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Der Bürgerbegriff bei Aristoteles und Hobbes

Title: Der Bürgerbegriff bei Aristoteles und Hobbes

Seminar Paper , 2003 , 16 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Verena Stockmair (Author)

Politics - Political Theory and the History of Ideas Journal
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Wie in anderen Bereichen, so wurde in der politischen Philosophie die Neuzeit durch einen gleichsam revolutionären Akt eingeleitet. Thomas Hobbes veränderte im 17. Jahrhundert mit seinen Werken, allen voran dem ‚Leviathan’, die philosophischen Grundlagen des politischen Denkens vollkommen. War das politische Denken der Antike und des Mittelalters noch durch den Gedanken des Naturrechts sowie die Lehre des guten und gerechten Lebens geprägt, findet nun eine Paradigmenwechsel statt. Hobbes entwickelt eine Philosophie, die streng auf den Grundsätzen der Rationalität basiert. Eine, bestimmten Moralvorstellungen und Ideologien folgende, politische Denkweise wird nun durch eine, der mathematischen Methode folgende, wissenschaftliche Philosophie ersetzt. Wird die Entwicklung der neuzeitlichen Philosophie in erster Linie Hobbes zugerechnet, so war die bis dahin bestehende politische Philosophie vor allem durch die Vorstellungen Aristoteles bestimmt. In seiner ‚Politik’ gibt er eine Analyse des Aufbaus der menschlichen Gemeinschaft sowie der unterschiedlichen Staatsformen bezüglich derer Zweckmäßigkeit und Gerechtigkeit. Im Folgenden sollen nun die Staatslehren der beiden bezüglich derer Bürgerbegriffe miteinander verglichen werden. Dazu wird zunächst der Bürger in der ‚Politik’ Aristoteles dahingegen untersucht, wie er definiert wird, wie man dazu wird und was ihn im Einzelnen ausmacht. Die gleichen Untersuchungskriterien sollen daraufhin auf den Bürger, wie ihn Hobbes in seinem ‚Leviathan’ bestimmt, angewendet werden. Anschließend soll versucht werden anhand der erarbeiteten Begriffsbestimmungen, Gemeinsamkeiten und Differenzen dieser beiden Bürgerbegriffe zu bestimmen.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Bürgerbegriff bei Aristoteles und Hobbes. Gemeinsamkeiten und Differenzen.

2.1 Der Bürgerbegriff bei Aristoteles

2.1.1 Wie wird der Bürger definiert?

2.1.2 Wie wird man Bürger?

2.1.3 Wodurch zeichnet sich der Bürger aus?

2.2 Der Bürgerbegriff bei Hobbes

2.2.1 Wie wird der Bürger definiert?

2.2.2 Wie wird man Bürger?

2.2.3 Wodurch zeichnet sich der Bürger aus?

2.3 Vergleich der beiden Ansätze

2.3.1 Gemeinsamkeiten

2.3.2 Differenzen

2.3.3 Zusammenfassung

3. Schluss

4. Quellenangabe

5. Literaturangabe

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die Staatslehren von Aristoteles und Thomas Hobbes hinsichtlich ihrer jeweiligen Bürgerbegriffe vergleichend zu untersuchen, um Gemeinsamkeiten sowie fundamentale Differenzen herauszuarbeiten und deren Bedeutung für das politische Denken zu beleuchten.

  • Analyse des Bürgerbegriffs in Aristoteles' „Politik“
  • Untersuchung des Bürger- und Untertanenbegriffs in Hobbes' „Leviathan“
  • Gegenüberstellung der unterschiedlichen Menschenbilder
  • Vergleich der Partizipationsvorstellungen und Gehorsamspflichten
  • Evaluierung der politischen Relevanz beider Ansätze für moderne Vorstellungen

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Wie wird der Bürger definiert?

Auf der Suche nach einer Definition des Bürgers oder Staatsbürgers klammert Aristoteles zunächst Kriterien aus, die als solche das Bürgerrecht noch nicht ermöglichen. So sind weder der Wohnort, noch die Berechtigung, Recht zu vertreten und vor Gericht zu erscheinen, hinreichende Bedingungen für die vollständige Staatsbürgerschaft. Als Beispiel nennt er Kinder, die wegen ihres Alters noch nicht in die Bürgerlisten aufgenommen sind sowie Greise, die von den Bürgerpflichten befreit sind.

„Sie sind in gewisser Weise Bürger, aber nicht schlechthin, sondern mit dem Zusatze, daß die einen es unvollständig sind und die anderen als ehemalige oder dergleichen […].“ (Pol. III 1, 1275a17 f.)

Als Staatsbürger schlechthin dagegen bezeichnet Aristoteles denjenigen, der berechtigt ist, am Gericht sowie an der Regierung teilzunehmen. Er definiert den Bürgerstatus also anhand der Partizipation am Regierungsgeschäft.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in den Paradigmenwechsel der politischen Philosophie von der Antike zur Neuzeit ein und legt das Ziel fest, den Bürgerbegriff bei Aristoteles und Hobbes zu vergleichen.

2. Der Bürgerbegriff bei Aristoteles und Hobbes. Gemeinsamkeiten und Differenzen.: Dieses Kapitel bildet den Hauptteil der Arbeit, in dem die Konzepte der beiden Philosophen getrennt analysiert und anschließend systematisch verglichen werden.

2.1 Der Bürgerbegriff bei Aristoteles: Aristoteles definiert den Bürger über die aktive Teilhabe am Regierungsgeschäft und unterscheidet dabei die Tugend des Bürgers von der Tugend des vollkommenen Mannes.

2.2 Der Bürgerbegriff bei Hobbes: Hobbes führt den Menschen als Untertan ein, der durch einen Vertrag den Naturzustand überwindet und sich einem Souverän unterwirft, um Sicherheit und Frieden zu gewährleisten.

2.3 Vergleich der beiden Ansätze: Dieser Abschnitt arbeitet die Gemeinsamkeiten, wie die normative Zielsetzung des Ideal-Staates, sowie die grundlegenden Differenzen, insbesondere in Bezug auf Partizipation versus Unterwerfung, heraus.

3. Schluss: Der Schlussteil reflektiert die Erkenntnisse der Untersuchung und ordnet die Bedeutung der beiden Philosophen für das moderne politische Verständnis ein.

Schlüsselwörter

Aristoteles, Thomas Hobbes, Bürgerbegriff, Staatsbürger, Untertan, Politik, Leviathan, Staatslehre, Partizipation, Souverän, Naturzustand, Gesellschaftsvertrag, politische Philosophie, Menschenbild, Herrschaftslegitimation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht und vergleicht die unterschiedlichen Auffassungen vom Bürger bei Aristoteles und Thomas Hobbes.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen die Definition des Bürgers, die Voraussetzungen für den Bürgerstatus sowie die Rechte und Pflichten des Bürgers im jeweiligen Staatsgefüge.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, durch eine vergleichende Analyse der „Politik“ von Aristoteles und des „Leviathan“ von Hobbes die Gemeinsamkeiten und Differenzen ihrer Bürgerbegriffe darzustellen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die Methode der vergleichenden Textanalyse der jeweiligen Primärquellen, ergänzt durch die Einbeziehung politikwissenschaftlicher Sekundärliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Analyse der Bürgerkonzepte beider Denker sowie eine abschließende Gegenüberstellung ihrer Kernthesen.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die zentralen Begriffe sind Bürgerbegriff, Partizipation, Souveränität, Naturzustand und Staatslehre.

Wie unterscheidet sich der Bürgerstatus bei Aristoteles von dem bei Hobbes?

Bei Aristoteles ist der Bürger ein an den Staatsgeschäften partizipierendes Wesen, während der Bürger bei Hobbes primär ein Untertan ist, der seine Freiheit zugunsten der Sicherheit an einen Souverän abgibt.

Warum spielt das Menschenbild eine entscheidende Rolle für den Vergleich?

Die unterschiedlichen Menschenbilder – Aristoteles sieht den Menschen als von Natur aus politisches Gemeinschaftswesen, Hobbes als konkurrierendes Individuum im Naturzustand – begründen die jeweiligen, stark divergierenden Staats- und Bürgerkonzepte.

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Details

Title
Der Bürgerbegriff bei Aristoteles und Hobbes
College
University of Regensburg  (Institut für Politikwissenschaft)
Course
Einführung in die politische Theorie
Grade
2,0
Author
Verena Stockmair (Author)
Publication Year
2003
Pages
16
Catalog Number
V62265
ISBN (eBook)
9783638555371
ISBN (Book)
9783656784913
Language
German
Tags
Bürgerbegriff Aristoteles Hobbes Einführung Theorie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Verena Stockmair (Author), 2003, Der Bürgerbegriff bei Aristoteles und Hobbes, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/62265
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