paragraphen ist, dass dieser sowohl die ganze Bevölkerung, wie auch einzelne Adressaten anspricht. Dies soll bedeuten, dass auch Individuen, die nicht Mitglied einer Krankenkasse sind, einen Anspruch auf Aufklärung über ihre Rechte und Pflichten haben.

Die Paragraphen 14 und 15 SGB I sind hingegen in ihrer Adressierung abweichend von § 13 SGB I. Tituliert wird § 14 SGB I mit Beratung und § 15 SGB I mit Auskunft. Beide sind individuenbezogen. Folglich resultiert auf Grundlage dieser Paragraphen ein Rechtsanspruch, welcher nach § 13 SGB I nicht gegeben ist. Beratung definiert sich durch Befähigung. Diese erlangt man durch spezifische Bildung. Nur wer diese besitzt, kann auch Beratung nach dem SGB ausüben. Es liegt somit eine umfassendere Tätigkeit vor als wenn man Auskunft ausübt. Auskunft ist nach § 15 SGB I von den Sozialversicherungsträgern zu gewährleisten. Hierbei kann man die Begrifflichkeit der Auskunft eher als eine Benennungsfunktion definieren. Ein gutes Beispiel für eine Auskunft ist, wenn ein Versicherter um Rat bittet, welcher Leistungsträger für seine Rehabilitationsmaßnahme aufkommt. Mit der Benennung des Leistungsträgers wird dann somit eine Auskunft getätigt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung verdeutlicht die zentrale Stellung der Gesundheit als höchstes Gut und leitet die Fragestellung bezüglich der rechtlichen Rahmenbedingungen und der Problematik der Gesundheitsberatung in der GKV her.

2. Begriffsbestimmung: In diesem Kapitel wird der Begriff der Gesundheitsberatung durch verschiedene Fachdefinitionen theoretisch fundiert und in den Kontext von Befähigung und Verhaltensänderung gesetzt.

3. Notwendigkeit von Gesundheitsberatung in der GKV: Hier werden die Transparenzdefizite und die zunehmende Komplexität der Leistungslandschaft als zentrale Gründe für die Notwendigkeit einer professionellen Beratung in der GKV identifiziert.

3.1 Handlungsfelder, Kernaufgaben und Ziele: Dieses Kapitel systematisiert die Aufgaben in Information, Koordination und persönliche Beratung sowie die Ziele der Selbstbestimmungsstärkung und Verringerung sozialer Ungleichheiten.

3.2 Relevanz der Aufgaben und Ziele von Gesundheitsberatung im Gesundheitswesen: Der Text erläutert, warum die beratende Begleitung durch Versorgungsstrukturen und die Schaffung einer partnerschaftlichen Arzt-Patient-Beziehung essenziell für die Patientenorientierung sind.

3.3 Gesetzliche Rahmenbedingungen: Dieser Abschnitt analysiert die relevanten Paragraphen des SGB I und SGB V, die den Beratungs- und Auskunftsauftrag der Krankenkassen definieren.

4. Ausblick: Der Ausblick diskutiert zukünftige Anforderungen, wie den Übergang von reiner Versorgungsberatung hin zu Empowerment-orientierten Ansätzen im Rahmen der Integrierten Versorgung.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Notwendigkeit eines Umdenkens von einem kurativen hin zu einem präventiven Beratungsfokus zusammen, um die Qualität der Versorgung und die Patientenautonomie nachhaltig zu sichern.

Schlüsselwörter

Gesundheitsberatung, GKV, Sozialgesetzbuch, Patientenorientierung, Empowerment, Prävention, Shared Decision Making, Patientenautonomie, Gesundheitskommunikation, Versorgungsberatung, Krankenkassen, Integrierte Versorgung, Compliance, Gesundheitsförderung, Patientenberatung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert den Status quo und die Zukunftsfähigkeit der Gesundheitsberatung durch gesetzliche Krankenkassen in Deutschland unter Berücksichtigung rechtlicher und systemischer Faktoren.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen umfassen die rechtliche Grundlage der Beratung im SGB, die Notwendigkeit von Patientenberatung aufgrund mangelnder Systemtransparenz sowie die Bedeutung von Empowerment und Prävention.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die bestehenden Hindernisse und rechtlichen Rahmenbedingungen für eine adäquate Gesundheitsberatung zu identifizieren und Potenziale für eine stärkere Patientenorientierung aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine theoretische Analyse, die auf Fachliteratur, gesetzlichen Grundlagen (SGB I, V) und wissenschaftlichen Definitionen basiert, um den Ist-Zustand und Aussichten zu bewerten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit primär diskutiert?

Der Hauptteil behandelt die Begriffsdefinitionen, die Notwendigkeit der Beratung durch komplexe Leistungsstrukturen, die Aufschlüsselung der Handlungsfelder sowie die Analyse relevanter Paragraphen zur Beratungspflicht.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird besonders durch die Begriffe Gesundheitsberatung, Patientenorientierung, SGB, Empowerment und Prävention charakterisiert.

Worin unterscheidet sich laut Autor die Beratung von der Auskunft im SGB?

Der Autor definiert Beratung als befähigende Tätigkeit, die spezifische Bildung voraussetzt, während Auskunft eine eher benennende Funktion zur Information über Zuständigkeiten darstellt.

Welche Rolle spielt die Integrierte Versorgung für die Gesundheitsberatung?

Die Integrierte Versorgung wird als wichtiger Schritt gesehen, um Transparenz zu schaffen, Doppeluntersuchungen zu vermeiden und eine verbesserte, vertragsbasierte Zusammenarbeit zwischen Leistungserbringern zu ermöglichen.

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Details

Title
Gesundheitsberatung durch die GKV: Problemdefinition und Ausblicke
College
Bielefeld University  (Fakulät für Gesundeitswissenschaften)
Course
Praxisfeld Gesundheitsberatung
Grade
sehr gut
Author
Daniel Neuber (Author)
Publication Year
2006
Pages
13
Catalog Number
V62264
ISBN (eBook)
9783638555364
ISBN (Book)
9783638838474
Language
German
Tags
Gesundheitsberatung Problemdefinition Ausblicke Praxisfeld Gesundheitsberatung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Daniel Neuber (Author), 2006, Gesundheitsberatung durch die GKV: Problemdefinition und Ausblicke, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/62264
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