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Trance: Determinanten, Inhalte und Konsequenzen - Eine empirische Studie am Beispiel Ritueller Körperhaltungen

Título: Trance: Determinanten, Inhalte und Konsequenzen - Eine empirische Studie am Beispiel Ritueller Körperhaltungen

Tesis , 2005 , 361 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Christina Hunger (Autor)

Psicología - Psicología clínica, Psicopatología, Prevención
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Insgesamt unterteilt sich die Ausarbeitung in vier Teilbereiche. Der Theorieteil (Teil A) wird durch eine phänomenologische Darstellung veränderter Bewusstseinszustände eröffnet (Kapitel 1). Diesem folgt eine defini-torische Annäherung an den Begriff der `Trance´ (Kapitel 2). Auf die Taxonomie und Induktionsunabhängigkeit veränderter Bewusstseinszustände geht das folgende Kapitel ein (Kapitel 3). Anschließend werden einige ausgewählte Ritualaspekte berücksichtigt (Kapitel 4). Ebenso stellen sich Fragen des Umgangs mit Erfahrungen veränderter Bewusstseinszustände (Kapitel 5). Es folgt eine Kurzdarstellung zum Thema Schamanismus sowie zur Anthropologie und Methodik Ritueller Körperhaltungen (Kapitel 6). Den Theorieteil abschließend eröffnet sich der Forschungsstand (Kapitel 7). Der Erarbeitung des theoretischen und empirischen Hintergrundes zum Thema veränderter Bewusstseinszustände folgt die Darstellung der Durchführung und Auswertung der eingesetzten qualitativen Methoden (Teil B). Zu Beginn werden die forschungsleitenden Fragestellungen präzisiert (Kapitel 8). Gründe für die Auswahl qualitativer Messmethodik (Kapitel 9) sowie die Rahmenbedingungen der Forschung (Kapitel 10) schließen sich an. Es folgt eine ausführliche Vorstellung der ausgewählten qualitativen Untersuchungsmethoden (Kapitel 11) bevor abschließend die Gütekriterien, an der sich die vorliegende Arbeit zu messen hat, thematisiert werden (Kapitel 12). Die Ergebnisdarstellung (Teil C) orientiert sich an der Chronologie des Forschungsvor- gehens. Zuerst wird auf Resultate der teilnehmenden Beobachtung eingegangen (Kapitel 13). Es folgen die Ergebnisse des selbstentwickelten Kurzfragebogens (Kapitel 14), der rezeptiven Interviews (Kapitel 15) und abschließend die der erfahrungszentrierten Leitfadeninterviews (Kapitel 16). Zusammen bilden sie die Basis weiterführender Diskussionen unter Rückbezug auf die im Theorieteil erörterten theoretischen Gesichtspunkte (Teil D). Die Ausführungen im Diskussionsteil reflektieren zuerst die Ergebnisse hinsichtlich der zugrunde liegenden Fragestellungen und grenzen Rituelle Körperhaltungen gegenüber einer spirituellen Körper- und Psychotherapie ab (Kapitel 17). Es folgt die Diskussion der zur Untersuchung eingesetzten Methoden (Kapitel 18). Die vorliegende Arbeit abschließend werden die Grenzen der Forschung aufgezeigt (Kapitel 19). [...]

Extracto


Inhaltsverzeichnis

Teil A – THEORETISCHER UND EMPIRISCHER HINTERGRUND

1. Phänomenologie von Bewusstseinszuständen

1.1. Evolutionstheoretische Überlegungen der Bewusstseinsentwicklung

1.2. Typologien, Topographien und Dimensionen des menschlichen Bewusstseins

1.2.1 Dittrich (1990): Typologie normaler und veränderter Wachbewusstseinszustände

1.2.2 Topographien veränderter Wachbewusstseinszustände

1.2.3 Topographien des Unbewussten

1.3. Kategorien, Dimensionen und Verläufe von Erfahrungen veränderten Wachbewusstseins

1.3.1 Zustandsbetrachtungen

1.3.2 Verlaufsbetrachtungen

2. Trance: Versuch einer Begriffsdefinition über Abgrenzungen

2.1. Trance: allgemeine Einführungen

2.2. Ergotrope Trancen

2.2.1. Trancereisen in andere Wirklichkeiten

2.2.2. Besessenheitstrancen

2.2.3. Einfügung: Ekstase und Enthusiasmus

2.3. Trophotrope Trancen

2.3.1. Hypnotische Trance

2.3.2. Meditative Trance

3. Determinanten von Trance

3.1. Induktion: Taxonomie und Induktionsunabhängigkeit veränderter Bewusstseinszustände

3.2. Suggestion und Suggestibilität

3.2.1. Determinanten der Suggestibilität

3.2.2. Ritualleiter-Teilnehmer-Interaktion

3.3. Dissoziation

4. Ritual, Set und Setting

4.1. Ritual

4.1.1. Mythos

4.1.2. Formalia, Symbole und Performanz

4.2. Set und Setting

4.2.1. Set

4.2.2. Setting

4.2.3. Einfügung: Zeit

5. Umgang mit Erfahrungen veränderter Bewusstseinszustände

5.1. Erlebnis versus Erfahrung

5.1.1. Erlebnis

5.1.2. Erfahrung

5.2. Integration

5.2.1. Autotelische Erlebnisse und reflektierter Umgang

5.2.2. Adaption: Assimilation und Akkomodation

5.3. Dimensionen der Integration: individuelle und soziokulturelle Determinanten

5.3.1. Weltbild

5.3.2. Extreme der Interpretation: Grenz- und Gewohnheitserfahrungen

5.3.3. Individuation

6. Schamanismus und Trance: Rituelle Körperhaltungen

6.1. Schamanismus

6.1.1. Schamanisches Weltbild

6.1.2. Schamane als Beruf(ung) zum Psychologen?

6.2. Rituelle Körperhaltungen

6.2.1. Zur Person: Felicitas Goodman

6.2.2. Anthropologie

6.2.3. Methodik: das Ritual

7. Forschungsstand: Rituelle Körperhaltungen

7.1. Grundlagenartikel (Goodman, 1986)

7.2. Physiologische Aspekte

7.2.1. Neurophysiologische Veränderungen

7.2.2. Neurochemische Veränderungen

7.3. Psychologische Aspekte

7.3.1. Wenzel (1995)

7.3.2. Kremer und Krippner (1994)

7.3.3. Woodside, Kumar und Pekala (1997)

7.4. Diplomarbeiten

7.4.1. Baldemair (1999)

7.4.2. Schirmbrand (1991)

7.4.3. Gesell (2004)

7.5. Zusammenfassung: Erlebniskonsistenz Ritueller Körperhaltungen

7.6. Zusammenfassung: Determinanten und Konsequenzen von Tranceerfahrungen Ritueller Körperhaltungen

7.7. Zusammenfassung: Vergleiche zwischen Erfahrenen und Neulingen

7.8. Zusammenfassung: Methodenkritik

Teil B – METHODENTEIL

8. Fragestellungen der Studie

8.1. Fragestellung 1: Erlebniskonsistenz Ritueller Körperhaltungen

8.2. Fragestellung 2: Determinanten und Konsequenzen von Tranceerfahrungen Ritueller Körperhaltungen

8.3. Fragestellung 3: Vergleiche zwischen Erfahrenen und Neulingen

9. Begründung der Auswahl qualitativer Methoden

9.1. Menschenbild: Kognitiver Realismus, Interpretatives Paradigma und Symbolischer Interaktionismus

9.2. Sensibilität der Fragestellung

9.3. Unerforschtheit der Fragestellung

9.4. Unzureichende quantitative Erhebungsinstrumente

9.5. Explikation: Offenlegung des Untersuchungsprozesses und Ergebnisgenerierung

10. Rahmenbedingungen der Forschung

10.1. Selbsterfahrungsgruppe „Reisen in die andere Wirklichkeit“

10.2. Auswahl der untersuchten Rituellen Körperhaltungen

10.3. Aspekte der Teilnehmerauswahl

10.3.1. Theoretische Aspekte: Theoretical Sampling

10.3.2. Praktische Aspekte

10.4. Datenschutz

10.5. Untersuchungsplan: Tabellarischer Überblick

11. Vorstellung der ausgewählten qualitativen Methoden

11.1. Teilnehmende Beobachtung

11.1.1. Eignung für die Fragestellung der Studie (teilnehmende Beobachtung)

11.1.2. Konzeption, Inhaltlichkeit und Durchführung (teilnehmende Beobachtung)

11.1.3. Datenerfassung (teilnehmende Beobachtung)

11.1.4. Auswertung und kritische Reflexion (teilnehmende Beobachtung)

11.2. Selbstentwickelter Fragebogen

11.2.1. Eignung für die Fragestellung der Studie (Fragebogen)

11.2.2. Konzeption und Inhaltlichkeit (Fragebogen)

11.2.3. Durchführung und Datenerfassung (Fragebogen)

11.2.4. Auswertung (Fragebogen)

11.3. Rezeptives Interview

11.3.1. Eignung für die Fragestellung der Studie (rezeptives Interview)

11.3.2. Konzeption und Inhaltlichkeit (rezeptives Interview)

11.3.3. Durchführung (rezeptives Interview)

11.3.4. Datenerfassung (rezeptives Interview)

11.3.5. Auswertung (rezeptives Interview)

11.4. Erfahrungszentriertes Interview

11.4.1. Eignung für die Fragestellung der Studie (erfahrungszentriertes Interview)

11.4.2. Konzeption (erfahrungszentriertes Interview)

11.4.3. Inhaltlichkeit: Interviewleitfaden (erfahrungszentriertes Interview)

11.4.4. Durchführung (erfahrungszentriertes Interview)

11.4.5. Datenerfassung (erfahrungszentriertes Interview)

11.4.6. Auswertung (erfahrungszentriertes Interview)

12. Gütekriterien

12.1. Objektivität, Verfahrensdokumentation und Regelgeleitetheit

12.2. Reliabilität

12.3. Validitätsformen qualitativer Sozialforschung

TEIL C – ERGEBNISTEIL

13. Ergebnisse der teilnehmenden Beobachtung

13.1. Teilnehmerstatistik

13.2. Körperpositionen der Rituellen Körperhaltungen

13.3. Ritualablauf: Rituelle Körperhaltungen und die Selbsterfahrungsgruppe

13.4. Zusammenfassung der zentralen Ergebnisse

14. Ergebnisse des Fragebogens

14.1. Demographische Angaben

14.1.1. Interviewteilnehmer der rezeptiven Interviews

14.1.2. Interviewteilnehmer der erfahrungszentrierten Interviews

14.2. Bestimmung des Erfahrungsniveaus von Neulingen, Mittleren und Erfahrenen

14.3. Erfahrungshintergrund

14.4. Erlebnisintensität, praktische Übung und theoretisches Wissen

14.5. Erlernbarkeit von Trance

14.6. Erwartungen an Rituelle Körperhaltungen

14.7. Wichtiges im Selbsterfahrungsnachmittag

14.8. Erkenntnisse aus den Kreisgesprächen

14.9. Störung durch empirische Arbeiten

14.10. Teilnahme und Intensität Ritueller Körperhaltungen

14.11. Zusammenfassung der zentralen Ergebnisse

15. Ergebnisse der rezeptiven Interviews

15.1. Kategorienüberblick: Erlebniskonsistenz Ritueller Körperhaltungen

15.2. Bärenhaltung (1. RK)

15.2.1. Kategorie: Sinneserleben (1_Bärenhaltung)

15.2.2. Kategorie: Zeiterleben (1_Bärenhaltung)

15.2.3. Kategorie: Gefühlserleben (1_Bärenhaltung)

15.2.4. Kategorie: Gefühle der Verjüngung (1_Bärenhaltung)

15.2.5. Kategorie: Kontrollerleben (1_Bärenhaltung)

15.2.6. Kategorie: Verbalisierung und Kommunizierbarkeit (1_Bärenhaltung)

15.3. Olmekischer Prinz (2. RK)

15.3.1. Kategorie: Sinneserleben (2_Olmekischer Prinz)

15.3.2. Kategorie: Zeiterleben (2_Olmekischer Prinz)

15.3.3. Kategorie: Gefühlserleben (2_Olmekischer Prinz)

15.3.4. Kategorie: Gefühle der Verjüngung (2_Olmekischer Prinz)

15.3.5. Kategorie: Kontrollerleben (2_Olmekischer Prinz)

15.3.6. Kategorie: Verbalisierung und Kommunizierbarkeit (2_Olmekischer Prinz)

15.4. Saami-Schamane (5. RK)

15.4.1. Kategorie: Sinneserleben (5_Saami-Schamane)

15.4.2. Kategorie: Zeiterleben (5_Saami-Schamane)

15.4.3. Kategorie: Gefühlserleben (5_Saami-Schamane)

15.4.4. Kategorie: Gefühle der Verjüngung (5_Saami-Schamane)

15.4.5. Kategorie: Kontrollerleben (5_Saami-Schamane)

15.4.6. Kategorie: Verbalisierung und Kommunizierbarkeit (5_Saami-Schamane)

15.5. Südmährische Frau (8. RK)

15.5.1. Kategorie: Sinneserleben (8_Südmährische-Frau)

15.5.2. Kategorie: Zeiterleben (8_Südmährische-Frau)

15.5.3. Kategorie: Gefühlserleben (8_Südmährische-Frau)

15.5.4. Kategorie: Gefühle der Verjüngung (8_Südmährische-Frau)

15.5.5. Kategorie: Kontrollerleben (8_Südmährische-Frau)

15.5.6. Kategorie: Verbalisierung und Kommunizierbarkeit (8_Südmährische-Frau)

15.6. Vergleich der untersuchten Rituellen Körperhaltungen

15.6.1. Kategorie: Sinneserleben

15.6.2. Kategorie: Zeiterleben

15.6.3. Kategorie: Gefühlserleben

15.6.4. Kategorie: Gefühle der Verjüngung

15.6.5. Kategorie: Kontrollerleben

15.6.6. Kategorie: Verbalisierung und Kommunizierbarkeit

15.7. Zusammenfassung der zentralen Ergebnisse

16. Ergebnisse der erfahrungszentrierten Interviews

16.1. Kategorienüberblick: Determinanten und Konsequenzen von Tranceerfahrungen Ritueller Körperhaltungen

16.2. Allgemeines Verständnis von Trance Ritueller Körperhaltungen

16.2.1. Veränderungen im Denken [EI-1]

16.2.2. Veränderungen der Sinneswahrnehmung [EI-1]

16.2.3. Schwierigkeiten der Kommunizierbarkeit von Tranceerfahrungen [EI-1]

16.3. Trancecharakteristik Ritueller Körperhaltungen

16.3.1. Kontrollverlust [EI-1, EI-2]

16.3.2. Vergleiche und Abgrenzungen Ritueller Körperhaltungen

16.3.3. Begriffsverwendung` Trance´ für Erfahrungen Ritueller Körperhaltungen [EI-4]

16.4. Motivation zu Rituellen Körperhaltungen [EI-4]

16.5. Tranceerfahrungen Ritueller Körperhaltungen im Ritual

16.5.1. Ritualverlauf

16.5.2. Ritualleiterin [EI-32]

16.6. Bedeutende Tranceerfahrungen Ritueller Körperhaltungen

16.6.1. Schlüsselerfahrung: Ersterfahrung [EI-4; EI-5]

16.6.2. Schlüsselerfahrung: Nicht Ersterfahrung [EI-4; EI-5 + Explikation]

16.6.3. Veränderungen aus Schlüsselerfahrung [EI-4; EI-5]

16.6.4. (Grundlegende) Lebensveränderungen [EI-13; EI-14 + Explikation]

16.7. Wirkungen von Tranceerfahrungen Ritueller Körperhaltungen auf den Alltag

16.7.1. Nachwirkungen

16.7.2. Unterstützung: Verstehen der eigenen Person

16.7.3. Unterstützung: Verstehen der Umwelt

16.7.4. Unterstützung: Positive Veränderungen vermuteter Fremdbilder

16.7.5. Problematik: Schwierigkeiten der Verbalisierung und Kommunizierbarkeit

16.8. Bedürfnis, gezielte Anwendung und Abgrenzung von Tranceerfahrungen Ritueller Körperhaltungen gegenüber Drogenerfahrungen

16.8.1. Bedürfnis nach Rituellen Körperhaltungen [EI-22 + Explikation]

16.8.2. Abgrenzungen zu Drogen und Alkohol [EI-21 + Explikation]

16.8.3. Gezielte Anwendung Ritueller Körperhaltungen im Ritual [EI-18, EI-19]

16.8.4. Taktiken der Erfahrungsverarbeitung im Übergang vom Ritual in den Alltag [EI-8]

16.9. Erlernbarkeit

16.9.1. Günstige Lernvoraussetzungen [EI-33 bis EI-35]

16.9.2. Ungünstige Lernvoraussetzungen [EI-35]

16.9.3. Zeitabhängige Veränderungen der Tranceerlebnisse [EI-12 + Explikation]

16.10. Abweichungsprofil [EI-36 bis EI-39]

16.10.1. Beeinflussung durch Wissenschaftlichkeit [EI-36]

16.10.2. Persönliche Bedeutung des Interviews [EI-36 bis EI-39]

16.11. Zusammenfassung der zentralen Ergebnisse

TEIL D – DISKUSSION UND AUSBLICK

17. Diskussion der Ergebnisse zu den Fragestellungen

17.1. Trance – ein Begriff für das Erleben Ritueller Körperhaltungen?

17.2. Fragestellung 1: Erlebniskonsistenz Ritueller Körperhaltungen

17.2.1. Schwerpunkte Ritueller Körperhaltungen: Wie konsistent sind die Tranceerlebnisse?

17.2.2. Erlebniskategorien

17.2.3. Erlebnishorizonte: Ungewohnte taktile und außergewöhnliche visuelle und visionäre (Grenz-)Erlebnisse

17.2.4. Unangenehme Erlebnisse: Sind diese wirklich notwendig?

17.3. Fragestellung 2: Determinanten von Tranceerfahrungen Ritueller Körperhaltungen

17.3.1. Ritual: Interaktion von Set und Setting sowie Aspekte der Fremdsuggestion

17.3.2. Motivation: Suche nach (Selbst-)Erkenntnis im Sinne einer personalen und transpersonalen Persönlichkeitsentwicklung

17.3.3. Erfahrungshorizonte: (Des-)Integration der Persönlichkeit

17.3.4. Verbalisierung und Kommunizierbarkeit

17.3.5. Bedürfnis, gezielte Anwendung und Abgrenzung von Tranceerfahrungen Ritueller Körperhaltungen zu Drogenerfahrungen

17.4. Fragestellung 3: Vergleiche zwischen Neulingen und Erfahrenen: Ein hermeneutischer Ansatz zur Entwicklung eines Trance-Schemas

17.4.1. Entwicklung eines Trance-Schemas im Innen

17.4.2. Entwicklung eines Trance-Schemas im Beziehungsverhalten

17.5. Abgrenzung Ritueller Körperhaltungen hin zu einer spirituellen Körper- und Psychotherapie

17.5.1. Ansatz zu einer spirituellen Körper- und Psychotherapie

17.5.2. Grenzen des Ansatzes zu einer spirituellen Körper- und Psychotherapie

18. Diskussion der eingesetzten Methoden

18.1. Objektivität, Subjektivität und Selbstreflexion: Die Forscherin als Erhebungsinstrument

18.2. Gütekriterien: Qualität der Arbeit

18.2.1. Objektivität, Verfahrensdokumentation und Regelgeleitetheit

18.2.2. Reliabilität, Stabilität und Reproduzierbarkeit sowie Beeinflussung der Teilnehmer durch den wissenschaftlichen Hintergrund der Studie

18.2.3. Validitätsformen qualitativer Sozialforschung, Gültigkeit der Studiengruppe und Vergleichbarkeit des Rituals zu den Rituellen Körperhaltungen

18.3. Angemessenheit der methodischen Konzeption, Durchführung und Auswertung

18.3.1. Teilnehmende Beobachtung

18.3.2. Fragebogen

18.3.3. Rezeptive Interviews

18.3.4. Erfahrungszentrierte Interviews

18.3.5. Zusammenfassende Bewertung: Zur Ökonomie der vorliegenden Arbeit

19. Grenzen der Arbeit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, ob durch spezifische rituelle Körperhaltungen konsistente Tranceerlebnisse induziert werden können und wie die Teilnehmer die aus diesen Erfahrungen resultierenden Erkenntnisse in ihren Alltag integrieren. Dabei steht die Frage im Mittelpunkt, wie sich das Erfahrungsniveau der Teilnehmer auf die Trancephänomene auswirkt und inwieweit rituelle Körperhaltungen als Methode der Körper- und Psychotherapie fungieren können.

  • Phänomenologie und Determinanten veränderter Bewusstseinszustände
  • Methodik der induzierten Trance durch rituelle Körperhaltungen
  • Qualitative Analyse von Tranceerlebnissen (Sinnes-, Zeit- und Gefühlserleben)
  • Vergleich der Tranceerfahrungen zwischen Neulingen und erfahrenen Anwendern
  • Integration von Tranceerfahrungen in den beruflichen und privaten Alltag

Auszug aus dem Buch

Rituelle Körperhaltung: Singender Schamane

Der Singende Schamane steht, den Rücken gerade, Knie leicht gebeugt. Füße parallel, ca. 15 cm auseinander. Die Oberarme liegen eng am Körper, die Hände werden zu lockeren Fäusten geballt (Als ob sie ein kleines Ei hielten), und so auf die Brustmitte gelegt (Herzchakra), dass sich nur die Knöchel der kleinen Finger berühren. Während der Trance wird ein offenes »Aaaaaaa« intoniert.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Phänomenologie von Bewusstseinszuständen: Überblick über evolutionstheoretische und psychologische Ansätze zur Strukturierung und Klassifizierung von Bewusstseinszuständen.

2. Trance: Versuch einer Begriffsdefinition über Abgrenzungen: Differenzierung zwischen ergotropen und trophotropen Tranceformen zur begrifflichen Präzisierung.

3. Determinanten von Trance: Untersuchung von Induktion, Suggestion und Dissoziation als wesentliche Faktoren für das Auftreten von Trancezuständen.

4. Ritual, Set und Setting: Analyse der Rahmenbedingungen und rituellen Voraussetzungen, die das Erleben von Trance beeinflussen.

5. Umgang mit Erfahrungen veränderter Bewusstseinszustände: Diskussion über die psychologische Integration von Tranceerfahrungen in den alltäglichen Lebenskontext.

6. Schamanismus und Trance: Rituelle Körperhaltungen: Einführung in das schamanische Weltbild und die spezifische Praxis der Felicitas Goodman.

7. Forschungsstand: Rituelle Körperhaltungen: Kritische Zusammenfassung bisheriger Studien zur Konsistenz und Physiologie ritueller Körperhaltungen.

8. Fragestellungen der Studie: Definition der drei forschungsleitenden Fragen zu Erlebniskonsistenz, Determinanten/Konsequenzen und Erfahrungsniveaus.

9. Begründung der Auswahl qualitativer Methoden: Rechtfertigung des qualitativen Forschungsansatzes aufgrund der Unerforschtheit und explorativen Natur des Themas.

10. Rahmenbedingungen der Forschung: Beschreibung des Settings der Selbsterfahrungsgruppe und der Kriterien für die Teilnehmerauswahl.

11. Vorstellung der ausgewählten qualitativen Methoden: Detaillierte Darstellung von teilnehmender Beobachtung, Fragebögen sowie rezeptiven und erfahrungszentrierten Interviews.

12. Gütekriterien: Reflexion über Objektivität, Reliabilität und Validität unter Berücksichtigung der qualitativen Forschungsmethodik.

13. Ergebnisse der teilnehmenden Beobachtung: Auswertung der Beobachtungsdaten zur Teilnehmerstruktur und dem Ablauf der Rituellen Körperhaltungen.

14. Ergebnisse des Fragebogens: Statistische Analyse der demographischen Daten und des Erfahrungshintergrunds der Teilnehmer.

15. Ergebnisse der rezeptiven Interviews: Phänomenologische Analyse der Tranceberichte in Bezug auf Sinneseindrücke, Zeiterleben und Gefühle.

16. Ergebnisse der erfahrungszentrierten Interviews: Vertiefende Untersuchung der persönlichen Motivation, der Alltagsintegration und der Bedeutung von Tranceerfahrungen.

17. Diskussion der Ergebnisse zu den Fragestellungen: Reflexion der Befunde hinsichtlich der Erlebniskonsistenz, der persönlichen Entwicklung und der spirituellen Körpertherapie.

18. Diskussion der eingesetzten Methoden: Kritische Würdigung des methodischen Vorgehens, der Selbstreflexion und der Ökonomie der Arbeit.

19. Grenzen der Arbeit: Reflexion über die methodischen Einschränkungen und die psychologische Fokussierung der Untersuchung.

Schlüsselwörter

Rituelle Körperhaltungen, Ekstatische Trance, Bewusstseinszustände, Schamanismus, Qualitative Sozialforschung, Felicitas Goodman, Transpersonale Psychologie, Selbsterfahrung, Integration, Grenzerfahrungen, Körperbewusstsein, Autotelische Erlebnisse, Suggestion, Dissoziation, Psychosomatik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Diplomarbeit untersucht das Tranceerleben bei Rituellen Körperhaltungen und erforscht, wie diese ekstatischen Erfahrungen psychologisch verstanden und in den Alltag der Teilnehmer integriert werden können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Untersuchung deckt die Phänomenologie veränderter Bewusstseinszustände, schamanische Weltbilder, die methodischen Grundlagen ritueller Körperhaltungen sowie die psychologische Integration von außergewöhnlichen Erfahrungen ab.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, die Annahme einer Erlebniskonsistenz bei spezifischen Körperhaltungen zu überprüfen und zu verstehen, wie Neulinge im Vergleich zu erfahrenen Praktizierenden Tranceerfahrungen deuten und nutzen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Studie nutzt einen qualitativen Forschungsansatz, bestehend aus teilnehmender Beobachtung, einem selbstentwickelten Fragebogen sowie rezeptiven und erfahrungszentrierten Leitfadeninterviews.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, ein methodisches Design zur Erfassung der Erlebnisse, eine umfangreiche Ergebnisdarstellung der qualitativen Daten und eine kritische Diskussion der Befunde.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Rituelle Körperhaltungen, Ekstatische Trance, Bewusstseinszustände, Schamanismus, Qualitative Sozialforschung und Transpersonale Psychologie.

Welche Rolle spielt die Forscherin selbst bei der Datenerhebung?

Die Forscherin ist durch ihre aktive Teilnahme an der Selbsterfahrungsgruppe selbst Teil des Forschungsfeldes, was eine kontinuierliche Selbstreflexion erforderlich machte, um subjektive Verzerrungen zu minimieren.

Welche Erkenntnisse lassen sich aus der Integration von Trance in den Alltag gewinnen?

Teilnehmer berichten von einer verbesserten Selbstfürsorge, einer gesteigerten Fähigkeit zur Perspektivübernahme und einem leichteren Zugang zu biographisch bedeutsamen Themen.

Sind die Tranceerlebnisse bei rituellen Körperhaltungen konsistent?

Die Studie zeigt keine eindeutige, objektive Erlebniskonsistenz. Vielmehr erweist sich das Erleben als heterogen und stark abhängig vom Set und Setting sowie dem individuellen Erfahrungsniveau der Teilnehmer.

Final del extracto de 361 páginas  - subir

Detalles

Título
Trance: Determinanten, Inhalte und Konsequenzen - Eine empirische Studie am Beispiel Ritueller Körperhaltungen
Universidad
University of Heidelberg  (Medizinisch-Psychologisches Institut)
Calificación
1,0
Autor
Christina Hunger (Autor)
Año de publicación
2005
Páginas
361
No. de catálogo
V62275
ISBN (Ebook)
9783638555463
ISBN (Libro)
9783656772606
Idioma
Alemán
Etiqueta
Trance Determinanten Inhalte Konsequenzen Eine Studie Beispiel Ritueller Körperhaltungen
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Christina Hunger (Autor), 2005, Trance: Determinanten, Inhalte und Konsequenzen - Eine empirische Studie am Beispiel Ritueller Körperhaltungen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/62275
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