Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Social Work

Provokative Therapie nach Frank Farelly

Title: Provokative Therapie nach Frank Farelly

Presentation (Elaboration) , 2004 , 34 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Silke Stabenow (Author)

Social Work
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

FF arbeitete bzw. lernte von C. Rogers den klientenzentrierten Ansatz und führte diesen auch einige Zeit aus. Er merkte dann aber, dass ihm diese Art der Gespräche nicht ganz liegt. Zitat: „Ich bin ausgelaugt von dem Versuch, ein Gärtner oder ein Geburtshelfer zu sein (dies sind die typischen Metaphern, die R. zur Beschreibung seines Therapeutenverständnisses verwendet). Ich bin in keiner dieser Rollen gut. Was ich tun will, ist die Panzerung der Leute aufzubrechen, in ihr Herz, in ihr Zentrum einzudringen und etwas Leben in sie hineinzubringen.“ Die Geburtsstunde seines provokativen Ansatzes war das 91. Interview mit einem als chronisch schizophren diagnostizierten Patienten. FF war langsam frustriert vom therapeutischen Prozess, der wie Carl R. zu sagen pflegte, mit der Geschwindigkeit eines Gletschers ablief. Der Pat. gab ihm ständig zu verstehen, er sei wertlos, hoffnungslos, werde sich nie ändern und den Rest seines Lebens in der Anstalt fristen FF versuchte ihm das Gegenteil zu vermitteln und sein Selbstwertgefühl zu heben. In der 91. Stunde gab FF dann auf und sagte dem Pat. dass dieser recht habe, er habe sich getäuscht, der Pat. sei wirklich hoffnungslos. Nach dieser Aussage war es nicht eine Sache von Wochen oder Monaten, nein, von Sekunden und Minuten, dass der Pat. anders wurde. Er fing an, sich äußerlich und innerlich zu bewegen und bekam Farbe im Gesicht, während FF noch seine Meinung von ihm selber bestätigte. Mit der Zeit merkte FF, dass diese „Herausplatzer“, die ihm als passierten, meist den Nagel auf den Kopf trafen u. hilfreicher waren, als abgewogene professionelle Kompensationen. Am Anfang war er über diese Herausplatzer eher geschockt, setzte diese dann aber im Laufe der Jahre immer mehr bewusst als therap. Mittel ein. FF lässt also seine Gegenübertragungsgefühle zu, ja mehr noch, er lässt sie bewusst in die Gespräche mit einfließen. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Wer ist Frank Farrelly?

2. Entstehung der provokativen Therapie

3. Annahmen und Hypothesen

3.1 Typisches Paradigma

3.2 Zwei zentrale Hypothesen

3.3 Ziele

4. Die Rolle des provokativen Therapeuten

4.1 Teufels Advokat

4.2 Spezifische Techniken

5. Die Stellung des Humors

6. Die 4 Sprachen des provokativen Therapeuten

7. Stadien des Prozesses in der provokativen Therapie

8. Provokative Therapie und andere Therapieformen

8.1 Farrelly und Rogers

8.2 Stimmen von anerkannten Therapeuten zu Farrelly

9. Fazit

10. Quellen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen und die praktische Anwendung der Provokativen Therapie nach Frank Farrelly, mit dem Ziel, den therapeutischen Nutzen von Humor, Provokation und Konfrontation bei der Veränderung festgefahrener Verhaltensmuster darzulegen.

  • Grundkonzepte und psychologische Annahmen der Provokativen Therapie
  • Die Rolle des Therapeuten als "Teufels Advokat"
  • Einsatz von Humor als therapeutisches Vehikel
  • Prozessstadien in der provokativen Behandlung
  • Abgrenzung und Vergleich zu anderen Therapieformen wie dem klientenzentrierten Ansatz

Auszug aus dem Buch

4.1 Teufels Advokat

Des Teufels Advokat ist der einfachste u. einprägsamste Name für die Rolle des prov. Th.

Der Therap. ergreift Partei für die negative Seite der Ambivalenz des Pat. u. wird, wenn erfolgreich ist -> selbst die negative Seite der Ambivalenz, die der Pat. gegenüber sich selbst u. anderen wichtigen Leuten spürt, sowie seinen eigenen Lebenszielen und Werten.

Der Therap. spielt die Rolle des Satan dadurch, dass er den Pat. dazu ver führt u. drängt, seine „Sünden“, seine abweichenden u. pathologischen Verhaltensweisen mit „guten“ und einleuchtenden Gründen fortsetzen.

Er übernimmt den krummen Teil des therap. Gesprächs, um den Pat. da durch zu provozieren, den vernünftigen, den geraden u. psychisch ange passten Teil des Gesprächs zu übernehmen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Wer ist Frank Farrelly?: Biografischer Abriss über Frank Farrelly, seine Ausbildung und die Anfänge seiner therapeutischen Arbeit im Mental Health Hospital in Madison.

2. Entstehung der provokativen Therapie: Schilderung der Entwicklung des Ansatzes aus der Unzufriedenheit Farrellys mit dem klientenzentrierten Ansatz, angestoßen durch eine Schlüsselerfahrung mit einem chronisch schizophrenen Patienten.

3. Annahmen und Hypothesen: Erläuterung der zentralen Zielsetzungen, der Provokation zur Verhaltensänderung sowie des zugrunde liegenden Paradigmas der Eigenverantwortung.

4. Die Rolle des provokativen Therapeuten: Detaillierte Betrachtung der therapeutischen Haltung als "Teufels Advokat" und der spezifischen Interventionstechniken wie Rückkopplung und Realitätsprüfung.

5. Die Stellung des Humors: Analyse der Bedeutung von Humor als wesentliches therapeutisches Werkzeug zur Desensibilisierung von Scham und Angst sowie zur Distanzierung.

6. Die 4 Sprachen des provokativen Therapeuten: Differenzierung der vier verschiedenen kommunikativen Ausdrucksebenen, die der Therapeut gezielt einsetzt.

7. Stadien des Prozesses in der provokativen Therapie: Beschreibung des therapeutischen Verlaufs in vier aufeinanderfolgenden Stadien, von der ersten Provokation bis hin zur Festigung und Integration.

8. Provokative Therapie und andere Therapieformen: Vergleich des provokativen Ansatzes mit Carl Rogers' Ansatz und Einordnung durch Zitate anderer anerkannter Therapeuten.

9. Fazit: Kritische Würdigung der Methode hinsichtlich empirischer Belege sowie zusammenfassende Betrachtung ihrer Wirkungsweise als "frischer Wind" in der Therapie.

10. Quellen: Auflistung der verwendeten Fachliteratur.

Schlüsselwörter

Provokative Therapie, Frank Farrelly, Humor, Konfrontation, Psychologische Veränderung, Teufels Advokat, Therapeutische Technik, Selbstverantwortung, Klientenzentrierte Therapie, Prozessstadien, Realitätsprüfung, Affektive Erfahrungen, Burn-out Prophylaxe, Suggestion, Psychotherapie.

Häufig gestellte Fragen

Was ist das Grundanliegen der Provokativen Therapie?

Die Provokative Therapie zielt darauf ab, den Patienten durch gezielte, humorvolle Provokation aus starren, dysfunktionalen Verhaltensmustern zu lösen und ihn zur Übernahme von Eigenverantwortung zu bewegen.

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Arbeit?

Die Arbeit behandelt die Entwicklung der Methode, die spezielle Therapeutenrolle als „Teufels Advokat“, den essenziellen Stellenwert des Humors sowie die Phasen des therapeutischen Prozesses.

Was ist das primäre Ziel des provokativen Ansatzes?

Das Ziel ist es, den Patienten zu einer realistischeren Selbsteinschätzung und Verhaltensweise zu führen, indem seine Selbstbehauptung und sein Selbstwertgefühl durch die Provokation gestärkt werden.

Welche wissenschaftliche Methode liegt zugrunde?

Die Arbeit basiert auf der deskriptiven Darstellung und theoretischen Einordnung der von Frank Farrelly entwickelten klinischen Methode, ergänzt durch Fallbeispiele und therapeutische Reflexionen.

Was steht im Hauptteil der Arbeit im Vordergrund?

Im Hauptteil liegt der Fokus auf der Rolle des Therapeuten, der spezifischen Verwendung von Humor und Konfrontation als therapeutisches Werkzeug sowie dem Stufenmodell des Veränderungsprozesses.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Provokative Therapie, Humor, Konfrontation, Teufels Advokat, Eigenverantwortung und therapeutische Intervention geprägt.

Inwiefern unterscheidet sich die Provokative Therapie vom klientenzentrierten Ansatz nach Rogers?

Während bei Rogers das sanfte Spiegeln im Vordergrund steht, nutzt Farrelly einen „Zerrspiegel“, der auch pathologische Seiten hervorhebt und den Patienten aktiv zur aktiven Auseinandersetzung und Entscheidung zwingt.

Warum spielt Humor eine so zentrale Rolle bei Farrelly?

Humor dient als Vehikel, um psychologischen Abstand zu gewinnen, Ängste zu desensibilisieren und den Patienten dazu zu bringen, sich mit seinen eigenen Verhaltensweisen und persönlichen Angelegenheiten direkt auseinanderzusetzen.

Excerpt out of 34 pages  - scroll top

Details

Title
Provokative Therapie nach Frank Farelly
College
University of Welfare Mannheim
Course
Psychologische Konzepte der Veränderung
Grade
1,0
Author
Silke Stabenow (Author)
Publication Year
2004
Pages
34
Catalog Number
V62318
ISBN (eBook)
9783638555821
Language
German
Tags
Provokative Therapie Frank Farelly Psychologische Konzepte Veränderung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Silke Stabenow (Author), 2004, Provokative Therapie nach Frank Farelly, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/62318
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  34  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint