Streit, Konflikt, Konfliktlösung


Seminararbeit, 2003

19 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Gliederung

1. Einleitung

2. Streit – Konflikt – Konfliktlösung
2.1 Definition Konflikt
2.1.1 Wie entstehen Konflikte?
2.1.2 Welche Arten von Konflikten gibt es?
2.2 Konfliktbewältigung
2.2.1 Handlungsstrategien für den Lehrer
2.2.2 Handlungsstrategien für die Schüler
2.3 Streit-Schlichter-Programme
2.3.1 Konzeption
2.3.2 Beispiele

3. Schluss

4. Literaturangabe

1. Einleitung

Anders als die meisten anderen Schulfächer widmet sich das Fach Sozialkunde in hohem Maße auch dem Sozialverhalten der Schüler. Hier lernen die Kinder neben kognitiven Fähigkeiten auch den sozialen Umgang miteinander. Dabei sind Streit und Konflikt immer wichtige Themen, denn keine Schule, keine Klasse kann völlig ohne Konflikte auskommen. Entscheidend ist nur der Umgang damit. Ziel dieser Arbeit soll es sein zum einen Möglichkeiten darzustellen wie die Schüler gerade im Sozialkundeunterricht dazu angeleitet werden können, ihre Sozialkompetenz in dieser Hinsicht zu steigern, andererseits werden aber auch Streit-Schlichter-Programme vorgestellt, die dafür sorgen, dass die Schüler lernen in Eigenregie ihre Probleme zu lösen.

Zunächst soll der Begriff Konflikt geklärt werden und verschiedene Arten von Konflikten aufgezeigt werden. Daran anschließend geht es um die Bewältigung von Konflikten. Handlungsstrategien für den Lehrer werden ebenso aufgezeigt wie Übungen zur Streitvermeidung und Streitlösung für die Schüler. Diese erfolgen in erster Linie während des Unterrichts.

Abschließend sollen noch Streit-Schlichter-Programme vorgestellt werden, deren Ziel es ist durch die Unterstützung durch gleichaltrige Mediatoren Konflikte leichter und für die beteiligten einsichtiger zu lösen, als dies bei der Einmischung durch einen Lehrer der Fall wäre. Auch kann so eine Eskalation des Konflikts oder eine Polarisierung der Klasse vermieden werden.

Zunächst geht es ab um die Frage, wie Konflikte entstehen.

2. Streit – Konflikt – Konfliktlösung

2.1 Definition Konflikt

Wie bereits aus dem Titel der Arbeit herauslesbar, ist der Konflikt zumeist eine Form von Streit. Im Folgenden soll nun analysiert werden wie in der Regel Konflikte entstehen und welche Arten von Konflikten es gibt.

2.1.1 Wie entstehen Konflikte?

Laut Becker lässt sich ein Konflikt als „Widerstreit von Motiven innerhalb einer Person oder zwischen mehreren Personen“ (Becker u.a. 1982: 14) definieren. Dabei ist zu beachten, dass zwar auch die intrapersonalen Konflikte in der Schule zu Problemen führen können, aber nur die interpersonalen Konflikte sich in der Form von Streit auswirken.

Dass es in einer Klasse, an einer Schule notwendigerweise vielerlei verschiedene Motive und daher auch vielerlei Anlässe zum streiten gibt, liegt bei so vielen aufeinandertreffenden Individuen in der Natur der Sache. Bedenklich wird diese Tatsache erst angesichts immer steigenderer Gewaltbereitschaft von Jugendlichen und immer wachsenderer Zahl von hilflosen dem gegenüber stehenden Lehrern. Es scheint, dass die soziale Kompetenz bei den Schülern immer schlechter ausgebildet ist und in Folge dessen harmlose zwischenmenschliche Problemsituationen zu schier unlösbaren Konflikten ausarten, bei denen die Beteiligten sich oftmals nur noch mit Gewalt zu helfen wissen.

Aber nicht nur Konflikte zwischen den Schülern beeinträchtigen das Schulklima, auch mangelnde Konfliktfähigkeit zwischen Schülern und Lehrern sowie innerhalb des Lehrerkollegiums erschwert den Schulalltag. (Vgl. Jefferys-Duden/Noack 1999: 9)

2.1.2 Welche Arten von Konflikten gibt es?

Neben den personellen Unterschieden – also der Frage, wer am Konflikt beteiligt ist – gibt es aber noch weitere Möglichkeiten zur Unterscheidung von Konflikten. Da wäre zum einen der Grad der Schwere eines Konflikts zu nennen. Becker unterscheidet dabei zwischen Schein-, Rand-, Zentral- oder Extremkonflikt. ‚Scheinkonflikte’ sind dabei solche, die von den beteiligten Personen später als völlig belanglos eingestuft werden. Auch ‚Randkonflikte’ werden schnell wieder vergessen, da nur wenige Personen daran beteiligt waren und deren Folgen sich als unerheblich herausstellten. Anders schon bei den ‚Zentralkonflikten’. Hier sind immer mehrere Personen involviert und deren emotionale, geistige und/oder körperliche Beeinträchtigung ist erheblich. Die schwerwiegendsten Probleme bereiten dagegen die ‚Extrem-konflikte’, die sich in der Regel von den beteiligten Personen kaum selber bewältigen lassen. „In solchen Konfliktfällen ist der Lehrer auf Mithilfe und Mitarbeit Dritter angewiesen, also Eltern, Sozialarbeiter, Schulpsychologen, Therapeuten u.a. Personen.“ (Becker u.a. 1982: 24).

Auch die Frage nach der Intention bildet eine Unterscheidungsmöglichkeit. Glöckel versucht dabei Konflikte danach zu beurteilen, ob sie beabsichtigt entstanden sind, oder nicht. Als unbeabsichtigte Konfliktquellen nennt er ‚alltägliche Bagatellstörungen’, die aus „den nicht beherrschten Impulsen der Vitalsphäre entspringen.“ [kursiv im Original] (Glöckel 2000: 101). Diesen gegenüber stellt er die ‚personalen Konflikte’. Dabei handelt es sich um gewollte Auseinandersetzungen, bei denen der Personenkern betroffen ist.

Während Bagatellstörungen zu personalen Konflikten anwachsen können, kann es andererseits auch ratsam sein personale Konflikte wie Bagatellstörungen zu behandeln. (Vgl. Glöckel 2000: 101f).

Im Folgenden soll nun das Gewicht besonders auf Konflikte zwischen Schülern gelegt werden, Konflikte innerhalb des Lehrerkollegiums werden völlig außer Acht gelassen.

2.2 Konfliktbewältigung

Nachdem die Bestimmung des Begriffs Konflikt hinlänglich geklärt wurde, soll es nun darum gehen Wege der Konfliktbewältigung aufzuzeigen. Dazu werden sowohl Möglichkeiten auf Lehrerseite sowie auf Schülerseite dargestellt. Was die Lehrerseite betrifft, so geht es dabei hauptsächlich um Konflikte, die während des Unterrichts zwischen Lehrer und Schüler, aber auch zwischen den Schülern untereinander entstehen. Die Handlungs-strategien für die Schüler dagegen setzen zudem in der Verhaltungsweise der Schüler direkt an und helfen damit Streit und Konflikt auch außerhalb der Unterrichtszeit lösbar zu machen.

[...]

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten

Details

Titel
Streit, Konflikt, Konfliktlösung
Hochschule
Universität Regensburg  (Institut für Soziologie)
Veranstaltung
Einführung in die Fragestellungen des Sozialkundeunterrichts
Note
2,0
Autor
Jahr
2003
Seiten
19
Katalognummer
V62280
ISBN (eBook)
9783638555500
ISBN (Buch)
9783656800194
Dateigröße
426 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Streit, Konflikt, Konfliktlösung, Einführung, Fragestellungen, Sozialkundeunterrichts
Arbeit zitieren
Verena Stockmair (Autor), 2003, Streit, Konflikt, Konfliktlösung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/62280

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